Frage von Saftladen97, 35

Können wir eine Pflegschaft/Adoption in Betracht ziehen?

Hallo. Ich bin 18 Jahre alt und mache gerade meine Ausbildung als Elektriker. Ich wohne bei meiner 53-Jährigen Mutter in einer 3-Zimmer Wohnung. Ich bin leidenschaftlicher Fußballtrainer und habe nun ein Problem. Vor kurzem fragte mich ein Ex-Spieler (13 Jahre alt) ob er nicht bei mir wohnen könnte. Kurz zu ihm: Seine Mutter Alkoholikerin. Seit dem der Jungs 7 ist, musste er immer wieder ins betreute Wohnen, was er eigentlich nicht will. Momentan bei seiner Oma, die kann ihn aber nicht auf die dauer halten, da sie schon ziemlich alt ist und der Jungs nun mal auch Schulische, Selischen, und allgemeinen Beistand braucht. Schulisch ist der Jungs im 2-3er Bereich, also gut!

Zu uns: Meine Mutter hat mich und meinen nun 28-Jährigen Bruder ALLEINE Groß gezogen und wir leben derzeit wie gesagt in einer 3 Zimmer Wohnung. Ausreichendes-Mittelmäßiges Einkommen (Also für 3 Personen langt es). Genug Zeit ist für den Jungen auch da. Meine Mutter würde die offizielle Pflegschaft übernehmen, ich denke aber, das ich als großer Bruder eine wesentlichere Rolle spielen werde. Junge hätte ein eigenes Zimmer, eine Schule die 5 Minuten weit weg ist (Elite Sport Schule) Der Junge ist nämlich Sportlich (FUßball) gut begabt.

Jetzt ist die Frage, würde uns das Jugendamt die Pflegschaft geben?

LG

Antwort
von Turbomann, 24

@ Saftladen97

In Betracht ziehen könnt ihr alles und vieles, aber die Entscheidung liegt beim Jugendamt und anderen Stellen.

Dort könnt ihr euch hinwenden und wenn der Junge bereits mehrmal im Betreuen Wohnen war, dann kennt das Jugendamt sicher auch die Familie.

Kommentar von Saftladen97 ,

Ja, so sehe ich das auch.
Es geht mir lediglich um die Umstände. Ich kenne einen ähnlichen Fall. Der Junge hasst halt dieses betreute wohnen... Aber vielen Dank für deine Meinung!

Antwort
von DanielGol, 31

Frag das Jugendamt, ich persönlich finde diese Aktion sehr gut! ich denke auch dass es klappen wird. viel glück!

Kommentar von Saftladen97 ,

Okay, vielen Dank für deine Meinung!

Antwort
von diroda, 12

Einfach mal beim Jugendamt erkundigen. Ich bezweifele aber das du/ihr geeignet seid.

Kommentar von Saftladen97 ,

Okay, danke für deine Meinung. Warum aber, glaubst du das?

Kommentar von diroda ,

Du bist mit 18 Jahren zu jung, hast keine Erfahrung mit dem Umgang mit "Alkoholgeschädigten" Kindern/Jugendlichen, nicht genug Platz in der Wohnung. Mitleid allein reicht nicht. Außerdem ist das Jugendamt nicht bereit euch 800 Euro Pflegegeld an euch zu zahlen wenn das Kind/der Jugendliche bereits, wahrscheinlich kostenlos, bei der Großmutter untergebracht ist. Ich habe 8 Jahre Erfahrung in der freien (vom Jugendamt unabhängigen) Jugendhilfe. Trotzdem kannst du dich beim Jugendamt erkundigen denn die externe Unterbringung/Pflegschaft sind immer Einzelfallentscheidungen.

Antwort
von Brenneke, 30

Da kann euch nur ein fachmann richtig beraten

Aber warum nicht ich denke das würden die probieren wenn der junge das möchte

Kommentar von Saftladen97 ,

Vielen Dank für deine Meinung!

Antwort
von angy2001, 29

"ich denke aber, das ich als großer Bruder eine wesentlichere Rolle spielen werde"

Das würde ich beim Jugendamt aber nicht verlauten lassen. Deine Mutter wird die Pflegschaft übertragen. Du bist dann der "große Bruder", aber nicht für ihn verantwortlich. Ob sich das mit deiner Trainerrolle wirklich verträgt - da wäre ich skeptisch.

Kommentar von Saftladen97 ,

Ich bin nicht mehr sein Trainer!

Das ist aber, weil er aufgehört hat (wegen der Geschichte)

und weil ich den Verein gewechselt habe.

Kommentar von angy2001 ,

Hier kannst du mal mehr über die Voraussetzungen zur Übertragung einer Pflegschaft lesen. http://www.pfad-bv.de/dokumente/Wissensdatei/Voraussetzungen%20Pflegschaft.pdf

Antwort
von ErsterSchnee, 35

Warum fragst du das Internet und nicht das Jugendamt?

Kommentar von Saftladen97 ,

Weil ich erstmal ein paar Meinungen hören wollte :)

Kommentar von ErsterSchnee ,

Ich meine "nein". Und nun? Gibst du von vornherein auf? Oder versuchst du es trotzdem?

Kommentar von Saftladen97 ,

Ich werde mir weitere Meinungen anhören und werde es egal was passiert, versuchen!

Kommentar von ErsterSchnee ,

Also nochmal: Warum fragst du nicht das Jugendamt? Da müsst ihr doch sowieso hin!

Kommentar von Saftladen97 ,

Das werden wir dann noch machen, mein Gott, wollte nur Meinungen!

Kommentar von Turbomann ,

@ Saftladen97

Genau  die Meinungen von anderen Menschen hilft euch überhaupt nichts, denn die Meinungen haben überhaupt keine Aussagekraft.

Man kann nicht einfach eine Pflegschaft übernehmen wollen, wenn man nicht zur Familie gehört, das ist ein langer hürdenreicher Weg und das Jugendamt würde euch auch genau durchleuchten, das ist der  normale Weg.

Geht zu den entsprechenden Stellen und dann wisst ihr mehr.

Antwort
von uniformhumor, 31

Was sagt denn seine Mutter dazu?

Kommentar von Saftladen97 ,

Sie wäre bereit dazu. Sie ist eine extrem Mitfühlende Person!

Kommentar von uniformhumor ,

Also die Alkoholikerin fände es okay wenn ihr ihr ihren Sohn wegnehmen würdet???

Kommentar von Saftladen97 ,

Der Junge lebt nicht mehr bei ihr und anscheinend kapiert sie es nicht!

Kommentar von uniformhumor ,

Wenn die ihr Einverständnis gibt hast du große Chancen...

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