Frage von Kai947, 129

Könnte es Paralleluniversen geben mit exakt gleich lebenden Doppelgängern von uns?

Hallo, ich bin ein absoluter Laie was Physik betrifft und beschäftige mich erst seit kurzem mit dem Weltall. Könnte meine Theorie zum Universum so stimmen ? Vlt. hat ja noch jemand ein paar gute Gedankenansätze die mir weiterhelfen in die richtige Richtung zu denken ? Also könnte es Doppelgänger von uns geben, die exakt gleich leben und das gleiche denken wie wir. Das Universum soll ja mal kleiner als ein Atom gewesen sein. Dieses kleinste Teilchen ist auf einmal explodiert (Urknall) und breitet sich immer noch als unser Universum aus. Nun besteht ja eigentlich alles was wir sehen aus kleinsten Teilchen. Daher glaube ich, dass es neben dem kleinsten Teilchen aus dem sich unser Universum gerade entwickelt noch unzählige anderer kleinster Teilchen gibt, die sich auch mit einem Urknall zeitlich gleich oder versetzt zu Universen entwickeln. Je nach der Geschwindichkeit mit der sich die Teilchen mit dem Urknall ausbreiten entscheidet sich, ob sich das jeweilige Teilchen zu einem exakt gleichen Universum wie unserem entwickelt. Also statistisch sollte es doch möglich sein, dass einige kleinste Teilchen gleich groß sind und sich mit der exakt gleichen Geschwindichkeit ausbreiten wie unser Urteilchen. Das bedeutet, es gibt und gab immer auch die exakte Kopie unseres Universums und damit auch von uns selbst. Haltet ihr mein Gendankenexperiment für plausibel ? Und wenn unsere Welt auch aus den kleinstmöglichen Teilchen besteht, warum expandiert nicht jedes einzelne Teilchen wieder mit einem Urknall zu einem neuen Universum?

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von ScienceFan, 45

Ja es gibt falls es multiversen gibt, unendlich viele Doppelgänger von dir.

Kommentar von Kai947 ,

Sehr gut !

Kommentar von grtgrt ,

Das muss keineswegs so sein.

Kommentar von grtgrt ,

... obgleich wir ja tatsächlich in einem Multiversum leben, was daraus folgt, dass es Regionen im Weltall gibt, die so weit voneinander entfernt sind, dass nichts aus der einen irgendwas aus der anderen beinflussen kann.

Kommentar von Kai947 ,

Ja habe ich auch schon gehört, dass die weitesten enfernten Gebiete im Weltall die man heute beobachten kann, ca 42 Milliarden Lichtjahre voneinander entfernt sind. Da in diesem Gebieten die gleichen Bedingungen herschen, nimmt man an dass diese zusammengehören und es nach dem Urknall Überlichtgeschwindichkeit geben musste. Denn das Universum ist ja erst um die 13 Milliarden Jahre alt. (Quelle: Harald Lesch auf Youtube;)

Kommentar von grtgrt ,

Unser Beobachtungshorizont begrenzt den Teil des Universums, von dem uns seit dem UrknallInformationen erreicht haben können.

Unsere heutige Entfernung bis zum Beobachtungshorizont ist jedoch nicht (wie oft falsch beschrieben) durch das Alter des Universums (13,80 ± 0,04 Milliarden Jahre) multipliziert mit der Lichtgeschwindigkeit gegeben, also nicht 13,8 Milliarden Lichtjahre, sondern wird aktuell im Rahmen des Urknall-Standardmodells auf ca. 46,6 Milliarden Lichtjahre beziffert. Das liegt daran, dass sich der Raum weiter ausgedehnt hat, während sich das Licht vom Beobachtungshorizont zu uns bewegte, weswegen vom Licht bereits zurückgelegte Strecken nachträglich länger geworden sind.

Da die 46.6 Mrd. Lichtjahre den Radius des durch uns beobachtbaren Teil des Raumes (kurz: unser Universum) darstellen, ist sein Durchmesser doppelt so groß, so dass unserem Universum benachbarte Regionen sogar über 90 Mrd. Lichtjahre voneinander entfernt sein können.



Kommentar von Kai947 ,

das ist schon wahnsinn, da kommt wirklich keiner mehr hin !

Kommentar von Kai947 ,

Könnten sich dann nicht nach dem Urknall zwei Teile exakt gleich aufgetrennt haben, dann hätten wir noch mal eine Milchstraße nur am anderen Ende des Universums ;)

Kommentar von grtgrt ,

Die physikalischen Gesetze können nicht ausschließen, dass es Augenblicke gibt, in denen an verschiedenem Ort beliebig komplexe Objekte als exakt gleiche Konfiguration von Elementarteilchen vorliegen - auch solche Objekte, deren Durchmesser Lichtjahre betragen könnte.

Aber selbst wenn es mal zu so einem Augenblick kommen sollte, werden sich schon beliebig kleine Bruchteile von Sekunden später diese beiden großen Objekte wieder in zunehmend unterschiedlicher Konfiguration darstellen - sich also schnell wieder voneinander unterscheiden. Der Grund hierfür ist Quantenfluktuation und die Tatsache, dass ihr Ergebnis stets -- wie klein auch immer der betrachtete Zeitabschnitt sein mag -- aus unendlich vielen, ihrem Ergebnis nach rein zufällig entstandenen und geformten Teilergebnissen bestehen wird. 

Letzteres folgt aus Heisenbergs Unschärferelation angewandt auf das Paar Zeit und Energie.

Kommentar von ScienceFan ,

wieso gibts auf so ne schnell hingerotzte antwort eines 14 jährigen hobbywissenschaftlers nen stern xD

Kommentar von Kai947 ,

Weil du oder einer deiner Doppelgänger statistisch gesehen und nach der Logik der Quantenmechanik einen Stern bekommen muss!

Kommentar von Kai947 ,

Paralleluniversen müssten dann durch Quantenfluktuationen im Vakuum enstehen, weil davon ausgegangen wird, dass im Nichts nie nichts ist. Der Physiker, Mathematiker und Astronom Josef M Gaßner hat folgendes gesagt. Quantenfluktuationen sind eine Konsequenz der Gesetze der Quantenmechanik. Die Frage lautet also eher: Gelten die Gesetze der Quantenmechanik auch außerhalb unseres wahrnehmbaren Universums? Nachdem sie nach unserem derzeitigen Weltbild ursächlich für die Entstehung unseres Universums waren, würde ich sagen: "ja". Allerdings ist eine naturwissenschaftliche Aussage sehr bedenklich, die wir uns dann mit Phänomenen "außerhalb" "dessen, was alles ist", befassen...

Antwort
von kami1a, 57

Hallo! So abwegig ist das nicht. Viele auch namhafte Wissenschaftler gehen davon aus dass es sogar unendlich viele Parallel-Universen gibt und denkt man über die Konsequenzen nach so sind die unglaublich.

 Bedeutet nämlich  auch dass es unendlich viele Versuche gibt. Dann gibt es irgendwo ein Universum in dem einer der so aussieht wie Du eine Frage stellt die von einem der so aussieht wie ich beantwortet wird. Keine Phantasterei sondern von ernsthaften Wissenschaftlern so angedacht. 

Ich wünsche Dir alles Gute.

Kommentar von KingKiller2012 ,

Hi, was mich aber verwundert mit "unendlich" ist es sollte ja dann ein "gibt es nicht" nicht geben und das würde heißen, dass es ein Paralleluniversum geben würde, indem man eine "Maschiene" entwickelt hat in der es möglich ist zu UNSERER Erde zu Besuchen (was ja natürlich nicht passiert ist). Wäre das denn nicht ein gegenbeweis gegen die Theorie von Unendlich Paralleluniversen?

Kommentar von WombatCC ,

Wie du bereits sagtest, wenn es in der Unendlichleit gibt, dann auch deutlich fortschrittlichere Menschen als wir, die uns schon längst ausgerottet hätten. Also wenn das Universum wirklich unendlich sein soll muss ja jeder mögliche Fall bedacht werden.

Kommentar von Kai947 ,

Zu Außerirdischen fällt mir noch ein. Wenn es wirklich eine Rasse im Weltraum gäbe, die uns durch Fortschritt überlegen wäre, dann müsste sie ja schon die Atomenergie erfunden haben. Und damit würde sie sich wenn es eine zu aggressive Rasse wäre selbst auslöschen. Oder sie würde sich auch so ausversehen selbst auslöschen. Irgendwo gibt es wohl einfach eine natürliche Grenze für die Weiterentwicklung einer Spezies. Wenn man zu schlau wird schafft man sich ab. Und wir sind ja praktisch eine hochagressive Alienrasse, die auch noch sehr intelligent ist, oh oh oh ;)

Kommentar von Kai947 ,

@KingKiller
Entweder wir können die Maschine nicht entwickeln, weil wir die Naturgesetze in dem Sinne nicht überwinden können. Oder aber man könnte diese Maschine entwickeln, aber in den Universen kann eine Spezies gar nicht so lange überleben, bis sie die Maschine entwickelt hätte. Vlt. müssen Spezies auch einfach diese Grungaggressionen haben um überleben zu können, in unserer Dimension, das wird ihnen dann aber auch irgendwann zum Verhängnis.

Kommentar von kami1a ,

Weltraum gäbe, die uns durch Fortschritt überlegen wäre, dann müsste sie ja schon die Atomenergie erfunden haben.

Oder eher nicht nötig haben. In Materie steckt unendlich viel mehr Energie als sie bei Atombomben genutzt wird. Sagt eindeutig die Relativitätstheorie. c Zum Quadrat ergibt eine irre Zahl.

Kommentar von Kai947 ,

Ja das kann sein.  Harald Lesch hat ja mal gesagt, die Außerirdischen würden wahrscheinlich wie wir aus Kohlenstoffverbindungen bestehen. Und diese reagieren sehr empfindlich auf Umwelteinflüsse/Kräfte, womit wieder nur eine begrenzte Lebensdauer einer Spezies möglich wäre im Universum.

Antwort
von Energiekugel, 33

Ich finde es etwas bedenklich wenn Theorien populär werden für die es bisher nicht den Hauch eines Beweises gibt. Manche Menschen fangen dann an einfach an eine Vorstellung zu glauben. Dann muss man allerdings unterstreichen dass es sich um eine Glaubensvorstellung handelt und nicht mehr um Wissenschaft.

Es handelt sich bei den Theorien um Multiversen und Paralleluniversen weniger um wissenschaftliche Theorien sondern um Philosophie. Auch wenn dazu unterhaltsame Dokumentationen gemacht werden, darf man dass nie vergessen. Es sind spekulative philosophische Gedanken. Es ist nicht wahrscheinlicher als der Gedanke das alles eine digitale Simulation wie aus dem Film Matrix. Menschen klammern sich oft an derartigen ungewöhnlichen und beeindruckenden Ideen.

Ich finde die Vorstellung von vielen Universen nicht unbedingt elegant. Sie konfrontiert uns auch mit klassischen Problemen die bisher praktisch als überwunden galten. Früher dachten die Menschen auch dass das Universum unendlich und ewig ist. Zahlreiche Beweise legen aber nahe dass unser Universum ein Anfang hatte und sich zu irgendeinem Art von Ende hin entwickelt. Viele Menschen haben sich gegen diese Vorstellung Anfangs gewehrt, es widersprach damals nicht nur den anerkannten Theorien sondern legte auch den Schöpfungsgedanken nahe, es gab also doch einen Anfang, einen Moment der Entstehung, wie es die Religionen in vielfältigen Formen es lehren.

Auch das extrem feine Gleichgewicht der Naturgesetze ist höchst bemerkenswert, kleinste Abweichungen hätten ein instabiles Universum geschaffen indem sich keine komplexen Formen hätten entwickeln können. Auch das gefällt vielen Atheisten nicht, macht es den Gedanken an zufällige Naturgesetze doch abwegig.

Mit der Vorstellung von unendlich vielen Universen die alle verschiedenste Naturgesetze hervorbringen, sucht man einen Ausweg um wieder zu der Vorstellung von einer ewigen, unendlichen und zufälligen Existenz zu gelangen. Dabei stellt sich für mich die Frage, inwiefern die Naturgesetze verändert werden dürfen, ohne das alles kollabiert. Soll heißen, es kann sein das von unendlich vielen Varianten von Naturgesetzen es nur einen einzigen Fall gäbe in dem das Universum stabil ist. Man kann nicht einfach sagen in Universum x ist die Schwerkraft stärker und in Universum y ist sie schwächer als in unserem. Denn kleinste Veränderungen dieses Wertes verhindern die Expansion des Universums oder aber führen zu einer drastisch schnelleren Ausdehnung. Also müsste vielleicht die Expansion eines Universum entsprechend zufällig so ausfallen das es diese Veränderung kompensiert, aber das reicht nicht, weil alle Naturgesetze zusammenhängen, wären das Gleichgewicht anderer Naturgesetze gestört, es bleibt offen ob man sämtliche Werte so verändern kann, dass ein anderes aber ebenfalls stabiles Universum entsteht.

Das feine Gleichgewicht der Naturgesetze könnte möglicherweise der Vorstellung von anderen stabilen Universen ein Strich durch die Rechnung machen.

Kommentar von Kai947 ,

Wieso bei einer fast unendlichen Anzahl von sich expandierenden Universen, können ja 99,9 Prozent nichts werden, bei dem Rest stimmen die Naturgesetze. Das klingt doch plausibel ?

Kommentar von Kai947 ,


Und die anderen Universen die praktisch als Missbildung entstehen, weil die Urteilchen (aus dem Energiebrei)z.B. andere Expansionsgeschwindichkeiten haben sind dann eh unverständlich für uns, weil sie völlig andere Gesetze und Dimensionen haben. Oje, in was habe ich mich da verrant ;)


Kommentar von Energiekugel ,

Man könnte auch fragen ob der Raum oder das Medium wo die Multiversen entstehen und vergehen, sofern es sie gibt, auch einen Anfang gehabt hat. Und was gab es davor? Soll oder kann man da die Unendlichkeit ansetzen oder könnte man annehmen, dass es von diesen Räumen, wo Multiversen entstehen wiederum Multi Räume mit verschiedenen Eigenschaften gibt? Und für darüber gibt es die Multi-Multi-Räume die Multi-Räume mit verschiedenen Eigenschaften haben können. Und darüber die Multi-Multi-Multi-Räume... Eine lustige Idee, aber mehr auch nicht meiner Meinung nach.

Antwort
von Lampionland, 76

Sehr interessantes und genauso schwieriges Thema.

Es gibt durchaus die sog. "Multiversum-Theorie", nach der zwischen neun und hunderten Dimensionen existieren.

Die "Bubble-Theorie" spricht davon, unser ganzes Universum wäre nur eine Blase im sog. Quantenschaum, in dem sich -wie in Schaum eben- unendlich viele parallele Universen in ihren jeweiligen Blasen befinden.

Die "String-Theorie" wiederum postuliert, dass die Materie selbst aus verschiedenen Schwingungszuständen von "Quanten-Strings" resultiert, welche unendlich lang und unendlich dünn sind und somit das "Gewebe" der Realität darstellen.

Was davon nun zutrifft, lässt sich mit heutigen Methoden noch nicht eindeutig erfassen und erklären, daher kann man hier keine allgemeingültige Antwort geben, denke ich.

Im Moment kann man wohl nur zu den verschiedenen Theorien Materialien lesen und die für sich selbst plausibelste annehmen.

Stephen Hawking hat darüber zum Beispiel geschrieben, sehr empfehlenswerte, gut verständliche Bücher.

Kommentar von Kai947 ,

Folgendes ist mir noch dazu eingefallen: Ich würde mich einfach an der Natur orientieren. Nehmen wir ein Samenkorn aus dem wieder ein Baum entsteht. Der Baum steht für ein Universum. Nicht alle Bäume sind gleich. So sind auch nicht alle Universen gleich. Aber uns interessieren eigentlich eh nur die in denen unsere Naturgestze gelten. Das Samenkorn soll das Urteilchen symbolisieren. Damit das Urteilchen mit einem Urknall zu einem Universum wird, braucht es bestimmte Bedingungen die diesen Prozess auslösen. Wie auch das Samenkorn bestimmte Umstände braucht damit eine Planze heranwächst. Also nehmen wir mal an unser Universum besteht aus einer endlichen Zahl dieser Urteilchen. Unser Universum dehnt sich immer schneller aus, bis es alles zerreißt und die Kräfte entstehen die wieder nötig sind um aus den Urteilchen neue Universen entstehen zu lassen. In unserer Natur besteht ja die Gesetzmäßigkeit, dass sich alles vermehren muss. Warum sollten sich dann nicht auch die Universen vermehren, wenn sie aus so was "simplen" wie einem extrem kleinen Teilchen entstanden sind. Und nach Stephen Hawking sind wir ja praktisch das Universum, dass auf sich selbst schaut. Also müsste sich das Universum auch vermehren wollen bevor es sich selbst zertört, weil es zu alt wird !



Antwort
von AlphaJet, 2

Bei der Theorie der Paraleluniversen. Wird für jede mögliche Möglichkeit ein Universum bestehen. Das heisst, dass es ein paraleluniversum gibt indem du in deutsch eine 1 geschrieben hast ohne zu lernen. 

Antwort
von quantologe, 15

Dies würde sowohl dem im im Universum als auch in der Quantenmechanik geltenden Prinzip der Einzigartigkeit und Einmaligkeit von Quantenkonfigurationen widersprechen. 

Kommentar von Kai947 ,

Heißt das dann, die Quantenphysik lässt Paralleluniversen und Doppelgänger von uns gar nicht zu ?

Antwort
von UNBEKANNT017, 49

Ich bin dort der selben meinung es könnte so ein Universum geben 

LG 

Kommentar von WombatCC ,

Wieso?

Kommentar von Kai947 ,

Weil wenn unser Universum angeblich aus einem klitzekleinen Teilchen entstanden ist, dass kleiner als ein Atom ist, warum sollte es nur ein einziges davon geben, klingt doch unlogisch oder? Wo doch alles was wir sehen und sogar wir selbst aus diesen kleinsten Teilchen bestehen.

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