Frage von aburtona, 125

Können Hunde Autismus haben?

Hallo Ihr Lieben,

mein Hund, Bichon Friese, ist 4 Jahre alt und ich frage mich ob er möglicherweise Autismus haben könnte.

Er ist eigentlich sehr lieb, aber er hat so seine Probleme. Auf Hunde reagiert er meistens aggressiv und bellt, will man ihn auf dem Arm nehmen so bleibt er nur 2-3 Minuten und windet sich bei meiner Familie, aber nicht bei mir. Ich vermute, er sieht mich als seine Bezugsperson, da ich als wir ihn holten, er im Auto auf meinen Armen lag. Aber er kommt mit uns allem klar. Wenn ich aber ihn streicheln will, mag er es nicht, er geht weg. Er will nur gestreichelt werden, wenn er auf jemanden zukommt und das passiert selten.

Außerdem ist er den Tag über nicht bei uns, abends schon. Tagsüber liegt er auf der Fensterbank, zudem die Leiter mein Vater gebaut hat, weil er es liebt, aus dem Fenster zu schauen. Da bleibt er meistens den ganzen Tag.

Wenn man ihn ruft, hört/ignorniert er es meistens, kommt nicht. In der Hundeschule waren wir schon, aber es war zu stressig für ihn.

Hinzu kommt noch, dass er manchmal grundlos sich unter dem Tisch oder unter dem Bett versteckt/ liegt und Angst hat.

Nun frage ich, ob Hunde Autismus haben könnte und er es vielleicht hat.

Danke für eure Antwort. :)

Antwort vom Tierarzt online erhalten
Anzeige

Schnelle und günstige Hilfe für Ihren Hund. Kompetent, von geprüften Tierärzten.

Experten fragen

Antwort
von Mondhexe, 41

Ich würde mal sagen: ja, können Hunde auch haben. Wir sind eigentlich sehr erfahrene Hundebesitzer, nur mit unserem jetzigen Hund können wir nicht "arbeiten". Die Symptome klingen ähnlich wie bei Deinem, außer, dass er uns gegenüber sehr liebevoll und liebebedürftig ist.

Gut finde ich die Antwort von EmperorWilhelm mit der Vermutung, dass es sich auch um ein Asperger Syndrom handeln könnte, dass würde seine generelle "Gefühlskälte" - auch Euch gegenüber erklären.

Wir waren mit unserem Hund bei einem Trainer, der unter anderem auch Polizeihunde trainiert. Der verzweifelte an unserem Hund derartig, dass er uns noch 4 extra Stunden geschenkt hat. Auch er ist nicht weitergekommen und meinte anschließend "Ich glaube, der Hund ist autistisch".

Scheint es also tatsächlich zu geben.

Kommentar von aburtona ,

Vielen Dank für deine Antwort, wir werden uns nach einem Trainer umsehen.

Antwort
von Labyrinth2015, 8

Hi, grundsätzlich denke ich, dass Hunde Autismus haben können, bzw. autismusähnliche Symptome zeigen können, was ich aber aus Deiner Beschreibung jetzt eher nicht so rauslese. Autismus ist nicht Gefühlslosigkeit, auch Asperger nicht (ich bin selbst Autistin). Ja - nicht angefasst werden wollen KANN aber muss kein Symptom sein - manche Hunde mögen das nicht so...sich aufs Fensterbrett zurückziehen kann viele Gründe haben - es ist bei Euch zu trubelig, es ist einfach spannend draußen usw., nicht hören kann bedeuten, dass er zu wenig Bindung zu euch hat, dass ihr nicht genug mit ihm geübt habt und noch viele Gründe. Ein autistischer Hund hätte z.B. Probleme mit Veränderungen, bräuchte ganz arg Rituale, wäre sehr ängstlich und unsicher gegenüber allem Neuen, hätte ein sehr eingeschränktes Sozialverhalten - würde es nicht schaffen, zu anderen Hunden Kontakt aufzubauen oder immer wieder von anderen Hunden gemobbt werden, weil er deren Kommunikation mißversteht usw. (lies mal über Autismus/Asperger beim Menschen, von da ausgehend kann man sich fragen, wie das beim Hund aussehen würde)Und selbst das mit den Ritualen ist noch längst nicht eindeutig, mein Hund, ein traumatisierter Herdenschutzhundmix aus dem Tierschutz, der in der Prägephase offenbar nicht genug kennengelernt hat, reagiert da extrem "autistisch" (braucht viiiel Gleichheit, Rituale, Neues vermeiden oder in ganz kleinen Dosen oder er wird extrem gestresst), obwohl er kein autistischer Hund ist - denn mit anderen Hunden zeigt er ein völlig normales gesundes hündisches Sozialverhalten (das was er hat, nennt man Deprivationssyndrom).Was ihr braucht ist ein erfahrener Hundetrainer/Hundepsychologe, eventuell auch einen Fachtierarzt, der euren Hund mal (am besten bei euch zu Hause) begutachtet, und dann eine Behandlung/Training zusammenstellt, wenn euch sein Verhalten so stört (z.B. Bindungsaufbau, damit er besser hört).LgL.

Antwort
von KIttyHR, 48

Wo kommt euer Hund denn her? Habt ihr ihn von einem wirklich seriösen Züchter, von Privat aus "zweiter Hand", aus dem Tierheim oder habt ihr ihn gar auf einer Autobahnraststätte gekauft? Ich finde es hört sich eher so an, als hätte er mal schlechte Erfahrungen gemacht und als wäre er viel zu früh von seiner Mutter und seinen Geschwistern getrennt worden. Dass er nur gestreichelt werden möchte, wenn er von sich aus kommt, deutet stark darauf hin, dass er mal schlechte Erfahrungen mit Menschen gemacht hat und es nun mit dem Vertrauen hapert.

Psychische Erkranungen können natürlich auch Hunde betreffen. Wobei das recht selten ist (was es natürlich nicht ausschließt). Solange sich keine größeren Probleme entwickeln, würde ich ihn allerdings in Ruhe lassen. Wie du schon erwähnt hast, hat ihn sogar die Hundeschule sehr gestresst. Deshalb tut ihr eurem Hund keinen Gefallen, wenn ihr mit ihm zu Hundepsychologen geht und ihn dadurch noch mehr stresst.

Kommentar von aburtona ,

Wir haben ihn von einem seriösen Züchter mit Ahnentafeln und alles geholt. 

Okay, vielen dank für deine Tipps. :)

Expertenantwort
von jww28, Community-Experte für Hund, 20

Hallo das liest sich eher nach einen Hund der im Leben nicht viel kennenlernen durfte :( Mit solchen Problemen haben zB manch Strassenhunde und Vermehrerhunde zu kämpfen.

In den ersten Lebenswochen lernen die sehr sehr schnell, in der Zeit erfolgt die Sozialisierung (durch Mutter und Geschwister) und danach verfolgt die Prägung auf unsere Umwelt und auch an Menschen usw. Hat er da schlechtes erlebt oder was verpasst und hat dann niemand der ihn vernünftig ranführt dann verhalten die sich so.

Er ruht sich vermutlich den Tag lang aus, er lebt in einen Stresszustand ausgelöst durch Angst und Unsicherheit. Er hört nicht und kommt nicht, weil er nicht gelernt hat das es positiv ist mit euch zu kooperieren. Auf andere Hunde reagiert er aggressiv, weil er keine andere Lösung kennt. Bei deiner Familie windet er sich auf den Arm, weil er ihnen nicht vertraut, er hat Panik. Gut ist das er dir da wenigstens vertraut und du bemüht bist das anzugehen. Hundeschule war evtl zu stressig für ihn, weil er bei der Sozialisierung nicht auf der Höhe ist, die Eindrücke erschlagen dann den Hund. Bitte such dir erstmal ein Hundetrainer der in möglichst kleinen Gruppen arbeitet und dazu noch Einzeltraining anbietet. Um den Hund möglichst den Stress erstmal zu nehmen, würde ich auch mal vorschlagen zu einen Tierheilpraktiker zu gehen.

Antwort
von PumaDSayo, 54

Ich bin mir nicht sichher ob auch Hunde so etwas haben können. Jedoch hört es sich bei dir an als hätte dein Hund ein psychisches Problem, er scheint sehr unsichher zu sein. Geh am besten zu einem Hunde Psychiater oder zu specielen Hundetrainern die auf Problemhunde specialierts an. Hört sich zwar hart an aber und ich will dich nicht beleidigen aber scheinbar fehlt es dir auch ein wenig an Disziplin in der Erziehung deines Hundes wenn er nicht auf Kommando kommt. Ein Trainer kann dir bestimmt helfen wie du mit ihm umgehen kannst. Aber vorsicht nicht jeder Hundetrainer ist dafür geeignet.

Kommentar von aburtona ,

Ich verstehe, wenn du denkst es fehlt an Disziplin in der Erziehung, aber mit den Kommandos wie Sitz, Platz und Komm oder wenn ich ihn rufe im Haus, hat er keine Probleme und hört. Aber das funktioniert draußen nicht.

Kommentar von PumaDSayo ,

Mein Hund kann auch diese Kommandos nur draußen funktioniert es nicht. Er hat einen sehr großen Jagdtrieb und ist nicht fixiert auf mich da alles so interessant ist. Versuch es am besten mal mit einzel Stunden oder ihn auf dich zu fixieren. Mit Futter zum Beispiel. Hundemütter geben ihren Jungen Futter mit der Schnautze. Hört sich zwar eckelig an aber nimm etwas Futter in deinen Mund. Wenn er sich längere Zeit auf dich konzentriert las es FALLEN! (nicht mit den Mund geben, nicht jeder Hund nimmt dir das Futter vorsichtig ab) so hab ich es geschaft das er sich mehr für mich als seine umgebung interessiert so das ich irgendwann im Kommandos auch draußen geben konnte.

Kommentar von PumaDSayo ,

und es sterkt die Bindung zum Hund

Kommentar von aburtona ,

Danke dir für den Tipp, dass werden wir ausprobieren. :)

Antwort
von Revic, 35

Äh...und was genau siehst du davon jetzt als Anzeichen für Autismus? Für mich hört sich das nach einem ganz normalen, nicht so gut erzogenem und etwas unsicherem Hund an.

Und woher wollt ihr eigentlich wissen, dass die Hundeschule für ihn zu stressig war? Hat er es euch gesagt?

Kommentar von aburtona ,

Er ist mehr in seiner eigene Welt, dass kann man im Text nicht beschreiben aber kein Grund gleich anzugreifen :) Uns ist es schon länger aufgefallen.

Und sein Verhalten hat es uns gesagt.

Kommentar von Bitterkraut ,

Er ist mehr in seiner eigenen Welt - interessante Erklärung für einen schlecht erzogenen Hund.

Hör auf, deinen Hund zu vermenschlichen.

Kommentar von Revic ,

Wo habe ich euch bitte angegriffen? Weil ich gesagt habe, dass der Hund nicht gut erzogen ist? Das habe ich lediglich eurer Beschreibung entnommen. Ihr meint doch selbst, der Hund hört nicht gut auf euch.

Er ist mehr in seiner eigene Welt

Ich könnte ja schon wieder k*tzen. Autisten leben nicht in ihrer eigenen Welt! Sie leben in genau der gleichen Welt wie alle anderen Menschen auch, nur dass Autisten nicht so gut an diese angepasst sind wie NTs. Wer ist eigentlich auf diesen Mist gekommen?

Und sein Verhalten hat es uns gesagt.

Aha, wie hat er sich denn verhalten? Und sag jetzt nicht "gestresst". Dann kann ich dich leider nicht mehr ernstnehmen.

Antwort
von Bitterkraut, 27

Was hat das alles mit Autismus zu tun?

Der Hund ist nicht erzogen, das ist alles.

Kommentar von aburtona ,

Dann erklär mir mal bitte, warum er nur von sich aus gestreichelt werden möchte? 

Das hat nicht mit Erziehung zu tun, er entscheidet es selber.

Und anhand von der Frage, kannst du nicht feststellen ob er erzogen ist oder nicht.

Kommentar von Revic ,

Ich kanns erklären!! *wild mit dem Finger in der Luft rumfuchtelnd* hier! Nimm mich drann! Ich weiß es!

Antwort
von EmperorWilhelm, 49

Ja rein theoretisch kann Autismus auch bei Hunden vorkommen. Die Frage ist nur, ob sich Autismus bei Hunden auch ausgeprägt äußert.

Das hört sich tatsächlich nach klassischem Asperger Autismus an. Ich vermute dahinter aber eher ein Trauma o.ä mit wieviel jahren habt ihr den Kerl denn bekommen?

Kommentar von aburtona ,

Wir haben ihn mit 8 Wochen bekommen und er hat bisher eigentlich keinen Trauma erlebt soweit ich es weiß. Mit den Großeltern versteht er sich prima, wenn wir in den Urlaub fahren mag er gerne dahin. Er hatte anfangs zwar Probleme mit unserem zweiten Hund, aber nach 2-3 Monaten hat er angefangen sie zu akzeptieren, ihre Nähe lässt er ab und zu zu, spielt aber gerne mit ihr. Er hat auch keine Probleme ein paar Stunde mit der andere alleine zuhause zu sein, wenn meine Mutter arbeitet.

Kommentar von EmperorWilhelm ,

Macht er bestimmte Dinge besonders gerne? Oder hat viel Spaß bestimmte Spiele zu spielen?

Kommentar von aburtona ,

Er guckt gerne aus dem Fenster und spielt eigentlich nur mit seinem roten Ball, den er seit er 8 Wochen alt war, bekommen hat und zeigt wenig Interesse zu andere Spielzeuge.

Kommentar von EmperorWilhelm ,

Okay! Das ist ein klares Indiz für Autismus. Denn Autisten haben immer 2-3 Spezialgebiete in denen sie übermenschlich gut sind, oder die sie über alles interessieren...wow...

Kommentar von Revic ,

Okay! Das ist ein klares Indiz für Autismus.

Ne. Das ist ein ganz klares Indiz für "Der Hund spielt am liebsten mit seinem Ball und findet es spannend, was draußen so passiert." Es ist vollkommen normal, dass Hunde sich auf ein bestimmtes Spielzeug oder ein bestimmtes Futter besonders einschießen. Auch Hunde haben halt Vorlieben. Mit Autismus hat das absolut nichts zu tun.

Kommentar von EmperorWilhelm ,

Stimmt das war sehr schlecht formuliert. Ich meinte in Kombination mit dem Rest.

Kommentar von Revic ,

Welcher Rest denn? Das er andere Hunde verbellt? Das er eine Bezugsperson hat? Das er unsicher ist? Bitte lass mich an deinen Gedanken teilhaben!

Kommentar von EmperorWilhelm ,

Ich bin zwar furchtbar schreibfaul aber nungut:

Erstmal meine "Diagnose: Hört sich nach einem schlecht erzogenen, mit hoher wahrscheinlichkeit autistischen Hund an.

Ich beziehe das aus genau den von dir genannten Punkte, plus den perplex aus dem Fenster Starr Punkt.

Kommentar von Revic ,

Aaaalles klar. Dann müssten deiner Einschätzung nach mindestens ein Drittel aller Hunde Autisten sein. Liege ich da so ungefähr an deiner Vorstellung drann? Erzähl ruhig weiter. Fängt grade an lustig zu werden.

Kommentar von EmperorWilhelm ,

So gern ich dich auch weiterhin mit meinen Laienhaften und höchstwahrscheinlich infantil anmutenden Äußerungen belustigen würde, so muss ich doch sagen, dass ich 1) Zu faul bin 2) Einsehe, dass du hier der besser informierte User bist.

Kommentar von Revic ,

Chapeau! Ihre Einsicht erfüllt mich mit Stolz und Respekt, Mr. Wilhelm. Nehmen Sie es als Anlass, ihr Trollwerk niederzulegen und der Menschheit zu wahrer Größe zu verhelfen. Jeden Tag ein bisschen.

Kommentar von Bitterkraut ,

Troll und Troll gesellt sich gern...

Antwort
von kordely, 5

Bekannt ist das nicht, aber frage bei Tierarzt nach.

Keine passende Antwort gefunden?

Fragen Sie die Community

Weitere Fragen mit Antworten