Frage von hvgeorge, 19

Könnte Jemand mir bei Netz-Generator Umschaltproblem weiter helfen?

Einpaar Testläufe (ungefähr 15-20 Minuten), unter normaler Belastung, ergaben das erwünschte Resultat, alle verlief reibungslos. Vor einer Woche hatten wir dann einen Stromausfall von etwa einer Stunde. Die Stromversorgung lief während dessen über mein Aggregat. Als das Netz wieder präsent war, schaltete ich den Generator ab, und stand erstaunlicherweise im Dunkeln. Nach Überprüfung musste ich feststellen, dass alle Kontaktlamellen der Wechsler überhitz waren und somit nicht in ihre Ausgangsposition zurückgefallen waren. Ich kann mir nicht erklären, wieso die 30A Wechsler überhitzen konnten, da die gespeisten Stromkreise mit 10 und 16A abgesichert sind. Außerdem bringt der Generator nur 2000W pro Phase. Vielleicht erkennt Jemand den Fehler.

Antwort
von newcomer, 13

zum einen könnte es sein dass der Generator mehr bringt als du ihm zutraust.
Auf dem heisst es 2000 Watt. Das ist bei einem Generator kein normaler Wert sprich abgegebene Wirkleistung. Wenn du Verbraucher mit Cos Phi von 0,5 hast kann das bedeuten dass Generator eine Scheinleistung von 4000 VA liefern muß. Diese 4000 VA also Scheinleistung muß das Finder Relais aber umschalten können.
Desweiteren seh ich in der Schaltung einen Fehler. Du schaltest auch den N Leiter um. Wenn nun die anderen Kontakte etwas schneller sind fehlt im ersten Moment der N an den Verbrauchern. Wenn du Pech hast bekommt der Verbraucher mit niedrigster Belastung volle 400V ab.
Würde deshalb den N fest anschließen.
Der Generator liefert zwar gegen N Leiter 230V aber untereinander haben die 400V anstehen die dann einen Verbraucher abrauchen lassen.
Was auch der fall sein kann ind dass der N den 3 fachen Strom aushalten muß weil über ihn 3 Phasen zurücklaufen. Dies muß auch das Finder Relais sprich der N Umschalter abkönnen und dafür ist es sicher nicht ausgelegt

Kommentar von hvgeorge ,

Erstmals besten Dank! Werde mir zunächst mal einpaar neue Relais beschaffen, deinen Richtlinien nach die Änderungen vornehmen und einen neuen Versuch starten.  

Kommentar von newcomer ,

vielleicht meinen wir das Gleiche aber da solltest du schon Leistungsschütze einbauen sprich einen für Generator, einen für Netzversorgung. Diese müssen elektrisch gegeneinander verriegelt werden um zu vermeiden dass beide gleichzeitig angezogen sind.
Würde dies passieren dann stemmt sich dein "kleiner" Generator gegen das öffentliche Netz.
Das würde nur funktionieren wenn beides Synchron in Frequenz und Phasenlage läuft und der Generator so geregelt wird dass er nicht überlastet

Kommentar von hvgeorge ,

Du könntest Recht haben mit dem Nullleiter, diese Eventualität hatte ich nicht in Betracht gezogen. Ich hatte nämlich vergessen hierzu zu erwähnen, dass glücklicherweise kein Kostbares Gerät in Betrieb war, denn der Kaffeekocher hat das Experiment nicht überlebt!

Andere Idee: Wenn ich das Netztrennrelais einen Sekundenbruchteil verzögern würde? ZB: ganz einfach mit einem adäquaten Kondensator? Wäre das nicht auch noch eine zusätzliche Sicherheit? 

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