Frage von suitman1230, 53

Können sich schitzophrene so wie outisten verhalten?

In meiner Familie ist jemand schitzophren und verhält sich aber outistisch (wenig zugänglich - redet wenig - ist mit sich beschäftigt) ist das eine Nebenerscheinung oder kann er unabhängig davon outist sein?

2.) lässt sich das vererben?

3.) Vergeht schitzophrenie im alter

Antwort
von halbsowichtig, 4

Die Begriffe lassen sich leichter googeln, wenn man weiß, wie sie geschrieben werden:

Schizophren kommt von Schizophrenie, autistisch kommt von Autist.

Tatsächlich können Schizophrenie und Autismus sich zum Verwechseln ähneln. Die beiden wichtigsten Unterschiede sind:

  • Schizophrenie kann man im Laufe des Lebens bekommen und mit Medikamenten behandeln. Autismus ist immer angeboren und bleibt.
  • Schizophrene können Halluzinationen und Wahnvorstellungen haben. Autisten denken mindestens so klar wie "Normalmenschen".

Der Rest der Symptome kann sich komplett überschneiden. Deshalb ist es nicht möglich, bei einem Schizophrenen zusätzlich Autismus zu diagnostizieren. Alle Autismus-Symptome können auch von der Schizophrenie kommen. Das heißt, selbst wenn er vor der Schizophrenie bereits Autist war, lässt sich das nach Ausbruch der Krankheit nicht mehr rückwirkend feststellen.

Deswegen hielt man Autismus bis in die 1950er Jahre hinein übrigens für eine Art von "Kindheits-Schizophrenie".

Zu Frage 2: Ja, die Anfälligkeit für Schizophrenie ist erblich. Eine gewisse Anfälligkeit zu besitzen, heißt aber nicht, dass man auch zwangsläufig erkrankt.

Zu Frage 3: Das ist kompliziert. Manche Subtypen sind vorübergehend und vergehen komplett, andere bleiben und sind kaum zu behandeln. Die Frage kann höchstens der Arzt des Patienten persönlich beantworten.

Kommentar von suitman1230 ,

ich weiß wohl wie man es schreibt. ich nenne es halt outismus

Antwort
von NinthFived, 20

-"Können sich schitzophrene so wie outisten verhalten?"



Ja. können sie, da die Symptome beider Krankheiten sich stark ähneln können.



-"ist das eine Nebenerscheinung?"



Ja und Nein.
Es gibt mehrere Subtypen der Schizophrenie
und viele davon haben Positiv-Symptome und Negativ-Symptome.

Besonders die Negativ-Symptome einiger Schizophenie-Formen haben ähnliche Eigenschaften wie die Symptome des Autismuses.

Die Eigenschaften, die du beobachtet hast, sind im Krankheitsbild des Autismus und dessen Untergruppen häufige Symptome, welche auf diese Erkrankung hinweisen können.

Also kann es eine Nebenerscheinung der Schizophrenie sein, obwohl es im eigentlichen Sinne keine "Neben"-Erscheinung ist, sondern Negativ-Symptome, die zusammen mit den Positiv-Symptomen zu
den "Haupt"-Erscheinungen gehören.




-"oder kann er unabhängig davon outist sein?"



Eine sehr seltene Variante kann auch sein, dass er an einer Schizophrenie leidet, aber die Negativ-Symptome sehr schwach ausgeprägt sind und deshalb kaum bemerkbar sind für Außenstehende.
Und wenn er diese Form der Erkrankung hat, könnte er als zweite Erkrankung noch an Asperber Autismus leiden, wo die Symptome deutlicher zu erkennen sind. Sodass der Eindruck entsteht, dass er unabhängig davon Autist ist.

>>Aber dieses Szenario ist sehr unwahrscheinlich.<<



Um einiges wahrschheinlicher ist es, dass diese Symptome, die du beobachtet hast, "(wenig zugänglich - redet wenig - ist mit sich beschäftigt)"

einfach nur Anzeichen der Schizophrenie deines Familienmitglieds sind.




-"lässt sich das vererben?"




Wissenschaftliche Studien zeigen, dass bei Schizophrenie und der Suche nach ihren Ursachen die Vererbung eine große Rolle spielt. Man sieht sie jedoch nicht als alleinige Ursache der Schizophrenie an.

Es gibt verschiedene Modelle um die Ursachen und Auswirkungen der Schizophrenie besser zu erklären.

Vetreter eines sehr anerkannten Modells
(des "Vulnerabilitäts-Stress-Coping-Model") gehen davon aus, dass sowohl neuro-biologische/anatomische, biochemische, als auch psychologische und soziale Faktoren bei einer Schizophrenie als Ursachen zusammenwirken.
Die neuro-biologischen/anatomischen und biochemischen Faktoren können auch vererbbar sein.

Auch kann der Konsum von Halluzinogenen (Drogen) eine Schizophrenie begünstigen/auslösen.




-"Vergeht schitzophrenie im alter?"




DIe Verläufe können sehr unterschiedlich ausgehen bei jedem Betroffenen.
Von vollständiger Genesung bis zur starken Chronifizierung kann alles möglich sein.




Hier sind noch einige wertvolle Informationen zu diesem Thema:

http://www.onmeda.de/krankheiten/schizophrenie-verlauf-1542-7.html

Und insgesamt kann man die ganze Seite sehr empfehlen, wenn man sich über Schizophrenie ausreichend informieren möchte:

http://www.onmeda.de/krankheiten/schizophrenie.html

Antwort
von Ostsee1982, 7

Das Wort "outist" ist mir neu, ich kenne nur "Autist". Bestimmt wird es dich überraschen, dass deine genannten Symptome nicht nur bei Autismus vorkommen können sondern auch bei anderen Störungsbildern, typisch ist dieses Verhalten auch für Schizophrenie.

Ich würde dir vorschlagen, dass du dich im Internet über die Störungsbilder erkundigst. Dort gibt es viele viele Fachberichte die die jeweilen Störungsbilder umfangreich erklären.

Kommentar von suitman1230 ,

ich nenne es outismus

Kommentar von Ostsee1982 ,

Nenne es wie du willst dennoch schreibt man es nicht so.

Kommentar von halbsowichtig ,

Was genau ist denn Outismus? Wenn du ein Wort neu erfindest, musst du seine Bedeutung definieren. Sonst können wir dir nicht richtig antworten.

Antwort
von ichweisses2000, 25

Vererben glaub ich nicht , im alter wird Schizophrenie meistens schlimmer , man kann autist sein und gleichzeitig schizophren ...Schizophrenie sieht bei jedem anderst aus deswegen kann er auch nur schizophren sein ...

Antwort
von HerrDegen, 15

- Schizophrenie ist nicht an sich erblich, es gibt aber bestimmte "Veranlagungen", die die Gefahr erhöhen, an Schizophrenie zu erkranken.

- Schizophrenie hat mehrere mögliche Formen, nicht nur das "Stimmenhören", das alle aus den Medien kennen, sondern auch eine teilnahmslose ("katatone") Form.

- Das Alter hat mit der Krankheit nichts zu tun, sie verschwindet nicht einfach so.

PS: Es heißt "Autist", aber das ist eine ganz andere Erkrankung.

Kommentar von suitman1230 ,

ich nenne es outismus

Kommentar von HerrDegen ,

Du kannst es auch Tiropitakia nennen, wenn du Spaß dran hast. Die Fachliteratur wird dir dabei aber nicht folgen.

Kommentar von halbsowichtig ,

Wenn du es richtig schreiben würdest, könntest du Google und Wikipedia benutzen. Das ginge viel schneller, als hier auf Antworten zu lauern.

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