bei meinem sohn wurde vor ein paar jahren eine fructoseunverträglichkeit diagnostiziert. inzwischen hat sie sich mehr oder weniger "ausgewachsen". nun habe ich gehört, sowas kann von zu viel saftkonsum kommen. kann das sein?
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Lactose und Fructoseintoleranz bedeuten, daß der Körper nicht genügend Enzym herstellen kann, um Fructose und/oder Lactose zu verarbeiten. Die nicht verdaute Fructos/Lactose wird dann z.B. im Darm von Bakterien verstoffwechselt, was zu starken Blähungen und anderen Problemen führten kann.
Der Enzymmangel ist genetisch festgelegt, aber von Betroffenen zu Betroffenen unterschiedlich stark ausgeprägt. Außerdem verändert sich die Menge der produzierte Enzyme im Laufe des Lebens, d.h. kleine Kinder produzieren in der Regel weniger Enzyme als junge Erwachsene und im Alter werden dann auch wieder weniger Enzyme produziert, wodurch es erneut zu Problemen kommen kann.
Der Fruchtsaft bei deinem Kind war also nicht der Auslöser in dem Sinne, daß er eine Krankheit erzeugt hat, die vorher nicht da war, sondern er hat nur angezeigt, daß Dein Kind nicht soviel Fructose verdauen kann, wie andere Kinder. Mittlerweile dürfte die Enzymproduktion seines Körpers aufgeholt haben, so daß eine Verdauung von Fructose in ausreichendem Maße möglich ist.
Es gibt verschiedene Formen von Fructoseintoleranzen. Du solltest dich mit dem Arzt unterhalten, der damals die Diagnose gestellt hat.