Frage von Daligro, 14

Könnte ich einen Kontrollzwang haben?

Meine familie ist mental sehr Stabil, wodurch psychische Krankheiten nie ein Thema bei uns waren aber ich habe das Gefühl, dass ich in besonders 2 Themen mich immer öfter gezwungen fühle zu kontrollieren. Ich gehe manchmal mehrmals und das über längere strecken zurück um zu kontrollieren ob ich mein auto zu gemacht habe, auch wenn meine Begleiter meinten, dass ich es zu gemacht habe. Ich bin erst 18 geworden dieses Jahr, dadurch ist dieses Gefühl auch erst neu aber des weiteren kann ich mich nicht schnell durch unser Haus bewegen, da ich nach jedem Zimmer umkehre um zu gucken ob ich auch wirklich das Licht im Vorraum ausgemacht habe. Ich hatte im Psychologieunterricht unter anderem dieses Thema und weiß, dass sich das über einen längeren Zeitraum entwickelt aber ich wollte euch nun einmal fragen ob man das beobachten sollte, ob man das ignorieren sollte oder ob man gar einmal zu einem psychotherapeuten geht solange das Verhalten nicht zu stark ausgeprägt ist.

P.S. das ist mein erster post hier im Forum, sagt mir worauf ich das nächste mal achten sollte wenn ich wieder eine Frage stelle.

Antwort
von Leopatra, 5

Hallo Daligro,

deine Frage ist kurz und präzise formuliert, was immer die beste Voraussetzung ist.

Nun zu deinem Problem: das ist auch schon das richtige Stichwort. Wenn das Kontrollieren für dich ein Problem darstellt, das bei dir einen Leidensdruck auslöst, dann wäre eine psychotherapeutische Behandlung angebracht. In diesem Fall würde ich eine Verhaltenstherapie anstreben.

Häufig stecken unbewusste Ängste als Ursache für Kontrollzwänge dahinter. Du könntest dir vorab einmal Gedanken machen, ob dir dazu etwas einfällt. Vereinfacht gesagt, verschaffen sich die unbewussten Ängste ein Ventil.

Ganz generell muss man feststellen, dass eine frühzeitige Behandlung immer besser ist, als zu warten, bis sich alles verfestigt/konditioniert hat.

Alles Gute!

Leopatra

Antwort
von wasteyouryouth, 5

Schwierig wird sowas erst, wenn du dadurch dein eigenes Leben beeinträchtigst bzw deine Lebensqualität dadurch sinkt oder du dadurch wirklich starken Stress oder negatives erfährst. So lange das alles noch in Maßen passiert, ist es eher als Tick zu sehen. 

Sollte es aber so ausarten, dass du z.B. obowohl du andere Pflichten zu erledigen hast (Job, Schule, Bewerbungsgespräch...) und nur wegen diesem "Zwang" extra nochmal nach Hause fährst, obwohl du schon fast am eig Ziel (Schule usw.) angekommen wärst, dann ist das wirklich eine Senkung deiner Lebensqualität und sollte in Behandlung.

So wie du es beschreibst ist es sowohl vom Tick selbst (es ist nicht (selbst-)verletzend o.ä.) als auch vom Umfang her noch ziemliche im Rahmen.

Vielleicht helfen dir diese Gedanken etwas.

Zudem meintest du, dass deine Familie psych. stabil ist. Schließt natürlich nicht aus, dass du mal eine Störung egal welcher Art haben könntest aber macht es auf jeden Fall wegen der nicht vorhandenen Disposition schon bisschen unwahrscheinlicher.

Antwort
von cub3bola, 3

Ich hab das mit dem Herd. Allerdings habe ich auch schon besoffen mir öfters ne Pizza reingeschoben und mich dann schlafen gelegt bis mich der Rauchmelder weckte.

Grundsätzlich macht man viel einfach so und kann sich dann nicht wirklich dran erinnern. Macht man halt intuitiv.

Meine "Monks" bezüglich des Herdes erweisen sich auch stets als Pleite weil die Angst die diese erzeugt, die schlechten Erfahrungen eben alkoholinduziert waren.

Sofern deine "Monks" auch alles Nieten sind, liegt dem eine Angst zu grunde.

Das ist erstmal keine brutale Psychomacke sondern kommt vor ...

Therapeut kann da vermutlich gar nicht helfen, sinnvoller wär es sich selbst zu involvieren und sich seinen Ängsten zu stellen.

Die Erkenntnis ist der erste Schritt, die Lösung selbiges oft sehr schwierig aber immerhin weiß man warum man so dämlich rumtickt.

Richtig krass war es bei meiner Mutter, nachdem zuerst ich und ein Jahr später meiner Schwester ausgezogen waren. Da hat die brutalst durchgetickt. 4 mal zur Tür gerannt und kontrolliert ob abgeschlossen und so Späße. Hat sich erst gelegt als sie die neue Situation (allein zu sein) innerlich akzeptiert hat.

Deine "Monks" sind also schon ein Zeichen dafür das was nicht stimmt, nur braucht man für sowas keine Psychodok und keine Pillen, sondern muss sich fragen woran das liegt.

Manchmal kann man das dann nicht direkt ändern aber allein die Erkenntnis hilft schon und motiviert vor allem zu Veränderung, kombiniert mit dem Faktor Zeit lösen sich solch kleinen Ticks meist von selbst.

Andernfalls kannst mich auch persönlich kontaktieren .. aber versuch es erstmal selbst.

Antwort
von Khaleesibored, 3

Das ist in diesem Maße voll okay, ist bei mir genauso. Erst wenn es Dich oder/und Andere sehr stört, könntest Du Dich an jemand 'Professionellen' wenden.

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