Frage von Zwergenfrau1997, 103

Können Tierärzte rat geben wenn es um Angst geht?

Hallo,

ich hab seit fast 7 Jahren einen Hund, also im Dezember werden es 7 jahre.

Ist ein mittelgroßer Hund so 30-35 Kilo irgendwo dazwischen.

Am Anfang war noch alles super, sie ist super gern Gassi gegangen, ist Beifuß gegangen.

Dann fing es plötzlich an das sie nicht mehr Beifuß lief und zieht seitdem sehr stark, also man meint fast dass sie sich selber erhängt wenn sie so zieht ( sie hat ein geschirr da man sie mit einem Halsband wirklich erhängen würde noch ).

Sie hat ein Trauma ( von kleinen hund gebissen worden 3 mal, da der kleine Hund einfach über den zaun sprang ).

Seitdem meidet sie bestimmte Wege und hat immer panische Angst wenn es in die Nähe von Häuser geht ( wohn aufm land und lauf immer Feldweg ).

Es wird irgendwie immer schlimmer.

Wir waren schon bei verschiedenen Hundetrainer/hundeschulen, allerdings hat das nie was geholfen obwohl wir die ganzen tricks verwendet haben aber es wurde immer schlimmer.

Die alte Tierärztin sagte immer, wenn man keine Ahnung von Hunden hat sollte man es lassen.

Ich muss sagen es ist nicht der erste Hund, sondern der zweite Hund und der erste Hund war super brav und ist Beifuß gelaufen.

Der Hund kriegt einfach immer mehr Angst irgendwie.

Sie kommt auch mit anderen Hunden zusammen, also daran liegt das Problem nicht.

Auch hört sie auf dem Feldweg super, da sie immer ohne leine laufen darf auf dem Feldweg wenn nichts in der nähe ist, sodass sie eben auf dem Feld genug auslauf bekommt und rumspringen kann und wir fahren auch manchmal woanders hin zum Gassi gehen da sie auch gerne Auto fährt.

Dennoch wird die Angst immer schlimmer.

Weiß da ein Tierarzt ( sind jetzt bei einem anderen ) einen Rat sodass sie nicht mehr soviel Angst hat?

PS. als schlimmes hat sie eben nur die 3 hundebisse erlebt, ansonsten ist nie was passiert und wir meiden den weg auch wo der Hund eben ist, aber auch auf anderen wegen hat sie panische angst wenn häuser kommen obwohl da nie was schlimmes passiert ist.

Expertenantwort
von jww28, Community-Experte für Hund, 25

Hi,

Pauschal kann man das nicht sagen. Es gibt zum Beispiel Tierärzte die über eine Zusatzqualifikation für eine Verhaltenstherapie verfügen und das dann natürlich können. Auch gibt es sicher auch da erfahrene Hundehalter zwischen :) Aber sonst hat ein Tierarzt nicht die Ausbildung dafür.

Habe bei euren so etwas den Verdacht das wohl schon damals was bei der Sozialisierung, Prägung und auch dem Vertrauensverhältnis was schief lief. Mit welchen Alter kam er denn zu euch und woher kam er (Auslandstierschutz oder ähnliches, Vermehrer?)? 

Bei so unsicheren Hunden wäre ein Weg zum richtigen Hundetrainer der bessere als selber weiter zu experimentieren. Gut wäre sicherlich mal eure Kommunikation zu durchleuchten, den Hund mehr Sicherheit zu geben durch spielerische Übungen das er mal Erfolge sammeln kann zusammen mit dir. Das stärkt das Vertrauen und auch die Bindung. Da Angst ja auch Streß ist, kann es helfen auch den Hund körperlich richtig auszulasten, jetzt im Sommer zB durch schwimmen, so kann sich die Spannung mal abbauen. Und dann sollte man schauen welche Situationen zu der Angst und Unruhe führen, so das man den Hund bewusst drauf zuführen kann. 

Und ich denke du müsstest wahrscheinlich auch etwas in dich hineinhorchen, so kann menschliche Nervosität und Angst, Zeitdruck usw sich auch auf den Hund übertragen. Es ist zwar nur eine Vermutung aber ich denke das die 3 Beißunfälle dich wesentlich mehr beschäftigen, als den Hund. Wenn du also unterwegs irgendwie Angst hast, das wieder sowas passiert und auch mit der Angst rausgehst das dein Hund wieder ängstlich ist, so stehst du dir da etwas selber im Weg. Da kann es dann helfen sich Leutz zu suchen die mit die zusammen gassi gehen, so das du abgelenkt wirst und dich auch sicherer fühlen kannst, weil du nicht alleine bist.

Kommentar von Zwergenfrau1997 ,

Er war im Tierheim war ca. 9 Wochen alt also haben ihn schon als Welpe geholt, aber die anderen Hunde haben genauso ängstlich ausgeschaut. Und der Hund ist laut Tierheim aus Deutschland allerdings konnte man mir nicht das genaue geburtsdatum sagen damals.

Sie kann nicht schwimmen, sie hat auch panische Angst vor Wasser, nachdem sie als Welpe in einen Weiher gerutscht ist und nicht mehr alleine rauskam. Das war ziemlich am Anfang wo sie noch nicht so gut erzogen war, da sie damals ja erst so 2 Wochen daheim war als das passierte.

Angst hab ich nicht wegen dem Beißhund, da ich den weg nicht mehr laufe und auf dem anderen Weg nur Hunde sind mit denen sie sich super versteht und auch spielen darf ohne leine und manchmal laufen da auch mal neue Hunde rum mit denen hat sie auch kein Problem. Tja kaum fängt jemand mal im Dorf mit einem Hund an muss jeder einen Hund haben plötzlich, warum auch immer xD

ich geh nie alleine Gassi, wir gehen sowieso immer zu zweit mit dem Hund, da mein Hund eben auf 2 Personen fixiert ist gleichzeitig ( wenn nur ich gehen würde, würde sie nicht weit laufen, sie geht nur mit wenn wir zu zweit laufen ).

Ist aber auch nicht von klein auf so gewesen, ich bin früher oft alleine gelaufen.

Kommentar von jww28 ,

Der wird da schon viel verpasst haben und wenn so jung im Tierheim saß ohne das das Geburtsdatum bekannt war kann er auch schon viel schlechtes erlebt haben :( und durch die Unfälle hat sicher sehr früh das Vertrauen verloren.

Um mal zur Frage zurück zu kommen, hier findest du Tierärzte die eine Verhaltenstherapie mit durchführen dürfen, finde da hilft echt nur Hilfe vor Ort, so virtuell ist das nicht machbar :( man kann da nun nur Tipps geben zur Linderung der Symptome des Problems, aber das hilft halt auch nur vorübergehend.  http://www.gtvmt.de/service/suche-verhaltenstieraerzte/

Antwort
von adventuredog, 31

Die alte Tierärztin hatte recht, denn leider gibt es mittlerweile zu viele Hundeexperten, Hundeflüsterer und dergleichen, die sich nur profilieren wollen und Geld verdienen, ihr Programm abspulen aber nicht speziell auf ihre Kunden eingehen können.

Zu eurem Problem: wenn du deine eigene Angst und Unsicherheit (denkst du: es könnte wieder was passieren?) nicht überwindest, wird sich dein Hund auch nicht ändern (können).

Such dir andere, ruhigere Spazierwege und denk mal an was anderes. 

Nimm Spielzeug mit und gestalte eure Spaziergänge schön, mit Spiel und Spass, dann ist die Hündin auch ausgepowert und kann wieder an der Leine gehen.


Kommentar von Zwergenfrau1997 ,

ich hab keine angst, da ich weiß dass nichts passieren kann weil ich den weg nicht mehr laufe wo dieser doofe Hund ist, da läuft auch mein Hund gar nicht mehr, ich lauf immer einen anderen weg und auch wenn man sie freilaufen lässte sie kriegt panische angst wenns in die nähe von häuser geht, auch wenn man sie kommentarlos ohne leine laufen lässt.

Sie spielt nicht mehr mit Spielzeug.

Sie darf halt immer ohne leine auf dem Feld frei rumlaufen und rennt auch weit rein ins gras sodass sie sich auspowern kann.

Antwort
von brandon, 22

Hunde verhalten ist nicht gerade ein Fachgebiet bei einem Tierarzt, also eher Nein.

Das Du schon bei verschiedenen Hundeschulen und Hundetrainer warst und die alle nicht helfen konnten ist merkwürdig und hört sich ein bisschen danach an das Du zu schnell die Flinte ins Korn geworfen hast.

Um einem Hund die Angst zu nehmen braucht man viel Geduld und auch wenn keine Besserung zu sehen ist muß man konsequent dran bleiben.

Wenn Dir das zu mühsam ist und die Angst immer mehr zunimmt solltest Du Dir überlegen den Hund in erfahrene Hände abzugeben.

LG

Kommentar von Zwergenfrau1997 ,

Steht aber auf der Website drin das die Ärztin sich auch mit Ängsten von Hunden auseinandersetzt.

Die meisten tricks benutze ich jetzt noch, immer wenn sie zu sehr angst hat und ruckartig zieht immer in der nähe von häuser bleib ich entweder öfter stehen oder laufe wieder ein stück zurück, was uns damals empfohlen worden ist aber danach zieht sie genauso wieder aus Angst.

Wenn keine häuser in der nähe sind läuft sie perfekt Beifuß, aber sobald häuser da sind ist ende, obwohl da an dem stück nie was passiert ist.

Ich würde den Hund niemals abgeben spinnst du eigentlich?

Sowas macht man nicht, das ist Tierquälerei und menschenquälerei und ich wende imemr noch die meistens tricks von den Trainern an schon seit jahren aber das hilft diesem Hund nicht, da die angst irgendwie angeboren ist, die Geschwister waren genauso damals im Tierheim schon als Welpe voll ängstlich.

Ich hol nie wieder einen Hund aus dem Tierheim, wenn dann beim züchter, mir konnte damals im Tierheim auch niemand sagen wann die Hunde genau geboren wurden, steht also irgendein Datum drin im ausweis.

Kommentar von brandon ,

Nein ich spinne nicht und ich möchte Dir raten solche Bemerkungen sein zu lassen.

Ich habe Dich auch nicht gefragt ob Du zu blöd bist Deinem Hund zu helfen.

Okay?

Meinst Du wenn da ein genaues Datum steht ändert das was an der Sache?

Ich kenne viele Leute mit Hunden aus Tierheimen oder Tierschutzorganisationen und keiner von denen hat es je bereut.

Kein Welpe wird mit Angst geboren, ich habe mehr den Verdacht das Du nicht weisst wie man mit einem Hund umgeht sonst würde seine Angst nicht immer schlimmer werden. Sehr wahrscheinlich bist Du die Ursache für seine Angst.

Wenn Du also den Hund in erfahrene Hände abgeben würdest wäre das keine Tierquälerei, ganz im Gegenteil für den Hund wäre das wahrscheinlich besser so weil er die Hilfe bekäme die er von Dir nicht bekommt.

Außerdem schreibst Du ja selbst das Du Deine Entscheidung bereust einen Hund aus dem Tierheim geholt zu haben und Dein Hund spürt auch wie enttäuscht Du bist und das er Dir nicht gut genug ist.

Antwort
von froeschliundco, 17

mich wundert es das "mehrere" trainer nicht helfen konnten...wielange hast du geübt u.durchgehalten? Hab vor ein paar tagen ein angsthund aus meinem training "entlassen", hat fast ein jahr gedauert,die hundehalterin war immer dran und hat durchgehalten, mit allen rückschlägen...ein trainer kann nur helfen wen der halter auch mitmacht u.das programm durchzieht u.nicht gleich aufgibt...ich bin echt stolz auf die hundehalterin und hund, es war lange,aber es hat sich gelohnt...hunde sind keine pc's die man programmieren kann beim trainer u.dann funktionierts, da muss der halter die finger raus nehmen und wollen,sonst gehts nicht

Kommentar von Zwergenfrau1997 ,

ich wende die tricks heute noch an wie z.b. wenn der Hund zieht einfach Kommentarlos umdrehen, was aber nicht wirklich hilft und bei den ganzen Trainern hat mein Hund auch voll gezogen obwohl der Trainer die leine hatte, weil da ja häuser waren. Wenn kein haus in der nähe ist läuft sie ja Beifuß ohne Probleme, da muss man nichtmal was sagen.

Wir haben es damals 2-3 jahre lang mit hundetrainer versucht, seitdem wurde es aber schlimmer statt besser.

Kommentar von froeschliundco ,

oft liegen die probleme gar nicht draussen sondern beginnen schon zuhause mit kleinigkeiten...da nützt dir (wie du schon festgestellt hast) symptombekämpfung nix, sondern nur ursachenanalyse,den erst dann werden die andern probleme (kompensationen) sich auflösen ohne das du gross daran arbeiten musst...nur mit einem sicheren fundament kriegst du ein stabiles haus

Kommentar von MiraAnui ,

ein hund der panische Angst hat, braucht kein bei fuß.. er braucht vertrauen zu seinem halter, dass er weiß das ihm nichts passiert, das Halterlein aufpasst.
Daran sollte gearbeitet werden nicht an der Leinenführigkeit. Die Leinenführigkeit ist nicht wichtig solang der Hund panische Angst hat..

Antwort
von guthund, 35

Hallo, 

suche Dir einen Tierarzt mit der Zusatzbezeichnung "Verhaltenstherapie für Hunde" 

Diese Tierärzte bieten neben den klinischen Untersuchungen für Angsthunde auch spieziezielle Verhaltensthearapeutische Trainingseinheiten an und können Deinen Hund bei Bedarf auch die richtigen Medikamente verschreiben. 

Lg Lena Mai

Kommentar von Zwergenfrau1997 ,

Steht auch auf der internetseite drin dass die sich auch um Ängste von Hunden kümmern.

Antwort
von Flauschy, 38

Ein Tierarzt wäre nicht meine erste Anlaufstelle mit einem Angsthund. Es gibt durchaus einige Medikamente die dir ein TA empfehlen kann aber ich würde eher beim Training ansetzen.

Was für "Tricks" haben dir Hundeschule/-trainer empfohlen?

Wie verhälst du dich wenn die Hündin Angst hat?

Kommentar von Zwergenfrau1997 ,

Die Trainer waren alle zu brutal, der eine Trainer hat mein Hund voll rumgezerrt und hat vorgeschlagen mit einer bauchschlaufe, also die leine um den bauch wickeln, aber das kann ich nicht mit ansehen da es denke ich mal dem Hund weh tut.

Naja so an sich verhalten wir uns immer ganz normal, und wenn sie zu sehr zieht was ja immer ruckartig ist wird entweder stehen geblieben oder nochmal rückwärst gelaufen, was uns auch mal von einem Trainer gesagt wurde, aber das hilft auch nicht wirklich.

Kommentar von Flauschy ,

Ich würde mir einen anderen Trainer suchen.

Ein Angsthund muss vor allem lernen, dass er dir vertrauen kann.

Antwort
von MiraAnui, 18

Würde mal die Schilddrüße untersuchen lassen. eine Über bzw. Unterfunktion kann solch ein verhalten  mit auslösen.

Dann gibt es Tierärzte die mit auf Verhalten spezialisiert sind, aber nicht alle.

Ich würde einfach einen Trainier, der auf Angsthunde spezialiesiert ist nach Hause kommen lassen.

Kommentar von Zwergenfrau1997 ,

Trainer helfne nichts, damit haben es wir 2-3 jahre lang versucht.

Kommentar von MiraAnui ,

dann war der richtige nicht dabei^^... manchmal muss man ewig suchen bis man den richten und die richtigen Methoden findet.

War der Trainier bei euch vor ort? was hat er gemacht?

Antwort
von oki11, 35

Hallo Zwergenfrau,

das Training mit Spielen und Ablenkung kann funktionieren, aber DU funktionierst ja leider auch nicht mehr! * ist nicht böse gemeint

Ich wette,, dass Du jedesmal extrem angespannt bist und da hilft kein Spiel und Co!

Dein Hund hat leider ( 3x ) eine sehr negative Erfahrung gemacht * wobei ich mich hier nun Frage ist er in einer Situation 3x gebissen worden oder sind es 3 Situationen und jeweils 1x gebissen ?

Dein Hund hat nun "gelernt" Du als Rudelführer konntest ihn nicht beschützen.

Such Dir einen guten Trainer der mit Dir zusammen DEIN Verhalten trainiert und dann wird es auch wieder mit deinem Hund klappen.

Jetzt muss erst das Vertrauen wieder her und zwar vom Hund zu Dir!

Viel Glück

Kommentar von Zwergenfrau1997 ,

Mein Hund spielt nicht mehr, ich weiß auch nicht warum, aber sie benutzt ihr ganzes Spielzeug nicht mehr, klar sie schleppt es ab und an mal mit raus, legt es draußen ab, aber mehr macht sie damit nicht mehr. Oder eben wie ein Welpe behandeln wenn sie mal wieder scheinträchtig ist.

ich bin nicht angespannt, ich mein früher bis zu den hundebissen von einem sehr kleinen Hund bin ich meistens alleine gelaufen, sie ist auf allen wegen perfekt Beifuß gelaufen bis zum 2. Lebensjahr, also das ganze war schonmal anders, ich bin immer entspannt beim Gassi gehen, sie ist halt extrem ängstlich.

Auch bei fremden Leuten geht gar nichts mehr, die werden dann angeknurrt aus angst und sie zieht sich dann auch zurück in ihre ecke.

Auch wenn diese leute öfter mal da sind, sie hat einfach angst vor denen weil sie nicht jeden tag da sind und dieser Hund irgendwie kein vertrauen in fremde menschen hat, warum weiß ich auch nicht sie war ca. 9 Wochen alt als wir sie geholt haben als Weihnachtsgeschenk für die ganze Familie ( es war davor schon ein halbes jahr gut durchgeplant dass wir uns einen Hund anschaffen wollen also war es nichts unüberlegtes zu weihnachten ).

Es waren 3 Situtaionen an der gleichen stelle an verschiedenen tagen wurde jeweils 1 mal gebissen, weil dieser kleine Hund über den zaun gehüpft ist und dieser Hund ist nunmal sehr aggressiv dieser kleine paar Kilo Hund.

Das Problem war damals dass man eben alleine kein 30-35 Kilo Hund hochheben kann sodass der andere nicht beißt, also wie zur hölle soll man auch so ein schweren Hund beschützen können?

Sonst wär ich eventuell selber vom und gebissen worden wenn ich diesen kleinen Hund weggedrängt hätte.

mein Hund hat sehr viel vertrauen zu mir, im garten, auf dem Feldweg hört sie perfekt, weil sie darf ja immer frei laufen und kommt auch gleich wenn man einmal pfeift und ist dann auch bei gewitter immer bei mir weil sie davor auch angst hat.

Kommentar von oki11 ,

Es waren 3 Situtaionen an der gleichen stelle an verschiedenen tagen
wurde jeweils 1 mal gebissen, weil dieser kleine Hund über den zaun
gehüpft ist und dieser Hund ist nunmal sehr aggressiv dieser kleine paar
Kilo Hund.

Ja und genau hier lag und liegt auch Dein Problem.

Den Fehler hast DU gemacht -- eindeutig!

Dein Hund hat nun gesehen, es gibt eine kritische Situation und DU kannst nicht beschützen!

Leider war es auch sehr ungeschickt 3x diese Situation zu "provozieren"

Antwort
von Muggelchen71, 25

Hallo, die Ängste sind in Deinem Kopf und solange Du diese Ängste hast, werden sie beim Hund nicht weggehen.

Ich habe sehr viel Erfahrung mit extremen Angsthunden. Hunde leben in der Gegenwart und nicht in der Vergangenheit. Dein Hund merkt Deine Anspannung und reagiert dann.

Leider wird eben auch meist zur falschen Zeit der Hund durch reden, anfassen oder anschauen belohnt. Ein Hund der Angst hat, wird mit nichts belohnt, er bekommt keine Zuneigung, wird völlig irgnoriert und man geht weiter als ob nichts ist. Sobald man einen ängstlichen Hund anspricht "ist doch nicht so schlimm, passiert doch nichts usw" wird seine Angst bestätigt und verstärkt.

Alles machen wie immer, ohne Angst im Kopf, Leine locker, nie verkrampfen. Hund zieht, dann Halsband an. Er soll ja keine Lasten hinter sich her ziehen. Warum also ein Geschirr? Zieht er, Richtung kommentarlos wechseln und wenn es 100 mal ist.

Belohnt wird ein Hund nur im ruhigen und gehorsamen Zustand, nie wenn er aufgeregt ist oder angespannt, ängstlich, freudig.

Bei weiteren Fragen kannst mich gerne anschreiben.

LG

Kommentar von Zwergenfrau1997 ,

Die Ängste sind nicht in meinem kopf, manche Trainer hatten auch Schwierigkeiten damals mit diesem Hund.

Vor allem hab ich sie nur selten an der leine, weil immer 2 menschen mit Gassi gehen, das ist sie aber gewöhnt von klein auf, dass man meistens eben zu zweit Gassi geht weil wir auch öfter auf den Radweg fahren oder ins nächste Dorf im wald Gassi gehen.

Wir haben es ja auch schonmal ausprobiert den Hund bis ins Dorf ohne leine zu lassen, ab dem ersten haus war sie wieder voll nervös und ist schneller gelaufen, also man merkt man auch dass sie sehr viel angst bekommt bei Häusern auch wenn sie nicht an der leine läuft und man nichts sagt.

Sie wird während dem Gassi gehen nie belohnt, nie gestreichelt sie wird eigentlich ignoriert da sie manchmal kein bock mehr zu laufen hat und dann jault, aber das ignorieren wir auch immer, da ja der mensch das sagen hat wie weit man läuft und nicht der Hund, der jault halt dann und läuft langsam hinterher.

Mit eine, Halsband würde sie sich erhängen und aus einem Halsband schlüpft sie auch immer raus, das war schon am anfang so dass sie Halsbänder nicht leiden konnte, und ein geschirr ist auch besser, also das ist so ein ganz dünnes teil und selbst da ist sie schon öfter mal rausgekommen, also wenn die angst zu sehr wird, versucht sie sich zu befreien und abzuhauen also schnell wieder zum haus zurück.

Die Richtung wird andauernd kommentarlos gewechselt, aber sie hört trotzdem nur kurzzeitig auf zu ziehen.

Mir tut das immer voll Leid, da dieser Hund so außer atem ist das hört sich nicht mehr gesund an wie sie atmet wenn sie angst hat und zieht.

Kommentar von Muggelchen71 ,

Na da hilft nur ein Profi vor Ort, der den Hund "lesen" kann und Dein Verhalten (Körperhaltung etc) vor Ort sieht. Irgendwas läuft ja nicht rund, wenn alles richtig gemacht wird, würde es ja klappen. Mein Hund sagt mir nicht, das ein Halsband doof ist, ich entscheide und ziehe es an, da schlupft auch keiner raus. Es gibt spezielle Angsthund Sicherheits Geschirre, die sind mit extra Bauchgurt und absolut ausbruchsicher. Es ist eben nur so, wenn ich einen Hund kontrollieren will, geht das nicht mit einem Brustgeschirr. EIn Hund der vorne läuft übernimmt die Führung und da hat er nichts zu suchen. Ich laufe mit drei Hunden ab und zu mit fünf und kein Hund geht vorne, alle bleiben knapp hinter mir. Dies wortlos. Soll sich der Hund doch halbwegs strangulieren, er muss ja nicht ziehen! Solange er sich wohl fühlt beim ziehen, wird er damit auch nicht aufhören. Oder hat er einen Bollerwagen mit Last hinten dran? Ich weiß was es heißt, wenn man eine (bei meiner Bekannten 35 kg, Zugmaschiene an der Leine hat die einem hinter her zieht. Das ist kein Spaß. Fragt der Hund einmal nach, wie es einem damit geht? Nein, ihm ist das egal. 

Es gab nie das Komando "Fuß" oder so, es wurde nie beigebracht. Dies nur durch Körperhaltung, Präsenz und lockerer Leinenführung.

Leider kann man ja nicht einfach mal vorbei kommen, sonst würde ich gerne vor Ort helfen.

Geht Euer Hund daheim vor Euch durch die Tür raus oder rein? Wie ist der Umgang? ZB Hund kommt, legt Kopf auf  euer Bein und wird gestreichelt? Bringt Spielzeugt und ihr spielt? Der Hund darf keine ENtscheidungen treffen. Der Rudelführer bestimmt, wer wann durch die Tür geht, Es klingelt an der Haustüre, Hund rennt hin und begrüßt "seinen" Besuch in seinem Haus?

Man darf nie nur das eine Problem sehen, Ihr müsst dem Hund Sicherheit geben und die hat er nicht. Er sieht Euch nicht als Rudelführer, auch wenn ihr das glaubt.

Es ist schwer und scheint mir unmöglich dieses grosse Problem hier im Netz zu lösen.

Kommentar von brandon ,

@ Zwergenfrau

Man muß nur lesen was Du so alles schreibst und jedem der sich wirklich mit Angsthunden auskennt ist klar warum die Angst des Hundes immer größer wird.

Lies mal dieses Buch dann wirst Du selbst sehen was Du alles falsch gemacht hast.

https://www.amazon.de/Angsthunde-Definition-Diagnostik-Management-Trainingsans%C...

Kommentar von brandon ,

Leider wird eben auch meist zur falschen Zeit der Hund durch reden, anfassen oder anschauen belohnt. Ein Hund der Angst hat, wird mit nichts belohnt, er bekommt keine Zuneigung, wird völlig irgnoriert und man geht weiter als ob nichts ist. Sobald man einen ängstlichen Hund anspricht "ist doch nicht so schlimm, passiert doch nichts usw" wird seine Angst bestätigt und verstärkt.

Das kann ich so nicht stehen lassen.

Wenn mein Hund zitternd vor Angst hilfesuchend zu mir kommt werde ich ihn ganz bestimmt nicht ignorieren. Denn so verliert man das Vertrauen und außerdem ist so etwas grausam.

Das man einen ängstlichen Hund nicht betütteln soll und ihn nicht mit Mitleidsbekundungen überschütten soll ist klar.

Wenn ich aber meinen Hund streichle und mit leiser Stimme mit ihm rede dann beruhigt sich mein Hund und zittert nicht mehr und das ist Beweis für mich genug das es falsch ist einen Hund in seiner Not nicht zu beachten. Man muß sich nur mal in die Lage des Hundes versetzen.

Stell Dir vor Du bist ein kleines Kind und Du hast Angst Du gehst also zu Deiner Mutter weil Du Schutz und etwas Trost  brauchst. Jetzt stell Dir vor wie sich das anfühlt wenn der Mensch dem Du am meisten vertraust dann sagt:“ Na und, ist mir doch egal, Du wirst schon von selbst merken das Deine Angst unbegründet ist und jetzt laß mich in Ruhe und stell Dich nicht so an.“ 

Antwort
von Pregabalin, 33

Warum gehst Du mit dem Hund genau da, wo sie einst gebissen wurde?

Ängste können viele Ursachen haben.Aber anhand so einer Kurzbeschreibung kann man natürlich nicht helfen und Ferndiagnosen stellen ist eh nicht ok. Vielleicht bräuchtet ihr einen Trainer/in die Euch länger beobachtet und nicht versucht durch Spielereien zu helfen, denn das ist meinen Augen nur ne Ablenkung. Wünsche Viel Glück.

Kommentar von Zwergenfrau1997 ,

Kannst du nicht lesen? ich gehe da seit jahren nicht mehr entlang, aber sobald sie ein haus sieht kriegt sie panische angst auch wenn sie nicht an der leine geht.

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