Frage von Woelkchen1984, 49

Könnt ihr mir bei der Entscheidung helfen DEN richtigen Schlagzeuglehrer zu finden?

Hallo an alle Leser/innen

Ich hatte diese Woche drei Probestunden bei drei Schlagzeuglehrern. Der erste war ein Vollpfosten und widerlich als Person. Der zweite war absolut klasse und ich war total begeistert als ich aus dem Unterricht kam. Er ist menschlich eine "coole Sau!" und das was er mir vermittelte machte mir Spaß. Wir spielten auch nach Schlagzeugnoten und ich hatte das Gefühl im Anschluss was gelernt zu haben. Fürs Wochenende hatte ich einen Termin zu einer Probestunde vereinbart. Diese wollte ich zunächst absagen da ich dachte meinen Lehrer gefunden zu haben. Dann sagte ich mir, schaden kann es nicht und es ist wieder eine Erfahrung mehr. Diese Stunde war heute und nun bin ich absolut unschlüssig! Der erste der in Frage kommenden Lehrern ist Berufsmusiker u.a. für Musicals wie Hair, Rocky Horror Picture Show, Guildo Horn, Phil Fuldner usw. und unterrichtet nur zweimal pro Woche. Er ist menschlich total locker und er unterrichtet gleich mit Noten und legt viel wert Spaß zu haben bei dem was man macht und dass man schnell Fortschritte für sich selbst sieht. Er ist sehr rockig ausgelegt was mir natürlich gefällt.

Der zweite ist menschlich sehr ruhig, zurückhaltend und hat eine klasse Biographie. z.B. diese Punkte: Juli bis August 2015 - 3 wöchige Fortbildung am Drummers Collective New York Juli 2015 - Privatunterricht bei John Riley an der Music School of Manhattan August 2015 - Privatunterricht bei Bernhard Purdie in New York Er unterrichtet hauptberuflich, hat zurzeit 55 Schüler. Er hat eine tolle Ausstattung im Proberaum, spielt parallel mit, man spielt viel auf Musik welche man über Kopfhörer eingespielt bekommt. Meine Angst ist, in der "Masse" an Schüler etwas unterzugehen und dass die Individualität auf der Strecke bleibt was er natürlich dementiert und auf zufriedene Schüler verweist. Zudem, das er durch seine zurückhaltende Art nicht so die Sau rauslassen kann zumal ich auf Rock ausgelegt bin. Er scheint viel Jazz und Blues zu spielen.

Mein Bauchgefühl hat nen Knoten im Bauch und ich bin total unsicher! Hättet ihr einen Rat für mich? Ich brauch eure Hilfe!!!

Antwort
von knallpilz, 18

Klingt doch so als hättest du dich bereits entschieden.

Für den Anfang ist auf jeden Fall der "lustige" besser geeignet. Wenn es dir bei dem irgendwann nicht mehr gefällt, du dich unterfordert fühlst oder einfach sehr weit gekommen bist, kannst du ja immer noch den Lehrer wechseln.

Antwort
von DonCredo, 16

Hi, Wölkchen! Wenn die Chemie zwischen euch nicht stimmt, wird Dir der Unterricht vermutlich keinen Spass machen - Timeoszillator hat zwar Recht damit, dass Drumunterricht nicht immer Party ist sondern manchmal auch nervig und anstrengend aber so ein bisschen auf einer Wellenlänge sollte man schon sein.

Ich finde, beide Lehrer haben durchaus was für sich - die Quali hört sich bei beiden gut an. Bei beiden könnte man Gegenargumente anführen, aber wieso sollte man das machen? Was Du finden musst ist das Zünglein an der Waage sprich den Aspekt, der den letzten Kick gibt.

PRO Lehrer 1: menschlich passt es, Musik passt, Unterricht hat Spass gemacht
PRO Lehrer 2: top Ausstattung im Studio, Musik nicht ganz deins, menschlich auch nicht ganz so vom Feeling her.

Also ich sehe mehr + bei Nummer 1. Was hindert Dich den zu nehmen. Wirds nichts, ist die Tür zu Nummer 2 doch nicht geschlossen, oder? Hau rein. Gruss Don

Antwort
von rlstevenson, 26

Ich würde den nehmen, bei dem der Spaß nicht zu kurz kommt. Denn die Motivation ist gerade am Anfang enorm wichtig.

Kommentar von Woelkchen1984 ,

Das ist schon richtig, ich frage mich halt ob ein hauptberuflicher Lehrer nicht doch mehr rausholen kann als jemand der es zu seiner beruflichen Karriere zufügt. Und ob die Anzahl der Fortbildungen des hauptberuflichen Lehrers nicht auch mein Vorteil sein können. Vielleicht ist er dadurch zu theoretisch.. ich bin ein Gedankenfrack

Kommentar von knallpilz ,

Spezialisieren kannst du dich später immer noch. Ich würde zum Reinkommen auf jeden Fall das nehmen, was dir eher liegt. Wenn du sowieso eher rockige Sachen magst und der dir am ehesten sowas beibringen kann, kannst du dir umso schneller eine Rockband suchen.
Und wenn du irgendwann Jazz oder Blues lernen willst, gehst du halt zu dem anderen Lehrer. Für den Anfang ist erstmal nur wichtig, dass der Lehrer dir die Grundlagen beibringen kann.

Es ist ja nicht so, dass ein Lehrerwechsel umständlich ist oder man sich lange an einen neuen Lehrer gewöhnen muss. Darüber hinaus lernt man ein Instrument ja nicht in ein paar Wochen. Bis du das Potenzial des ersten Lehrers ausgeschöpft hast, wird es eine Weile dauern. Und aus deiner Frage geht ja recht deutlich hervor, welcher dir besser gefällt...

Kommentar von DonCredo ,

nicht so verkopft sein. Wie sagt man: Leute, die Live nichts zu wege bringen unterrichten. Okay, das mag überzogen sein, aber ein Lehrer der regelmässig auch selbst live spielt, wäre mir lieber als ein Theoretiker. Gruss

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