Frage von PaulinchenLouis, 35

Können meine Eltern von meinem Studium was bei der Steuer absetzten?

Also z.b Miete, Studiengebühren etc.?

Antwort
von Omikron6, 30

wenn deine Eltern für dich Kindergeld bekommen oder einen Kinderfreibetrag erhalten, könnden sie nichts weiter bei sich geltend machen. Wenn Kindergeld/Kinderfreibetrag nicht gewährt wird, weil du z.B. zu alt bist, können sie gegenüber dir erbrachte Unterhaltsleistungen im Rahmen von § 33a EStG geltend machen. 

Kommentar von HeroStar ,

Besser hätte ich es nicht formulieren können ;-)

Antwort
von kevin1905, 32

Ist doch dein Studium und nicht das der Eltern.

Ggf. kommt § 33a EStG in Frage, aber deine Ausgaben gehören in deiner Steuererklärung.

Kommentar von PaulinchenLouis ,

Ja aber da ich nichts verdiene, kann ich auch nichts absetzten. Sie zahlen mir ja alles

Kommentar von kevin1905 ,

Du hast aber ggf. einen Verlust, den du vortragen lassen kannst und der mit positiven Einkünften in der Zukunft verrechnet wird.

Ich kann auch nicht die Ausgaben anderen in meiner Steuererklärung ansetzen. Wenn ich das könnte, hätte ich keinen 42% Steuersatz...

Antwort
von HeroStar, 16

Jetzt muss ich vielleicht doch was dazu schreiben.

Deine Frage war ob deine Eltern etwas abziehen können bei Ihrer Steuererklärung.

A: ja nach 33a Abs. 1 EStG soweit deine Eltern kein Kindergeld mehr erhalten für dich. 

Zweite Möglichkeit: Die Kosten in deiner Steuererklärung geltend zu machen.Sollte es sich um ein Erststudium handeln,dann sind die Kosten Sonderausgaben.Sind keine eigenen Einnahmen vorhanden bringt dir das nichts.Wäre was anderes wenn es ein Zweitstudium ist.Dann sind es vorgeweggenommene Werbungskosten.Diesen Verlust kann man zu einem späteren Zeitpunkt dann verrechnen mit positiven Einkünften.

Kommentar von StBWeide ,

Das mit dem Erststudium und den zwangsläufigen Sonderausgaben ist so nicht korrekt, da momentan beim BVerfG im Herbst dazu eine Entscheidung fällen sollte nach dem das höchste deutsche Steuergericht, der BFH, bereits mehrmals für den Steuerpflichtigen entschieden hat und Erst-Ausbildungskosten als Werbungskosten sieht. Hintergrund ist das Objektive Nettoprinzip gegen das die momentane Regelung Verstößen dürfte. Daher sind ErstAusbildungskosten bei meinen Mandanten immer Werbungskosten. Das FA hat diese Entscheidung mittlerweile auch im Vorläufigkeitsvermerk aufgenommen um sich zahlreiche Einsprüche zu sparen. VG, David

Kommentar von HeroStar ,

Dann schauen wir mal wie das Bundesverfassungsgericht entscheidet :-)

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