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Können Kleinkinder schon hyperaktiv sein?

gefragt von kriepe am 19.08.2009 um 23:35 Uhr

Meine Tochter, 26 Monate, ist seit ihrer Geburt sehr anstrengend. Schon als Baby hat sie sehr viel geschrieen, hat kaum geschlafen, war sehr unruhig, konnte sich niemals allein beschäftigen, war oft unzufrieden. Glücklich war sie allerdings, wenn sie mal viele Leute und dadurch viel Abwechslung um sich herum hatte. Das konnte dann nie genug sein. Mein Mann meinte schon, wir hätten das Baby der neuen Generation- das braucht keinen Schlaf mehr. Unsere Maus ist mit 13 Monaten sicher gelaufen und hat auch schon gut gesprochen und alles verstanden, nur zufrieden war sie nie. Im Moment, eigentlich seit ihrem 2. Geburtstag, ist sie wieder sehr anstrengend! Unsere ruhigen Nächte, die wir uns erarbeitet haben, werden oft unterbrochen durch ihren unruhigen Schlaf und ihre Wutanfälle aus dem Nichts. Tagsüber ist sie immer noch sehr anhänglich, spielt selten allein, hängt mir immer am Rockzipfel, weint häufig, hat viele Wutanfälle bei denen sie sich selbst haut und ist eigentlich nur glücklich zu bekommen, wenn ganz viel Aktion um sie herum ist. Selbst beim Melken von Kühen saugt sie die Infos mit den Augen auf. Mein Mann und ich, haben überlegt, wie wir es schaffen, dass wir selbst nicht mehr so ausgelaugt sind und unser Doktor hat uns mal einen Verhaltenstest Nahe gelgt. Nicht zu letzt, weil sie schon lange sehr gut spricht und clever ist, wobei wir nicht auf Hochbegabung schließen.

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mum45kids
beantwortet von mum45kids am 19. August 2009 23:54
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Unser mittlerer Sohn 6 ist laut Aussagen von mehreren Föderstellen Hochbegabt mit einer leichten ADS wir haben es aber nie testen lassen. Hatten es vor habe mich dann aber schlau gemacht das der Test in dem alter Blödsinn ist. Hochbegabte Kinder sind meißt anstrengend ist halt so das normale reicht dennen nicht weil das Gehirn mehr braucht. Unser Sohn provoziert sehr oft testet die Regeln usw gibt sich selber halt kleine kicks dadurch, so wurde uns das erklärrt. Muß sie halt echt so nehmen wie sie sind kannst Du nicht ändern und ich selbst halte auch nicht viel davon sie mit Tabletten ruhig zu stellen. Powert sie aus so gut es geht gerade im Sommer. Weiß manchmal ist es so das man echt nicht mehr kann aber es geht immer weiter und man packt es. Kleiner trost solche Kids werden wenn sie Erwachsen sind meißt in Leitenden Bereichen arbeiten wenn andere müde sind drehen die erst richtig auf weil sie den Stress brauchen. Viel belastbarer als "normale" Menschen. Und es macht doch auch Stolz ein so schlaues Kind zu haben oder??? Laßt den Test meiner Meinung nach dazu ist sie noch viel zu klein

Kommentar von kriepe am 20. August 2009 11:22

Vielen Dank für den Zuspruch! Ergänzend sollte ich vielleicht noch sagen, dass es uns gar nicht um die Feststellung des ADS/ADHS geht. Uns geht es auch nicht im die Feststellung einer Hochbegabung. Für beide Diagnosen ist es wohl wirklich noch zu früh und die Folgen derer, sind oft Medikamente, die für uns überhaupt nicht in Frage kämen. Wir erhoffen uns lediglich eine Ursachenforschung, damit wir eingrenzen können, woher ihre Stimmungsschwankungen und Unruhezustände kommen und auf diese RICHTIG einwirken können. Außerdem hoffen wir, dass wir in eine der heiltherapeuthischen Gruppenaufgenommen werden, damit wir unsern Spatz mit der richtigen Förderung und Kontakten auspowern können. Weiterhin würde sie auch endlich in ihrer Entwicklung weiterkommen- Sie sagt jetzt schon seit einigen Wochen, dass sie auch endlich groß sein will um ganz viel zu dürfen, zu können und zu machen(und das, obwohl sie viele Freiräume hat und wir sie sich selbst austesten lassen- frei nach dem Motto eigene Erfahrungen sammeln, die aber altersgemäß sind).

Kommentar von Dc2126ec795c5e69a4f7a48c5f33ecbdsmallmum45kids am 20. August 2009 22:02

Die Tests wegen Hochbegabung sind noch zu früh uns wurde es auch erst geraten und wir wollten es auch machen da war mein Sohn 5. Habe mich mit dem Thema dann näher befast und habe ganz oft gehörrt das es in dem Alter die Tests noch total ungenau sind und im Grunde auch weder uns noch meinem Sohn etwas bringen. Man muß echt nur aufpassen das es wenn die Würmer in die Schule kommen nicht nach hinten los geht. Hab das mit dem Ältesten schon durch der hat alles ohne Probleme sofort begriffen während andere es ein paarmal erklärt haben mußten. Das fatale dabei ist das es ihm zu Langweilig wurde und er nicht mehr aufgepaßt hat weil das kann ich ja alles... Aber irgend wann hat er dadurch den Anschluß verloren und kamm nicht mehr mit. Mir wurde jetzt gesagt das Johanniskrauttee oder so den Kindern helfen soll ruhiger zu werden stehen sich ja oft auch selbst im Weg habe es aber noch nicht getestet. Genauso soll Zappelin was Du in der Apotheke bekommst (rein Planzlich und OHNE Nebenwirkungen, ab 1 Jahr) den Kindern helfen auch mal ruhiger sich mit irgend erwas zu befassen. Habe da auch schon überlegt ob wir es mal probieren den mein Sohn ist ja für die Lehrerin nicht so bequem... Kind was dann erstmal diskutiert das man irgend etwas ja auch anders lösen könnte und dafür Beispiele bringt wie man es machen kann. Kinder die da sitzen und es so machen wie es gesagt wurde und nicht weiter wiedersprechen sind halt einfacher. Mein Sohn eckt da öfter mal an und kann auch schlecht still sitzen. Denke werde es mal testen in der Schulzeit ob es für ihn damit einfacher wird. Die merken ja ganz genau wenn sie Abgelehnt werden weil sie halt etwas "schwieriger" sind aber kommen da ja auch nicht allein raus. Ist für die Kinder auch nicht immer leicht sind ja nicht so um uns fertig zu machen können halt nicht anders.


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stefanpeter
beantwortet von stefanpeter am 19. August 2009 23:40
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jedes Kind ist anders und bringt ganz viel mit. Hyperaktivität ist eine angenehme weil einleuchtende Begründung für zeitweilige, oft verständliche Überforderung der Eltern. Vielleicht ist Eure Tochter nur sehr interessiert und Ihr müde? Möchte nicht bewerten, nur zur Debatte stellen. Alles Gute

Kommentar von kriepe am 20. August 2009 00:12

Müde sind wir auf jeden Fall. Aber wir haben uns schnell ein System gebastelt, das bis jetzt funktioniert hat. Einer beschäftigt sich mit ihr, der andere schläft oder hat Zeit für sich- und das im Wechsel, d.h. nur, wenn wir das auch wirklich brauchen. Allerdings habe ich mittlerweile schlechte Karten, weil sie mich nicht mal 5 min auf der Couch liegen sehen kann. Am Wochende, einmal im Monat, geht sie zu den Großeltern, so dass wir Kraft schöpfen können. Nur leider ist sie meistens, wenn sie wieder kommt, noch viel anstrengender als vorher, weil sie bei Oma und Opa oft ihren Willen durchsetzten darf.


SevenStarMantis
beantwortet von SevenStarMantis am 19. August 2009 23:36
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Ja, sie können das. Das jedoch zu diagnostizieren in diesem Alter ist extrem schwierig ! Möglich wäre auch noch das Asperger Syndrom oder auch eine ganze weitere Reihe von psych. Krankheitsbildern. Das gehört in die Hände von Kinder.- und Jugendpsychologen. Mach Dich nicht verrückt.


alchemist2
beantwortet von alchemist2 am 19. August 2009 23:43
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Wieviel Zeit hast du dir denn mal genommen, um sich wirklich mit ihr zu beschäftigen? Wenn im Alltagsstress alles ein bischen zu kurz kommt, muss man sich darüber nicht wirklich wundern. Ein Kind kann sich erst allein mit sich beschäftigen, wenn es regelmässig Anleitung dazu bekommen hat. Du solltest dir deinen Tag so einteilen können, dass für die Kleine genug Zeit bleibt. Das klappt garantiert nicht immer, aber je regelmässiger, desto besser!

Kommentar von kriepe am 20. August 2009 00:08

Mein Mann und ich teilen uns die Beaufsichtigung der kleinen Maus in der Woche- dank seines Heimarbeitsplatzes für 2,5 Tage/Woche. An den Tagen bin ich dann zur Uni, weil ich gerade mein Examen abschließe. Wir können also behaupten, dass immer jemand von uns bei ihr ist. Was das Spielen angeht, habe wir uns sogar Literatur besorgt, die uns den Einstieg und die richtige Förderung erleichtern soll. An einem Tag der Woche gehen wir vormittags in eine Krabbelgruppe, bis vor kurzem sogar 2, was sie sichtlich genießt. Ansonsten sind wir viel draußen, weil mir sonst die Decke auf den Kopf fällt, besuchen Spielplätze, gehen Spatzieren, erforschen die Natur und ihre Tiere, spielen mit ihrer Freundin- auch mal Obstgarten und Domino und lesen sehr viele Bücher. Da sie von Anfang an so schwierig war, haben wir uns unseren Alltag an sie angepasst. Selbst den Haushalt mache ich oft abends, wenn mein Mann sie für das Bett fertig macht.

Kommentar von 839bcea6c769c74bd4bcbc4b081f5b4fsmallalchemist2 am 20. August 2009 16:50

Find ich toll, das klingt alles sehr vorbildlich. Ein Patentrezept gibt es sowieso nicht, da alle Kinder einfach zu individuell und unterschiedlich sind. Ich denke, dass ihr da wohl einfach durch müsst. Je geradliniger ihr im Umgang mit ihr seid, desto schneller sollte das abebben. Als wichtigstes halte ich, dass man nicht nur liebevoll, sondern auch aufrichtig und nicht willkürlich redet und handelt. Wenn Strafen , dann sollten sie vorher angekündigt werden, und wenn der Gehorsam ausbleibt, dann auch umgesetzt werden. Alles Gute für Euch!


philohibiscus
beantwortet von philohibiscus am 19. August 2009 23:43
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Es ist so, dass ein Kind mit zwei Jahren schon die meisten Weichen gelegt bekommen haben muss. - Wie ist es mit euren eigenen Bedürfnissen? - Muss sie sich auch mal zurücknehmen, oder ist sie immer der Mittelpunkt und es wird auf jeden Furz von ihr eingegangen? Mir kommt das schon ein bisschen so vor, als ob ihr da fachliche Hilfe braucht. So ein kleiner Tyrann braucht jetzt Hilfe, denn er/sie muss alles viel härter erlernen, je älter er/sie wird.

Kommentar von kriepe am 19. August 2009 23:59

Da ich selbst eine pädagogische Ausbildung besitze und mich für konsequent, aber auch streng halte, kann ich mit guten Gewissen behaupten, dass nicht alles nach ihrer Nase tanzt. Natürlich versuche ich sie immer dazu zu bewegen, sich mal allein zu beschäftigen. Wenn sie es tut, dann loben wir sie anschließend immer. Auch unterbreche ich dann ihren Spielkreis nicht. Dennoch gelingt es ihr oft nicht. Stattdessen höre ich immer, dass ihr langweilig sei. Selbst ihren Großeltern ist aufgefallen, dass sie permanent bespielt werden möchte und so extrem wissbegierig ist.


Maryline
beantwortet von Maryline am 19. August 2009 23:53
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Das Verhalten eures Kindes erinnert mich sehr stark an ein gleichaltriges Mädchen in der unmittelbaren Nachbarschaft.

Nun weiß ich nicht, wie der Alltag eures Kindes aussieht. Ich kann dir aber gerne einmal kurz schildern, wie es bei Nachbars zugeht: Die Familie (Vater, Mutter, Kleinkind) lebt in einer Drei-Zime-Wohnung, davon 6 Monate zusammen mit den Eltern der Mutter, die zweimal im Jahr jeweils für 3 Monate aus China anreisen. Die fünf sind zudem ständig auf Achse und selten zu Hause, auch über Nacht. Das Kind ist somit permanent neuen Eindrücken ausgesetzt und ununterbrochen in Gesellschaft von Erwachsenen. Regelmäßig gegen Mitternacht, wenn die ganze Familie denn mal zu Hause ist, schreit die Kleine ziemlich lange.

Auch dieses Kind hat sehr früh das Laufen erlernt und babbelt schon munter drauflos. Kontakt zu anderen Kindern hat es nicht.

In dem Fall sehe ich eine totale Reizüberflutung für das kleine Kind, eine viel zu enges Aufeinanderhocken mit den Erwachsenen. Ihm wird keine Gelegenheit gegeben, sich allein mit einem Spielzeug zu beschäftigen, und dauernd redet irgendeiner auf das Kind ein.

Bei euch wird es wahrscheinlich ganz anders sein, aber ich fände es nicht verkehrt, wenn ihr euer KInd einmal in der Kinder-Neurologie vorstellen würdet.

Kommentar von kriepe am 20. August 2009 00:21

Unser Alltag sieht in der Tat ganz anders aus. Wir haben hier genug Platz und einen Garten, leben direkt auf dem Land und sind daher viel in der Natur. Wir müssen aber auch einen geregelten Tagesablauf mit immer wieder den gleichen Riten haben, weil unsere Maus Neurodermitis hat, die wir nur so in den Griff bekommen. Wenn ein Tag in Stress ausartet, dann blüht sie, wobei Stress bei so einem Energiebündel relativ ist.


triplehthebest
beantwortet von triplehthebest am 19. August 2009 23:41
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das geht auch gleich nach der geburt


anonym
beantwortet von Isa1987 am 19. August 2009 23:41
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nein, es ist zu früh um das zu sagen. es kann erst im grundschulalter diagnostiziert werden.


anonym
beantwortet von wirbelwind1981 am 19. August 2009 23:41
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Aus eigener Erfahrung lege ich dir ans Herz mit deinem Kind zu einem guten klassischen Homöopathen zu gehen. Er hat mir bei meinen Kindern sehr geholfen. Und auch das Kind einer Cousine, das deinem Kind sehr ähnlich ist, hat er super behandelt.

Kommentar von kriepe am 20. August 2009 00:14

Sie ist schon auf Belladonna uns Pulsatilla eingestellt.


Raaver
beantwortet von Raaver am 19. August 2009 23:37
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Bei meinem kleinen Bruder war es fast genauso das er nicht zu halten war früh gelaufen und alles. Jetzt ist er 4 3/4 beinahe 5 und es hat sich beruhigt. Ich würde eher keinen Test machen und abwarten


MICIF
beantwortet von MICIF am 19. August 2009 23:36
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