Frage von Shoami, 143

Könnt ihr meinen Glauben verstehen?

Hey liebe Community. Ich männlich 14 glaube nicht mehr an Gott oder an irgendwelche anderen Götter. Wieso wirst du dich jetzt fragen. Nun also ich fange jetzt an. Vor ein paar Jahren war ich noch sehr gläubisch und glaubte an Gott. Dann erkrankte meine Mutter vor 3 Jahren an Brustkrebs. Eine bekannte sagte das könnte eine Prüfung von Gott sein weiterhin an ihn zu glauben. Und ich glaubte weiterhin an ihn und fand die Vorstellung sehr schön. Dann wurde der Tumor von meiner Mutter entfernt mithilfe irgendeines Chips. Die Ärzte sagten sie würde zu 99% nicht nochmal an Krebs erkranken. Nach einem Dreiviertel Jahr erkrankte sie nochmal an Brustkrebs und ich glaubte weiterhin an Gott zwar nicht mehr so stark aber ich glaubte an ihn. Gegen Ende hin ging es meiner Mutter imnmer schlechter und ich verlor den Glauben aber ich betete und hoffte weiterhin das sie Gesund wird. In den Sommerferien starb sie dann an Krebs und ich bin nun überzeugter Atheist. Ich wollte euch fragen ob ihr meinen Glauben/Meinung versteht. Und bitte Probiert mich nicht davon zu Überzeugen das es einen Gott gibt das hat keinen zweck.

Antwort
von DarkSepia, 22

Was du beschreibst scheint ganz durchschnittlicher Atheismus mit einer durchschnittlichen Dekonvertierung (Übergang von einer Religion zur Religionslosigkeit) zu sein. Das kann ich alles verstehen und ich kenne auch viele ähnliche Geschichten.

Antwort
von DerBuddha, 17

du hättest von anfang an nicht an diese märchen glauben und stattdessen dich mit der realität beschäftigen sollen, denn fakt ist nun mal, dass es keine märchenfiguren gibt.........das beweist nun mal die geschichte der religionen selbst.............

leider sind millionen menschen auf dieser welt mit irgendeiner form von krebs erkrankt und diese krankheit gab es auch schon vor 2000 jahren, auch schon vor 4000 jahren.......... und die wissenschaft ist da viel mächtiger als eine märchenfigur, denn es gibt schon viele gute therapien gegen ein paar krebsleiden und irgendwann wird diese krankheit auch in allen bereichen heilbar sein, so wie eine grippe.............. aber dass verdankt man dann der wissenschaft und eben keiner märchenfigur..............:)

ich drücke dir die daumen dass du stark bleibst, irgendwann die trauer nachlässt und du dich dem echten leben wieder widmen kannst, später eine familie gründest und dann vielleicht deine kinder im geiste frei aufwachsen lässt, ohne dass sie zum glaubenssklaven werden, denn religionen sind nur dazu da, um menschen zu beeinflussen und zu beherrschen...............:)

viel glück..........:)

Kommentar von Shoami ,

Danke

Antwort
von gromio, 9

Hallo, danke für Deine offenen Worte. Es ist sehr persönlich, was Du hier offenbarst.

Es ist Deine Sache, ob Du an Gott glaubst oder nicht.

Du berichtest, bei Erkrankung Deiner Mutter wurde gesagt, es wäre eine Prüfung von GOTT - mit anderen Worten, er ließ Deine Mutter erkranken, um ihren - und vielleicht auch Deinen - Glauben zu prüfen. Schließlich starb Deine Mutter an dieser Krankheit.

Also, wenn ich davon ausgehen müßte, dass Gott zu Prüfungszwecken Menschen todkrank werden läßt, dann würde ich AUCH Atheist werden. Was soll man mit so einem GOTT?

Von GOTT würde man sicher etwas anderes erwarten, erst Recht dann, wenn es stimmen sollte, dass er unter Anderem die Menschen erschaffen hat. Sollte dieser GOTT nicht Interesse daran haben, dass es seinen GESCHÖPFEN gut geht und ggfs. auch Wunder wirken, so daß tödliche Bedrohungen wie Krebs oder Gewalt, sogar der natürliche, altersbedingte Tod verschwinden? Sicher, oder nicht? Das werden viele von einem GOTT erwarten, der Interesse an seiner Schöpfung hat, oder nicht.

Wenn es ihn gibt........

Kurze Erklärung über meinen Standpunkt :

MEINE Ansicht in dieser Hinsicht kann mit Auszügen aus der Bibel beschrieben werden:

Jakobus, Kapitel 1, Verse 13 und 17

13 Keiner sage, wenn er versucht+ wird: „Ich werde von Gott versucht.“ Denn Gott kann nicht von üblen Dingen versucht werden, noch versucht er selbst irgend jemand.

17 Jede gute Gabe+ und jedes vollkommene Geschenk stammt von oben,+ denn es kommt vom Vater der [himmlischen] Lichter herab,+ und bei ihm gibt es keine Veränderung von der Drehung des Schattens.*+

GOTT "versucht" oder "prüft" niemand, weder mit tödlichen Krankheiten noch mit Gewalttaten oder Naturkatastrophen. 

Aber zurück zu Deinem Atheismus: Ich kenne Priester, die bei der Beerdigung eines verstorbenen Kindes sagen: GOTT hat es zu sich genommen.......nur oberflächlich betrachtet ist das nett, bei genauer Betrachtung ist das Folter an den Eltern......so, denke ich, wird durch falsche Darstellungen wie in Deinem Fall bzw. dem Fall Deiner Mutter ein völlig falsches Bild von einem Gott gezeichnet, dieses Bild führt dazu, dass man sich von GOTT distanziert.

Ich wünsche Dir daher eine gesunde Distanz und den Mut, sowohl Atheismus als auch den Glauben an Gott genau auf Richtigkeit zu überprüfen.

Augen auf im kosmischen Verkehr, cheerio.

Kommentar von wildcarts2 ,

Eine erstaunlich gute Antwort aus Sicht eines Gläubigen. Sehr erfrischend zu lesen, dass jemand nicht mit "In der Bibel steht... und deshalb ist das so" oder "Gott macht dies oder das..." argumentiert, als sei es faktisch erwiesen dass ausgerechnet der Gott, an den er glaubt, der einzig wahre sei. Sowas finde ich nämlich diskriminierends und überheblich. Danke das du deinen Glauben deutlich als deine persönliche Meinung kennzeichnest! Wäre schön wenn mehr Gläubige so wären.

Einen kleinen Fehler hast du aber dennoch eingebaut ;) Atheismus kann man nämlich nicht auf Richtigkeit prüfen. Atheismus hat nämlich keine Inhalte. Es ist einfach nur der passive Zustand jedes Menschen von Geburt an, in dem er noch keine Kenntnisse über die Konzepte "Gott", Religion und Glaube hat. Er ist einfach Gottlos, Ohne Gott.

Atheismus ist auch nicht die Ablehnung von Gottglauben. Das wäre der ANTItheismus (Anti = gegen, a = ohne).

Glauben kann man auch nicht wirklich prüfen, zumindest nicht den persönlichen Glauben. Denn Pers.Glaube ist schließlich nichts anderes als ein Individuelles Wunschdenken. Pers.Glaube ist der Wunsch und die eigene Überzeugung oder Hoffnung, dass etwas real ist, was man nicht beweisen kann.

Religiöser Glaube dagegen ist ein festes Konzept. Es ist die Gesamtheit der Regeln, Geschichten und Moralvorstellungen einer Religion. Die jeweilige Religion gibt das Konzept vor, und die Mitglieder müssen dieses anerkennen. Sie glauben dies im Sinne von Vertrauen auf Richtigkeit.

Beides tritt meist zusammen auf und wird leider nicht differenziert betrachtet. Denn der Pers.Glaube unterscheidet sich IMMER vom rel.Glauben. Denn kein Mensch kann und will sich zu 100% an rel.Regeln halten, da diese meist sehr übertrieben und zudem unnatürlich sind.

Rel. Glauben zu prüfen macht indes auch wenig Sinn. Denn diese Konzepte sind i.d.R. in sich selbst stimmig. Viel sinnvoller ist es, die Entstehung und die Ziele einer Religion zu prüfen. Denn dann wird man immer auf das selbe Ergebnis kommen, egal bei welcher Religion:

  • Ihre Inhalte sind komplett frei erfunden.
  • Ihre Entstehungsgeschichte enthält absichtlich grobe Fehler
  • Ihre Ziele sind generell Macht und Reichtum
Kommentar von gromio ,

Atheismus

Das altgriechische Adjektiv ἄθεος (átheos „ohne Gott“) in einer Handschrift des Briefes des Apostels Paulus an die Epheser (Papyrus 46, Eph 2,12 EU)
Atheismus (von altgriechisch ἄθεος átheos „ohne Gott“) bezeichnet die Abwesenheit oder Ablehnung des Glaubens an Gott bzw. Götter (Theismus). Zum Atheismus im weiteren Sinne gehört auch der Agnostizismus (agnostischer Atheismus), nach dem die Existenz von Gott bzw. Göttern ungeklärt oder nicht klärbar ist. Im engeren Sinne bezeichnet er jedoch die Überzeugung, dass es Gottheiten nicht gibt.

Damit möchte ich mal beginnen, mit diesem Zitat aus - sicher nicht unanfechtbar - Wikipedia.

Zunächst bedanke ich mich für die positiven Anmerkungen zu meiner Antwort auf die Frage des Fragestellers.

Gleichwohl gebe ich zu bedenken, das Du es sein könntest, der hier einem Missverständnis zum Opfer gefallen ist:

ATHEISMUS, auch agnostischer Atheismus, AntiTheismus oder Agnostizismus entspringen - in der Regel - einer ÜBERZEUGUNG. Dies, ich muß das sicher nicht erläutern, ist demnach eine - mehr oder weniger gut - BEGRÜNDETE Haltung zur Frage, ob es einen Gott gibt. Wie auch bei dem Fragesteller, dem ich antwortete. Zumindest EINEN seiner möglichen Gründe hat er genannt.

Und ÜBERZEUGUNGEN kann und SOLL man sehr wohl überprüfen, in dem man mit Distanz und Offenheit die eigenen GRÜNDE für die jeweilige Überzeugung in Frage stellt, zumindest von Zeit zu Zeit. Denn wer kann schon behaupten, IMMER die richtigen Schlussfolgerungen für seine Gründe gezogen zu haben?

Kommen wir zu dem Begriff RELIGION:

Religion (von lateinisch religio ‚gewissenhafte Berücksichtigung‘, ‚Sorgfalt‘, zu lateinisch relegere ‚bedenken‘, ‚achtgeben‘, ursprünglich gemeint ist „die gewissenhafte Sorgfalt in der Beachtung von Vorzeichen und Vorschriften.“)[1] ist ein Sammelbegriff für eine Vielzahl unterschiedlicher Weltanschauungen, deren Grundlage der jeweilige Glaube an bestimmte transzendente (überirdische, übernatürliche, übersinnliche) Kräfte[2] und damit verbundene heilige Objekte ist,[A 1] die nicht im Sinne der Wissenschaftstheorie bewiesen werden können, sondern auf intuitiver Erfahrung beruhen.

Diesen Begriff muß man etwas allgemeiner anwenden, als Du es formuliert hast. Allerdings denke ich auch, das persönlicher Glaube und Glaubensbekenntnis einer Religionsgemeinschaft öfter voneinander abweichen.

Aber auch hier gilt es, STETS die Grundlagen/Gründe des eigenen GLAUBENS mit Distanz zu überprüfen - und ich weiß aus eigener Erfahrung, dass dies möglich UND sinnvoll ist. Denn auch hier gilt, das niemand unfehlbar ist und Überzeugungen wegen falscher Gründe falsch sind - was einen Menschen, der dies Ernst nimmt, sehr verunsichern dürfte, denn - und damit kommen wir zum Knackpunkt, den DU bisher nicht erwähnt hast:

Nach meiner Überzeugung versucht jeder Mensch, Einstellungen zu finden, die RICHTIG sind. Nicht nur für ihn selbst. Lediglich vorsätzlich egoistische und skrupellose Menschen mögen dies anders sehen, aber letztlich denken selbst DIESE Personen, ihre Einstellung(en) wäre(n) korrekt, zumindest für sie und ihre Angehörigen. Jeder möchte eine RICHTIGE Einstellung haben, also die auch für andere gilt, nur wenn das der Fall ist, dann versucht diese Person durch Vorbild und/oder Gespräche, auch andere von der Richtigkeit der eigenen Einstellung zu überzeugen.

Sollte dies bei Dir anders sein - ich habe jedoch NICHT den Eindruck - dann wird es Zeit dies zu ändern.

Und in DIESEM SINNE war es auch richtig, dem Fragesteller zu empfehlen, sowohl die eine wie auch die andere Einstellung zu überprüfen, indem die Gründe unter die Lupe genommen werden.

Wer das nicht tut, ist selbst schuld, wenn er falsch liegen sollte.

cheerio.

Antwort
von nowka20, 12

ich verstehe deinen glauben, aber forsche ruhig weiter, ob es noch höhere bereiche gibt!

Antwort
von Vollkornkeks, 36

Nun, wie ich sehe, bist du Atheist geworden, weil du Gott die Schuld dafür gibst, dass deine Mutter an Brustkrebs erkrankte. Und nur, weil sie nicht gesund blieb, hast du deinen Glauben verloren.

In gewisser Hinsicht kann ich dich schon verstehen, weil viele Menschen "Gott die Schuld geben" oder in einer "Krankheit eine Prüfung Gottes" sehen.

Aber ich würde mir eher mal die Frage stellen, ob tatsächlich Gott für all das Leid und Krankheiten verantwortlich ist..... 

"Gott ist für viele ein Himmelskellner - man ruft ihn erst, wenn man was möchte." (unbekannter Autor) Sprich: geht es den Menschen gut, schreiben sie es sich selber zu. Geht es ihnen schlecht, dann rufen Sie Gott.

Kommentar von wildcarts2 ,

Das siehst du wohl falsch (denke ich). Ich sehe dort nicht, dass er Gott die Schuld für irgendwas gibt, sondern nur, dass er nicht verstehen kann, dass es derartiges gibt, wenn es einen liebevollen Gott geben soll. Beides passt nämlich nicht zusammen!

Aber ich würde mir eher mal die Frage stellen, ob tatsächlich Gott für all das Leid und Krankheiten verantwortlich ist.....

Wenn es einen Gott geben würde, wäre er unvermeidbar auch Schuld an allem Leid, an Krankheiten und "Bösem".

Woher sollten diese Dinge denn dann sonst kommen? Haben etwa Menschen daran Schuld, dass ihr Körper durch viele Dinge geschädigt werden kann? Haben sie Schuld an Umweltereignissen, wie Stürmen, Erdbeben etc. (Viele glauben das, ist aber unsinn, da es diese Dinge auch schon vorher gab. Der Mensch hat nur vereinzelt schuld an so etwas, und dass ist dann auch offensichtlich)?

Wenn Gott ALLES geschaffen hat, dann hat er auch die Dinge geschaffen, die von Religionen als "Böse" bezeichnet werden.

Tatsächlich gibt es in der Natur aber kein Gut/Böse. Das ist ein rein menschliches Konzept.

Kommentar von Vollkornkeks ,

@wildcarts2: Zunächst einmal möchte ich sagen, dass ich gottgläubig  bin. Und meiner Meinung nach hat Gottt alles geschaffen. Aber das Böse/Schlechte kommt nicht von ihm. Dafür ist laut der Bibel der Teufel verantwortlich. "Ja, dann hat Gott die Schuld daran, dass er den Teufel geschaffen hat." Wenn man das so sagt, ist es auch falsch! Der Teufel war ursprünglich ein Engel, ein Geschöpf Gottes. Aber dieser wollte selber wie Gott sein und angebetet werden. Durch seine Handlungsweise hat sich dieser Engel zum Teufel, zum Widersacher Gottes, gemacht. Dieser verleitete Eva zur Sünde. Und diese Sünde - weil wir alle Nachkommen von Adam und Eva sind - sind ebenfalls unvollkommen. Wie eine Kuchenform, die eine Delle hat - jeder nachfolgende Kuchen hat diese Delle, die Unvollkommenheit.

Deswegen ist es meiner Meinung nach falsch, Gott die Schuld dafür zu geben, wenn Menschen krank und alt werden und sterben. 

Er duldet lediglich die Schlechtigkeit - nur noch für eine kleine Weile, gem. der Bibel. Dann greift Gott ein und bringt alles wieder ins Lot.

Einem Schüler, der angeblich besser wie sein Lehrer weiß, wie man eine bestimmte Aufgabe löst, wird auch nur eine Zeit lang gewährt, seine Lösung zu demonstrieren. Bringt das nix, wird der Lehrer ihm auch nicht mehr Zeit geben. 

So ist das mit Gott: er gewährt dem Teufel die Möglichkeit, zu zeigen, dass die Menschen ohne Gott viel besser dran sind! Sind sie aber nicht. 

Kommentar von Meatwad ,

Aber ich würde mir eher mal die Frage stellen, ob tatsächlich Gott für all das Leid und Krankheiten verantwortlich ist.

Hat er ja. Und er kam zu der Erkenntnis, daß Gott, da es ihn nicht gibt, komplett unschuldig daran ist. Wenn es ihn gäbe, ja, dann wäre Gott eindeutig schuldig.

Kommentar von DarkSepia ,

"Gott ist für viele ein Himmelskellner - man ruft ihn erst, wenn man was möchte." (unbekannter Autor) Sprich: geht es den Menschen gut, schreiben sie es sich selber zu. Geht es ihnen schlecht, dann rufen Sie Gott.

Es gibt viele Gläubige, die es ihrem Gott zuschreiben, wenn es ihnen gut geht. Dann bedanken sie sich für das Wunder oder behaupten sogar unsere Welt sei perfekt.

Antwort
von steefi, 36

Klar verstehe ich Dich. Ein Gott macht halt Nichts in unserer Welt, das einzige was er kann und macht ist den Leuten die an ihn Glauben einen gewissen Halt zu geben. Ich habe noch nie an Gott geglaubt aber wer das will und mich nicht zwingt es ihm gleichzutun der solls halt machen.

Antwort
von Lukomat99, 59

Wieso fragst du das eigentlich?
Es gibt vieie Atheisten und wir respektieren das.
Und von etwas anderem überzeugen können wir dich ja auch nicht.
Also warum deine Frage?

Mit freundlichen Grüßen

PS: Mein herzliches Beileid🙏🏻

Kommentar von Lukomat99 ,

Danke für das Kompliment😊

Kommentar von wildcarts2 ,

Wer ist "wir"? Gläubige? Nimm es mir nicht krumm, aber mir ist noch nie ein Gläubiger begegnet, der "Atheisten" (richtigerweise Antitheisten) respektiert. Tolerieren (also dulden, obwohl es einem nicht gefällt) ja, aber respektieren (etwas als legitim anerkennen und achten), nein. Das würde auch nicht mit Religion zusammen passen, weil jede Religion Anders/Nichtgläubige als Feinde ansehen muss. Ohne dieses Feindbild funktioniert Religion nämlich nicht.

Kommentar von gottesanbeterin ,


wildcarts2:

"Wer ist "wir"? Gläubige? Nimm es mir nicht krumm, aber mir ist noch nie
ein Gläubiger begegnet, der "Atheisten" (richtigerweise Antitheisten)
respektiert."

Das mag ja sein, wildcats2, auch wenn dir "solche Gläubige" noch nie begegnet sind, gibt es sie trotzdem; du bist nicht der Mittelpunkt der Welt.

Kommentar von Lukomat99 ,

Dann bin ich auch nicht so gläubig wie es scheint.

Immerhin soll Religion die Leute zusammenbinden, eine Gemeinschaft sein und kein Anlass für Hass oder Krieg, finde ich.
Also ich respektiere das ganz klar.
Ich frage mich nämlich auch manchmal.
Aber ganz verstehen tue ich es nicht , aber in deiner Situation schon. Du hast mehrmals gebetet und mehrmals gehofft und geglaubt. So entäuscht zu werden ist hart. Und ich nehme es dir überhaubt nicht "krumm"😜

Kommentar von Lukomat99 ,

Und es gibt immer ein erstes Mal😜

Antwort
von Fantho, 11

Vorerst möchte ich mein Mitgefühl aussprechen, denn Du bist zu jung, um jetzt schon seine Mutter zu Grabe begleiten zu müssen...

Welchen Glauben bitte? Du hast ja keinen mehr...

Außer Du meintest den Glauben an den Atheismus, wobei es sich hier nicht um einen Glauben im religiösen Kontext betrachtet handelt, sondern um eine Überzeugung (von einer Nichtexistenz Gottes)...

Deine Reaktion ist die eines Kindes (was Du ja auch noch bist), das beleidigt ist, weil ihm etwas weggenommen wurde. In diesem Fall ist dieses 'Etwas' ein Mensch, den man Dir 'weggenommen' hat. Zudem noch Deine Mutter, was die Sache sehr schmerzhaft für Dich werden lässt...

Was mich immer wieder erstaunt (obwohl mich dies nicht erstaunen lassen solllte, denn Menschen agieren nun einmal 'emotional') ist immer dieses scheinheilige Glaubensbekenntnis, welche in widersprüchlicher Art und Weise sich kundtun:

Da wird auf der einen Seite Gott als allliebend und allgütig propagiert und beim nächsten Schicksalsschlag diese Ansicht dann wieder verworfen...

ohne Kenntisse der Hintergründe und des Ganzen.

Da wird auf der einen Seite ein Weiterleben nach dem Tod in einem Paradies gepredigt und geglaubt und beim nächsten Schicksalsschlag wird der eigene Verlust höher gestellt als die Freude, dass der geliebte Mensch von schwerer Krankheit erlöst wurde und im Paradies sich befinden könnte..

weil die eigene Trauer um des Verlustes wegen sich gegen die Liebe Gottes entschieden hat...

Deine Handlungsweise ist zwar nachvollziehbar, zeigt aber eines auf: Du warst niemals mit ganzem Herzen von der Allliebe und Allgüte Gottes überzeugt...

weshalb Du auch ganz leicht die Seiten wechseln konntest...

Gruß Fantho

Antwort
von wildcarts2, 19

Ja, ich verstehe dich. Denn Glauben an Götter macht keinen Sinn. Es ist bewiesen, dass alle Götter, von denen Menschen jemals gesprochen haben, auch Erfindungen von Menschen sind. Es gibt keinen Hinweis und auch keinen Grund, um an die Existenz irgendwelcher Götter zu glauben. Schon gar nicht an welche, die an uns interessiert sind, uns helfen, beeinflussen oder uns irgendwas schenken wollen.

Das was dir passiert ist nennt man Realität, Pech und den Lauf des Lebens. Der Tod gehört zum Leben dazu. Wir alle kommen aus dem Nichts und gehen ins Nichts. Richtiger: Wir sind aus unbelebter Biomasse entstanden und werden wieder zu selbiger. Unsere Gedanken, Gefühle etc. sind nur biochemische Prozesse in unserem Gehirn. Wird das Gehirn nicht mehr mit Energie versorgt, zerfallen diese Dinge sofort und unwideruflich.

Daher sollte man sein Leben genießen und weder um Vergangenes trauern noch zu große Sorgen um die Zukunft machen. Das soll nicht heissen, dass man sich Arbeitslos vor die Glotze setzt ;) Es geht um übertriebene Angst vor derm Tod, der Zukunft, der Vergangenheit. Daher lebe in der Realität und der Gegenwart, werde dir bewusst was du willst und scheue dich nicht vor Veränderungen.

Eine Anmerkung noch: DU BIST KEIN ÜBEZEUGTER ATHEIST! So etwas gibt es nicht! Atheismus ist keine Überzeugung, Ideologie oder sonst was. Atheismus ist nichts weiter als das Nichtvorhandensein von Gottglauben. JEDER Menschen kommt als Atheist auf die Welt, also als jemand, der noch nichts von Gottglauben weiss. Sobald er von Religion, Glaube und Göttern hört, verliert er diesen passiven Zustand und muss sich entscheiden, also aktiv werden.

Entweder man wird gläubig oder man ist gegen Gottglauben.

Wenn ich GEGEN Gottglauben bin, dann bin ich ANTItheist (Anti = Gegen, wohingegen die Vorsilbe "A" nur "ohne" bedeutet: "Antitheist = Anti theos = gegen Gott" und "Atheist = a theos = ohne Gott")

Ist es mir egal ob es einen Gott gibt oder nicht, indem ich sage, man könne beides nicht beweisen, und dann ohne Gottglauben lebe, bin ich Agnostiker.

Man kann Antitheisten noch untergliedern in aktive und passive. Aktiver Antitheist zu sein bedeutet, dass man sich mit Religion und Gottglauben befasst und Beweise gegen Gott sucht. Man ist aber auch aktiver Antitheist, wenn man offen gegen Religionen eintritt und deren Fehler bekannt macht. Ein passiver Antitheist ist jemand, der klar sagt, das er davon überzeugt ist das es keinen Gott gibt und er deshalb an nichts teilhaben möchte was religiöser Natur ist.

Ich hoffe ich konnte dir helfen.

Kommentar von Shoami ,

Ja hast mir sehr geholfen👍🏼

Kommentar von wildcarts2 ,

Freut mich. Ich ergänze noch mal:

Wenn du an deine Mutter denkst, dann versuche dich an die schönen Dinge zu erinnern. Die Erinnerung an sie sollte dir immer ein Lächeln aufs Gesicht zaubern und so selten wie möglich Tränen.

Kommentar von gromio ,

Selbstverständlich ist Atheismus eine Überzeugung, DU bist das beste Beispiel dafür und wildcarts2 ebenso.

Und wenn dies DEINE Überzeugung ist, dann ist das so. Ich empfehle Dir allerdings, Deine Überzeugung(en) auch auf den Prüfstand zu stellen, von Zeit zu Zeit.

Lass Dich nicht von irgend jemand in Sicherheit wiege, schon gar nicht von Leuten, die nicht kritisch ihre eigene Einstellung hinterfragen.

cheerio

Antwort
von Andrastor, 31

Erstmal mein herzliches Beileid.

Und ja, deine Reaktion ist durchaus zu verstehen. Ein Gott, vor allem einer der als allmächtig, allwissend und allgütig beschrieben wird hätte es nicht nötig seine Gläubigen auf derart grausame Weise zu testen.

Foglich gibt es entweder keinen Gott oder er entspricht nicht der Beschreibung, was ihn wiederum nicht göttlich macht.

Antwort
von RoentgenXRay, 32

Sei mir nicht böse, aber es interessiert höchstens dir nahestehende Personen odee deine (ehemalige) Kirchengemeinde ob du nun Atheist bist oder nicht. Du lebst in Deutschland und darfst glauben oder nicht glauben was du willst, solange du keinem Schadest oder unserem Grundgesetz widersprichst.

Antwort
von Zoroastres, 3

Warum nur müssen so viele Leute auf die harte Tour zum Atheismus kommen? Tut mir Leid, wegen deiner Mutter

Antwort
von NordischeWolke, 47

Joa und jetzt? Gibt viele ohne glauben. Ist doch okay. Jeder wie er meint. 

Antwort
von Omnivore13, 23

Ich versteh dich. Gott ist unlogisch. Ich hab noch nie an Märchen geglaubt und werde es auch nie tun! Freut mich, dass du nun frei denken kannst.

Kommentar von Garfield0001 ,

unlogisch oder "logisch und ich verstehe die Logik nicht"?

Kommentar von Omnivore13 ,

unlogisch...so wie ich geschrieben habe.

Antwort
von Lenno653, 51

Ich kann das verstehen wie du dich fühlst. Ich persönlich glaube an Gott und ich bin überzeugt davon das Gott sich dazu entschieden hat deine mutter zu sich zu holen. Das ist leider das Leben und er wollte es so. Natürlich kann ich auch deine Meinung zu Gott verstehen da er dir ja ein Großen Teil deines Lebens genommen hat. Ich würde deiner Stelle dem Glauben folgen für den du es auch richtig hälst. Doch sollte es je wieder ein Grund geben an in zu glauben tu es, den das muntert dich wieder auf und stärkt dich. LG

Kommentar von Meatwad ,

Ich persönlich glaube an Gott und ich bin überzeugt davon das Gott sich dazu entschieden hat deine mutter zu sich zu holen.

Aus welchen Beweggründen? Was will er mit ihr anstellen?

Kommentar von alexander329 ,

Lass dich überraschen - vieles versteht man als mensch erst, wenn es geschehen ist. Aber bedenke-Gott hat den Überblick und will immer das Gute für uns.

Antwort
von Snaaz, 42

Ich verstehe die voll und ganz.Ich bin zwar ein Muslim,jedoch verstehe ich deine Situation zu 100% und kann alles nachvollziehen,wieso du denn nicht (mehr) an einen Gott glaubst.

Kommentar von Shoami ,

Ok danke

Antwort
von 666Phoenix, 3

Na klar, verstehen alle normal denkende Menschen Deine Glaubensentwicklung!

Was soll ein solcher Gott, wenn er den Menschen, den man liebt, elendig verrecken lässt (Pardon, das ist zwar grob, aber realititätskonform!).

Dass Du nicht mehr an Gott glaubst (ich denke, auch mit 14 war Dein Gottesglaube mehr ein Witz!), ist eine ganz normale Entwicklung. 

Kein Mensch braucht ihn - objektiv gesehen! 

Antwort
von Neuter, 47

ja ich versteh dich schon, weiss aber nicht genau warum du die hilfe der community brauchst

Kommentar von Shoami ,

Wollte die Meinung anderer hören weil viele sagen das das kein Grund sei Atheist zu werden

Antwort
von Barolo88, 55

ich bin über 50 und hab noch nie an einen Gott geglaubt,  falls dir das hilft. Es gibt nämlich keinen .

Antwort
von AdamKosumov, 39

Warst du davor Christ?

Kommentar von Shoami ,

jo

Keine passende Antwort gefunden?

Fragen Sie die Community