Mephista am 13.12.2007 um 14:59 Uhr
Ohne Wertung meinerseits. Rein interessehalber, da schon öfters mit Bekannten diskutiert.

Sofern sie in religiösen Zwickmühlen mit "das ist halt Gottes Wille" antworten, um so der Einsicht zu entgehen, dass sie keine Ahnung haben. Da könnte ich jedes Mal zum Paddel greifen und sie links und rechts paddeln. Ich mag halt keine Menschen, die eine universelle, nichts-sagende Antwort auf Fragen haben. Wenn jetzt alle Gläubigen aufschreien sollten, denkt mal daran, wie ihr euch fühlen würdet, wenn ihr auf eine Frage "Isso" oder "Darum" als Antwort bekommen würdet. links und rechts und links und rechts

Ich nehme jeden Menschen ernst, da spielt der religiöse Hintergrund keine Rolle.
Wer an Götter glaubt hat oft auch in anderen Bereichen ein intellektuelles Defizit.
Heißt nicht, daß es nicht ansonsten ganz angenehme Menschen sind, sie haben halt nur nie gelernt, sich über Denkverbote hinwegzusetzen.
pj
DH!
Raimund1 am 13. Dezember 2007 15:54 Kann es sein, dass der, der anderen ein intellektuelles Defizit bescheinigt, nur weil der andere an "Götter" glaubt, selbst eins hat? Die Antwort impliziert ja zwangsläufig ein NEIN auf die Frage und ganz konsequenterweise, dass der hier Antwortende nicht anfällig für Irrungen ist.
Du scheinst religiös zu sein und bist von daher offenbar gewohnt in absoluten Kategorien zu argumentieren. Lass mich versuchen, zu erläutern, was ich meine:
es gibt keinen in irgendeiner Form quantifizierbaren Hinweis auf einen Gott
ein Mensch, in seiner Suche nach Sinn oder Trost glaubt an einen Gott
Der Schluß, den ich daraus ziehen muß ist folgender: wenn ich nur hoffe oder will, daß es einen Gott gibt, dann kann sich mein Denken damit über den Mangel an Indizien für diese Annahme hinwegsetzen. Diese intellektuelle Dissonanz halte ich für ein Defizit, wenn sie vom Betroffenen nicht erkannt bzw. geleugnet wird, denn die gleiche Kondition, Wunschdenken wird Realität vorgezogen, unterstelle ich einem solchen Menschen auch in allen anderen Bereichen.
pj
Raimund1 am 13. Dezember 2007 21:44 Schade, das wir hier per Netz diskutieren müssen. Ich würde mich gern darüber auseinandersetzen. Ich bin katholisch erzogen, aber mit 60 Jahren aus der Kirche ausgetreten. Ich weiss nicht, ob es einen oder mehrere Gott/Götter gibt oder nicht, es ist auch unerheblich. Ich weiss, dass mit Religion Missbrauch getrieben wurde, wird und immer werden wird. Ein nicht ganz unbekannter Mensch sagte Religion ist Opium für das Volk. Menschen wie Planck oder Einstein waren als anerkannte Wissenschaftler der Ueberzeugung, dass es einen Gott gibt. Auch wenn es für beide keinen Beweis gab/gibt. Für den Sinnsuchenden, Hoffenden gibt es einen Gott, völlig einverstanden, aber ist das wirklich ein Defizit? Oder ist es "nur" ein Noch-Nicht-Wissen?
Aber ich habe deine Antwort jetzt verstanden, und vielen Dank für deine Erläuterung dazu.
Ich weiss es nicht - ich weiss so vieles nicht - und doch suche ich...
daddysdearest am 16. Oktober 2008 11:08 Du gehörst zu denen, die urteilen, obwohl sie absolut nicht wissen, worüber.
Solipsist am 16. Oktober 2008 14:33 Oh, stimmt nicht Daddy. Pjakobs ist mir noch aus anderen Foren bekannt und glaub mir, der weiß wie er sein Gehirn einzusetzen hat und zu welchen Themen er schweigt oder spricht.


Vor allem Fundalisten, egal welcher Religionsgemeinschaften.
Grundsätzlich haben alle Menschen Anrecht auf Respekt, sowohl gläubige als auch ungläubige (in Hinblick auf eine religiöse Überzeugung). Ernstnehmen bedeutet ja nicht, mit allem einverstanden zu sein und zuzustimmen.
Manche Verhaltensweisen können als seltsam erscheinen. Äußerungen, die sich auf dogmatisches Wiedergeben der Lehren nicht hinterfragter Autoritäten beschränken, statt über einen Sachverhalt nachzudenken und zu einer Erörterung mit Vernunftgründen bereit zu sein, kann kein volles Gewicht zugemessen werden.
Fanatiker (ob sie sich nun auf eine Religion oder eine andere Weltanschauung berufen) sollten als mögliche Gefahr ernstgenommen werden.

Die Auswahl stimmt nicht ganz. Natürlich nehme ich erst einmal jeden Menschen ernst. Immer? Das hat nichts mit der Religion zu tun auch nicht religiöse Menschen können nen Knall haben. Etwas distanziert bin ich nur, wenn ein Mensch Fanatisch, oder Dogmatisch - Religiös eingestellt ist. Denn mit solchen Menschen kann man nicht diskutieren, bzw. bei Unrichtigkeiten überzeugend korrigieren.
Wenn ich sehr krank bin, dann möchte ich auch vom Arzt sehr ernst genommen werden. Andersgläubige soll man auch nicht verachten, jeder soll und möchte nun mal auf seine Weise selig werden. Was sagt Ihr denn demjenigen, der Euer Tun und Handeln ins lächerliche zieht¿

Ich nehme jeden Menschen ernst, ob gläubig oder nichtgläubig, ob dunkle Haut oder helle Haut.
Dumme Fragen nehme ich nicht ernst.
Mephista am 13. Dezember 2007 15:14 entschuldigung, dass ich interesse an allgemeinen ansichten habe Oo ich weiss nicht, was an dieser frage verwerflich sein soll. ich habe sie vollkommen neutral gestellt.
Mein Cousin ist Arzt, als solcher wird er von mir ernst genommen. Als tiefschwarzen Katholiken, dem ich unterstelle, dass er es eigentlich besser wissen müsste, nehme ich ihn kein bisschen ernst.


Beim besten Willen nicht. Ich habe dann immer ein kleines Kind mit einem Schnuller vor Augen, das "gaga" und "dudu" nuschelt. Und ich mag keine Kinder ;-)
Starbuck am 14. Dezember 2007 08:53 Oooh, eine Kinderfeindin.
Kaffeesatz am 14. Dezember 2007 10:12 Wow, ich bin plötzlich weiblich? Garnicht gemerkt.
Natürlich und letztendlich glauben wir doch alle an etwas und sei es nur, dass wir glauben dass es keinen Gott / keine Götter gibt und deswegen an keine Religion glauben. Deswegen nehme ich andere (gleich welcher Religion) immer ernst, ich erwarte dass ja auch von anderen.
Ob man sich auf Grundsatzfragen zu einer bestimmten Religion einlassen will, dass ist eine ganz andere Frage. Schließlich lässt sich mit einem eingefleischten Fan (sei es ein Fußballfan, ein Autonarr oder etwas anderes) über so ein Thema auch nicht Emotionslos disskutieren. Für denjenigen gibt es nur seine Welt, obwohl andere doch auch nicht schlecht sind (und genau das lässt sich auch auf die Religion übertragen).

Ich respektiere die Würde jedes Menschen. Ich respektiere ebenfalls, dass es religiöse Menschen gibt. Sie sind deswegen nicht besser und nicht schlechter als andere Menschen. Solange Menschen nicht völlig vernagelt und fanatisch sind - egal ob religös oder in anderen Fragen - kann ich auch jeden ernst nehmen, aber ich muss das nicht. Es ist meine Entscheidung, was ich mir zumute. Und ich mute mir zu, mit Fanatikern aller Art nicht umzugehen, weil Fanatismus blind macht, zumindest auf dem anderen Auge.
Da ich mich selbst schon nicht immer ganz ernst nehme, warum sollte ich dann bei anderen Menschen nicht ebenso skeptisch sein, ob gläubig oder nicht spielt da keine Rolle. Auf der anderen Seite sollte man freilich auch den Andersgläubigen bzw. Andersdenkenden ernst nehmen, nicht weil man unbedingt mit ihm einer Meinung ist, sondern eher, weil er selbst an das was er sagt glaubt, es also für ihn Realität ist, er also in dieser subjektiven Wirklichkeit lebt. Mag diese Wirklichkeit reine Phantasterei sein oder faktisch nachweisbar, das spielt keine Rolle. Sowas verlangt von einem freilich ein gerütteltes Maß an Toleranz - was ja so viel wie erdulden oder ertragen bedeutet - und ertragen muss man da wirklich einiges. Jedenfalls sollte man sich nicht darüber lustig machen, denn sein eigenes Weltbild ist auch nicht der Weisheit letzter Schluss!!! Und "Nichtgläubige" Menschen (gläubig ist ja eigentlich jeder, selbst wenn er nur an sich selbst glaubt) sind nicht minder von Denkverboten gefangengenommen wie manch gläubige Menschen, nur auf anderen Gebieten. Der Mensch ist und bleibt nun mal ein sehr beschränktes Wesen - sprich er ist durch und durch defizitär.

Aus der Kirche bin ich aus Überzeugung ausgetreten. Warum soll an etwas geglaubt werden was es nicht gibt?
marialuisa am 13. Dezember 2007 16:11 Für mich ist es sogar ein Widerspruch. Kirche und der lebendige Glaube der im Herzen gefühlt wird. Der kennt keine Dogmen, Rituale, Aengste und erhobene Zeigefinger, der strahlt einfach Ruhe und Freude aus.
Ich sehe hier zwar keinen Widerspruch und Sie haben schon Recht, ein "gefühlter Glaube" äußert sich nicht in Dogmen etc., deswegen heißt er ja "gefühlter Glaube", weil er sich nicht konkretisiert. Davon abgesehen besteht Glaube aber nicht NUR im fühlen und ist nicht nur dort lebendig, sondern teilt sich glücklicher Weise auch vernünftig mit... :o)

...wenn es sich nicht um Tom Cruise handelt.

Ich nehme jeden Menschen ernst, so lange man mich nicht missionieren will. Ich interessiere mich auch für andersgläubige, wenn sie aus ihrem Glauben ihre Kraft für ihr Leben schöpfen vollkommen ok. LG Lotusblume

denn da kommt man ganz schwer auf einen Nenner, aber im Alltag warum denn nicht.
im eigentlichen ja, sie versuchen nur ihren gott zu finden, jedoch kann ich nicht jeden ernst nehmen, die alles wort wörtlich nehmen, weil die sprache sich wandelt und auch oft tun mir moslems oder so leid, sie führen ein schweres leben, fasten um ihren gott zu gefallen, sie halten sogar swtrikte gebetszeiten ein. kaum ein christ ist so streng im glauben wie sie. trotzdem kann nur jesus das evige leben geben.
wer einmal richtig christ ist kann es bestätigen, er siet seine wunder oft kleine aber auch große ich bin sicher hab selbst welche gesehen!!!!!!!!
Sie sagten, wenn einer "richtig Christ" ist, gibt es denn auch "unrichtige" Christen??? ;o)
wenn man es so sieht ja, ein richtiger Christ meint es ernst und such Jesus wirklich, ein "unrichtiger" Christ geht zwar in die Kirche oder leiert ein Gebet vor dem Essen, jedoch lebt er nicht danach. Äusserlich sind sie zwar beide ähnlich, jedoch denken sie anders und handeln anders.



Was ´ne Frage. . . Ich nehme den ernst, der vor MIR steht. Was,ob, oder an was der glaubt ist mir egal. Ich glaube, was ich sehen und anfassen kann.
Und was ist mit dem, was man nicht sehen und anfassen kann? Ich finde, dass klingt so nach "russischer Mentalität": Radioaktivität gibt es nicht, man kann sie schließlich weder sehen, schmecken noch anfassen... ;o)


Ich versuche natürlich, denjenigen Ernstzunehmen, aber leicht ist es nicht immer, vor allem wenn jemand über seinen Glauben redet und mir sofort ein Denkfehler und eine Ungereimtheit nach der anderen Auffällt. Aber jedem das seine...



Eigentlich bin ich nicht nur leicht, sondern sehr skeptisch.
Mephista am 13. Dezember 2007 15:06 dann nimm halt "nur schwer" ;)

Ja, sicher. Und auf Urteile von Menschen, die gar nicht verstehen, was ich glaube, gebe ich sowieso nichts.
ern auch hierzu: http://kuenstlerplanet.foren-city.de
jede Form des Glaubens dient der Erlangung der Erleuchtung solange diese auf den einen und einzigen wahren Glauben basiert nähmlich den Willen Gottes auf dieser Erde zu vollziehen. Ich toleriere und akzeptiere Menschen deren Gebote mit meinen einhergehen nähmlich die gefühle der menschen zu respektieren.

Ich bin skeptisch bei Fanatiker aber solange es sich im Rahmen hält ist das in ordnung.
pelzbohne am 1. Januar 2008 20:41 Ich bin selber auch gläubig aber alles im Rahmen.

Es ist jedem seine eigene Sache!
Glaubensfragen sind meistens Streitfragen.
Wie schnell fuehlt man sich persoenlich angegriffen und verletzt.
Ich halte es mit dem Glauben so:man möge nicht kommen mit dem Spruch:nach dem Tode ist alles vorbei,die schicke ich gleich in die "Wüste",im Prinzip nehme ich die MENSCHEN ernst,egal,welcher Religion sie sich angehörig fühlen.