Indianwolf am 18.03.2009 um 1:25 Uhr
Soll keine Scherzfrage sein!Seit mein Sohn in die Schule geht,fällt mir immer wieder auf,daß einige Kinder mit den gleichen Vornamen auch die gleichen Charaktereigenschaften haben (nenne jetzt mal keinen dieser Namen,damit sich niemand auf die Füsse getreten fühlt). Es gibt z.B. die notorischen Stresser,die "Streber" (soll NICHT negativ gemeint sein),die mit der grossen Klappe,die Ängstlichen etc. etc. Soll heißen:sobald ich den Namen eines für mich bislang unbekannten Kindes höre verbinde ich damit immer gewisse Eigenschaften,die dann meist zutreffen,wenn ich meinen Sohn danach frage.Bei Erwachsenen geht`s mir genauso...gewisse Vornamen erzeugen gewisse Gefühle wie Symphatie oder Antipathie. Das wäre ja verständlich,wenn ich mit dem jeweiligen Namen irgendetwas verbinden würde-aber meistens rede oder schreibe ich beispielsweise mit Jemandem OHNE dessen Namen zu kennen,bilde mir eine Meinung und denke "das ist ein/e typische/r x oder y vom Verhalten her" und wenn ich dann nach dem Namen frage,heißt der/die tatsächlich so. Bilde ich mir das ein oder ist nomen tatsächlich omen?Theoretisch geht das ja gar nicht,denn der Name kommt ja vor der Formung des Charakters und Eltern wissen ja nicht auf den ersten Blick,wie ihr Kind sich mal entwickeln wird.

Liebe/r Indianwolf,
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Die Sache ist evtl. noch viel multidimensionaler, als hier andeutungsweise diskutiert. Möglicherweise hat der unbewußte Verstand des Kindes wie auch der Eltern mehr Einfluß auf den Namen, als allen Beteiligten bewußt ist. Möglicherweise wählt das Kind selbst seinen Namen...
Ich glaube, daß im unbewußten Bereich SYMBOLIK eine große, sehr große, Bedeutung hat. Und daß deswegen auch die Namen eine Bedeutung haben und für die Träger wichtig sind.
Aber das gilt nach meiner Meinung nicht nur für die Vor- sondern auch für die Nachnamen. Auch DIE haben eine - symbolische, wirksame - Bedeutung und motivieren den Träger, sich danach oder dagegen oder irgendwie in Bezug dazu zu entwickeln bzw. zu verhalten.
Überdeutlich wird das m.E. u.a. in den von den Usern gewählten Nick-Namen.
"Name" ist nach früherem Verständnis eine Bezeichnung von Eigenschaften oder Fähigkeiten. Wir kennen das noch von den Indianern. Da hießen Frauen "Morgenröte" oder "Steht-mit-einer-Faust" und Männer "Wind-in-seinem-Haar" oder "Der-mit-dem-Wolf-tanzt". Kennen wir denn noch die tieferen Bedeutungen der Namen, die in Deutschland gegeben wurden/werden? Amadeus, Christiane, Dorothea, Friedrich, Gottlieb, Maria, Philip, Peter, Siegfried, Sophie, Theodor, Viktor?
Wer orientiert sich denn hier und heute noch an den tieferen Bedeutungen dieser und anderer Namen? Wer kennt sie überhaupt??
wim50 am 18. März 2009 05:25 >>> ... motivieren den Träger, sich danach oder dagegen oder irgendwie in Bezug dazu ...
Das trifft den Kern. So ist es, oder das Gegenteil ist der Fall oder irgend was anderes.
heureka47 am 18. März 2009 14:45 Völlig richtig, wim! WAS GENAU geschieht, weiß - bewußt - niemand, aber eines ist klar: völlig wirkungslos bleibt es in KEINEM Fall...
Wenn du dir das genau überlegst, kann das nicht sein.
Man gibt dem Kind kurz nach der Geburt einen Namen ohne zu wissen, was aus dem Kind wird.
Tauchen tatsächlich Charaktereigenschaften bei bestimmten Namen auf, kann das nur Zufall sein.
Das hast du schon richtig erkannt!
Sonst würde man ja seinem Kind von vornherein einen Strebernamen geben.

Ja, das behaupte ich schon seit Jahren. Kevin ist der Dummkopf, Maximilian - der Sohn aus reichem Hause, kriegt aber alleine nichts auf die Reihe, Johannes - der Streber, Sebastian - der Klugscheißer, Thomas - der möchte-gern-Alleswisser, usw.
hoffentlich habe ich jetzt niemanden direkt angegriffen :))
Indianwolf am 18. März 2009 01:33 lol,ja...so ungefähr war mein Gedankengang^^
es ist ja bekannt, dass vornamen eine schichtzugehörigkeit ausdrücken und eltern mit dem namen ihres kindes eine botschaft senden wollen ("wir sind gebildet/alternativ/modern/ganz anders als ihr" bzw "unser kind soll mal cool/gebildet/mächtig/damenhaft/hübsch/selbstbewusst... sein". Und dass Eltern ihre Kinder in ihrem Charakter beeinflussen, ist ja wohl unbestritten. Wenn man das jetzt verbindet... Wobei da natürlich auch viel mitreinspielt, dass man von einem Kevin ein bestimmtes Verhalten erwartet und wenn man dann sowas mal sieht, fühlt man sich gleich bestätigt.
Sorry, ohne Dir auf die Füße treten zu wollen: Ich halte das für absoluten Quatsch. Ein Name sagt nichts aus, bevor Du den Menschen nicht persönlich kennst.

Vielleicht eine "self fulfilling prophecy"? Wie bei Sternzeichen...? Die Frage ist nur: Woher wissen die Kinder, dass Kevin der Chaot ist?

no way, obwohl manchmal es zutrift aber zu einem klitzekleinen teil, schaut man genauer hin ist es nicht so

Ich denke auch wenn man sein Kind nicht gerade Siglinde, Hildegunst, Bartolomäus oder Jesus oder so was nennt hat der Name keinen sonderlichen Einfluss (die oben genannten könnten durch das Auftretende gemobbe zu Folgeschäden führen).

Es lebe das Klischee!
Indianwolf am 18. März 2009 01:35 Ich bin garantiert kein Klischeemensch-davon halte ich rein gar nichts!

Frage doch mal deine Eltern, weshalb sie dir diesen Vornamen gegeben hatten. Die wissen das bestimmt.
Indianwolf am 18. März 2009 01:31 brauch ich nicht,weiß ich ;o)Ich habe einen lateinischen Vornamen,zu dessen Bedeutung ich mich "hinentwickeln" sollte-bin auch ziemlich gedrillt worden in diese Richtung aber dann auf Kontra gegangen.Da der Name sehr selten ist,habe ich leider keinen Vergleichspunkt außer ein paar Prominenten.Und wie die WIRKLICH drauf sind,weiß niemand.

Dann müssten sich die Kinder ja zu dem Namen hin entwickeln. Allein bei der Vorstellung, dass Kinder in Indien "Frankenstein" heißen, lässt mich an der Theorie zweifeln.
Indianwolf am 18. März 2009 01:32 naja,vlt. sind die alle sehr erfinderisch?^^