Frage von SheepingStuff, 93

Könnte mir einer die Rechnung erklären?

Guten Tag! Meine Großeltern haben ihr Badezimmer neu fliesen lassen. Dazu haben sie einen Kostenvoranschlag bekommen (ich werde in diesem Beispiel einfachere Zahlen verwenden). Der Voranschlag war ein Betrag von 10€, zzgl. 19% USt. also 11,90€. Sie hat diesen Betrag (11,90€=Voranschlag mit USt.) bereits vor den Arbeiten überwiesen. Nachdem die Arbeiten fertig waren, hat der Fliesenleger uns eine Rechnung zukommen lassen mit einem Gesamtbetrag in Höhe von 100€, zzgl. 19% USt. also 119€. Sie haben in der Rechnung den Gesamtbetrag ohne USt. aller Arbeiten und Materialpreise mit dem Voranschlag ohne USt. (10€) subtrahiert und das Ergebnis davon mit 1,19 mutlipliziert, um die neue zu zahlende Summe zu errechnen (107.10€). Nun zu meiner Frage: Warum muss man in der Rechnung den Voranschlag ohne USt. (10€) abziehen und nicht das tatsächlich überwiesene Geld (11.90€)? Wieso ist [(Gesamtbetrag ohne USt. - Voranschlag ohne USt.)*1,19]+Voranschlag mit USt. das Gleiche wie Gesamtbetrag ohne USt. * 1,19? Ich weiß nicht, wieso ich es nicht verstehe und hoffe, dass mir jemand von Ihnen helfen kann :)

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von berlina76, 44

Das ist für euch nur wichtig wenn ihr es bei der Steuer einreichen wollt.

Ansonsten ist das ein Firmeninterner Vorgang mit Nettobeträgen zu rechnen.

Es ist anschließend leichter um die Steuer fürs Finanzamt zu erstellen.

Bei deinem Beispiel ist es ein Runder Betrag. Bei nichtrunden Summen und bei Rechnung mit Bruttobeträgen (1,19fache) aus denen man erst die MWST zurückrechnen muß kommen oft krumme Beträge raus, halbe cent, die sich Buchalterisch schlecht verarbeiten lassen.

Kommentar von Jackie251 ,

entstehen halbe nicht auch, wenn man den Bruttopreis festlegt?
wenn etwas 2,5 Euro kostet muss man dafür dann ja auch 0,475 Euro MWST draufschlagen das kommt aufs gleiche raus, als wenn man aus 3 Euro versucht die MWST rauszurechnen oder?

Kommentar von berlina76 ,

Du denkst falsch herum Butto ist der Nettobetrag + Merhwehrtsteuer.

Mehrwertsteuer ist 19 % in deutschland. in einigen Fällen 7 %

Wenn du in Deutschland einkaufen gehst stehen an den Waren immer die Bruttobeträge als Endkunde dran. d.h. da sind die 19% schon drin enthalten. Du kaufst für 2,55  Dann zahlst du auch an der Kasse 2,55. Der Laden muß aber anschließend die Steuer abführen und zwar von 2,55 was 119% entspricht. die 19 % also Dreisatz

40,71 cent die 0,71 cent lassen sich aber Buchhalterisch nicht vernünftig unterbringen.

Um das zu umgehen rechnen Handwerksbetriebe mit Nettobeträgen(100%) und legen anschließend die 19 % oben auf. Auf diese weise können sie sicher sein, das keine krummen Beträge beim zurückrechnen rauskommen. und somit die Interne Buchhaltung leichter wird.

Für den Endkunden ist nur wichtig das der Bruttobetrag (119%) stimmt, denn den muß er Zahlen.

Kommentar von berlina76 ,

Wenn etwas 2,50 Brutto kostet(119%) dann sind 19% davon 39,91 cent. nicht 47,5 cent

Kommentar von Jackie251 ,

das verstehe ich noch immer nicht, sorry

WENN ich den Nettobeträg auf eine gerade Zahl festlege, we zB 2,50 Euro

dann sind 19% Aufschlag = 47,5 cent.
Das bedeutet ich muss vom Kunden nun entweder 2,97 oder 2,98 Euro verlangen.

Was wiederum bedeutet das ich
0,19 x 2,97/1,19 = 47,42 cent an Mehrwertsteuer abführen muss

oder

0,19 x 2,98/1,19 = 47,58 cent

beides ist ein Griff ins Klo.

Da habe ich genau Null Vorteil gegenüber einen Festgelegtem Bruttopreis aus dem ich die MWST rausrechne.

Einen Vorteil hätte ich nur, wenn nicht ICH die MWST abführen muss. Dann verlange ich vom Kunden 2,50 Euro und wie der seine 47,5 Cent zum Finanzamt bekommt ist mir egal.
Im Einzelhandel macht das aber nunmal der Verkäufer.

Antwort
von iokii, 42

Distirbutivgesetz nennt sich das : (a+b)*c=ac+bc .

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