Frage von Jerichmed, 133

Könnt ihr ein Elektroauto empfehlen?

Ich fahre mein altes Auto noch so lange wie es geht. Schätze 3 Jahre habe ich mindestens noch wenn ich in einem Jahr durch den TÜV komme.

Mein nächstes Auto ist definitiv ein Elektroauto, sehr einleuchtend warum: https://www.youtube.com/watch?v=75-l7SztRqw Habe mir des TESLA S ausgeliehen, und will nie wieder zurück zu einem Verbrenner...

Nur der TESLA Model 3 ist mir mit 35.000 Euro zu teuer, kaufe ich vielleicht mal gebraucht wenn der Preis unter 25 fällt.

Vielleicht wähle ich den Nissan Leaf. Habt ihr Empfehlungen?

Längere Strecken als 100 Kilometer fahre ich selten, und für diese Fälle würde ich mir einfach einen "alten Verbrenner" ausleihen. Für die paar mal im Jahr rechnet sich das.

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von dagobert68219, 86

die antwort ist eigentlich ganz einfach:

wenn du noch 3 jahre zeit hast, würde ich ein tesla model 3 als jahreswagen einplanen - der vorteil des superchargerladenetzes ist unbezahlbar (supercharge.info) und die 25.000.- sollten dann auch passen
....bis dahin bekommst du dann aber auch model s für das geld, wenn der dir nicht zu gross ist (ca. 5 x 2,20m)

muss es etwas schneller gehen: ford focus electric, nissan leaf oder e-smart als gebrauchte modelle... z.b. bei mobile.de suchen
den vorteil einer gut ausgebauten ladeinfrastruktur hast du dann aber (zumindest momentan....) nicht

der vorteil einer guten ladeinfrastruktur ist, jederzeit in nahezu alle richtungen fahren zu können ohne grossartig planungen anzustellen und das bietet dir nur tesla - OHNE dir gleichzeitig das geld für die ladestationen aus der tasche zu ziehen (siehe staatliche subventionen für das völlig überflüssige ccs-ladesystem der brd-anti-e-auto-lobby)

und nochwas zum "verbrenner ausleihen"..... wenn du mal eine zeitlang e-auto gefahren bist, wirst du nicht mehr freiwillig ein so einen dinosaurier einsteigen wollen - auch nicht für kurze strecken.... !

von renault bin ich persönlich mehr als geheilt - die "masche" mit dem mietakku ist echte kundenverarsche - du kommst aus der miete nie raus und renault lässt keine alternative (kauf) zu, im gegensatz zu smart und nissan
die akkus sind inzwischen so gut, dass diese bei guter pflege das alter des fahrzeugs erreichen können - aber durch die miete gehört dir dein fahrzeug nie , da die renault-bank immer den daumen drauf hat, entsprechend schlecht lässt sich das fahrzeug dann weiterverkaufen und du hast zusätzlich eine km-limitierung, wenn du da drüber kommst, wird es noch teurer

vor renault und seiner bank kann ich dich nur eindringlich warnen !

Kommentar von Jerichmed ,

und nochwas zum "verbrenner ausleihen"..... wenn du mal eine zeitlang e-auto gefahren bist, wirst du nicht mehr freiwillig ein so einen dinosaurier einsteigen wollen - auch nicht für kurze strecken.... *************************************************
Da reicht es wenn man sich für 2 Tage einen TESLA ausleiht, habe ich gemacht.
Danach erkennt man zwischen einem Mercedes und einem Holzvergaser-Auto keine nennenswerte Unterschiede mehr...
Wer das Geld hat und heute noch 80.000 oder mehr für einen schwerfälligen Verbrenner ausgibt..kann ich nicht verstehen.
Die Stinker sterben und das ist gut so, schau mal auf Youtube "Lars Thomsen". Zukunftsforscher, der kennt sich aus!

https://www.youtube.com/watch?v=75-l7SztRqw

Der Mietakku ist Mist, ja. Wenn die wenigstens die Möglichkeit bieten würden diese wie Pfandflaschen an Tankstellen auszutauschen! Die Idee wäre fast so gut wie die Supercharger.

Antwort
von Pauli010, 76

Hallo,

also

1. - Entscheidung kann hier keiner treffen, auch Empfehlungen sind schwierig. Kaufentscheidung ist ein Mix aus Anschaffungspreis, Unterhaltskosten und Nutzbarkeit.

2. Diese Dinger sind viel zu teuer - es sei denn, mann sieht sich bei den Franzosen um.

3. Nicht mehr als 100 km ist schon mal ein Positiv-Kriterium, wenn keine erheblichen Steigungen auf der Fahr-Strecke sind, das Auto in den kalten Jahreszeiten (unter 5 Grad C) mindestens an einem Ende in einer 'warmen' Garage steht und damit auch (warm) geladen werden kann. [Laternenparker ohne Steckdose sind hier schlecht dran.]

4. TESLA ist kein Kriterium, da kein Gebrauchsauto; der Kangoo von Renault hingegen ist ein 'Caddy', - falls dies eine Rolle spielt.

5. Alles, was auf dem Markt ist, ansehen, die Händler befragen (wenn sie fachkompetent sind (!)) und Probefahren. Testberichte lesen. Und dann Preisvergleich (Anschaffung / Akku-Miete).

6. Wichtig ist auch, wie man nach Hause kommt, wenn man mal liegenbleibt.

Beim Verbrenner kann man an einer Tankstelle einen Treibstoffkanister auffüllen oder man hat sowas dabei. Beim E-Auto wirds hier sehr dunkel.

Und das Liegenbleiben kommt unerwartet und unabwendbar: Ich will nach Hause fahren,- 40 km - und hab noch Kapazität für 60 km. Es ist kalt, Strecke ist eben. Plötzlich eine unerwartete Umleitung (Wasserrohrbruch, Straßenkirchweih, größere Unfallstelle etc.). Die Umleitungsstrecke beträgt zusätzlich 25 km, es liegen zwei Steigungen drin - Sense. Zumindest macht man den Akku kaputt, wenn er bis zum Schluss ausgelutscht wird.

Ein 'Horror-Szenario'? Nein - alles schon passiert; that's Life.

Erste Hilfe ist da ein gutes Navi, das man mit Alternativ-Routen füttern kann - auch inclusive einer Strom-Tank-Möglichkeit.

Und was ich im Stadtverkehr gelernt habe (hat jetzt nichts mit der Auto-Marke zu tun):

Ich fahre nicht mehr aufs Geradewohl kreuz und quer, sondern ich plane meine Besorgungen, ich führe Ringfahrten aus, telefoniere auch vorher die Anfahrstellen an und lasse evtl. bestimmte Anfahrpunkte dementsprechend aus.

Dieses Verhalten lässt sich doch bereits mit einem Verbrenner realisieren ....

Viel Glück bei der Kaufwahl!

Tschüss


Kommentar von dagobert68219 ,

also hallo !

1. ok

2. super sache.... dafür hast du jeden monat eine saftige batteriemiete an der backe und nach jahren gehört dir nichtmal der akku - eine miese nummer - stösst mir gerde beim renault-twizy bitter auf !!!

3. die reichweite der meissten e-fahrzeuge bricht massiv ein, wenn es kalt wird - nur nicht beim tesla, dieser hat eine klimatisierte batterie, der braucht auch kein "warm" zum laden

4. was ist denn das für ein unsinn ? mein tesla ist seit über 50.000km ein gebrauchsgegenstand ohne fehl und tadel und OHNE batteriemiete - inkl. 1700l "kofferraum"

5. 1-2 jahreswagen haben da schon recht günstige konditionen (smart, leaf, ford focus)

6. was ist denn das für ein kriterium ? - steckdosen gibt es viel mehr als tankstellen - höflich fragen hilft.....

sorry aber in 5 jahren und 70.000 e-km bin ich noch nie liegengeblieben, weder mit zero, twizy, leaf, i3 oder tesla - wobei es mit dem resla echt schwer ist, bei der menge an schnellladestationen (supercharge.info)

Antwort
von Pauli010, 66

Hai, (TESLA)Fans! OK - gegen Erfahrung ist gar nichts einzuwenden. Offensichtlich haben die TESLA-Ing. doch sehr viel Gehirnschmalz und Realisation investiert, um was Brauchbares, Innovatives anzubieten. Ich schreib meine Zweifel in Skepsis - Positives ist stets möglich. Nur - nicht jeder kann sich ein 100k€-Fahrzeug leisten und ich vergleiche nicht Twizzy mit TESLA, sondern bestenfalls mit E-Kangoo als Alltags-Fahrzeug. Deutsche Produzenten sind Falschspieler und gehen fremd - inländig Wahnsinnspreise, ausländig Joint-Ventures und großer Umsatz. Wer macht den Hauptfehler? Die Politik, die das nicht richtig checkt. Oder spielt sie mit den Etablierten und unterstützt deren Gewinn-Maximierung? Falls letzteres richtig ist, erspare ich mir jeglichen Kommentar ...

Kommentar von dagobert68219 ,

wenn man sieht, mit wem unsere politiker an entscheidungstischen sitzen, kann man sich wirklich jeden kommentar ersparen - das spricht bände.....

es sind ja nicht nur die irren preise, die deutsche hersteller für ihre vehikel aufrufen - es ist schon eine katastrophe, dass die e-mobile zu zweitfahrzeugen und kurzsstreckenseifenkisten reduziert werden

dazu kommt noch die völlig überflüssige eigenentwicklung: ccs-ladestandart den wirklich NIEMAND braucht

hoffentlich macht tesla mit dem "volksmobil" model 3 alles richtig ! (2016 / 2017)

Antwort
von xXNachtschatten, 19

Na, ich meine, die richtige Antwort wäre gewesen, den Alten in 3 Jahren zu verstromen...
kommt drauf an, was für ein Modell das ist und warum der TÜV Euch scheiden will...
ansonsten wuerde ich mal den VW Golf3 als Citystromer anschauen.
Um tiptechnisch noch was grosses zu reissen empfehl ich Dir noch eine Handyapp, bei der Du, bis in 3 Jahren ermittelst, welche tägliche Durchschnittsstrecke Du so absolvierst...
dann suchste ein Fahrzeug oder lässt Dir ein passendes konfigurieren, denn genau da wirst Du den wirtschaftlichen Vorteil erzielen.

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