Könnte sich die Evolution des Pferdes wiederholen?

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8 Antworten

Es könnte auch durchaus sein, das der Eohippus schon der zweite Anlauf war. Also anstatt der Frage ob es nochmal eine solche Entwicklung geben könnte - könnte es ja auch sein, das es schon der zweite Anlauf war!?

Bei vielen Tieren geht die Evolutionsgeschichte zu Ende und beginnt irgendwann später nochmal erneut - und keiner weis warum.

Wie beim missing Link von mehreren Spezies - die nicht zu finden sind.

Finde diese Frage sehr interessant - auch wir Menschen - sind wir evtl. auch schon der zweite Anlauf?

Wenn man manche Sendungen sieht, wie weit entwickelt der Mensch schon mal war - dann eine Unterbrechung und dann kommt ein neuer Schub.

Jetzt geh ich zu weit weg von deiner Frage.

Ich bin mir aber sicher, das - sollte nochmal ein Terraforming stattfinden, das sich alles nochmal entwickeln könnte - immerhin macht die Natur immer an dem weiter, das funktioniert.

Allerdings wirst du das in deiner Lebenszeit nicht recherchieren können - die Zeit dazu fehlt einfach.

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Kommentar von ponyfliege
06.02.2016, 20:21
Allerdings wirst du das in deiner Lebenszeit nicht recherchieren können - die Zeit dazu fehlt einfach.

lol... ;-)

danke.

das andere, was mich zu dieser überlegung bewegt ist, ob man aus der beobachtung der hirschferkel, bzw. des fleckenkantschils, der ja heute existiert, nicht rückschlüsse ziehen kann auf die "missing links" in der evolution des pferdes.

es wird ja immer nur die linie aus fünf aufeinanderfolgenden entwicklungsstufen zum heutigen pferd dargestellt. und das ist ja definitiv falsch - weil die übergänge ja nie ganz plötzlich stattgefunden haben. es gab immer phasen der stagnation und phasen der schnelleren selektion, also in der sich tiere schneller verändern und sprünge auftreten. aber ganz so einfach ist das ja nicht.

die evolution wiederholt erfolgreiche baupläne. und "survival of the fittest" ist ja sicher auch bekannt.

hier noch mal ein kurzes video mit dem fleckenkantschil. genauso würde ich mir den eohippus in den wäldern vor 60 millionen jahren vorstellen.

https://m.youtube.com/watch?v=13GQbT2ljxs

der nächste gedankengang wäre: wenn diese feuchten und sumpfigen wälder eines tages versteppen und es nicht die möglichkeit gibt, in solche abzuwandern; ausserben oder weiterentwicklung zu einem neokamtschil?

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Hallo,

ich hätte jetzt eher auf eine analoge Entwicklung aufgrund ähnlicher Lebensumstände getippt. Evolutionstechnisch ist es ja so, das es früher ja nur den Urkontinent "Pangäa" gab. Durch Kontinentaldrift etc. wurden die damals lebenden Tierarten auf den entstehenden Kontinenten verteilt. Im Fall Verwandschaft gibts dann verschiedene Möglichkeiten

Fall 1: Sie haben immer noch einen ähnlichen Lebensraum und entwickeln sich ähnlich weiter oder

Fall 2: Sie leben in total verschiedenen Lebensräumen und müssen anderes angepasst sein um eine höhere Überlebenchance zu haben (Darwin)

Das die Evolution zweimal ca gleich abläuft wäre zwar theoretisch möglich aber quasi zu 99,999...% unwahrscheinlich. Du musst dir mal nur vor Augen halten, dass es reiner Zufall war, dass überhaupt die ersten Prokaryoten aus der Ursuppe entstanden sind. Dass dann 2 mal genau das selbe abläuft kann ich mir kaum vorstellen.

Um jetzt genauer was über die verwandschaft etc sagen zu können, müsste man sich näher damit beschäftigen wo welches Tier vor wie viel Millionen Jahren gelebt hat, oder man macht Gentests. Denn ein Biologe kann auch von Pferd noch auf Eohippus schließen.

Ich hoffe ich konnte dir wenigstens ein bisschen weiter helfen :)

LG lenchenh

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Kommentar von ponyfliege
06.02.2016, 20:29

auch dir erst mal ein danke für die mühe mit deiner antwort.

jepp. hab vergessen zu erwähnen, dass ich das mit der kontinentaldrift und dem permanenten klimawandel ebenfalls schon gedanklich berücksichtigt habe. schuldigung.

allerdings - eben doch keine hundert prozent. eine winzige möglichkeit besteht immer. meine frage: ist die wahrscheinlichkeit grösser, ist sie gleich oder ist sie kleiner, wenn es sich um zeitversetzte prozesse handelt?

und verwandt mit den früheren formen des pferdes sind die hirschferkel allenfalls rudimentär. sie sind halt säugetiere.

und sie sind bereits huftiere.

und: sie sind wiederkäuer. ob "echte" oder unechte hab ich bislang nicht herausfinden können. allerdings hat auch das pferd noch rudimentär anlagen des unechten wiederkäuers.

und wegen des um millionen jahre versetzte zeitfenster würde ich kaum von einer analogie sprechen wollen.

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Ich denke dass es immer eine Weiterentwicklung sein wird.

Verblüffende Ähnlichkeiten/Verwandtschaften der Arten, sind keine Wiederholungen.
Wenn eine Evolutionslinie zu Ende geht, so wird das seine Gründe haben. Es macht doch keinen Sinn das Erfolglose noch einmal genauso "zu versuchen".
Um Erfolgreiches irgendeinmal zu wiederholen, müssten sämtliche Umgebungseinflüsse wieder auf einen Zustand X gestellt werden.

Kein Lebewesen, ob Einzeller oder Vielzeller, ist hinsichtlich der Versorgung autark.
Autark ist auch kein Lebewesen in sich.

Um Höchstleistungen im Hochsprung zu erzielen, reicht es nicht wenn ausschließlich die Sprungmuskulatur trainiert wird, es müssen auch die übrigen Muskeln trainiert werden, denn diese unterstützen wiederum die Sprungmuskulatur.
Das heißt, es muss der gesamte Muskelapparat und Organismus trainiert (entwickelt) werden, weil ein wechselseitiges aufeinander Einwirken entsteht.

Und so sehe ich auch die gesamte Evolutionsbiologie und alles darüber hinaus, als Ganzes. Als ein wechselseitiges aufeinander Einwirken um die Entwicklung weiter zu führen.

Die ersten Lebensformen entwickelten sich vor 3,6 Milliarden Jahren.
Vor etwa 2,0 Milliarden Jahren bildeten sich aus Mikroorganismen, den Probionten und einfachen Bakterien, erste einzellige Lebewesen.
Es dauerte noch ein "paar Tage" bis sich der Wechsel vom Mikro‐ zum Makrokosmos vollzog.

Ein kleines fossiles Fundstück, aus der Zeit vor mehr als 440 Millionen Jahren, hat mich bewogen einen kleinen Aufsatz darüber zu schreiben.

Vielleicht macht es und ein wenig klar, wie gering die Chance auf eine zeitversetzte Parallelwelt ist.

> [PDF] >> http://www.steinkern.de/ablage/Kalkalge-Coelosphaeridium.pdf

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Kommentar von ponyfliege
08.03.2016, 01:22

sorry - mein tablet kann leider keine pdf dateien auslesen.

was ich meine ist quasi eine zeitversetzte "parallelentwicklung".

so etwas würde helfen, fehlende puzzleteile in anderen stammbäumen zu ergänzen.

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Ich kann keine wissenschaftliche Quellen nennen, aber das erinnert mich an eine Unterrichtseinheit im Biologieunterricht.

Ähnliche Bedingungen bringen ähnliche Tierarten hervor. Als Beispiel damals diente die europäische Ratte, die mit dem Pferd näher verwandt ist als mit der australischen Beutelratte, die ihr definitiv optisch weit mehr gleicht.

An viel mehr erinnere ich mich leider nicht.

Hier ein Wikipedia-Link dazu:
https://de.m.wikipedia.org/wiki/Analogie_(Biologie)

Von daher wäre Deine Ausgangsfrage zu bejahen.

Ich denke, dass hilft Dir nur am Rande, aber vielleicht gibt es einen kleinen Impuls in die richtige Richtung.

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Kommentar von ponyfliege
06.02.2016, 18:54

danke.

hinsichtlich des parallelismus ist es schon schlüssig.

allerdings - zeitversetzt. und das ist der punkt. von daher kann man nicht mal genau sagen, ob es sich um homologe oder analoge gemeinsamkeiten handelt.

andererseits - und das war auch ein punkt der überlegung dabei - ist es ja möglich, dass die evolution ein "erfolgsmodell" ein zweites mal "baut"?

wir wissen natürlich nicht, ob sich der eohippus genauso oder sehr ähnlich verhalten hat, wie der heutige fleckenkantschil. vieles lässt darauf schliessen.

dann - die genetische ähnlichkeit lässt sich natürlich nicht überprüfen.

aber es ist natürlich ein weiterer denkansatz.

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Hi! 

Mein Freund ist im Master in Bio :D

Angaben ohne Gewähr: Sehr unwahrscheinlich, aber nicht unmöglich. Und zwar, weil der Selektionsdruck einfach ganz anders ist. Fressfeinde, Klima, Wetter, usw. 

Von jetzt ausgehen würde es wohl nicht mehr gehen, weil in Millionen von Jahren die gleichen Bedingungen herrschen müssten, wie vor Millionen von Jahren. Und das ist eben kaum möglich. 

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Kommentar von ponyfliege
06.02.2016, 19:06

danke.

naja - IN millionen von jahren müssten diese tiere eine nische vorfinden, wie unsere heutigen pferde sie bis vor etwa 2.000 jahren hatten.

wobei das noch nicht mal so unwahrscheinlich ist.  der lebensraum des fleckenkantschils entspricht dem des eohippus von vor millionen jahren. vermutlich auch sein verhalten. wobei die art der flucht vor flugräubern äusserst interessant ist: das hirschferkel springt ins tiefe wasser und taucht. es bewegt sich in einer zwischenart zwischen laufen und schwimmen unter wasser und taucht c.a 4minuten später wieder auf. etwas ähnliches könnte ich mir auch beim eohippus als "erfolgsrezept" vorstellen.

heutige pferde, die noch einen grossen anteil urpferdgene haben, haben 1. hohles deckhaar, 2. wächst aus jedem haarfollikel nur ein haar und 3.besitzt jedes haarfollikel eine öldrüse, die das fell wasserabweisend macht.

ein anderer punkt sind dinge, die mit dem stetigen klimawandel auf der erde zu tun haben. auf sumpfwälder folgt die versteppung, auf warmzeiten folgen kaltzeiten...

ich glaub, ich hab vergessen, in der frage den klimawandel zu erwähnen. aber ich ging davon aus, dass es klar ist, dass nicht zu jeder zeit das klima an ein und derselben stelle immer dasselbe ist...

hm...vielleicht könntest du deinen freund noch mal interviewen?! :-))

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Hallo! Das ist nicht unmöglich aber sehr unwahrscheinlich. Die Evolution ist eine Reaktion auf sich immer wieder ändernde Umweltbedingungen auch im Zusammenspiel mit anderen Tieren und deren Evolution. Zudem spielt immer auch eine Verkettung von Zufällen - man könnte es auch biologische Versuche   nennen  - mit

Also eher nicht. 

Ich wünsche Dir ein gutes und schönes Wochenende.

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Kommentar von ponyfliege
13.02.2016, 00:30

danke erst mal für die antwort.

was mich zu der frage bewegt hat, ist, dass sich die beiden tiere nicht nur körperlich ähnlich sehen, sondern auch die umgebung und die umweltbedingungen ähnlich sind, wie die, denen der eohippus ausgesetzt war.

klimaveränderungen und kontinentaldrift habe ich so gut als möglich in meine überlegung integriert.

lediglich hinsichtlich genetischer übereinstimmung finde ich keine forschungsergebnisse. entweder ist es den wissenschaftlern nicht wichtig (genug), so dass für diese forschung kein geld zur verfügung steht, oder es ist ihnen noch nicht aufgefallen.

über die evolutionsbiologie des fleckenkamtschils ist leider auch nur wenig bekannt.

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Die Evolution des Pferd ist noch lange nicht abgeschlossen!

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Kommentar von ponyfliege
13.03.2017, 14:19

das war nicht die frage.

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