Könnt ihr mir bitte beim diese Fragen helfen, ich finde sie nicht in Google. Wovon ist die Bodenfruchtbarkit abhängig, Wie belastet menschliche Nutzung Böden?

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2 Antworten

Hy Hyoyeon!

Ha, endlich kann meine Gärtnerseele mal aus dem Nähkästchen plaudern!

Bodenfruchtbarkeit hängt davon ab, wieviel man dem Boden läßt. Im Wald z.B. , wo nicht eingegriffen wird, kann sich im Laufe der Zeit eine fruchtbare Bodenschicht entwickeln. Das nennt man Humus. Aber auch im Garten passiert das, wenn ich z.B. organisches Material wie Laub oder Pflanzenreste verrotten lasse. Außerdem ist für die Fruchtbarkeit auch noch die Zusammensetzung und das Millieu entscheidend. Man muß z.B. wissen, wieviel Kalk und andere Spurenelemente z.B. Magnesium, Bor... im Boden enthalten sind. Nicht zu vergessen natürlich Stickstoff. Aber das wird wie gesagt, bei der Zersetzung von organischem Material aufgebaut. Außerdem ist der pH-Wert ziemlich wichtig. Ist der Boden zu sauer, wächst nicht mehr wirklich viel...So ist das z.B. im Wald und im Moor. Also, entscheidend für die Fruchtbarkeit des Bodens, d.h. ja wie gut wachsen Pflanzen auf diesem Boden? ist einmal die Dicke der Humusschicht, oder ob sie überhaupt vorhanden ist. Dann die Zusammensetzung der einzelnen Mineralstoffe des Bodens wie Stickstoff, Magnesium, Bor usw. Und dann auch noch sehr wichtig ist der pH-Wert. Außerdem muß auch die Bodenstruktur beachtet werden. Ein verdichteter Boden, enthält zuwenig Sauerstoff und Struktur für die Wurzeln, die dann hier nicht wirklich gut wachsen können.

Nun zum menschlichen Einfluss:

Die Schwierigkeit ist: Wir wollen uns ernähren. Bauen also Nahrungsmittel an. Ob nun, Weizen oder Kartoffeln oder Möhren. Hierfür braucht der Boden Futter. Ich ernte, das Futter im Boden wird weniger. Ich muß das natürlich ausgleichen, also düngen. Die konventionellen Landwirte düngen mit Gülle, Jauche oder Mist aber vor allem mit chemisch hergestellten Düngern z.B. reinen Stickstoff. Dies kommt so in der Natur nicht vor. Der Boden kann das nur aufnehmen, wenn auch was drauf wächst. Ansonsten wäscht es sich ganz schnell raus. Das geht dann in die Flüsse und das mögen z.B. die Fische nicht.

In der biologischen Landwirtschaft wird da etwas mehr drauf geachtet und in der Regel nur mit Kompost oder natürlichen Stickstoff wie z.B. Bohnenmehl. gedüngt. DAs kann der Boden viel besser aufnehmen, weil es langsamer abgegeben wird.

Aber auch die Bearbeitung des Bodens macht viel aus. Heutzutage werden die Trecker und Arbeitsmaschinen immer größer und schwerer. Folge sind verdichtete Böden, die kaum noch atmen können und auch kaum noch viel Regen in kurzer Zeit aufnehmen können. Dieser spült dann einfach über die Oberfläche hinweg und nimmt die dünne Humusschicht mit sich. Ergebnis: Ausgelaugte Böden. Erosion nennt man das.

Die Felder werden auch immer größer und es gibt kaum noch Hecken. Auch der Wind pustet dann die wertvolle Humusschicht weg. Ergebnis dasselbe: Kein Futter mehr im Boden!

Ich hoffe, ich konnte dir ein wenig weiterhelfen. Habe versucht, so wenig wie möglich zu fachsimpeln, sodaß es jeder verstehen kann.

Grüße von Karenuki

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Kommentar von Hyoyeon
27.10.2015, 10:00

Danke für die Antwort 🙂 Ich hab jetzt die Fragen kurz zusammengefasst aber ich schaffe es nicht bei die Frage wie die Menschen bei Nutzung Böden belasten zusammenzufassen .. Kannst du mir bitte noch einmal helfen ? 

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Also. Menschliche Nutzung belastet die Böden folgendermaßen:

1.) Durch den Anbau von Nahrungsmitteln, entziehen wir dem Boden Nährstoffe, die wir dem Boden wieder zurückgeben müssen. Leider ist der einsatz von chemischen Düngemitteln, der weit verbreitet ist, problematisch, weil er nicht natürlich ist und daher den Boden nicht aufbaut. Er versorgt nur die dort wachsenden Pflanzen mit Nährstoffen. Der Boden aber bleibt arm.

(Besser wäre es, mit natürlichen Düngern zu arbeiten, wie z.B. Gründüngung, Kompost, Mist, da diese dem Boden helfen, gesund zu bleiben.)

2.) Der Einsatz von großen Maschinen in der Landwirtschaft verdichtet die Böden. Ein verdichteter Boden kann aber nicht mehr puffern. Wie beim Ein-u.Ausatmen. Er kann nicht viel Regen in kurzer Zeit aufnehmen und dadurch spült der drüberfließende Regen Nährstoffe aus dem Boden. Folge: Verarmte Böden.

3.) Das Fehlen von Windschutz in Form von Hecken führt dazu, daß der Wind die dünne wertvolle Humusschicht wegweht. Auch dann ist die Folge ein verarmter Boden.

4.) Bodenmüdigkeit trifft auf, wenn zuwenig Abwechslung herrscht, d.h. immer wieder die gleichen Pflanzen Jahr für Jahr angebaut werden. Dies kann auch dafür sorgen, daß mehr Schädlinge kommen, die auf diese Pflanzen spezialisiert sind, sodaß wieder Schädlingsbelämpfungsmittel eingesetzt werden muß.

5.) Noch ein Punkt fällt mir ein: Weiden:

Die meisten Tiere bleiben heutzutage komplett im Stall. Dadurch braucht der Landwirt nicht mehr so viel Weidefläche. Die wird häufig umgebrochen und zu Ackerland gemacht. Weideflächen sind aber sehr wichtig, z.B. auch für Zugvögel. Je weniger Weideflächen, desto mehr gerät das ökologische Gleichgewicht durcheinander.

Das sind in meinen Augen die wichtigsten Punkte. Wofür brauchst Du das Ganze eigentlich?

Hier noch ein Link:

http://www.bodenfruchtbarkeit.org/4.html

Also ich habe auch nochmal gegoogelt aber ich gebe dir recht, das Ganze wird sehr kompliziert erklärt. Für einen Laien total abgehoben.

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