Könnt ihr mir beim Ende helfen....?

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1 Antwort

... "du bist höchstens Futter für die Fische, das man an Deck gebracht hat um zu trocknen! Ich über nehme das Steuer!" Mit diesen Worten schob er mich recht unsanft aus dem Wege und griff kräftig ins Ruder! Ich wunderte mich zwar über die grobe Art der Ablösung aber schließlich ging ich nach meinen 12 Stunden, die ich über Nacht an Deck gestanden und in die Dunkelheit gestarrt hatte um den Kurs nicht zu verlieren, müde in meine Koje.

Ich war gerade in meinen schönsten Träumen versunken als ein grässliches Geräusch berstenden Holzes gefolgt von einem gewaltigen Ruck mich und alle anderen fast gleichzeitig aus den Hängematten warf! Plötzlich war das ganze Schiff erfüllt von panischen Rufen und inmitten der Hektik die die Mannschaft erfasst hatte, konnte ich spüren, wie der Bug immer tiefer sackte und mit zunehmender Schräglage auch das unheilvolle Brausen eindringenden Wassers immer lauter wurde. Ich rannte, noch etwas benommen, zusammen mit den anderen hoch zur Rehling und konnte noch zusehen wie der Hauptmast, der den Aufprall am meisten zu spüren bekommen hatte brach und nach vorne knickte. Was war geschehen? Von dem groben, großen dunklen Kerl, der mich verscheucht hatte, war nichts mehr zu sehen. Das Steuer war nicht besetzt und auch der Kapitän war nirgends zu finden. Nur der erste Offizier stand an Deck und brüllte Befehle um schnellstmöglich die Boote zu Wasser zu lassen. 

Denn das Schiff war verloren. In den ersten morgendlichen Sonnenstrahlen erkannte ich den schwarzen Felsen, der hoch vor unserem Bug aufragte und an dessen Flanken die Reste des Vormastes und einige zerbrochene Planken hingen und mit jeder Welle begann der Bug immer weiter auf seinem unaufhaltsamen Weg gen Meeresgrund zu rutschen.

Mit knapper Not ergatterte ich einen Platz auf dem letzten Bei-Boot und als wir ablegten versank unser schönes Schiff mit viel Getöse und einem lauten Gurgeln in den Fluten. Die Möwen schrien ihm ein Abschiedslied und dann waren wir allein. Alle mit Ausnahme der beiden Vermissten waren sicher in die Rettungsboote gekommen und trieben nun erst mal orientierungslos dahin. 

Einer der Köche auf einem anderen Boot erkannte zuerst dass die Felsen auf die wir gelaufen waren zu einer kleinen Insel gehörte, die nicht weit entfernt lag. Wir ruderten gemeinsam dorthin und als wir landeten, unsere Vorräte die wir retten konnten an Land brachten und die Mannschaft begann ein Lager am Strand aufzuschlagen, entdeckten wir den schwarzen langen und unseren Kapitän. Sie waren an Palmen aufgehängt und trugen ein Schild um den Hals mit der Aufschrift: "Schulden beglichen, vielen Dank. gez. Käptn Blackbeard"

Damit war klar, das niemand die Katastrophe hätte verhindern können. Blackbeard hatte seine Meuchelmörder an Deck geschmuggelt und der dunkle große Kerl, den wir aus seinen Fängen befreit hatten und der Kapitän waren die einzigen Zeugen dieser Aktion. Der Kapitän, der so viel für die Befereiung des schwarzen getan hatte, zahlte nun den Preis für seinen Mut und wir hätten ihn beinahe mitbezahlt mit unserem Leben. 

Niemand legt sich ungestraft mit Blackbeard an.

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