Frage von Filzy, 49

Könnte ich eine EU Rente bekommen?

Ich bin auf Grund einiger schwerwiegender Erkrankung vom Arbeitsamt das 2,mal als Erwerbsunfähig eingestuft worden ,habe einen Schwerbehindertenausweis 50% und meine Krankheit hat zu dauerhaften Einbußen meiner Körperlichen Beweglichkeit geführt ...Ich leide zudem an Depressionen und Panikatacken sowie einer Hörminderung auf beiden Ohren (habe beidseitig Hörgeräte ).....Nun war ich bei der Rentenberatung um mich zu erkundigen ob ich eine Change habe das mir durch die DRV die Erwerbsminderung anerkannt werden könnte ...einer sagt ich soll es versuchen ein anderer sagte was anderes ....Ich muss dazu sagen das ich 2 Ausbildungen gemacht habe ,ein Jahr Vollzeit arbeiten war ,dann ein Kind bekommen und erzogen und dann 3 Jahre einen Minijob in der Reinigung hatte ...laut Rentenunterlagen habe ich die 5 Jahre Wartezeit erfüllt .....seit 2003 bin ich nicht mehr arbeiten gegangen das meine Tochter psychisch erkrankt war .......bin am hin und her überlegen ob ich nun Anspruch auf eine EU Rente haben könnte ...weiß jemand eventuel mehr darüber ? Denke nicht das ich wieder richtig gesund werde ...Bekomme im Moment eine große Witwenrente da mein Mann 2014 tödlich verunglückt ist ,von der Rente leb ich im Moment mehr schlecht als Recht ...hat jemand ähnliche Erfahrung gemacht oder kann mir sagen wie ich vorgehen könnte ?

Antwort
von turnmami, 23

Sofern deine versicherungsrechtlichen Voraussetzungen (z.B. 3 Jahre Pflichtbeiträge in den letzten 5 Jahren!) erfüllt sind, ist eine Rentenzahlung durchaus möglich.

Keiner hier im Forum kann eine medizinische Einschätzung deines Gesundheitszustandes online abgeben.

Stelle deinen Antrag auf Erwerbsminderungsrente und warte das Ergebnis ab.

P.S: EU Rente gibt es seit 2001 nicht mehr!

Expertenantwort
von DerHans, Community-Experte für Rente, 22

Ob du einen Anspruch auf eine eigene Erwerbsminderungsrente hast, kann dir mit Sicherheit nur die Rentenversicherung sagen.

Wenn du Witwenrente erhältst, kennst du doch das Procedere eines Rentenantrags.

Kommentar von Hoebe ,

Ich würde auch sagen: 
Einfach mal den Antrag stellen, die betroffenen Ärzte informieren evtl. mit ihnen das Vorgehen besprechen.

Hier kommt evtl. erleichternd hinzu, dass eine Arbeitstelle aufgrund der ganzen Umstände im besten Fall nicht zu finden ist. Dann wird gern mal "ausgesteuert".

Antwort
von Dickie59, 23

Hallo,

bitte stelle den Antrag umgehend. Jeder Monat zählt, ob die noch einen Anspruch auf Erwerbsminderung hast.

Erkundige dich bei deiner DRV, wo es Versichertenälteste gibt (die sind ehrenamtlich und kostenlos) Sie helfen dir beim Ausfüllen des Antrages.

Die DRV prüft dann, ob du deine rentenrechtlichen Wartezeiten erfüllt, das heißt die allgemeine Wartezeit und ob du dann in den letzten 5 Jahren 36 Beitragsmonate hast.

Dann prüfen Sie dein Leistungsvermögen.

da die Antragstellung sehr aufwendig ist (Berufsqualifikationen, aufzählen der Ausbildungszeiten, Arbeitsorte, Kinder, Ersatzzeiten, Ärzte, Erkrankungen, Selbsteinschätzung usw.) versäume nicht noch weitere Zeit.

Beste Grüße

Dickie59

Antwort
von SchakKlusoh, 12

Nur wenn Du vor 1961 geboren bist, kannst Du eine Berufsunfähigkeitsrente bekommen. Also denke ich, daß Du jünger bist.

Du bist teilweise erwerbsgemindert, wenn Du keine Tätigkeit für mindestens 6 Stunden ausüben kannst. Zumutbar ist ALLES, auch Museumswächterin. Allerdings heißt das nicht, daß eine solche Stelle auch zur Verfügung stehen muß

Du bist voll erwerbsgemindert, wenn Du keine Tätigkeit für mindestens 3 Stunden ausüben kannst. siehe oben.

Die 5auerei ist, daß Du nicht gefragt wirst, sondern ein bestellter Arzt nach Aktenlage entscheiden kann.

Kommentar von turnmami ,

Warum ist das eine Sauerei, dass ein Arzt über das Vorliegen der Erwerbsminderung entscheidet? Jeder Versicherte würde sich ansonsten für erwerbsgemindert halten, auch wenn ihm nur eine Kleinigkeit "fehlt". Auf die Einschätzung des Versicherten selber eine Rente zu zahlen, dann kann ich die Renten gleich ab Erfüllung der Voraussetzung ohne weitere Prüfung zahlen!

Kommentar von SchakKlusoh ,

Der Arzt wird nicht von dem Antragsteller bestellt, nicht von einer unabhängigen Behörde, sondern von der Versicherung. Das ist die gleiche Nummer wie die Gutachter, die von der Versicherung bezahlt werden, um Versicherte abzuwimmeln.

http://www.forum-burn-out.de/tag/gutachter-berufsunfahigkeit

http://www.stern.de/wirtschaft/versicherung/berufsunfaehigkeit-der-trick-mit-dem...

Kommentar von Dickie59 ,

Ja, der Gesetzgeber hat es so bestimmt, das der sozialmedizinische Dienst angestellte oder verbeamtete Ärzte, welche nicht mehr niedergelassen arbeiten dürfen, beschäftigt.

ich habe in meinen 20 Jahren Versichertentätigkeit dabei Kinderärzte, und allgemeine Ärzte kennengelernt. Da mag man meinen, ob der mein Leistungsvermögen richtig beurteilen kann.

Darin liegt die Krux - es wird das Leistungsvermögen beurteilt- nicht die Krankheit.

Und bin ich nicht damit einverstanden, dann habe ich die Möglichkeit des Widerspruchs, der Klage beim Sozialgericht. Dann wird man sich spätestens da vom Richter anhören müssen, wo das Leistungsvermögen ist und was man dann noch mehr als 6 stunden täglich, im Wechselrhythmus Stehen, Gehen, Sitzen, in Früh-Spät-Nachtschicht mit welchen negativen Leistungsvermögen arbeiten kann.

Wie geschrieben -WIEVIEL STUNDEN- nicht welchen Beruf.

Viele haben das Signal nicht gehört und schließen ganz früh eine private Berufsunfähigkeitsversicherung ab.

Ich habe 5 Kinder (35/34/32/32/27) alle hätte Ausschlüsse, Erschwernisse bei heutigem Abschluß gegenüber dem Berufsbeginn bzw. 16 . Lebensjahr.

Beste Grüße

Dickie59

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