Frage von marrystar2802, 17

Könnt ihr mir einen guten Fotoapparat empfehlen, der sehr gute Fotos macht (z.B. kann man den Momd nah ranzoomen) und der weniger als 300€ kostet?

Ich würde gerne halt mir einen guten Fotoapperat kaufen. Er soll gut zum ranzoomen sein und Fotos mit hoher Qualität machen. Aber unter 300,- kosten. Wenn ihr selbst Erfahrungen habt könnt ihr es auch gerne schreiben! Danke im Vorraus!

Antwort
von Brandenburg, 11

Der Fotoapparat ist zweitrangig. Viel wichtiger ist das Objektiv, dessen Brennweite und Lichtempfindlichkeit. Der beste Fotoapparat kann in Verbindung mit schlechten Objektiven keine guten Bilder machen. 

Brennweite z.B. für den Mond: Lt. eigener Erfahrung unter 500mm Brennweite bei DSLR kein flächendeckendes Mondbild erzielbar. Der Mond ist zwar erkennbar, füllt jedoch nicht das Gesamtbild (was lt. Fragestellung gesucht wird). EINE Möglichkeit der Abhilfe wäre z.B. ein 500mm Objektiv mit angeschlossenenem Telekonverter. Ein 2x Telekonverter macht z.B. aus 500mm effektive 1000mm Brennweite. 

Zur Klarstellung: Die Brennweitenangaben beziehen sich auf den rein optischen und nicht auf den Digitalzoom. Letzterer bringt u.a. teils erhebliche Bild-Qualitätseinbußen z.B. Bildrauschen mit sich. 

Lichtempfindlichkeit: Für Objektive gilt: Je höher der Brennwert desto geringer die Lichtempfindlichkeit. Für ein 500mm Objektiv sind Lichtwerte um f8 und teils noch höher Normalwerte. Je höher die Lichtwerte desto lichtunempfindlicher ist das Objektiv. 

Objektive mit z.B. 500mm und f8 Lichtwerten oder geringer kosten je nach Kameramodell jedoch leicht über 300Euro und teils noch erheblich mehr. Allein deshalb dürften 300 Euro "Wunschtarif" nicht machbar sein. 

Mondfotografie: Lt. eigener Erfahrung bekam ich den Mond "bildfüllend" mit 1200mm Brennweite auf "die Platte". 

Vorgehensweise Kurzform: 500mm Objektiv (Lichtfaktor 8) 2-fach Telekonverter. Stativnutzung. Den Rest der Brennweite ergab der Cropfaktor meiner DSLR. 

Das Ganze auf Stativ mit Kamera-Fernauslöser. Letzterer war dringend nötig, weil anderenfalls das geringste Berühren der Kamera "ein mittleres Erdbeben" auslöste und somit verwackelte. 

Auch verschwand durch die natürliche Erdumdrehung der Mond immer wieder aus dem Bildzentrum. Dennoch diesen Himmelstrabanten incl. div. Krater etc..nach etlichen Versuchen in guter Qualität auf "die Platte" bekommen. 

Iso-Werte: An der Kamera selbst einstellbar. In Analogzeiten wurde die Kamera damit auf die jeweilige Lichtempfindlichkeit des eingelegten Films eingestellt. 

Je geringer die Iso-Werte, desto mehr Licht braucht man beim Fotografieren. Durchschnittswerte für Tageslichtfotografie sind z.B. ISO 200. Man kann zwar den Iso-Wert der Kamera nach oben "aufreissen) (ISO 800 und höher) nur nimmt damit auch das Bildrauschen zu und die Bildqualität ab. 

Gute DSLR-Kameras "verrauschen" zwar erst ab ISO 1600 und noch höher (abhängig von der jeweiligen Kamera) . Aber irgendwann ist auch hier Schluss. 

Die "guten" Kameras kosten selbst gebraucht locker über 300 Euro. Das gilt u.a. speziell für sog. Vollformatkameras (diese haben keinen sog. Cropfaktor) 

Stativ: Ab rd. 150mm Brennweite aufwärts empfiehlt sich die Stativbenutzung. Anderenfalls sind verwackelte und damit unscharfe Bilder zu erwarten. 

Man kann versuchsweise mit sehr kurzen Verschlusszeiten um die Verwacklungsgefahr OHNE Stativ zu minimieren, fotografieren. Das Ganze ist jedoch keine Garantie für gute Bilder. 

Kurze Verschlusszeiten erfordern jedoch SEHR lichtempfindliche Objektive (und diese sind meist "sau"teuer) Anderenfalls gibts unterbelichtete Bilder. 

Zum Abschluß dieses Postings: Sog. Bridge-Kameras mögen EVTL (das Objektiv ist hier fest verbaut und kann nicht gewechselt werden) 

preiswerter als sog. Systemkameras mit wechselbaren Objektiven sein. 

ABER: wurde beim Bridgekameramodell ein minderwertiges Objektiv (schlechte Brennweite, schlechte Lichtwerte, schlechte Abbildungsqualität usw)  verbaut, muss man damit leider leben. 

Hoffentlich das länger gewordene Posting fürs Erste weiterhelfend. 

Antwort
von Mikafan111, 8

Hab ne nikon coolpix P100. Hat 26x optischen zoom und hat ca 130 gekostet

Kommentar von Brandenburg ,

Lt. eben erfolger Webrecherche, hat die Coolpix P100 eine max. Brennweite von 678mm. 

Erstens höchst fraglich, ob man damit z.B. den Mond - wie der Fragesteller es u.a. wohl will - gross und flächendeckend ins Bild bekommt. Lt. pers. Erfahrung nicht machbar. 

Zweitens ist bei derart grossen Brennweiten ein Stativ wie bereits erwähnt, angeraten. Immerhin hat die Coolpix P100 dafür ein entspr. Metallstativgewinde. 

Drittens ist die Coolpix P100 eine sog. Bridgekamera, wo das Objektiv nicht wechselbar ist. 

Vorläufiges Schlussfazit: Für die "Alltagsfotografie" mag die P100 ausreichen. Für wie vom Fragesteller gewünschten sehr guten Fotos z.B. vom Mond habe ich pers. Zweifel daß die P100 allein wegen dem fest verbauten Objektiv dieser Anforderung gerecht wird. 

Kommentar von Mikafan111 ,

man kann sich im internet nen objektiv-ring (oder wie das heißt) bestellen, dann kann man da auch objektive dran bauen. der lokalen zeitung haben meine Mondbilder qualitativ genug zugesagt um sie auf ihrer website zu veröffentlichen

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