Frage von Candy1982, 157

Können starke Schmerzen zur einer Ohnmacht führen?

Hallo Leute! Ich wollte mal von euch wissen ob man wenn man sehr starke Schmerzen (von einer Skala 0-10 ), bei 10 ohnmächtig oder bewusstlos wird? Wenn man diese Schmerzen nicht irgendwie beseitigt oder dreht man da durch?

Keine Angst mir geht es ganz gut, nur manchmal bin sehr nah dran! Also bei 7 (Schmerzskala).

Vielleicht kennt sich einer aus! Bin gespannt auf eure Antworten . Danke

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Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von Sternenmami, Community-Experte für Gesundheit, 88

Es ist durchaus möglich, dass sich der Körper bei sehr starken Schmerzen selber schützt und dann eine Bewusstseinstrübung eintritt. Das ist aber meistens eher bei plötzlichen Schmerzen der Fall, also z.B. nach einem Unfall, Überfall oder sonstigen spontanen Verletzungen und auch nicht zu 100% den Schmerzen, sondern auch dem Schock geschuldet.

Bei chronischen Schmerzen ist das eher seltener der Fall. Da muss es wirklich schon ganz extrem sein, bevor man da das Bewusstsein verliert. Es ist möglich, aber doch eher selten.

Wenn Du aber Angst hast, selber mal das Bewusstsein aufgrund von starken Schmerzen zu verlieren, kann ich Dir nur raten, dass Du Dich mal in Bezug auf einen Notfallknopf (Hausnotruf) informierst. Dort kann man im Notfall drauf drücken und dann kommt jemand (meistens ist es ein örtlicher Pflegedienst oder direkt der Rettungsdienst), um einem zu helfen.

Ich leide auch seit 17 Jahren unter stärksten chronischen Schmerzen und bin sehr krank. Da mein Mann sehr viel arbeitet, haben wir mit dem örtlichen Pflegedienst eine solche Vereinbarung getroffen und das musste ich auch schon 2x nutzen. So hat man immer etwas Sicherheit im Rücken.

Außerdem rate ich Dir, dass Du eine Liste schreibst ...

  • Deine Daten
  • Diagnosen
  • Allergien, insbesondere auf Medikamente
  • behandelnde Ärzte
  • Telefonnummer, wo im Notfall angerufen werden soll
  • Medikamente

Diese Liste solltest Du stets bei Dir tragen (Hosentasche), damit sie im Notfall gefunden werden kann.

Zum Abschluss noch eine Frage. Hast Du, wenn Du unter chronischen Schmerzen leidest (so zumindest klingt Deine Frage), denn kein Schmerzmedikament für den Notfall? Also eines, was man wirklich nur dann einnimmt, wenn man das Gefühl hat, die Schmerzen nicht mehr aushalten zu können? Ich habe für den Notfall ein schnellwirkendes Morphin zu Hause und das wirkt dann wirklich binnen weniger Minuten. Da kann ich Dir nur empfehlen, dass Du mal mit Deinem Schmerztherapeuten besprichst, ob das nicht auch für Dich Sinn machen würde.

Ich wünsche Dir alles Gute

Kommentar von Candy1982 ,

Das ist bisschen peinlich zu sagen wo die Schmerzen herkommen! :-(

Kommentar von Sternenmami ,

Du musst hier nicht sagen, wo die Schmerzen herkommen. Das würde hier zu weit führen. Ich habe Dich auch nirgendwo darum gebeten, mir den Grund Deiner Schmerzen mitzuteilen.

Ich denke nur, dass man sich eben mit seinem Schmerztherapeuten zusammensetzen sollte, um zu besprechen, was man bei stärksten Schmerzen machen kann.

Kommentar von Candy1982 ,

Ja manchmal halte ich es nicht aus da kann ich nicht mehr sitzen. Es fühlt sich an wie ein Stechen und sehr starkes Brennen , das ich Herzrasen und Schweißausbrüche bekomme und alles innerlich verkrampfe.(Messerstiche, manchmal auch Pochen/Klopfen) Ich muss mich da irgendwo festhalten um das zu überzustehen. Es ist dann so dass ich nur mit angewinkelten Beinen liegen kann bis es nach paar Stunden etwas nachlässt. Die Schmerzmedis helfen mir nicht so gut.

Kommentar von Sternenmami ,

Ich kann Dir wie gesagt nur raten, Dich da nochmal an Deinen Schmerztherapeuten zu wenden, damit Du auch richtig mit Schmerzmedikamenten eingestellt wirst. So, wie Du es beschreibst, bist Du nicht richtig eingestellt.

Bist Du überhaupt bei einem richtigen Schmerztherapeuten oder wirst Du lediglich von Deinem Hausarzt betreut?

Kommentar von Candy1982 ,

Ich bin schon bei einen Spezialisten, hatte auch Termin habe das auch mit den Schmerzen gesagt bin auch sofort dran gekommen, habe erst in 3 Wochen ein Termin, erst wenn die konservativen Mitteln ausgeschöpft sind operiert er erst. Die Untersuchung tut mir auch jedes mal sehr weh , weil ich innerlich sehr wund bin und meistens verkrampft da liege und über Schmerzen klage. Das ist so als ob man in einer Wunde rumwühlt, drückt und zieht und brennt. Ich glaube aber der Doc ist abgehärtet, er sieht ja sowas jeden Tag.

Kommentar von Sternenmami ,

Ah ... jetzt verstehe ich das erst. Es ist also kein chronischer Schmerz in dem Sinne, dass Du schon seit Jahren damit rumläufst und es keine andere Möglichkeit, als nur die Schmerztherapie gibt.

Bei Dir besteht eine organische Ursache, welche auch operativ behoben werden könnte.

Ich war jetzt davon ausgegangen, dass Du schon lange an chronischen Schmerzen leidest, welche sich nicht anders, als nur durch die Schmerzmedikation lindern lassen. (z.B. chronisches Rückenleiden, Rheuma, Migräne etc.).

Also ganz ehrlich ... wenn ich an Deiner Stelle wäre und solche Schmerzen hätte, welche mit den Medikamenten nicht in den Griff zu bekommen sind, dann würde ich ehrlich gesagt auf eine OP bestehen, wenn diese denn wirklich das Problem beheben könnte.

Schmerzmedikamente haben immer auch Nebenwirkungen und wenn sie nicht helfen und sich das Problem an sich nicht von alleine bzw. durch konservative Behandlung beheben lässt, dann würde ich nicht lange fackeln. Nachher hast Du dank der Schmerzmedikamente auch noch ein Magengeschwür oder ähnliches ... wem wäre damit geholfen?

Dazu kommt noch ... je länger Schmerzen bestehen, desto größer ist auch die Gefahr, dass sich diese Schmerzen im Gehirn manifestieren (Schmerzgedächtnis) und selbst dann noch vorhanden sind, wenn das eigentliche Problem behoben wurde.

Kommentar von Candy1982 ,

Ja es gibt eine chirurgische Therapie meiner Schmerzen, aber ich weiß nicht wann er (selber Chirurg) diese Maßnahme ergreift. Es ist nicht jeden Tag so aber öfters, mal habe ich meine Ruhe, mal ist der Schmerz nicht auszuhalten, es zerreist mich innerlich, dann lässt es nach , aber ich bin jeden Tag damit konfrontiert.

Kommentar von Sternenmami ,

Wie gesagt ... wenn ich wüsste, dass meine Schmerzen durch eine solche OP endgültig behoben werden, dann würde ich zeitnah auf eine solche OP bestehen. Letztendlich musst Du das natürlich für Dich selber entscheiden, aber so, wie es jetzt ist, ist es ja auch kein schönes Leben für Dich.

So, ich verabschiede mich für heute. Hab gleich Physiotherapie und danach bin ich dann fix und fertig.

Ich wünsche Dir alles Gute

Kommentar von Candy1982 ,

Danke für die psychologische Unterstützung, das hat gut getan sich auszusprechen! Bye

Kommentar von Sternenmami ,

Bitte ... hab ich gerne gemacht. Ich wünsche Dir, dass Deine Schmerzen bald nur noch Geschichte sind. Ich weiß nur zu gut, wie sehr Schmerzen das Leben beeinflussen. Erlebe es seit 17 Jahren jeden Tag.

Kommentar von Candy1982 ,

Am 07.07. werde ich dem Doc sagen , dass mich die Schmerzen beeinträchtigen, ich musste am Anfang Vertrauen gewinnen um mich zu öffnen. Danke für alles.

Kommentar von ASRvw ,

Moin.

Die von Dir erwähnte Liste ist an sich eine feine Sache. Aber für sich alleine sinnvoll ist sie nur, wenn die Hilfe leistende Person weiß, dass sie da ist - im geschilderten Fall wäre das wohl bei den Mitarbeitern des Pflegedienstes der Fall.

Einem gerufenen Rettungsdienst, der den Patienten nicht kennt, nutzt sie allein hingegen wenig. Im Akutfall verwendet dieser keine Zeit darauf nach irgendwas zu suchen. Das hab ich bei meinem Vater schon entsprechend erlebt.

Diesem habe ich daher die "Liste" in Form eines kleinen, ich Scheckkartengröße laminierten Kärtchens in die Geldbörse gepackt und ihm zusätzlich den Hinweis "Notfallinfo in Geldbörse" in ein Edelstahl-Plättchen am roten Armband ätzen lassen.

Ein solches Hinweis-Armband sollte möglichst links am Handgelenk getragen werden und zwar so, dass sich der Hinweis an der Unterseite des Arms befindet. Hier fällt es einem Rettungsdienst spätestens ins Auge, wenn dieser den Plus fühlen, den Blutdruck messen oder eine Vigo setzen will.

Dieses Prinzip hat sich schon zwei Mal bewährt. Entsprechende Bänder gibt es zum Beispiel hier:

https://djuva.de/id-armband/armband

Dabei sollte man eine möglichst auffällige Farbe wählen. Rot, Orange, Geld, grelles Grün, beim Modell Beat trim oder das Modell velcro, bei dem der zusätzliche Schriftzug "ID" schnell klar macht, dass dieses Armband kein Schmuck ist.

Zusätzlich zur mitgeführten Liste, klebt eine große Version davon (DIN A4), ebenfalls laminiert, auf der Innenseite der Wohnungstür.

- -
ASRvw de André

Kommentar von Sternenmami ,

Da gebe ich Dir vollkommen recht. Auch ich habe ein solches Armband, wenn ich denn wirklich mal das Haus verlasse. Das macht natürlich Sinn.

Trotzdem ist es so, dass, wenn man mal in der Öffentlichkeit zusammen bricht, der Rettungsdienst durchaus auch in den Hosentaschen nachsieht, um welche Person es sich handelt und ob entsprechende Hinweise auf eine Erkrankung vorhanden sind. Durch dieses Armband kann die Suche aber natürlich erleichtert werden. Keine Frage!

Antwort
von LiJa1995, 85

Ja, kann es!

Bei starken Schmerzen sagt das Hirn, dass es jetzt überlastet ist. Dauert dies länger an, sagt sich irgendwann das Hirn "Gut, ich kann nicht mehr", da wird das zentrale Nervensystem "runtergefahren" und du verlierst das Bewusstsein. Das ist eine Schutzreaktion.

Expertenantwort
von bodyguardOO7, Community-Experte für Schmerzen, 50

Starke Schmerzreize können dazu führen, dass Teile des vegetativen Nervensystems, die dämpfend auf Herz und Kreislauf wirken, verstärkt reagieren. Dann kann es zu einer sogenannten "reflexvermittelten Ohnmacht" kommen.

Antwort
von Goodnight, 46

Ja man kann, es gibt auch Patienten die vor lauter Schmerzen aus dem Fenster springen wollen.

Da werden dann die Fenstergriffe abmontiert.

Antwort
von Roebdc, 65

 Bei übermäßigem Schmerz reagiert das Gehirn irgendwann mit einer Ohnmacht 

Antwort
von chrisi565, 52

Tatsächlich kann man bei starken schmerzen ohnmächtig werden sozusagen ein Mechanismus das unerträgliche, erträglich zu machen.

Das ist aber auch bei jedem unterschiedlich.

Kippt einer bei z.b. in deiner Skala bei 7 um macht das der andere erst bei 10

Antwort
von Roebdc, 51

 Wobei das Schmerzempfinden bei den Menschen natürlich individuell unterschiedlich ist 

Antwort
von SasciaJylle, 78

Also bei 10 sind die Schmerzen unerträglich, wobei jeder ja ein eigenes Schmerzempfinden hat. Wenn bei einem es die 4 ist, kann es bei anderen schon die 7 sein

Antwort
von blondii148, 33

Ja, dass liegt an der Schutzfunktion deines Körpers.

Er will dein Leben bewahren und somit versetzt er sich in Ohnmacht. Ich denke aber, dass die Schmerzensgrenze da echt überschritten werden muss. Ich habe so etwas,  Gott sei Dank, noch nie erleben müssen.

Antwort
von Blindi56, 44

Ja, bei starken Schmerzen wird man ohnmächtig. Schutzreaktion des Körpers. Bei welchem Wert auf der "Skala" kann aber wohl keiner genau sagen.

Antwort
von Marshall7, 32

Ja wenn die Schmerzen zu gross sind ,kippt man weg.

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