Frage von spaetlese, 60

könnt Ihr verstehen, dass Grosseltern gerne auch mal das Wort "danke" hören von den Enkeln , wenn sie ein Geschenk machten, oder auch einmal die Anrede?

wir sind Opi und Omi von 2 Enkeln. Die Jungs wohnen einige 100 km von uns entfernt , wir sehen uns bei Skype . Bei Geburtstagen, Weihnachten etc. haben wir natürlich Geschenke geschickt. Im Gespräch fehlen uns wichtige Interaktionen: - die Anrede an uns, das Danke für ein Geschenk , - natürlich in kindlicher Form 5 und 8 Jahre alt sind die Kleinen. Unser Wunsch ist nicht bloss ein eigennütziger, wir bangen darum, dass den Kindern das Gegenseitige in der Beziehung fehlt ! bisher sind wir es immer, die den Namen nennen im talk bei Skype-und auch beim Verabschieden sagt der Papa schon mal "sagt doch mal tschüss zu O... und O..erst dann wird gefühllos ,dem Papa gehorchend dem Wunsch entsprochen.wir haben mehrfach im Gespräch mit dem Papa versucht, dies alles nahe zu bringen, er will den Hintergrund, warum wir alles so wichtig für die Beziehung der Kinder zu uns finden. wer hat Ähnlicher erlebt ?

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von mrlilienweg, 17

Das Problem bei euch ist wohl die Entfernung bzw. der seltene persönliche Umgang.

Wir wohnen zwei Straßen weiter wie unsere Töchter bzw. unsere Enkel.

Unsere Enkel 8, 10 u. 14  jährig besuchen uns fast täglich spontan, sie sind gern bei uns und sie melden sich auch oft mal zum Mittagessen an, meine Frau kocht natürlich dann immer das Wunschmenü. Wenn etwas an den Fahrrädern, Spielgeräten oder PC's  (auch an denen ihrer Freunde)  zu reparieren ist, dann sind sie sofort bei mir, ich habe eine gut sortierte Hobbywerkstatt und auch die notwendige Geduld und technische Ahnung. 

Unsere Enkel haben noch beide Großeltern, die Eltern meiner Schwiegersöhne sind der "Opa" und die "Oma" die sind etwas älter als wir. Wir werden von unseren Enkeln freundschaftlich mit dem Vornamen angesprochen - sie wissen aber sehr gut dass wir auch ihre Großeltern sind, sie wollen es halt so beibehalten, dann gibt es keinerlei Verwechselungen.   

Unsere Enkel sind eigentlich immer gut drauf, die Begrüßung und Verabschiedung fällt immer herzlich aus, auch "bitte" und "danke" gehört selbstverständlich zu ihrem Wortschatz, da können wir uns nicht beklagen. 

Ich pflege meinen Garten und die Gärten meiner Töchter, da ich ja im Gegensatz zu meinen Schwiegersöhnen die dafür nötige Zeit und viel  Freude daran habe.

Meine Enkel sind wenn ich im Garten arbeite sehr wissbegierig und helfen mir wenn sie anwesend sind gerne bei allen Arbeiten. Man muss sie eben auch alles machen lassen und nicht versuchen, den Oberlehrer zu spielen, sonst vergeht die Arbeitslust ganz schnell, das wäre schade.   

Meine Frau und ich wären erfreut, wenn alles noch ein paar Jährchen so weiter geht, es ist richtig schön. 

Antwort
von Malavatica, 21

Das liegt an den Eltern, wenn die Kinder sich kein Danke rauspressen können. 

Meine Mutter hat da von klein auf drauf geachtet. Ich kann eure Enttäuschung verstehen. Redet doch mal mit den Eltern der Enkel. 

Antwort
von Schuhu, 27

Ihr müsst den Eltern eure Wünsche mitteilen. Vielleicht haben sie einfach versäumt, den Kindern gewisse Höflichkeitsregeln so zu erklären, dass sie in der Lage sind, sie einzuhalten.

Ihr könnt auch den Kindern sagen, dass ein Geschenk durchaus nicht selbstverständlich ist. Dafür kann sich ein Kind ruhig bedanken, wenn es schon kein Gegengeschenk machen kann oder will (wie z.B.  ein selbstgemaltes Bild). Im schlimmsten Fall könnt ihr einfach das Geschenkemachen einstellen, wenn ihr auf ein "Danke" so großen Wert legt, und die Kleinen es nicht anders lernen.

Antwort
von Ursusmaritimus, 28

Die Ansprache ist nur ein Wort, wichtig ist die Emotion die hinter dem Wort steht. Ein warmes "der Jürgen" enthält mehr Liebe als "der Opa" nach Aufforderung.

Allerdings die soziale Verhaltensform das man sich für ein Geschenk, eine gute Tat bedankt das ist eine Frage der Erziehung und hier muss man die Eltern rügen, nicht die Kinder......

Antwort
von kreuzkampus, 13

Ich bin selbst Opa, und Ihr habt mein aufrichtiges Beileid. Meine Enkel sind auch 600 km weit weg, und der Kontakt ist spärlich. Ich kenne die Gründe dafür.

Aufgrund der Reaktion Eures Sohnes gehe ich davon aus, dass Ihr mir der Situation leben müsst. Ihm werdet Ihr Eure Gefühle nicht, bzw. nicht so vermitteln können, dass er sie Euren Enkeln weitervermittelt. Seine Frage
"...er will den Hintergrund, warum wir alles so wichtig für die Beziehung der Kinder zu uns finden..." zeigt, dass er leider nix versteht. Wie sollen das dann die Enkel? Ihr werdet weiter mit diesem Zustand leben müssen. Übrigens: Ich würde lieber einmal seltener skypen, als das "gefühllos" zu tun. Das belastet Euch doch jedes Mal. Herzlicher Gruß von Opa zu Opa/Oma

Antwort
von Kandahar, 11

Ich bin selbst Großmutter zweier Kinder (6 und 8 Jahre alt).

Meine Enkelkinder leben quasi um die Ecke. Von daher habe ich fast täglich Kontakt und zwar seit der Geburt der Kinder. Ich darf behaupten, dass ich ein sehr gutes Verhältnis zu den Kindern habe. Zumindest freuen sie sich, wenn sie mich sehen und sie sind jedes zweite Wochenende bei mir.

Da meine Tochter alleinerziehend ist und leider keinen Unterhalt und keine Hilfe vom Kindsvater bekommt, tue ich was ich kann um zu helfen.

Das schließt nicht nur Freizeitbeschäftigungen, sondern auch finanzielle Hilfe ein. Gerade habe ich die Geburtstage der beiden finanziert. Das mache ich gerne, da ich möchte, dass die Kinder nicht unter der finanziellen Situation der Mutter leiden sollen. Da ich das aus eigenem Antrieb mache, erwarte ich keine Dank dafür.

Nun kommt es schon mal vor, dass die Kinder sich nicht explizit bei mir bedanken, sie wissen ja nicht mal in jedem Fall woher die Klamotten oder sonstiges kommen, müssen sie auch nicht.

Aber auch dann, wenn ich Geburtstags-/Weihnachtsgeschenke gebe, fehlt manchmal das "Danke".

Ich finde das nicht schlimm, denn man macht das normalerweise nicht um ein Danke zu bekommen, sondern um den Kindern Freude zu bereiten.

Ihr solltet euch nicht an einem Höflichkeitsritual festhalten. Seht einfach, dass die Kinder wissen woher das Geschenk kommt und das sie sich darüber gefreut haben.

Antwort
von Lumpazi77, 15

Ich kann Euch versichern, dass Ihr nicht die Einzigen mit diesem Problem seid ! Die heutige Erziehung beinhaltet weder Höflichkeit noch Respekt, von echten Emotionen mal ganz abgesehen (Ausnahmen bestätigen die Regel) !

Antwort
von Becca22, 14

Klingt für mich so, als hätten die Eltern ihnen keine Höflichkeit/ kein Benehmen beigebracht… denn eigentlich sind Kinder in dem Alter schon fähig danke zu sagen.

Antwort
von MutZurWahrheit1, 23

Heut zu tage ist das mit der üblicher Höflichkeit nciht mehr so wie früher.

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