Könnt ihr mir den Zusammenhang zwischen dem Girokonto, dem Buchgeld und dem Bargeld erklären?

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4 Antworten

Komplexes Thema :/

Vergiss mal eben das Girokonto. Das ist nur eine Erscheinungsform wie Schecks oder Wertpapiere.

Bargeld ist einfach: Geld, das man in die Hand nehmen kann.

Buchgeld hingegen wird auch Giralgeld genannt. Damit wird giriert (davon kommt Girokonto). Das ist Geld, welches nur in den Computern existiert in Form von Schulden oder Guthaben die jemand hat.

Dir Ur-Idee war, dass die Menge an Geld die in Umlauf ist, die realen Werte widerspiegelt, die eine Gesellschaft besitzt. Das sind Immobilien, Rohstoffe, Produktionsmittel ... Wenn man mehr Geld druckt während die realen Werte dieselben bleiben oder abnehmen, dann wird verliert das Geld automatisch an Wert (Inflation) - also: Alles wird teurer (Du bekommst weniger pro Geldeinheit). Umgekehrt wächst der Wert einer Währung, je mehr (oder kostbarer) die Güter eines Landes werden.

Beispiel für Giralgeld:

Bank gibt Dir 10.000,- Kredit zu 10% Zinsen. Will also in einem Jahr 11.000,- wiederhaben. Das schreibst sie in ihre Bücher (Schuldschein). Du gehst damit einkaufen (Bargeld). 

Die Bank aber behandelt Deinen Schuldschein wie Bargeld, da sie sagt: "In einem Jahr bekomme ich die 11.000,- von Dir zurück." Damit geht sie dann auch schon mal einkaufen (investieren, Aktien kaufen, etc.), als wenn das Geld tatsächlich da wäre. DAS ist Buchgeld. Funktioniert auch, so lange Du Deine Schulden pünktlich zurückzahlst.

Wenn Du aber einen Haufen Häuser auf Kredit an einen Haufen Leute verkaufst, von Denen Du weißt dass sie's niemals abbezahlen können,

dann die wertlosen Schuldscheine in Paketen zusammenschnürst,

von Goldmann-Sachs einen AAA-Stempel draufkleben lässt und

die Pakete für einen guten Preis an Banken in der ganzen Welt verhökerst, so lange Keiner merkt dass sich darin nur wertloses Papier befindet ...

... dann hast Du eine globale Immobilien- und Finanzmarktkrise sobald der Schwindel auffliegt. Das ist grad passiert und wird in heftigerer Form wieder passieren, weil sich an den Praktiken nichts geändert hat.

In den Büchern fast aller Banken auf der Welt standen diese wertlosen, amerikanischen Schuldschein-Pakete als "Guthaben". Als sich alle eingestehen mussten, dass diese Kredite niemals zurückgezahlt werden (können), mussten sie tausende von Milliarden aus ihren Büchern streichen. Geld das gestern laut Computer noch da war und heute nicht mehr. Das perfekte Beispiel für Buchgeld ;)

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Kommentar von FrageSchlumpf
22.06.2016, 17:40

Ganz gut, nur das mit der "Ur-Idee" kann eigentlich garnicht stimmen, wenn gespart wird und Kredite für Konsumzwecke existieren ....

Generell entfernt sich durch die Ersparnis immer die Geldmenge vom BIP

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Bargeld sind Münzen und Banknoten, Buchgeld sind z.B. Guthaben auf Bankkonten, auch auf einem Girokonto.

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Zwischen den drei genannten Dingen gibt es keinen festen Zusammenhang.

Bargeld kann ohne Girokonto existieren, Girokonto ohne Bargeld. Bargeld ohne Buchgeld oder mit . Lediglich ein Girokonto und Buchgeld gehört irgendwie zusammen, außer natürlich , es wäre ein Konto ohne Saldo, weil der Saldo ist das Buchgeld und nicht das Konto.

Wenn Du deine Frage etwas präzisieren könntest, bekommst auch deutlich bessere Antworten.

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Bargeld lacht, die anderen beiden nicht.

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