Frage von Caro241998, 40

Könnt ihr mir bitte sagen, welche stilistischen Mittel ihr in dem Text findet und wie ich den letzten Satz zu verstehen habe?

Ein Roman etwa wie Effi Briest ist mir ein moderner Sozialroman im höchsten Sinne; für den richtig Sehenden schildert er vernichtend geradezu den Fluch der Philisterenge, den inneren Zusammensturz gewisser oberflächlicher Moralweißheiten, die grauenhafte Leere gewisser Gesellschaftskreise, die Armseligkeit eines Mittelchens, wie es ein Duell darstellt, gegenüber Konflikten eines Menschenlebens. Es besteht nun aber in der Tat gar kein Zweifel, dass Fontane selbst, der Reflektierende, selber gewissen Gesellschafts- und Moraltendenzen huldigende Mensch, so weit durchaus nicht gehen wollte. Die Wahrhaftigkeit des Dichters, die innere Wahrhaftigkeit, die noch mehr ist als irgendeine naturalistische Doktrin, hat ihn einfach mitgerissen, über sich selbst intuitiv hinausgerissen. Eigentlich nirgendwo erschient die tiefste, heiligste Kraft des Dichters so eklatant wie vor solchem Falle. Der Dichter muss echtes Leben schaffen über den Kopf aller seiner eigenen Vorurteile hinweg. Es ist, als zeuge die Natur neu durch ihn und benutze sein Gehirn einfach als Leitungsbahn dabei, ohne sich im mindesten darum zu bekümmern, was in gewissen Schubfächern dieses Gehirns noch für subjektives Material herumliege und sich gedanklich wohl gar als die Hauptsache im gewöhnlichen Leben gebärde.

Antwort
von TobiasRoc, 23

Kenn mich damit nicht so super aus.
Aber auf anhieb finde ich nur die Rethorische Figur: Chiasmus.

Kommentar von Caro241998 ,

wo siehst du denn einen chiasmus?

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