Frage von YellowJersey, 91

Können Hunde von Geburt an aggressiv sein?

Ich bin ja fest davon überzeugt, dass dem nicht so ist aber im Internet findet man immer wieder Seiten in denen das Temperament bestimmter Hunderasse z.B Pitbull oder Belgian Malinois als "aggressiv" beschrieben wird. Sehr weit verbreitet wird auch, dass solche Rassen sehr assozial mit anderen Hunde und Tieren sind. Kommt es da nicht hauptsächlich auf die richtige Sozialisierung und Training von Welpenalter auf an?

Expertenantwort
von dsupper, Community-Experte für Hund, 31

Hallo,

es ist nun einmal so, dass die bestimmten Hunderassen immer ganz selektiv für eine besondere Aufgabe/Arbeit herausgezüchtet wurden.

Da spielte nicht nur das Aussehen, sondern ebenfalls ganz besondere Charaktereigenschaften eine große Rolle.

Und deshalb gibt es eben besondere Jagdhundrassen, oder Hütehunde, oder oder oder ....

Besäße jeder Hund das gleiche grundsätzliche Wesen und/oder die gleichen grundsätzlichen Charaktereigenschaften, dann bräuchte es diese unterschiedlichen Rassen nicht.

Aggressivität ist allerdings keine Charaktereigenschaft und kein Wesenszug - bei keiner Rasse.

Und dann kommt es natürlich immer darauf an, was der Mensch aus diesen Eigenschaften macht, inwieweit er sie in die falsche Richtung lenkt oder es schafft, nicht gewollte Eigenschaften gut zu kontrollieren (z.B. einen überaus starken Jagdtrieb etc.).

Aber daher ist es immer so wichtig, sich wirklich mit dem Charakter einer bestimmten Rasse intensiv auseinanderzusetzen und zu überlegen, ob er dem eigenen Wunsch und den eigenen Bedürfnissen entspricht und ob man den Ansprüchen der Rasse überhaupt gerecht werden kann.

Viele Arbeitsrassen wie Rottweiler oder Dobermann oder Schäferhunde brauchen eine richtige "Arbeit", die Hütehundrassen ebenfalls. Nur die üblichen Spaziergänge reichen solchen Hunden nicht. Mit solchen Rassen sollte man regelmäßig Hundesport betreiben, Man-Trailing, Agility etc.

Manche Rassen sind auch ob ihres Charakters leichter und einfacher zu führen als andere Rassen, die einen starken Führer brauchen, der sich nicht auf der Nase rumtanzen lässt - sie verzeihen Erziehungsfehler weniger

Immer aber sind auch Hunde Individuen, auf deren Bedürfnisse man auch ganz individuell eingehen muss.

Gutes Gelingen

Daniela

Expertenantwort
von friesennarr, Community-Experte für Hund, 14

Es gibt Gehirnkrankheiten, wo die Tiere nicht normal sind, aber die kommen in aller Regel nicht zum verkauf, sondern werden eingeschläfert.

Ansonsten kommen Tiere niemals aggresiv auf die Welt.

Alles andere ist Erziehung.

Antwort
von miriamkelzer, 19

Da hast du recht genau darauf kommt es an. Diese Rassen haben meist einen ausgeprägten Beschützerinstinkt und den kann leider auch ausnutzen um einen aggressiven Hund zu haben. Natürlich gibt es Hunde (wie auch Menschen), die eine gewisse Bereitschaft zur Aggressivität mitbringen und darauf wird ja sogar gezüchtet bei einigen Rassen, aber dagegen kann man super vorgehen mit Erziehung. Ein Hund, der von klein auf viel Kontakt mit anderen Hunden hat, konsequent aber auch liebevoll erzogen wird und sowohl körperlich als auch geistig typgerecht ausgelastet wird und dem auch von klein auf die Welt gezeigt kriegt, wird nicht grundlos Menschen und Artgenossen angreifen oder sogar töten. oft steckt hinter vermeintlicher Aggressivität auch einfach nur totale Unsicherheit (ist beim menschen nicht anders). ein selbstbewusster und sicherer Hund wird eine neue Situation nicht so schnell aus der Fassung bringen. Klar können die Hunde auch Angst haben, aber sie gehen mit der Situation besser um als unsichere Hunde. Das kann man häufig bei kleinen Kläffern beobachten, die wegen jedem Mist auf den Arm genommen werden.  

Mein Chow-Chow-Rüde (ist jetzt zwar kein Pittbull, aber dennoch eine sehr anspruchsvolle Rasse. Gilt nicht als kindertauglich/ Familienhund und neigt dazu, sich nicht mit anderen Hunden gut zu verstehen und auch dominant zu sein) zum Beispiel ist nicht so leicht aus der Fassung zu kriegen und er hat wirklich Nerven aus Stahl. Er kommt gut mit meiner 9-Jährigen Schwester und auch anderen Kindern aus und kommt auch mit jedem Hund klar. Habe schon einige Situationen mit ihm erlebt, wo selbst ich überrascht war, wie cool er diese Situation gemeistert hat. Da hätten andere Hunde deutlich anders reagiert.

Antwort
von Fuchssprung, 21

Einige Hunde spielen ein wenig "robuster" mit einander als andere. Das sieht für den unbedarften Zuschauer dann so aus, als ob sie aggressiv wären. Das hat aber rein gar nichts mit Aggressivität zu tun. Diesen Hunden kann man genauso gutes Benehmen beibringen wie jedem "friedlichen" Hund. Oft sind diese Rassen noch nicht einmal dominant und so mancher "Kampfhund" lässt sich von einen Chihuahua dominieren. Denn jeder Hund wird zuerst einmal als soziales Wesen geboren. Darüber definiert sich jeder Hund. Kein Hund wird aggressiv geboren. 

Kommentar von miriamkelzer ,

Genau. Mein Hund kabbelt gerne mit anderen Hunden, aber immer spielerisch! Wenn es wirklich Stress gibt oder der andere Hund will Nichtse wild spielen zieht er sich zurück. Trotzdem interpretieren sogar einige Hundebesitzer aggressives Verhalten rein, aber das heißt ja nix. Bei einigen Hundebesitzern kann man nur den Kopf schütteln...

Kommentar von Fuchssprung ,

Das sind meistens Leute die einen Hund besitzen, die glauben alles über Hunde zu wissen aber in Wahrheit keine Ahnung haben :-)

Antwort
von Herohuhn, 30

Es ist bei Hunden wie bei Menschen keiner ist von Anfang an Böse oder hat Vorurtele über den anderen, es gibt halt Wesen(Menschen wie auch Tiere) die von Anfang an ein bisschen dieses "raufbold syndrom" haben und deshalb eher agressiv auf sachen reagieren. Pitbull´s , Doggen, oder andere Hunde mit großen Kopf werden halt alts potenziell "Böse und Gefährlich" deklariert weil man diese eher dazu benutzt um sie "Scharf" zu machen (das sie auf befehl einen angreifen).

Aber ich bin auch der meinung das Hunde nicht von anfang an Agressiv sind sondern der Besitzer sie Agressiv macht

Antwort
von chipi5, 5

Nein. Kein hund wird böse geboren es kommt immer darauf an wie man sie erzieht rotweiler, pit bull & co werdendeshalb von vielen Menschen als aggressiv und böse angesehen ob wohl sie in Wirklichkeit sehr nette und familienfreundliche hunde seien können. Ich kenne einen rotweiler der fast in den tod für sein Frauchen gegangen wäre als sie von einem pferd "angegriffen" wurde das sich vor ihr erschreckt hat , hätte sie ihn nicht aus dem stall gezogen.

Antwort
von amiliii, 27

ich denk, manche hunde sind einfach so gezüchtet, dass sue eher zu aggressivität neigen als andere.. trotzdem kann man das, wie du sagst, sicher abgewöhnen bzw gar nich erst angewöhnen :)

Expertenantwort
von VanyVeggie, Community-Experte für Tiere, 27

Nein. Nichts auf der Welt wird böse geboren. Alles wird höchstens böse gemacht. 

Sprich es gibt keine Kampfhunde in einer Reihe von Rassen. Das liegt alles an und in der Erziehung. Theoretisch könnte man auch einen Chihuahua zum Kampfhund erziehen. 

Antwort
von xttenere, 24

nein, das ist absoluter Quatsch !

Aggression wird anerzogen, sie ist nicht angeboren. !

Es gibt Hunderassen, wie z.B der Mali, welche durch ihre geringere Reizschwelle schneller aggressiv gemacht werden können, als z.B ein Labi, welcher einem Einbrecher den Weg zum Kühlschrank zeigen würde.

Aber beide Rassen sind als Welpen genauso lieb, wie alle anderen. Das Problem liegt immer am hinteren Ende der Leine..nie am Hals des Hundes.

Antwort
von Virgilia, 19

Nur wenn sie neurologische Schäden haben. Auch die "bösen Kampfhunde", wie Pitbulls, sind nicht von Natur aus aggressiv oder gefährlich. Zwei der liebsten und charakterlich besten Hunde, die ich jemals kennenlernen durfte, waren/sind ein Mali- und ein Pitbull-Mix (ehemaliger Straßenhund).

Manche Rassen haben allerdings eine niedrigere Reizschwelle als andere. Die einer Dt. Dogge ist z.B. höher als die eines Chihuahuas, trotzdem ist der Chihuahua  (wenn er richtig erzogen und sozialisiert ist) keine aggressive Rasse.

Nur bei speziellen Arbeitsrassen, wie Herdenschutzhunden, liegt der Schutztrieb so in den Genen, das sie von sich aus zur Gefahr werden können. Solche Rassen haben aber auch nichts in einem normalem Haushalt zu suchen! 

Kommentar von Dackodil ,

Dieser Schutztrieb darf aber nicht mit Aggression in einen Topf geworfen werden.

Einige dieser verteufelten Hunde sollten eher als Kampfschmuser betitelt werden ;-)

Antwort
von MalinoisDogBlog, 20

Man sollte nicht an Medien Glauben.
Man wird ja auch nicht Rassistisch oder so geboren.

Antwort
von wasisdalos99, 29

Nein sie haben vielleicht einen ausgeprägten Jagd oder Beschützer Instinkt l

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