Lange Zeit glaubte ich ja auch, es sei nur ein Klischee, wenn man solche Bücher wie "Männer sind anders...Frauen auch" usw. in den Regalen sah, aber wenn ich mir das rundherum so ansehe, habe ich langsam das Gefühl, dass hier wirklich "biologisch" etwas dran ist, dass Männer nicht verstehen, was Frauen sagen wollen und umgekehrt - und daraus dann (im Grunde unsinnige) Streits entstehen. Wie seht ihr das? Ist es somit sozusagen ein bereits in die Wiege gelegtes Kommunikationsproblem - egal welche Partner aufeinandertreffen?

Es ist wirklich so: was Frau und Mann zueinander sagen (und auch, wie sie es zueinander sagen und was sie zueinander nicht sagen), klingt manchmal fremd. Fremdsprachen kann man aber lernen, der eine mit mehr, der andere mit weniger Geschick.
Früher habe ich mich heftig gegen die Klischees in besagten Büchern gewehrt, eben weil es nicht "die" Frauen und "die" Männer gibt.
Heute muß ich amüsiert feststellen, daß manche Klischees so falsch gar nicht sind. Beispiel:
Frau (manchmal auch Mann!) kommt von der Arbeit nach Hause und jammert. Probleme noch und nöcher. Der Mann (manchmal auch die Frau) gibt Ratschläge, will helfen, die Probleme zu lösen. Falsch! Frau (manchmal auch der Mann...) will nur in den Arm genommen und getröstet werden - so gestärkt, löst sie (er) seine Probleme - die dann manchmal gar keine mehr sind - am nächsten Tag schon alleine!
Nein, zum Glück ist das nur bei Mann und Frau in Reinform so.
Jeder Mann hat auch weibliche Züge und umgekehrt, so dass man sich des Problems wohl bewusst sein muss, wenn es mal hakt, grundsätzlich aber eine Verständigung möglich ist.
Wenn es mal nicht funktioniert, einfach einen anderen Ansatz wählen ;)

Es mag grundsätzliche Verständnisprobleme geben, die jedoch durch viel Zeit, Geduld, Wille und vor allem der inneren Bereitschaft, den anderen zu verstehen (!), aus dem Weg geräumt werden können. Dahinter steht als Antrieb Liebe. Sind diese Voraussetzungen erfüllt, kann es mit der Kommunikation wunderbar klappen. Es erfordert auch einfach ein Zurücktreten vom eigenen Standpunkt, eine Erweiterung der Wahrnehmung, und man sollte möglichst nicht projizieren. Wir sind auch nicht gerade einfach gestrickt- im Gegenteil ;-)- und dennoch verstehen wir einander inzwischen bestens- das fiel uns allerdings wirklich nicht in den Schoß!!

unabhängig davon daß ich dieses Buch "Männer sind anders...Frauen auch" und ähnliche Bücher zu diesem Thema gelesen habe, bin ich der Meinung das die beiden eben ein Stück anders "ticken". Die Sache wird da spannend und wertvoll, wenn beide auf einander zu gehen, sich jeweils die Zeit nehmen und dem anderen wirklich zuhören. Die wertvolle Ergänzung bei Unverständnis ist auf jeden Fall nachzufragen: "wie hast Du das jetzt gemeint". Und ich finde es absolut hilfreich sich auch Zeit zu nehmen, solche genannten Bücher einmal zu lesen, besser noch zu studieren. Und das gilt für beide...

Männer und Frauen können sich schon verstehen. Das Problem taucht dann auf, wenn, und sei es unterschwellig, Aspekte, die Partnerschaft oder auch bisweilen auch nur Sex betreffen, ins Spiel kommen. Dann kommt es sehr leicht zu Mißverständnissen. (Vermutlich tritt vergleichbares auch bei homosexuellen Konstellationen auf.)
Mit einer guten Freundin oder auch Arbeitskollegin habe ich keinerlei Kommunikationsproblem. Der Gedankenaustausch funktioniert hervorragend und auch der Ansatz, gemeinsam eine Herausforderung zu meistern ist harmonisch. Bei einer guten Freundin habe ich auch keine Probleme, über persönliche Befindlichkeiten zu sprechen.
Sobald jedoch das andere ins Spiel kommt, fühle ich mich oft unverstanden. Es liegt also nicht an den Frauen, sondern an der Konstellation. (Umgekehrt gilt das gleiche.)
Das Problem gibt es aber durchaus auch von Frau zu Frau. Zumindest ist es bei mir ein Problem, weil meine Chefin oft anders zu ticken scheint als ich. Manchmal wünschte ich mir einen Dolmetscher für ihre Aussagen. Vermutlich hängt das einfach davon ab, was wir beim anderen voraussetzen. Jeder von uns hat zu bestimmten Worten bestimmte Bilder im Kopf. Oft geht man dann beim Gespräch unbewußt davon aus, dass der andere das gleiche Bild hat. Wenn dessen Bild nun ganz von unserer Vorstellung abweicht -> babylonisches Sprachgewirr ist vorprogrammiert.

Sicher sind beide anders. Man kann immer nur VIEL miteinander reden und den Partner immer wieder auffordern das Gleiche zu tun. Dann gibt es vielleicht weniger Missverständnisse!
Frau (manchmal auch Mann...) gibt hier viele gute Antworten!
Danke, liebe soust! knicks Gnä'Frau sind aber auch nicht schlecht!!
Das ist die treffendste Antwort, die ich seit langem hier gelesen habe!
Danke!