Können wir eine katholische Trauung in einer evangelischen Kirche durchführen?

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6 Antworten

Das Problem dürfte weniger die Kirche sein als der Umstand, daß die Ehe in der katholischen Kirche ein Sakrament ist und entsprechend eingebunden in eine Liturgie. Dies ist von einer ökumenischen Eheschließung zu unterscheiden. Da aber die Eucharistie Teil der Messe wäre, müßten die entsprechenden Gegenstände zur evangelischen Kirche geschafft werden (und es darf nicht vergessen werden, daß die Transsubstantiation als dauerhaft gilt und die evangelische Gemeinde es sicher nicht witzig fände, wenn am Boden der Kirche herumgemeißelt würde, wenn ein Tropfen Wein nach der Transsubstantiation daneben gegangen sein sollte; kleiner Scherz).


Es gibt zwar Eucharistiefeiern unter freiem Himmel, aber ob ein Pfarrer so flexibel ist, eine KATHOLISCHE Eheschließung in einer evangelischen Kirche durchzuführen, ist unsicher. Allerdings ist eine katholische Eheschließung liturgisch, aber nicht örtlich eingebunden, damit sollte, wenn die Liturgie stimmt, auch eine Eheschließung in einer evangelischen Kirche gültig sein.

Da aber schon mit der evangelischen Gemeinde gesprochen wurde, wäre die eigentliche Hürde zu nehmen: der Wunschpfarrer. Wenn der nicht will ... Aber er sollte zumindest befähigt sein, die Frage der Gültigkeit der Eheschließung zu klären.

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In der Evangelischen Kirche obliegt es zunächst der Entscheidungsbefugnis des örtlichen Kirchenvorstands, ob katholische Trauungen durchgeführt werden dürfen oder nicht. In den meisten Fällen wird das ohne Probleme akzeptiert. Und damit ist automatisch grundsätzlich auch die sogenannte Zession verbunden, die Trauung durch einen Geistlichen durchführen zu lassen, der nicht dem Kapitel der Ortsgemeinde angehört. Allerdings muss diese nichtsdestotrotz beantragt werden, das örtliche Pfarramt ist hierzu der richtige Ansprechpartner.

Die Frage der Gültigkeit stellt sich übrigens nicht. Nach katholischer Glaubenslehre ist die Trauung ein Sakrament, welches sich die Eheleute selbst schenken. An der Wertigkeit der Zeremonie, so sie denn formgerecht durchgeführt wurde, kann also kein Zweifel bestehen.

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Daas Problem haben oft Paare unterschidlicher Konfession, der eine katholisch und der andere evangelisch, dass ein katholischer die nicht trauen will.
Den Grund dafür kenne ich nicht, kann ich auch nicht nachvollziehen, aber ich kenne etliche Paare denen es so ergangen ist.
Die evangelische Kirche ist da irgendwie vernünftiger und weltoffener.

Auf jeden Fall ist die Trauung gültig, auch wenn es nicht der Pfarrer des Wohnsitzes ist.
Für den Staat und die gesetzlichen Folgen ist die standesamtliche Trauung entscheidend. Die kirchliche Trauung ist für viele Gläubige rein aus religiösen Gründen wichtig, hat aber in den seltensten Fällen irgendeine Auswirkung auf das Leben. Es kann nur vorkommen dass ein kirchlicher Arbeitgeber auf eine kirchliche Trauung Wert legt.

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Welche "Reihenfolge" zu nehmen ist? - den Wunschpfarrer ansprechen und mit diesem auch die Frage der Örtlichkeit klären. So hatten wir das damals gemacht. Der "Pfarrer vor Ort" war (von uns) in die ganze Angelegenheit gar nicht einbezogen. Ob das mit einer "anderen (nichtkatholischen) Kirche" hinkommt, ist nicht sicher. Aber ich hatte das Gefühl, dass derartige Ansinnen dann doch relativ wohlwollend gehandhabt werden. 

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Kommentar von FordPrefect
20.07.2016, 06:59

So ist es.

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Kommentar von Smile1992
20.07.2016, 13:46

Hoffen wir es mal :)

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Das ist eine sehr interessante Frage.
Ich würde zuerst mal den gewünschten Priester fragen, ob er das machen würde und ob er das von der Kirche aus darf.
Ab da entscheidet sich alles.
Ich zu meinem Teil weiß nur das keine evangelische Trauung in einer katholischen Kirche vollzogen werden darf.

Wenn die evangelische Kirche aber zustimmt sollte es erlaubt sein und auch gültig, also liegt es wahrscheinlich nur am Pfarrer ob ihr eure Wunschtrauung machen könnt oder nicht.

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Fragt mal lieber die ev. und katholischen Pfarrgemeinden.

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