eine bekannte von mir hat gerade ein kind bekommen. meiner meinung hat sie sich das leichter vorgestellt und wirkt in ihrer neuen rolle sehr überfordert. sie selbst klagt schon, dass sie ein burnout-syndrom hätte. kann das sein? meines wissens bekommt man das nur durch einen stressigen job. oder stellt sie sich an und sollte sich ein bisschen zusammen reißen?
Weitere Fragen zu verwandten Themen finden Sie hier:

Burnout scheint das neue Modewort zu sein. Vielleicht wird sie ja auch von ihrem Baby gemobbt? Aber mal im Ernst: Früher boten die Krankenkassen vorübergehende Hilfen an, wenn die Mutter so gar nicht mit dem Neugeborenen klar kam. Das wäre sowohl für Mutter als auch für Baby doch eine gute Sache bis die Beiden sich an den "Stress" gewöhnt haben.
Bei jungen Müttern nennt man das, was Du beschreibst, auch schon mal Wochenbettdepression.
Burnout-Syndromist ein allgemeiner Erschöpfungszustand, der sich körperlich und psychisch auswirkt. Dazu muß man wohl nicht unbedingt im Job sein, das kann man auch unter anderen Streßbedingungen bekommen.

Wicki schreibt dazu:
Ständige Frustration, das Nichterreichen eines Zieles, zu hohe persönliche Erwartungen an eigene Leistungen, Überlastungen etc. können erschöpfen. Das Burnout-Syndrom ist vielfältig und individuell unterschiedlich in Auftreten und Ausmaß: Depressionen und auch physiologische Beschwerden, wie Schlafstörungen, Kopfschmerzen, Magenkrämpfe oder körperliche Dysfunktionen. Typisch sind auch Schuldgefühle oder Versagensängste. Der „Ausgebrannte“ erlebt seine Umwelt im allgemeinen als nicht mehr kontrollierbar und zieht sich eher in sich zurück, ohne eventuelle Hilfe (von Verwandten oder Freunden) anzunehmen. Bisweilen unterstützen Psychologen und/oder Ärzte, etwa in einer Psychotherapie.
Zusätzlich hat ihr Körper noch erheblich unter Hormonschwankungen zu leiden. Also nicht belehren sondern hilfreich zur Seite stehen. Alles Gute für Eure Freundschaft ;-)!

Es gibt viele Mütter, die bei einem wirklichen Baby (also kein Baby-Born-Püppchen, was man nach 20 Minuten wieder in die Ecke pfeffern kann) vollkommen überfordert sind. Aber da es in der Geschichte so viele Frauen geschafft haben, würde ich deiner Freundin raten, sich nicht hinter neumodischen Begriffen zu verstecken, nur weil sie bislang noch nicht richtig mit der ganzen Situation klar kommt. Sie hat sich dafür entschieden, also soll sie sich langsam an den Gedanken gewöhnen, dass sie sich ein mindestens 18 Jahre andauerndes stressiges und teures Hobby ausgesucht hat. Sollte sie dennoch total überfordert und ausgepowert sein, soll sie andere Mütter fragen, wie sie es hinkriegen.
Nu mal langsam. Burn-out oder Depressionen sind schwere Erkrankungen.Das ein Baby Streß macht und man auch mal unzufrieden ist,ist total normal.Unterstütz Deine Freundin.Nimm Ihr Dinge ab.Geh mit Ihr und Baby spazieren u.s.w. Gut ist auch,wenn man jungen Müttern auch mal Fehler zugesteht.Man darf mal genervt sein,auch mal was in der Wohnung liegen lassen.Der unmögliche Versuch immer alles perfekt machen zu wollen,ist oft der Kraftkiller.Nimm Ihr solche Gedanken.Es kommen ja auch wieder andere Zeiten.

Ja, ich denke auch, dass das eine Wochenbett-Depression ist. Damit ist aber auch nicht zu scherzen. Sie sollte unbedingt mit ihrer Hebamme oder ihrem Arzt darüber sprechen!!
Völlig normal: ist, dass besonders beim ersten Kind die ersten Wochen und Monate als besonders anstrengend empfunden werden. Wenn man keine Nacht mehr durchschlafen kann und das Baby alle 2-4 Stunden nach Nahrung verlangt, evtl. öfters schreit, weil es Bauchkrämpfe hat, dann führt der Schlafentzug und die Verantwortung oft zu einem Gefühl der Überforderung. In verschiedenen Ausprägungen macht dies jede Mutter, vor allem beim ersten Kind mit.
Grund: Vor der Geburt kann man sich kaum vorstellen, was es bedeutet, ein Baby zu versorgen. Insbesondere, wenn man mehr oder weniger mit der neuen "Rolle" alleine fertig werden muss, kann man in eine vorübergehende Krise geraten. Deshalb ist der gegebene Rat, Verständnis für die Situation der Freundin zu zeigen und Hilfe anzubieten der beste Weg.
Nicht normal: und da bin ich mit Elster79 nicht einig, dass es sich in diesem Fall um eine Schwangerschaftsdepression handelt. Und "Wiki-Rat" ist nicht unbedingt immer Stand der Wissenschaft. Der wird anonym verfasst und je nachdem wer hier verfasst, variiert die Qualität der Informationen ganz gewaltig. Auch Fehliformationen sind dort zu finden.
Thema Schwangerschaftsdepression: da junge Mütter zahlreiche Vorsorge- und Nachsorgeuntersuchungen bei sich und dem Kind haben, bleibt eine Schwangerschaftsdepression kaum noch unerkannt. Ärzte, Kinderärzte und Hebammen kennen die Anzeichen sehr gut, so dass man davon ausgehen kann, dass dies bereits erkannt worden wäre.
FAZIT: Überforderungsgefühle sind am Anfang völlig normal. Und je nach Veranlagung leiden einige Frauen sehr unter dem Baby-bedingten Schlafentzug, so dass ein gewisses "Krankheitsgefühl" und ausgelaugt sein, in der ersten Zeit einfach dazu gehört. Gute Freunde, Großeltern und ein verständnisvoller Ehemann können viel dazu beitragen, dass diese harte Anfangszeit vorüber geht ;-))

Klingt nach einer Wochenbett- Depression. Damit sollte sie sich unbedingt Hilfe suchen, also ab zum Arzt. Das ist nichts was von alleine wechgeht und sie stellt sich auch nicht an. Hilf ihr. Gerade die Erwartung, das sie jetzt ja glücklich sein MUSS, weil sie ein Kind bekommen hat, macht das alles eher noch schlimmer. Es gibt viele Frauen, die das haben und ist auch nichts schlimmes, das sie diese Depressionen hat. manchmal Pendelt sich der Hormonhaushalt nach der Geburt nicht wieder richtig ein. http://de.wikipedia.org/wiki/Schwangerschaftsdepression

Bin schon lang Oma und bei mir war das auch so nach der Geburt am Anfang, das hat sich aber gelegt. Ich würde Deiner Freundin heute raten, so oft wie möglich schlafen. Immer wenn das Kleine schläft, sich auch ausruhen. Telefon abstellen. Die Bügelwäsche wartet........und dann zwischendurch auch mal lachen und denken, dass es im Moment Millionen junger Mütter gibt, die genau gleich fühlen. Und etwas für die Nerven tun...........Grüsse und Kraft marialuisa
Burnout-Syndrum ist individuell . von Erschöpfung, Kopfschmerzen , Depressionen, Magen Probleme ...u.s.w
Leider ist es aber auch zu einem Modewort geworden . Das Probleme mit einem Baby in den ersten Monaten aufkommen , das ist völlig normal. Das legt sich in der Regel wider. Dennoch würde ich einen Besuch beim Arzt vorschlagen . Ps. Die Jungen Damen ...sind in der Heutigen Zeit sehr schnell überfordert .
JoeWied am 9. Dezember 2007 01:14 In der heutigen Zeit ? Meinst du nicht, dass jede Zeit ihre eigene Herausforderung stellte. Ich bin der Meinung, dass man die Resistenzfähigkeit nicht auf eine bestimmte Zeit eingrenzen kann. Und überhaupt mixelst du Symptome, Krankheiten und Folgen mit Burnout zusammen. Du scheinst dich mit diesem Thema nicht sehr tief beschäftigt zu haben.

Erstens denke ich, dass deine Freundin gar nicht weiss, was Burnout wirklich ist.
Ueberlastung auch massive ist noch kein Burnout. In der Regel kann man sagen, Leute dich über Burnout klagen, haben kein Burnout. Burnoutkandidaten haben fast alle gleiche Voraussetzunge (mehr oder weniger): - hoher Idealismus - Zwanghaft alles richtig machen zu wollen - Keine Delegationsfähigkeiten - Vernachlässigung eigener Bedürfnisse - nachlässige Ernährung - Verdrängung von Bedürfnissen - Verdrängung und nicht Bewältigung von Problemen - Zynismus - beobachtbare Verhaltensänderungen - Rückzug aus persönlichem Umfeld (Umwelt) - Suchtgefahr (Medi, Alk, Zigarretten etc.) - Aenderungen der Wertvorstellungen - später dann Depression bis zu Selbstmordgedanken
Je nach Klassifizierungs-Lehre gibt es 12 Burnoutstufen. Erfrag diese und du weisst, ob Sie Unterstützung durch ihr Umfeld, allenfalls Psychtherapier etc. benötigt oder nicht.
Hier kannst du dich selber testen: http://www.topos-online.at/f/burnout.htm
Ja, natürlich, sowohl Burnout als Krankheit als auch vorübergehende Burnout-Symptome! Denn: Welcher Job ist wohl stressiger als der einer jungen Mutter, die alles gut und richtig machen will? Und dann soll auch noch der Haushalt (und womöglich Garten, Haustier etc.) gut versorgt und vorzeigbar sein.
Wenn dann (völlig überflüssigerweise) noch auf andere Mütter hingewiesen wird, die das alles scheinbar mühelos schaffen, dann ist die seelische Erschöpfung und Depression quasi vorprogrammiert!!! Also bitte: sehr (!!!) ernst nehmen und nicht mit irgendwelchen "klugen" Ratschlägen kommen, sondern möglichst mit anpacken!
Und daruaf hinweisen, dass auch andere junge Mütter in dieser Situation arg zu kämpfen haben und an ihren eigenen Ansprüchen und an den Ansprüchen der Umwelt scheitern oder zu verzweifeln drohen. Gelassenheit kommt nur, wenn Verständnis und Unterstützung der Umwelt da ist ...
Und Mut machen, Prioritäten zu setzen: das Kind kommt zuerst, Haushalt, Verwandte, Job etc. ganz weit (!!) dahinter, denn alles gleichzeitig kann man einfach nicht schaffen - es sei denn, das Kind ist zufällig ein Bilderbuchkind, das nur alle drei oder vier Stunden gestillt werden will und ansonsten schläft und nach wenigen Wochen bereits nachts durchschläft ...