Können Tiere die Laute von anderen Tieren bewusst imitieren, um zu kommunizieren?

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7 Antworten

Ja, selbstredend tun sie das. Fast alle Tiere kommunizieren miteinander, insbesondere Tiere, die in Sozialstrukturen leben.

Meist ist die Sprache eine Mischung aus Körpersprache (Buckel machen, mit dem Schwanz wedeln, den Kopf senken, Haare aufrichten etc.) und Lauten (Knurren, Bellen, Fauchen, Zwitschern, gurren....). Andere Tiere können das verstehen. In vielen Fällen wird eine Geste erwidert, um z.B. Einverständnis zu signalisieren oder eine Bindung zu stärken, z.B. wenn ein Hund das Hinterteil in die Luft reckt und mit dem Schwanz wedelt, als Spielaufforderung, dann macht der andere Hund das oft nach, um zu zeigen, dass er auch spielen will.

Manche Tiere, wie z.B. Delfine, können anscheinend sogar sehr komplexe Informationen austauschen.

Es gibt auch Tiere, die "Fremdsprachen" lernen können - so können z.B. einige Papageien menschliche Worte situativ einsetzen, z.B. "Gute Nacht" = "Ich will meine Ruhe haben". Auch Schimpansen lernen Zeichensprache, ebenso können Delfine eine Kunstsprache lernen, um mit Menschen zu kommunizieren. In der Natur besteht daran natürlich selten Bedarf. Aber auch untrainierte Tiere können manchmal Fremdsprachen lernen, so lernen z.B. Hunde und Katzen, die lange zusammen leben, manchmal, die fremden Signale zu deuten. Dann weiß ein Hund z.B. dass Schwanzzucken bei einer Katze eine Drohung ist und nicht wie beim Hund ein Zeichen von Freude und Aufregung.


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In der Regel kommunizieren Tiere untereinander über die Körpersprache, aber auch durch sehr verschiedene Laute, die sie von sich geben.

Miauen ist die Sprache, die die Katzen erfunden haben, um sich mit ihren Menschen verständigen zu können, z.B. wenn sie etwas von uns wollen.

Beim Kampf um ein rolliges Katzenmädel, oder um nem Konkurrenten klar zu machen, "hier bin ich", pflegen allerdings Kater sich erst mal anzusingen, bevor es zu einem wirklichen Kampf kommt, oder auch um einen Kampf zu vermeiden.

Wenn eine Katze z.B. durch ein Fenster einen Vogel sieht und sie nicht raus kann, klappert sie mit den Zähnen und keckert und das klingt dann ähnlich wie eine Elster.

Es gibt bei Katzen sehr verschiedene Laute, die sie auch zur quasi Kommunikation mit anderen Katzen von sich geben. Eine Mutterkatze schnurrt, um beispielsweise ihre Babies zu beruhigen.

Eine Katze schnurrt aber auch, um sich selbst zu beruhigen, wenn sie Schmerzen hat.

Und Katzen können wie Hunde knurren, wenn ihnen etwas nicht passt.

Ich denke mal, dass in dem Fall von der Katze Deiner Schwester die Katze schon verstanden hat, was die Katze im Fernseher sagen wollte und hat darauf geantwortet. Allerdings versteht eine Katze nicht, dass die andere Katze ja aus einem Apparat "gesprochen" hat.

Auch meine Katzen reagieren manchmal auf tierische Töne aus dem Fernseher und zwar je nachdem, was sie hören, sehr unterschiedlich oder auch mal gar nicht.

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Es kommt wohl nur sehr selten vor, dass ein Tier eine andere "Sprache" lernt. Aber es ist nicht unmöglich. Papageien schaffen das mit Leichtigkeit und Schimpansen können einfach in Gebärdensprache oder in verschiedenen Zeichen kommunizieren. Sie können mehrere hundert Zeichen erlernen und damit ganze Sätze bilden. Natürlich sind diese Zeichen nicht so kompliziert, wie z.B. die chinesische Schrift. Sie sind eher einfach gehalten in einer simplen Bilderschrift, aber immerhin, die Affen können damit sagen was sie wollen. 

In der Natur läuft das ein wenig anders. Aber auch dort kommunizieren Tiere mit einander. Ein Erlebnis ist mir da ganz besonders im Gedächtnis geblieben. Damals habe ich auf einer frisch gemähten Wiese gestanden. Am gegenüber liegenden Wiesenrand kam ein Fuchs aus den Büschen und ich bin vollkommen regungslos erstarrt, weil ich ihn nicht erschrecken und verscheuchen wollte. Er konnte mich nicht riechen, weil der Wind von ihm zu mir geweht ist. Etwa 3 oder 4 Minuten lang hat der Fuchs am Wiesenrand gesessen und die Wiese beobachtet und geschnüffelt. Aber ich habe mich nicht bewegt und so hat er mich nicht entdeckt. Eine Krähe hat mich sehr wohl gesehen und wollte den Fuchs warnen. Sie war richtig aufgeregt, flog über meinen Kopf und schrie was das Zeug hielt. Der Fuchs hat den Vogel aber nur kurz beachtet und dann ignoriert, weil er die Warnung falsch verstanden hat. Er kannte ja den Warnruf der Krähe und war sich sicher, dass dieser Vogel alle Tiere der Umgebung vor IHM gewarnt hat. Dabei hat der Vogel versucht ihn vor mir zu warnen. Ich habe mich die ganze Zeit wirklich sehr amüsiert und als der Fuchs dann endlich auf die Wiese kam und mit dem Mäusefang loslegte, verstummte die Krähe. Nach dem Motto, wirst schon sehen was du davon hast wenn du nicht auf mich hörst. 

 

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Während, wie KnutschKalmar richtig gesagt hat, ein Großteil des kätzischen Verhaltens über Körpersprache funktioniert, heißt das nicht, dass Katzen nicht auch verbal kommunizieren. So ziemlich alle Katzenartigen tun dies nämlich und das in (auch für den Menschen) sehr differenziert klingenden Lauten. Insofern ist es logisch, dass eine Katze auf eine andere Katze reagiert, da sie ja nicht logisch erfassen kann, dass ein Fernsehgerät ein von den Menschen zur Unterhaltung erfundener Gegenstand ist.

Im Allgemeinen: Selbstverständlich kommuniziert ein Großteil der Tiere auch über Lautbildung miteinander.

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Tiere kommunizieren viel mehr über ihre Körperhaltung und Usstrahlung als mit ihren Lauten. Bei Katzen ist das so, dass die Laute meist nur für uns Menschen gelten da sie die untereinander nicht brauchen und uns somit auf etwas aufmerksam machen wollen.

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ich vermute, dass Tiere eher über Ihre Laute Emotionen übertragen, z.B. wenn die Katze dich anfaucht, heißt das "Hau ab! Ich bin sauer!"

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Das kommt häufig vor. Vor allem bei Insekten, wodurch die Weibchen den Eindruck erwecken, sie seien schon befruchtet oder sie seien ein Männchen, um sexuelle "Angriffe" zu vermeiden.

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