Frage von youneedme8, 43

Können fehlende Personalunterlagen zur Kündigung führen?

Und zwar gehts darum, Ich habe seit 3 Monaten einen neuen Arbeitgeber und die wollten von mir Führungszeugnis und schufa Auskunft haben.
Das Führungszeugnis habe ich gerne abgegeben doch eine schufa Auskunft ist überhaupt nicht gerechtfertigt (einfacher Verkaufsjob) ... meine schufa ist zwar nicht negativ aber ich sehe das grundsätzlich einfach nicht ein. Nun habe ich per post vom Personalbüro eine Erinnerung bekommen das ich dies noch fehlt und ich es bis zum bestimmten Zeitpunkt nachreichen muss. Wenn ich das nicht tue? Kündigen sie mich dann?

Antwort
von Maximilian112, 14

In den ersten 6 Monaten kann ein Arbeitsverhältnis ohne weiteres gekündigt werden.

Es spielt also keine große Rolle, ob zu Recht diese Unterlagen verlangt werden. Wenn der AG den Spleen hat und Du kommst den Forderungen nicht nach kann er auch eine Kündigung schreiben.

Du mußt selbst entscheiden ob Du dieser Ungerechtfertigten Forderung nachkommst oder eben auf Risiko. Andererseits kann ich mir eine Kündigung deswegen nicht so recht vorstellen.

Antwort
von Wayne0807, 5

Grundsetzlich ist es nicht möglich wegen nicht nach gereichter papiere gekündigt zu werden. 

Es ist aber möglich das Sie Gekündigt werden können wenn Sie noch in der Probe Zeit wären egal ob mit oder ohne Grund.

Antwort
von narcos000, 23

Schau mal hier:

arbeitnehmer-anwaelte.de/fileadmin/user_upload/Rundbriefe/Rundbrief_2010-03_10_Berlin.pdf

Da drin steht, dass das unzulässig ist und dazu keine Verpflichtung besteht. (mit Paragraphen) da muss noch ein www vor 

LG

Antwort
von Novos, 23

Wenn Du die formalen Voraussetzungen, in die Du mit der Vertragsunterzeichnung eingegangen bist, nicht erfüllst, hast Du eine Vertragsverletzung begangen.

Kommentar von Familiengerd ,

Was soll das jetzt konkret heißen?!?

Wenn der Arbeitgeber kann berechtigtes Interesse an einer solchen Auskunft nachweisen kann, darf er sie auch nicht verlangen - Vertrag hin oder her!

Kommentar von Novos ,

Dann müsste dem AG auch das bloße Nachfragen nach Eigentumsdelikte genügt haben, ohne ein polizeiliches Führungszeugnis zu verlangen. (Urteil vom 20.05.1999, NZA 1999, 975).

Kommentar von Familiengerd ,

Das im Kommentar von mir Gesagte gilt selbstverständlich auch für das Verlangen nach Vorlage eines Führungszeugnisses.

Auf beide Auskünfte (Führungszeugnis und Schufa-Auskunft)  hat ein Arbeitgeber nur Anspruch, wenn ein berechtigtes Interesse seinerseits besteht!

Der Hinweis auf das Urteil bringt hier übrigens überhaupt nichts, wenn es kein Aktenzeichen gibt, das urteilende Gericht nicht genannt wird und kaum jemand hier Zugriff auf die NZA haben dürfte.

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