Frage von Xsharper2015, 30

können Panik und Angststörungen das Leben zur Hölle machen?

Hallo also das würde mich mal interessieren in letzter zeit hat mein 21 Jähriger Cousin Angststörungen und Panik die schon ernst zunehmen sind zumbeispiel wenn er raus geht und überfüllte plätze sieht will er immer wegrennen also er kriegt Starke Herzklopfen und schwitzen also er traut sich nicht mehr ins Supermärkten oder sonst irgendwo hineinzugehen oder wenn ein verwandter ihn besuchen möchte hat er angst also er möchte lieber alleine sein was könnte das sein eine Psychische Krankheit oder liegt was anderes dahinter?

Antwort
von TheTrueSherlock, 10

Entweder soziale Phobie und/oder Agoraphobie. Ich hab ersteres und ein Bekannter von mir hat das zweite. Er hat auch die gleichen Symptome..

Sogenannte Panikstörungen können das Leben sehr gut zur Hölle machen. Und Hölle ist noch nicht mal übertrieben. Die Betroffenen haben die von dir beschriebenen Symptome und haben in den Situationen Todesangst (!). Sie denken wirklich zu sterben und schon allein der Gedanke, wieder in so eine Situation zu müssen, bereitet ihnen Angst.
Wenn man das vermeidet, hat man noch viel größere Angst und entwickelt eventuell noch gegen ähnliche Situationen eine Angst.. das endet damit, dass man nur noch daheim bleibt und gar nicht mehr außer Haus gehen kann.

Das kann man aber therapieren. Alleine etwas versuchen kann man zwar auch, aber das ist doch sehr schwer.

Er sollte die Situationen nicht meiden, durch Vemeidungsverhalten wird es noch schlimmer. Dann könnte er eine kleine Angsthierarchie aufstellen: Vor was hat er am meisten Angst und vor was am wenigsten? So kann er sich an die kleinen angstauslösenden Situationen herantasten und später eventuell sogar die größte Angst bekämpfen.

Wichtig ist, das er weiß, dass ihm in der Siutation nichts passieren kann. Er erlebt zwar all die Symptome, aber er wird nicht sterben oder i-was anderes wird passieren. Das schlimmste was passieren kann, dass er wegen der ganzen Panik ohnmächtig wird, aber das war es!

Eventuell kann er sich die angstauslösende Situation "schöner" gestalten.. praktisch jemanden zum Einkaufen mitnehmen, weite Plätze nicht meiden, sondern versuchen sie am Rand zu überqueren. Er muss nicht mitten durch den Platz laufen, aber beispielsweise kann er versuchen, an der Wand eines Hauses entlangzulaufen. So hat er auf der einen Seite einen Schutz (Wand) und nur auf der anderen Seite die bedrohliche Situation.

In der Therapie arbeitet man häufig mit funktionalen Kognitionen. Sprich, angemessene, mutmachende Gedanken. Er sollte vermeiden, sich in die Angst hineinzusteigern, sondern stattdessen sich zu sagen "Ich schaff das, ich hab das die ganzen Male auch schon geschafft" etc.
Da man in der Panikstörung so etwas vergisst, sollte er sich den mutmachenden Satz aufschreiben und den dann in der jeweiligen Situation durchlesen.
Eventuell kann er draußen beruhigende Musik hören, so dass er sich mehr entspannen kann.

Professionelle Hilfe ist wichtig, ja. Aber trotzdem finde ich es genauso wichtig, dass man sich über die Erkrankung informiert. Auf Youtube gibt es zahlreiche Erfahrungsberichte über solche Panikstörungen:

Liebe Grüße :)

Kommentar von Xsharper2015 ,

vielen dank :D

Antwort
von Puzak, 17

Sieht mir nach einer starken sozial Phobie aus... Er soll mal zum Therapeuten und dem übel auf den Grund gehen.

Antwort
von Arogancki, 8

Es ist psychisch bedingt. Hab dasselbe durchgemacht. Wenns ein, zweimal passiert ist ja noch lustig, aber wenns jeden Tag passiert wird man so schnell deprimiert, weil man anfängt vor alles Angst zu haben. Ich war bei einem Psychologen (nebenbei) und hab mir aber auch selber immer wieder eingeredet das dass meine Fantasie ist usw

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