Frage von amy2107, 65

Könnte das Migräne sein (und wie kann man das rausfinden)?

Hallo! Vorab entschuldige ich mich schon mal, dass das wohl eine etwas längere Frage wird, aber ich muss ein wenig ausholen... ich leide seit ca 3 Jahren unter immer wieder kehrenden Schwindel- und Kopfschmerzattacken, mal getrennt und mal zusammen auftretend. Hat vor ca 3 Jahren angefangen, damals war es eichtig extrem, ich war dann beim Arzt, allerdings hat dieser meine Symptome ziemlich schnell als psychosomatisch abgestempelt. Es wurde aber immer schlimmer, bin dann ins Krankenhaus, wo ein MRT gemacht wurde- unauffällig und auch hier die Diagnose: Psychosomatischer Schwindel. Habe mich dann damit abgefunden (war auch einerseits "froh" da ich auch zuerat Angst hatte, es könnte ein Tumor o.ä. sein). Die Beschwerden plagten mich aber noch ein paar Monate weiter, mal schlimmer, mal zeitweise nicht so extrem. Als ich dann mit meiner Tochter schwanger wurde und aufgehört habe, zu arbeiten (Mein Job war ziemlich stressig und hatte sehr wenig Schlaf in der Zeit) wurden auch diese Attacken viel besser, habe aber irgendwie nicht direkt einen Zusammenhang erkannt. Meine Tochter war ein sehr ruhiges, braves Baby und ich war dann zu Hause, es war eine sehr entspannte Zeit und die Beschwerden so gutwie weg. Nun habe ich seit ein paar Monaten wieder deutlich mehr Stress, Habe noch ein Kind bekommen, was natürlich auch viel weniger Schlaf bedeutet und mein Mann arbeitet in letzter Zeit sehr lange, bin also fast immer allein, meine Tochter ist mittlerweile ein richtiger Wildfang, zqar nicht ungezogen aber doch sehr fordernd also mein Stresslevel ist deutlich höher in letzter Zeit und seit einigen Wochen habe ich wieder diese Beschwerden, Kopfweh, Schwindel, in unterschiedlicher Intensität. Nur was mir jetzt auffàllt, was ich damals "übersehen" habe: -Bei Helligkeit ist es deutlich schlimmer, -Bei starkem Schlafmangel ist es ebenfalls viel schlimmer, -ich bin zusätzlich sehr Geräuschempfindlich, -Je höher mein Stresslevel, desto heftiger die Beschwerden, -Thomapyrin schafft etwas Linderung (hilft ja auch bei Migräne) also könnte es evtl. tatsächlich Migräne sein, wogegen ich vielleicht auch bessere Medikamente nehmen könnte? Das Wort hat damals kein Arzt in den Mund genommen, aber zu der Zeit habe ich auch noch viel schlechter selbst erklären können, wie genau und in welchen Situationen meine Beschwerden besonders auftauchen... frage mich nun, ob das damals vielleicht eine totale Frhleinschätzung war?! Denn psychisch geht es mir gut, ich bin glücklich verheiratet und auch sonst ist nichts, was mich seelisch sehr belastet oder so... Nochmal Sorry für den langen Texte und Danke :)

Expertenantwort
von Emelina, Community-Experte für Gesundheit, Kopfschmerzen, Krankheit, ..., 7

Hallo amy2107,

in deiner Beschreibung gibt es einige Hinweise, die auf Migräne hindeuten. Herausfinden, ob es sich bei dir wirklich um Migräne handelt, kann das nur der Facharzt für Migräne – ein Neurologe.

Die typischen Anzeichen für Migräne sind:

  • Anfallsartiger - meistens einseitiger – Kopfschmerz (stechend oder pochend).
  • Übelkeit (manchmal mit Erbrechen), Appetitlosigkeit.
  • Licht-, Geräusch- oder Geruchsempfindlichkeit.
  • Der Schmerz verschlimmert sich bei Bewegung / körperlicher Anstrengung.
  • Dauer einer Migräneattacke: Wenige Stunden bis zu 3 Tagen.
  • Die ersten Migräneanfälle treten bei den Meisten erst ab der Pubertät auf.
  • „Normale“ Schmerzmittel wirken oft nicht ausreichend.

Es gibt verschiedene Arten von Migräne, deshalb müssen nicht alle genannten Symptome auch immer und bei Jedem genauso zutreffen.
Eine Form der Migräne ist die vestibuläre Migräne (Schwindelmigräne).

Die Diagnose einer vestibulären Migräne stützt sich überwiegend auf eine typische Beschwerdeschilderung und gestaltet sich einfach, falls Kopfschmerzen den Schwindel einleiten, ihn begleiten oder auf diesen folgen. Das gleichzeitige und wiederholte Auftreten von Schwindel und Migränebegleitsymptomen, in erster Linie in Form einer gesteigerten Licht- oder Lärmempfindlichkeit, ist zur Diagnosestellung erforderlich. Gemäß den Kriterien der internationalen Kopfschmerzgesellschaft gilt eine vestibuläre Migräne als sicher, wenn bei zwei Schwindelattacken zwei der folgenden Symptome, z.B. Lichtempfindlichkeit, Lärmempfindlichkeit, Kopfschmerzen oder Sehstörungen bzw. andere Aurasymptome, auftreten. Migräneattacken können zusätzlich auch ohne Schwindelattacken auftreten.

http://www.schwindel-ratgeber.de/index.php/vestibulaere-migraene.html

Mein Rat: Lasse dich von einem (auf Migräne spezialisierten) Neurologen untersuchen oder in einer Migräne-Schmerz-Ambulanz. Bei Migränepatienten ist übrigens das MRT immer unauffällig. Migräne kann nur durch die Befragung des Patienten von einem Neurologen diagnostiziert werden. Starke Migräneauslöser sind Stress und Schlafmangel, bzw. ein unregelmäßiger Schlaf- / Wachrhythmus.

LG Emelina

Antwort
von ragazza010, 26

Das könnte tatsächlich eine Migräne sein. Da ich aber kein Arzt bin, kann ich hier nur eine Vermutung anstellen.
Migräne kann nämlich u.a. sowohl durch Stress als auch einen unregelmäßigen Schlafrhythmus ausgelöst werden. Außerdem würden die Symptome mit Schwindel und Lichtempfindlichkeit passen.

Antwort
von Anni478, 11

Die Diagnose klingt für mich aufgrund Ihrer Krankheitsgeschichte einleuchtend. Ich würde es auch nicht als "als psychosomatisch abgestempelt" bezeichnen. Wenn keine strukturellen Schäden vorliegen und das Blutbild in Ordnung ist, ist es sehr naheliegend, dass psychische Belastungen wie Stress, Schlafmangel etc. o.g. Symptome auslösen können.

Es muss sich jedoch damals zu Beginn deiner Beschwerden nicht zwingend um eine Migräne gehandelt haben. Auch Verspannungen aufgrund diverser Stressoren sind möglich.

Mit nachfolgendem Test können sie evtl. die Art Ihrer  Kopfschmerzen etwas näher eingrenzen:

http://www.forum-schmerz.de/service/kopfschmerz-test.html

Es gibt im Rahmen der physiotherapeutischen Schmerztherapie Techniken, die gute Erfolge bei der Behandlung von Kopfschmerzen/Migräne zeigen. Eine solche Behandlung ist natürlich einer medikamentösen Therapie m. E. vorzuziehen. Vielleicht erkundigen Sie sich mal in einer Physiotherapiepraxis über die Erfahrungen der Therapeuten mit Schmerztherapie und Migräne.

Antwort
von RheumaBaer, 16

Theorien gehen davon aus,daß Migräne durch Mikroentzündungen kleiner Hirngefäße entsteht. Migränepatienten hilft oft Kälte,auch sog. Eisbrillen aus dem Kühlfach. Verspannungskopfschmerzen können auch Migäneähnliche Beschwerden auslösen,die reagieren aber schlecht auf Kälte,weil die ohnehin verhärteten Muskeln das gar nicht Klasse finden. Könntest Du also mal probieren,was Kälte/Wärme bei Deinen Schmerzen bewirkt.
Gute Besserung,liebe Grüße!! :)

Antwort
von mumsum, 8

Sorry aber bevor ich dir ne Antwort geben kann darf ich dich fragen verhütest du hormonell??

Kommentar von amy2107 ,

nein mach ich nicht

Kommentar von mumsum ,

Das ist schon mal gut.... Wie stehts mit deinen Vitaminen?? Vorallem Vitamin b12... schilddrüse??

Antwort
von putzfee1, 21

Wenn du Migräne vermutest, dann geh noch mal zum Arzt und schildere ihm genau das, was du hier erzählst. Das könnte weiter helfen.

Kommentar von WALDFROSCH1 ,

Ich kenne keinen einziegn Menschen dem so geholfen worden ist ,du bist deine eigene Migräne durch den Arzt losgeworden ? 

Oder nimmst  du immer noch die Medikamente die er dir verschreiben muss, da er nicht wirklich helfen kann oder will ?

Kommentar von putzfee1 ,

Der Arzt könnte zumindest beurteilen (jedenfalls besser als zuvor), ob es sich um Migräne handelt oder nicht.

Ich bin übrigens meine Migräne nach Absetzen der Pille ganz von selber los geworden.... aber das wird der FS nicht weiter helfen, wenn die Gründe bei ihr ganz andere sind.

Deine eigene Antwort finde ich übrigens sehr viel fragwürdiger als meine. Aber das ist Ansichtssache und es bringt mit Sicherheit nichts, das hier zu diskutieren.

Expertenantwort
von bodyguardOO7, Community-Experte für Arzt, Krankheit, Medizin, 10

Bei Stress handelt es sich um einen "Magnesiumräuber" - und Deine Symptome kann u.a. schon ein simpler Magnesiummangel auslösen. Genaueres dazu findest Du hier.

http://www.magnesium-ratgeber.de/magnesiummangel/symptome-diagnose-magnesiummang...

Antwort
von Julchen89i, 23

Kann sein, ich war beim arzt.. Der hat aber auch wenig sagen können :(

Antwort
von Aaliyahschlaeft, 19

Hast du mal testen lassen ob du Eisenmangel hast? Bzw. halt daran leidest?

Kommentar von amy2107 ,

ja, habd kürzlich ne Blutuntersuchung im Rahmen der Nachsorgeuntersuchung nach der Geburt gehabt, die einzelnen Werte weiss ich jetzt nicht, aber laut Ärztin war alles super

Kommentar von WALDFROSCH1 ,

Wurde hier auch ein Vitamin Status gemacht ? 

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