Frage von Kitty113, 299

Könnte ich seit meiner Geburt eine leichte geistige Behinderung haben?

Irgendwie habe ich das Gefühl, zumindest eine leichte geistige Einschränkung zu haben.

Als Kleinkind hatte ich eine lange Zeit Angst vor Gleichaltrigen. Wenn jemand unsere Familie in meiner Anwesenheit mit Kinder in meinem Alter oder jüngeren besuchen kam,verkroch ich mich unterm Bett, zog mich in mein Zimmer zurück und/oder interessierte mich gar nicht für sie. Auf dem Spielplatz hatte ich ebenfalls vor anderen Kindern große Angst, sodass ich laut schrie und weinte wenn ein oder mehrere Kinder mich absichtlich berührten,auf mich zukamen oder einfach nur mit mir spielen wollten. Später,in der Grundschulschulzeit wurde es zwar besser,jedoch war ich da immer extrem ruhig und hatte so gut wie nie mit meinen Mitschülern geredet. Freunde hatte ich zu der Zeit in der Schule keine. Desweiteren war ich schon immer unsportlich gewesen,hatte immer Angst vor Bällen und fing erst mit 18 Monaten an zu laufen. Das Schwimmen und Fahrradfahren lernte ich erst mit 10

Bis vor 3 Jahren, war ich noch ein richtiges Mobbingopfer fast der ganzen Klasse. In der Grundschule wurde ich von der 3. bis zur 6. Klasse quasi jeden Tag gemobbt, teilweise auch geschlagen. Nach der 7. Klasse lebte ich vorübergehend 2 Jahre lang im Ausland, wo ich ebenfalls von den meisten Jungs gemobbt,beleidigt,ausgegrenzt,geschlagen und als Zombie beschimpft wurde. Das Mobbing war zwar dort,im Gegensatz zu vorher nicht so schlimm,jedoch hatte ich dort auch keine Freunde oder sonst jemanden mit dem ich über dieses Problem reden konnte. Meinen Eltern konnte und wollte ich es später auch nicht erzählen,da sie ihre eigene Sorgen hatten und außerdem nicht wussten wie sie mir helfen sollten.

Jetzt werde ich zwar nicht mehr so gemobbt, aber meine gesamte Lage, sowie geistiger Zustand haben sich nicht sonderlich gebessert und es geht mir insgesamt ziemlich schlecht. Auch gibt es um ehrlich zu sein niemanden,der mich liebt oder sich wirklich für mich interessiert. Eine Beziehung hatte ich auch noch nie

Davon abgesehen hatte ich schon immer ein großes Verständnis- und Lernproblem. Immer wenn mir etwas erklärt wird,verstehe ich entweder gar nichts oder brauche sehr lange um etwas richtig zu verstehen,egal wie oft man es mir erklärt. In der Schule ist es allerdings genauso,was dazu führt dass ich sehr lange brauche um mit einer Aufgabe fertig zu werden oder bei KA/Prüfungen nicht fertig werde. Dies geht schon seit meiner frühen Kindheit so.Auch habe ich oft große Schwierigkeiten Fragestellungen und Texte zu verstehen weshalb es für mich auch oft nicht möglich ist Interpretationen zu schreiben. Im Fach Mathe habe ich auch große Probleme und bin oft selbst mit den einfachsten Aufgaben überfordert. Mit "ach" und "krach solvierte ich im Jahr 2015 Jahr meinen Hauptschulabschluss mit einem Notendurchschnitt von 3,7 ab. Ebenfalls mit Tränen und Stress bestand ich dieses Jahr den Mittleren Schulabschluss mit folgenden Prüfungsnoten: Mathe 3, Deutsch 4, Englisch 5 - trotz Nachhilfe

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Antwort
von question42b, 99

Bei mir war es zwar nicht ganz so schlimm, aber man kann alles verbessern - und auch die begabteren Menschen outperformen - und ich denke das wäre ein Ziel dass du dir setzen könntest.

Wurde früher auch sehr oft gemobbt, konnte mit fremden Personen nicht reden.. und und und. Nach 2 Jahren intensiven beschäftigen befand ich mich - so würde ich es behaupten - auf Durchschnittsniveau mit anderen Personen. Anschließend habe ich natürlich nicht aufgehört. 

Der Trick ist, dass es weh tun muss. Ich habe seit dem alles, was mir nur im geringsten unangenehm ist und ich lieber nicht tun wollte .. getan.

Ich hatte keine Lust zu lernen? Ich habs getan,  wenn mir dann anfing der Kopf weh zu tun, fühlte ich mich gut. 

Ich wollte eine bestimmte Person nicht ansprechen, weil ich wahrscheinlich gestottert hätte? Ich habs getan und gestottert.. sehr oft.. doch irgendwann hörte es auf. 

Es ist so simpel - no Pain no Gain. Doch wenn man weiß, wo man hin will, ist einem alles egal. Denke rational darüber nach, was du tun musst, um deine Ziele zu erreichen und spring da rein. Alles was nicht weh tut, bringt dich nicht weiter. Wenn du kein Ziel hast, such dir eins. Ein großes.

Die meisten Menschen haben keine übergeordneten Ziele - und wenn, verfolgen sie diese nicht. Arbeite so viel du kannst, denn das tuen die meisten Menschen nicht. Und was heißt das? Du outperformst die meisten Menschen, es ist nur eine Frage der Zeit.

Viel Glück.

Kommentar von NoAnderstand ,

danke für die offenen Worte und Hinweise; sie helfen mir auch, mich endlich wieder einmal auf meine [großen] Ziele zu konzentrieren.

Danke für den Anstoss..........

Antwort
von eddiefox, 98

Hallo!

Ich möchte Dir auch ein paar Gedanken zu deiner Frage mitteilen.

Mein Eindruck ist, dass dir seit deiner frühen Kindheit der Aufbau von Beziehungen zu anderen schwer fällt. Angst vor anderen Kindern, Probleme in Gruppen usw.

Kinder und Jugendliche in der Gruppe sind ja oft ohne Erbarmen - wenn sie bei jemandem eine Schwäche spüren, grätschen sie rein und trumpfen auf.

Wenn diese psychische Stresssituation deine gesamte Jugendzeit angehalten hat, dann wundert es mich nicht, dass dir das Lernen schwer gefallen ist. Es wird nur wenige geben, die in einem dauerhaft "feindlichen Umfeld" und unter Angst erfolgreich lernen können.

Damit will ich sagen (Vermutung/Idee), dass vielleicht ein psychisches (oder neurologisches) Problem im Vordergrund lag und die Lernschwierigkeiten eine Konsequenz davon sind oder waren.

Falls Du dir über diese Problematik Klarheit verschaffen möchtest, würde ich einen reinen Intelligenztest für unzureichend halten. Ich fände es hilfreicher, wenn die Problematik global untersucht werden würde, also auch psychische Veranlagungen und Schwierigkeiten untersuchen, nach einem eventuellen neurologischen Problem schauen und die Lern- und Verständnisfähigkeit dann zusammen mit den Ergebnissen betrachten, das ergäbe dann ein Gesamtbild.

Beim Lesen deines Textes kam mir dann noch das Wort Autismus in den Sinn. Vielleicht gibt es bei dir eine kleine Ausprägung in diese Richtung?

Aber auch das können nur Spezialisten durch Tests und Gespräche feststellen.

Vielleicht wäre es gar nicht so schlecht, dir etwas Klarheit über dich zu verschaffen. Wenn Du Klarheit hättest, dann könntest Du gezielt Sachen unternehmen die dich weiterbringen.

Viele Grüße!

Antwort
von FlyingCarpet, 94

Sicherlich kannst Du Dich bei einem Neurologen und Psychologen untersuchen lassen, aber das hätte kaum Konsequenzen. Wahrscheinlich bist Du ein sog. "Grenzfall", bei dem eigentlich schon ab Kindergartenzeit gefördert werden muss.

Vertrau Dich Deinem Hausarzt an, der wird Dich dann zu Spezialisten weiterleiten.

Antwort
von irgendeineF, 64

So wie du es schilderst, hört es sich für mich, wenn überhaupt, nach einer lernbehinderung an. Aber das kann dir hier natürlich keiner diagnostizieren.

Antwort
von CountDracula, 63

Hallo,

um die Frage nach möglichen geistigen Einschränkungen oder anderen Erkrankungen und Behinderungen eindeutig zu klären, musst Du einen Psychotherapeuten aufsuchen. Dort wird man dann ein paar Tests machen (z. B. IQ-Test), und dann bekommst Du eine Diagnose.

Übrigens sagen Schulnoten rein gar nichts über Deine wirklichen Fähigkeiten in den Fächern aus. Sie zeigen nur, ob Du das kannst, von dem der Lehrer will, dass Du es kannst.

Da hat man mal einen Test gemacht: In Mathe, Deutsch und Englisch hat man die Klausuren eines Schülers an je 100 Fachlehrer geschickt, mit der Bitte, sie zu bewerten. Die Gewichtung der einzelnen Aufgaben wurde den Lehrern nicht mitgeteilt. Am Ende, als die Tests zurückkamen, war alles dabei. Von 1-6 - alles. Obwohl es immer dieselben Klausuren waren.

Kommentar von NoAnderstand ,

der Unterschied ist schnell erklärt: Noten zeigen immer das Verhältnis zu anderen Schülern. Der Schüler in der selben Klasse; der selben, nicht "der gleichen"!

Macht euch wegen der Noten nicht gar so verrückt, das ränkt sich ein. Die Zeit arbeitet für euch...

Antwort
von DBKai, 13

Das klingt sehr schlimm... du befindest und befandest dich offenbar selten in einer guten konstruktiven Umgebung... und das alleine ist schon sehr hinderlich für eine gute Entwicklung... wie soll man da mit Ruhe und Muse in sich kehren und an etwas arbeiten?

Es muss nicht an dir liegen, dass das so läuft...

Ich denke ja, dass es auch mit unserem System dem Kapitalismus zusammen hängt... viele Menschen haben Angst voreinander... und reden wenig miteinander... unser Wirtschaftssystem funktioniert ja auch so, dass sich eine Minderheit auf Kosten von einer Mehrheit auf unfaire Weise selbst bereichert... das ist alles nicht sozial... das ist alles böse... dementsprechend geht es den Menschen auch nicht wirklich gut... man fühlt sich unsicher und es ist ja nicht so als wäre man überall von "Freunden" umgeben... sondern man muss schon auch aufpassen... nicht überall findet man Leute, mit denen man sich anfreunden kann...

Das Schlechte in der Welt hat - meiner Ansicht nach - mit Angst zu tun... un diese Angst ist ja auch nicht unbegründet...

Wenn unsere Gesellschaft es nun schaffen würde Ängste immer mehr abzubauen und auf Augenhöhe miteinander über globale Probleme zu sprechen und faire nachhaltige Lösungen dafür zu suchen und umzusetzen, könnte sich vieles verändern...

Vom Kapitalismus könnte man auf Gemeinwohl umsteigen und konstruktiv zusammen arbeiten... Besonders reiche Menschen können etwas in Bewegung setzen... Arme Menschen hingegen können nur wenig bewirken und oft sind diese auch sehr ungebildet... und haben keine Ahnung wie alles um sie herum genau abläuft...

Das einzige was man tun kann ist Aufklärungsarbeit leisten, bei global guten Unterschriftenaktionen mitmachen... selber möglichst nicht so mies sein... so was eben...

Antwort
von MiriamR5, 85

Mir geht es auch so ähnlich, allerdings ist das nur die eine Seite von mir. Diese Seite zeigt sich vor allem in der Schule, in der Öffentlichkeit und dann, wenn ich auf mich allein gestellt bin. Ich denke nicht, dass das eine geistige Behinderung ist. Manche Menschen sind halt so, man kann da nicht großartig was dran ändern, man muss sich selber akzeptieren so wie man nun mal ist. Trau dir einfach mal was, versuch aus dir raus zukommen. Ich glaube du brauchst einfach nur ein wenig mehr Selbstvertrauen. Und was die Liebe angeht: suche am Besten nicht verzweifelt danach, irgendwann wird jemand in dein Leben kommen, der dich so akzeptiert und liebt wie du wirklich bist. :)
Viel Erfolg auf deinem weiteren Lebensweg
Liebe Grüße MiriamR5. ;)

Antwort
von eulig, 47

sowas solltest du einen Arzt fragen. hier bekommst Antworten von Laien. das kann alles mögliche sein - von Autismus, Angststörungen, Depressionen bis Posttraumatische Belastungsstörung.

ich rate dir deshalb einen Psychotherapeuten aufzusuchen. 

Antwort
von einfachichseinn, 25

Nein du bist nicht geistig behindert.

Leite einer anderen Frage hast du Autismus u d einen IQ, der im unteren Durchschnitt liegt.

Damit solltest du eigentlich eine Erklärung haben.

Kommentar von Tine1805 ,

Das ist so ziemlich die an den Haaren herbei gezogenste Diagnose die ich je gelesen habe. Wenn sie sich rein gar nicht auskennen warum schreiben sie dann eine Antwort? Das verwirrt doch nur. 

Kommentar von einfachichseinn ,

Das Problem liegt daran, dass ich zu untalentiert bin, um mit meinem Handy zu tippen.  Die Antwort sollte eigentlich lauten: laut deiner anderen Frage...

Die Diagnose ist nicht am den Haaren herbeigezogen, sondern wurde der Fragestellerin schon diagnostiziert.

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