Frage von Jockgrim, 11

Können Tagebaurestlochseen den Meeresspiegel anstieg ein klein wenig kompensieren?

Im Rheinland baut man großflächig Braunkohle ab und gräbt dazu bis zu 300 Meter tiefe Löcher in die Erde. Es gibt als große Tagebaue Garzweiler, Inden und Hambach (der Größte von den drei).

Man weiß noch nicht genau, ob man die Löcher mit Wasser verfüllen will oder als tiefergelegene Senke versuchen will zu bepflanzen. Allerdings wäre der Tagebau Hambach, würde er mit Wasser gefüllt werden, nach dem Bodensee der zweitgrößte See Deutschlands.

https://de.wikipedia.org/wiki/Tagebau_Hambach

Nun gibt es ja noch Garzweiler und Inden und im Ausland, in anderen Ländern, gibt es bestimmt auch sowas in die Richtung.

Wäre es da nicht sogar ein kleiner Vorteil, wenn diese Seen das Wasser aufnehmen und somit der Meeresspiegel weniger steigt? Vor allem wäre das ja auch eine gute (Süß)wasserreserve für schlechtere Zeiten, falls z.B. mal ein Jahr kein Regen fällt - durchaus nicht auszuschließen bei künftigen eventuellen Klimaschwankungen.

Warum ist man trotzdem eher dagegen, daraus riesige Seen zu machen?

Antwort
von Grautvornix16, 2

Hi,- zieh dir einfach die Angaben zu den Qubikkilometern der Ozeane der Erde auf Wiki rein, benutze dann die Grundrechenart der Kubikberechnung mit den Werten die du zum Tagebau hast und vergleiche. - Nette Idee - no chance!

Gruß

Antwort
von Kamihe, 3

Das Ganze ist ein geschlossenes System, das Wasser wird nur , Umverteilt , und ändert damit nichts, am Meeresspiegel.

Antwort
von Geko1, 9

Nein, würden sie nicht. Weil das Wasser was alle diese Abbaugebiete Weltweit aufnehmen würden. Ist wohl nur weniger wie ein Millionstel Teil des Wassers in unseren Ozeanen und Meeren.

Wenn es in bestimmten Regionen Sinn macht diese als Wasser Speicher zu nutzen und die Bodenbeschaffenheit es zulässt warum nicht. 

Kommentar von Jockgrim ,

Der See hätte ein Volumen von 36 km³. Das heißt, das wäre so viel wie wenn man auf einer Fläche von 360 km² das Wasser 100m hoch, auf 3.600 km² 10 m hoch und auf 36.000 km² (Also etwa die Größe Hessens) einen Meter hoch bedecken würde.

Der Meerspiegel steigt ja in der Größenordnung von 10 cm pro Jahrhundert. Also wären das nochmal Faktor 10 und es wären 360.000 km² - das wäre ziemlich genau die Fläche der Bundesrepubik.

Sprich, der See könnte den Meeresspiegelansteig auf einer Fläche so groß Deutschlands ausgleichen - und wir haben ja noch mehr Braunkohlelöcher.

Klar müßte jedes Land ähnliche Seen finden (könnten ja auch Stauseen sein wie in China), aber wenn jedes Land bißchen dazu beiträgt, müßten nicht die Küstenstädte aufwendig geschützt werden. Das Loch ist ja eh schon da, warum nicht als Wasserspeicher nutzen?

Kommentar von Geko1 ,

Die Wassermenge auf der Erde wird auf etwa 1,4 Milliarden Kubikkilometer geschätzt. Da sind deine Angaben ein nichts wenn es um denn Meeresspiegel geht.

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