Frage von lovelygirl1995, 66

Könnt ihr mal über meine Bewerbung schauen(Kauffrau)?

Bewerbung um einen Ausbildungsplatz als kaufmännische Angestellte

Sehr geehrte Damen und Herren,

vom 01.09.2015 bis zum 01.08.2019 war ich als Produktionshelferin in Ihrer Firma angestellt. Da es mir in Ihrer Firma sehr gut gefallen hat, bewerbe ich mich um einen Ausbildungsplatz als Kaufmännische Angestellte. Ich bin davon überzeugt, dass ich Ihren Anforderungen gerecht werde und mich als Arbeitskraft gut in Ihr Team integrieren kann.

Am 19 Juni 2015 habe ich die Oberstufe der Gesamtschule Porta Westfalica mit dem Abitur verlassen.

Ich interessiere mich sehr für kaufmännische und verwaltende Tätigkeiten. Der Beruf der kaufmännischen Angestellten entspricht genau meinen Vorstellungen, da er sehr vielseitig ist und verschiedene Bereiche wie Einkauf, Personalwesen, Rechnungswesen und Marketing miteinander verbindet. Zudem findet sich in diesem Beruf eine Mischung aus Einzel-und Teamarbeit wieder, welche mir sehr zusagt. Der Kontakt mit Menschen und das Arbeiten im Team macht mir großen Spaß. Arbeitsabläufe zu organisieren und durchzuführen kann ich mir sehr gut in meiner beruflichen Zukunft vorstellen. Zu meinen Stärken zähle ich Zuverlässigkeit, Zielstrebigkeit und Fleiß. Ich bin ein flexibler und vielseitig interessierter Mensch, der stets freundlich und motiviert ist.
Meine Aufgaben erledige ich engagiert und gehe ihnen mit großem Eifer nach. Natürlich sind Pünktlichkeit, Eigeninitiative und Lernbereitschaft für mich selbstverständlich.
Wenn Sie mir in diesem gefragten Ausbildungsbereich eine Chance geben,können Sie sicher sein,dass ich mich mit meinem ganzen Engagement in Ihr Unternehmen einbringen werde.

Über die Einladung zu einem persönlichen Vorstellungsgespräch freue ich mich sehr .

Mit freundlichen Grüßen XXX

Antwort
von Deponentiavogel, 29

Das ist typisches Bewerbungsgewäsch. Du wirst es nicht glauben, aber ich gehe von der Theorie aus, dass der Inhalt ziemlich unwichtig ist; es geht um Qualifikationen, und wenn die Qualifikationen mit denen der Konkurrenten übereinstimmen, muss man anders herausstechen.

Am besten, indem du dich in deiner Sprache abhebst. Alle Bewerbungen klingen gleich. Wenn ein Bewerbender – und das ist so vom Belt bis an die Ätsch – das leere Worddokument, das mit einer Bewerbung gefüllt werden muss, vor sich hat, dann schaltet sein Hirn auf Zombiemodus. 

Plötzlich klingt alles gleich: Da ich mich gerne mit Kindern befasse, gehört diese Arbeit zu meinen Stärken. Gerne bin ich auch mit anderen Menschen zusammen, da ich sehr teamfähig bin …

Und dann solche Sachen: Der Kontakt mit Menschen und das Arbeiten im Team macht mir großen Spaß. – Der Kontakt mit Menschen macht dir Spaß? Mein Gott, du bist ein Homo sapiens sapiens, du brauchst den Kontakt mit Menschen, er ist essenziell. Eine Runde Pingpong kann dir Spaß machen, aber nicht der Kontakt mit Menschen. Kommst du von einem fernen Planeten, Herrgott? Ich glaube, du hast verstanden.

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Ich picke mal ein paar stilistische Mängel als exempla heraus.

– Ich interessiere mich sehr für kaufmännische und verwaltende Tätigkeiten. Der Beruf der kaufmännischen Angestellten entspricht genau meinen Vorstellungen, da er sehr vielseitig ist und verschiedene Bereiche wie Einkauf, Personalwesen, Rechnungswesen und Marketing miteinander verbindet. 

Alles wird in Bewerbungen mit da es so und so ist … begründet. Hier wäre ein Doppelpunkt erfrischend.

Neu: Der Beruf der kaufmännischen Angestellten entspricht genau meinen Vorstellungen: Er verbindet Bereiche wie Einkauf, Personalwesen, Rechnungswesen und Marketing. Die nötigen kaufmännischen und verwaltungstechnischen Qualitäten interessieren mich am meisten, ich beherrsche sie aber auch sehr gut.

Wow, jetzt haben wir Anlass, Interesse und Stärken im Dreischritt zusammengefasst.

– Zudem findet sich in diesem Beruf eine Mischung aus Einzel- und Teamarbeit wieder, welche mir sehr zusagt. Der Kontakt mit Menschen und das Arbeiten im Team macht mir großen Spaß. 

Restlos raus damit. Im Beruf gibt es nur Einzel- oder Teamarbeit. Schön, dass dir Arbeit generell gefällt. Das ist aber nichts, was Eingang in den Lebenslauf finden sollte. Über den zweiten Satz habe ich mich schon ergossen.

Arbeitsabläufe zu organisieren und durchzuführen kann ich mir sehr gut in meiner beruflichen Zukunft vorstellen. Zu meinen Stärken zähle ich Zuverlässigkeit, Zielstrebigkeit und Fleiß. Ich bin ein flexibler und vielseitig interessierter Mensch, der stets freundlich und motiviert ist. 

Okay, jetzt kommt die schlafmittelähnliche Aneinanderreihung von persönlichen Stärken. Raus damit, das sagt nichts aus. Man sollte nicht so mit abstrakten Begriffen um sich werfen, vor allem wenn sie ausgehöhlt wie das Tal der Könige sind. 

– Meine Aufgaben erledige ich engagiert und gehe ihnen mit großem Eifer nach. Natürlich sind Pünktlichkeit, Eigeninitiative und Lernbereitschaft für mich selbstverständlich.

Sie sind sogar so selbstverständlich, dass sie in einem Bewerbungsschreiben nichts zu suchen haben.

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Das ist in einem Bewerbungsschreiben wichtig, wie ich die Sache sehe.

Eingangsformeln. Die Anrede muss an eine bestimmte Person gehen. Informiere dich.

Warum bewerbe ich mich? Das haben wir mit einem Absatz prägnant zusammengefasst.

Was sind meine Erfahrungen und wie haben sie meine Arbeit und meine Arbeitseinstellung beeinflusst? Das kannst nur du beantworten.

Spezielle Qualifikationen, die aus der Masse herausstechen? Dito. 

Abschiedsformeln. Sind dir gelungen.

Antwort
von blackforestlady, 38

Da fehlt die persönliche Anrede, diese in Erfahrung bringen und diesen dann direkt anschreiben. Der Einleitungssatz ist unnötig, die wissen das doch schon anhand der Unterlagen. Es gibt bessere Einleitungssätze, die einem Chef dazu auffordert weiter zu lesen. Zu viele Sätze die mit ICH anfangen, maximal nur einmal benutzen.Die Aufgaben brauchst Du nicht zu beschreiben, total überflüssig.  Wörter wie Spaß usw. gehören in keiner Bewerbung., die Ernsthaftigkeit für diesen Beruf fehlt dann. Im großen und ganzen ist die Bewerbung zu lang und nichtssagend. Ein Chef oder Personaler nimmt sich maximal zwei bis drei Minuten Zeit eine Bewerbung zu lesen und sie zu analysieren. In diesem Zeitraum entscheidet alles.

http://www.ausbildung.de/ratgeber/bewerbung/anschreiben/

Antwort
von DolIarDon, 30

1.) Abitur absolviert (positiv)

2.)  Bereiche wie Einkauf, Personalwesen, Rechnungswesen und Marketing miteinander verbindet.

=> Ein Bereich weiter Ausführen: 

3.) Teamarbeit... weil du vllt im Sportverein in einer Mannschaft gespielt hast, persönlicher werden

4.) Arbeitsabläufe zu organisieren und durchzuführen kann ich mir sehr gut in meiner beruflichen Zukunft vorstellen.

=> weil du selbst schonmal organisiert hast:

Erfahrung aus deinem Leben, wo du eine erhebliche organisatorische Leistung erbracht hast. Zum Beispiel 40 Leute angeführt. Training mit Kindern ...

5.) Was will das Unternehmen ? Es muss klar werden bzw. wortwörtlich geschrieben werden, das du einen Mehrwert für das Unternehmen liefern wirst. 

"Wenn Sie mir in diesem gefragten Ausbildungsbereich eine Chance geben,können Sie sicher sein,dass ich mich mit meinem ganzen Engagement in Ihr Unternehmen einbringen werde.
"

eine Chance geben (hört sich eher negativ an)

=> Mein Engagement und meine Stärken suggerieren einen Mehrwert für Ihr Unternehmen. Ich werde mich schnell integriert und eingearbeitet haben und durch meinen Ehrgeiz und meine Zielstrebigkeit stets die Erwartungen zu übertreffen versuchen. Ich arbeite gerne und habe Spaß an kaufmännischen Tätigkeiten, was auch der Grund ist, weshalb ich stets hoch motiviert und zielorientiert bin.

Ich würde Sie gerne persönlich in einem Vorstellungsgespräch von mir überzeugen. 

8.) Soziales Engagement ->Ich habe bei xy Verantwortung übernommen, (zuverlässig) 

9.) Bonuspunkte strategisch: Kenne den Personalchef (meistens)

Wenn Vater mit Kind (Sohn): Relation herstellen. In meiner Freizeit bin ich Babysitterin. Ich passe auf den kleinen Max auf und verbringe gerne Zeit...

Viel Erfolg und einen guten Einstieg ins Berufsleben

Grüße aus Frankfurt

Kommentar von Deponentiavogel ,

Suggerieren einen Mehrwert für ihr Unternehmen? Schlechter kann man eigentlich gar nicht schreiben.

Antwort
von OnkelSchorsch, 34

Bisschen viel Worte, aber was soll's. Der Chef schaut eh auf die Zeugnisse und wenn die okay sind, ist das am wichtigsten.

Betone eventuell noch, was du in der Firma gemacht hast und wieso es dir da gefallen hat. Nicht so blabla wei in deiner floskelreichen Textwand, sondern ganz konkret anhand der Tätigkeit, die du dort ausgeführt hast.

Antwort
von CreativeBlog, 9

Guten Tag,

ansich beschreibst du viel (was auch gut ist) aber das ist viel zu viel. Zum Beispiel von 01.09 bis zum xxx gehört nicht in das Anschreiben. Das gehört in den Lebenslauf. Aber die richtung ist schon inordnung.

Schreib nur das wichtigste. Denn die meisten lesen das nicht durch, wenn das so viel ist. Das dir das Arbeiten z.B spaß macht ist schön, aber das will das Arbeitgeber in der ersten Hinsicht nicht. Er will, dass du das kannst (natürlich mit spaß) aber nur aus Spaß stellt einer einen nicht ein.

Viel Erfolg

Mfg

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