Frage von Haui1989, 247

Können wir uns unser Haus leisten (Laufende Kosten)?

Wir (sie 22 er 26) haben Ende Januar ein Haus vollfinanziert. Kosten monatlich 650€ inkl. Risikolebensversicherung. Nettoeinkommen Ca. 2.700€. Kann jemand aus Erfahrung beschreiben ob das zu stemmen ist? Ich hab immer mehr schlaflose Nächte deswegen. Anfangs fester Überzeugung, aber diese schwindet immer mehr. 2 Autos, ein Raucher. Besonders besorgt machen mich die Nebenkosten. Strom, Heizöl, Steuer, wartungs und Reparatur kosten...... Ich hoffe hier findet sich jemand zum mit zu sprechen, oder Augen öffnen....

Antwort
von bluevil, 176

Mit Sorgen lassen sich schwer gute Entscheidungen treffen! Also rein zahlenmäßig sollte sich das ausgehen. Wichtig, legt Euch von Anfang etwas zurück, einerseits Rücklagen fürs Haus (immer - jedes Monat!), Rücklagen für Urlaub und Geschenke (wenn es geht - und wenn es mal nicht geht, dann spart ihr halt an diesen Dingen), dann ist das alles auch leichter zu stemmen. Weil ehrlich, eine Wohnung mieten zu zweit, da wärt ihr doch auch gleich bei der Summe der monatlichen Kosten.

Ihr seid beide noch jung, je nachdem wie ihr den Kredit gewählt habt, zahlt ihr jetzt in den nächsten Jahren bedingt durch Inflation "immer weniger", es ist aber eher so, dass ihr in den nächsten Jahren eher mehr verdient (Inflationsanpassung, vielleicht könnt ihr beruflich auch aufsteigen). Also es wird immer leichter stemmbar. Wenn jetzt die Waschmaschine kaputt geht, dann werdet ihr vielleicht eher ein günstiges Modell wählen als das Super-Überdrüber-Ding und ein Riesen-Schwimmbecken ist heuer wohl auch noch nicht drin, aber nach und nach kann man sich auch solche Herzenswünsche erfüllen. Natürlich können auch mal blöde Dinge passieren, aber auf alles kann man sich nicht vorbereiten und die Hürden des Lebens werdet ihr lösen, wenn sie da sind.

Genießt Euer Haus, ihr habt Glück etwas gefunden zu haben, dass sich mit so einer geringen Summe finanzieren lässt (ich habe bisher viel in Städten gewohnt, da zahlt schon mal fast EUR 1.000,- kalt für eine hübsche Wohnung zu zweit und hat weder Haus noch Garten)

Kommentar von Haui1989 ,

Endlich mal eine klassifizierte Auskunft, die nicht direkt persönlich oder die "Kristallkugel". Alle rechnen uns ein gutes Gelingen vor. Nur ich mach mir anscheinend viel zu viele Gedanken. Danke dir... 😊👍🏻

Kommentar von bluevil ,

Natürlich ist es wichtig, Dinge genau zu durchdenken und umsichtig zu sein (ich habe immer einen Plan B, Plan C, ...). Ergründe doch einmal genau, was Dir Sorgen macht: einen Kredit zu haben? (Und Dich auf absehbar längere Zeit verschuldet haben?) Schicksalsschläge? Unwegbarkeiten? An einen Ort länger gebunden zu sein? Die vielleicht "zu schnelle" Entscheidung??? Sorgen sollte man Ernst nehmen, sich aber auch möglichst nicht hineinsteigern und rational abwägen was Sache ist und dann weitere Schritte vornehmen. Unausgeschlafen und sorgenvoll ist keine gute Ausgangslage für die Ausgabenplanung der nächsten Monate.

Antwort
von Samika68, 179

Bei Eigentum ist immer auch zu bedenken, dass Du nicht mal eben den Vermieter anrufen kannst, wenn z. B. die Heizung nicht mehr funktioniert... Im Haus ist regelmäßig irgendwas zu erneuern, oder auch zu reparieren. Ausserdem seid Ihr noch jung...wie sehen die finanziellen Verhältnisse aus, wenn Ihr mal Kinder habt...?

Kommentar von Haui1989 ,

Kinder sind zur Zeit kein Thema. Denke da bleibst auch langfristig bei.

Kommentar von Samika68 ,

Ich empfehle Dir eine detaillierte Liste von Einnahmen und notwendigen Ausgaben zu erstellen. Alle laufenden Kosten zgl. "Notgroschen", damit Du was auf der Seite hast, falls z.B. eine Reparatur fällig ist. Wenn sich die Kosten nur knapp mit den Einnahmen decken, würde ich es lassen.... Das nimmt dir irgendwann die Luft zum atmen...

Antwort
von franneck1989, 167

Ist das euer gemeinsames Nettoeinkommen? Falls ja, könnte es eng werden, wenn durch Nachwuchs, Krankheit o.ä. ein Einkommen wegfallen sollte.

Ansonsten klingt das erstmal halbwegs okay, aber es weiß hier ja niemand, was ihr sonst so für finanzielle Belastungen habt. Ganz wichtig sind auf jeden Fall Rücklagen in Höhe von mehreren tausend Euro, sonst kommt ihr schnell bei ungeplanten Ausgaben unter die Räder.

Kommentar von Haui1989 ,

Ja, netto einkommen. Sind aber durch die Risikolebensversicherung so versichert, das bei Krankheit, Arbeitslosigkeit o. ä. Ein Teil durch diese Versicherung getragen wird. 

Kommentar von franneck1989 ,

Dann ist das offenbar eine Restschuldversicherung und keine Risikolebensversicherung

Antwort
von hilflos99, 142

sind die 650.-- mit 1% Tilgung? Dann zahlt ihr in 50 Jahren immer noch

Antwort
von oliberlin, 177

Sorry, meine Kristallkugel ist mir vor lauter Schreck runtgefallen, als ich Deine Frage gelesen habe.

Mal Ernsthaft: Nimm Eure Einkünfte, ziehe die laufenden Kosten für Haus, Lebenshaltung und so weiter ab und beantworte Dir die Frage einfach selbst.

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