Frage von Ludoreev, 55

Können eigentlich streng Gläubige den Urknall bzw Entstehung des Lebens erforschen?

Ich mein, die glauben ja, dass adam und Eva die ersten Menschen waren und dass Gott die Erde erschaffen hat. Wenn sie die Entstehung des Lebens erforschen, dann widerspricht es ja eigl ihrem Glauben.

Antwort
von Meatwad, 22

Es gibt zwar durchaus gläubige Forscher (wenn auch verhältnismäßig wenige), aber jeder seriöse Wissenschaftler nimmt seinen Gott nicht mit ins Labor. Und wenn wir von Strenggläubigen sprechen, dann wird es eher schwierig, da diese meist nicht bereit sind, dies zu tun. Diese Menschen stellen die Antwort vor die Frage. Es geht ihnen lediglich darum, ihren Gott zu beweisen. Seriöse wissenschaftliche Arbeit ist so nicht möglich, und es kommt nie etwas Brauchbares dabei heraus.

Antwort
von uncledolan, 24

Wissenschaft und Religion vertragen sich nicht besonders gut, oder besser gesagt: Streng ausgelegte Religion verträgt keine Wissenschaft, ohne auf Widersprüche zu stoßen.

Wie man allerdings in die Situation geraten kann, dass man es über viele Bildungseben bis hin zur Forschung gebracht hat, aber gleichzeitig in seinem Kopf noch an einem so kleingeistigen Gedankenkonstrukt wie dem Kreationismus festhält, ist mir ein Rätsel. Ich vermute mal, einige Menschen stören sich an diesen Widersprüchen nicht besonders bzw. sie drehen sich das Ganze so zurecht, dass es doch wieder irgendwie passt, weil sie eben beides gleichzeitig wollen.

Antwort
von SturerEsel, 17

Natürlich gibt es auch streng gläubige Wissenschaftler, die sich z.B. mit der Evolution beschäftigen. Die haben aber längst erkannt, dass man die Bibel in vielerlei Hinsicht nicht wörtlich nehmen kann, im Gegensatz zu den Kreationisten.

Die werden sich vielleicht sagen, dass nicht Adam und Eva die Menschheit begründet haben, dass aber Gott eben die Menschen erschuf.

Auch ein Koch, der Vegetarier ist, kann ein Steak braten. :)

Antwort
von Luuke777, 27

Wie willst du was erforschen, was es nicht gab? Das wär ja wie, als wenn ich den 3. Weltkrieg erforsche, obwohl es den noch nicht gab. Da bleibt man lieber bei den Tatsachen und erforscht wissenschaftlich fundierte Dinge.

Kommentar von Meatwad ,

Um hier mal Mißverständnisse aus dem Weg zu räumen: Was genau gab es nicht?

Kommentar von Luuke777 ,

Urknall und Evolution wie es gelehrt wird. Dafür fehlen sämtliche Beweise. Und ich glaube nicht an Theorien. Für eine Schöpfungstheorie fehlen übrigens auch sämtliche Beweise.

Kommentar von Meatwad ,


Urknall und Evolution wie es gelehrt wird. Dafür fehlen sämtliche Beweise.

Vollkommener Unsinn. Die Theorie des Urknalls sowie die der Evolution sind mannigfaltig belegt. Sämtliche Erkenntnisse und Fakten stützen sie.


Und ich glaube nicht an Theorien.

Du glaubst also auch nicht an die Schwerkraft? Diese ist eine wissenschaftliche Theorie. Du glaubst also, daß, wenn du einen Stift in die Luft wirfst, er möglicherweise nicht wieder herunterfällt? Im Übrigen finden sich sogar mehr Beweise für die Evolutionstheorie, als für die der Schwerkraft.


Für eine Schöpfungstheorie fehlen übrigens auch sämtliche Beweise.

Die Schöpfung ist ein Mythos, keine wissenschaftliche Theorie. Wäre sie eine, dann wäre sie klar widerlegt.

Hier liegt dein Kernproblem: Du hast keine Ahnung, wovon du redest, wenn du den Begriff "Theorie" verwendest, und solltest daher zu diesem Thema lieber schweigen, bis du dir entsprechendes Wissen angeeignet hast. Sonst wird es nur peinlich für dich.

Antwort
von Raubkatze45, 11

Die von dir als „streng gläubig“ Bezeichneten nennt man Kreatonisten. Sie sind weniger streng gläubig als engstirnig, weil sie den biblischen Schöpfungsbericht offenbar auch als naturwissenschaftlich glaubwürdig betrachten. Die Bibel ist aber ein Glaubensbuch und kein
naturwissenschaftliches Buch.

Aus christlich-theologischer Sicht besteht  keinerlei Widerspruch zwischen der Bibel und wissenschaftlichen Theorien  wie Urknall oder Evolution. Glaube und Naturwissenschaft betrachten die Entstehung der Welt und des Menschen nur aus verschiedenen Blickwinkeln.  Die Naturwissenschaft will wissen und
erforschen, wie sich das Universum aufbaut, der Glaube dagegen fragt nach dem Warum und nach dem Sinn der Welt und des Lebens.Die Bibel will uns in ihren Schöpfungsberichten klarmachen, dass alles aus Gottes Hand kommt. Er hat die Welt mit allen Geschöpfen  aus dem Nichts ins Dasein gerufen. Dies alles drückt die Bibel in einer bilderreichen Erzählung aus, die der damaligen Vorstellung der Menschen entspricht. Dabei steht Gott unendlich erhaben über jedem menschlichen Zeitbegriff. Die Erschaffung der Welt kann in Milliarden von Jahren erfolgt sein und ist für Gott doch nur ein Augenblick. Das will uns die Genesis sagen, wenn sie von Schöpfungstagen spricht.

Allerdings ist Urknall/Evolution als zufälliges Ereignis aus christlicher Sicht falsch. Evolution hat zwar stattgefunden, aber unter der gezielten Planung Gottes.  Die Schöpfung ist kein einmaliger Akt und fertiger Bauplan, sondern Gott hat in Seine Schöpfung die Kraft gelegt, Leben zu entwickeln und hervorzubringen. Gott hat in Milliarden von Jahren sein Universum geschaffen
und auch der Mensch hat sich entwickelt bis zu jenem Augenblick, wo er als
"homo sapiens" mit Geist und Verstand ausgestattet war.

Wann der Übergang vom Tier zum Vormenschen, vom Vormenschen zum geistbegabten Menschen stattgefunden hat, wissen wir nicht. Glaubensaussage ist dabei nur, dass es irgendwann erstmalig Menschen gegeben hat,  die mit Gott zu tun hatten und gesündigt haben und von denen wir abstammen. Diese Menschen nennen wir Adam und Eva.

Kommentar von mrauscher ,

Die Bibel ist naturwissenschaftlich und stimmt mit den wissenschaftlichen Erkenntnissen exackt überein.
Raubkatze45 hat sich mit dem Thema also nur oberflächlich befaßt und zieht die Menschen, die an Gott glauben, gern ist Lächerliche. Dabei weiß doch jeder logische denkene Mensch, der sich auch für Naturwissenschaften interessiert, dass Leben durch Zufall nicht entstehen kann. Mein Bericht im nächsten Kommentar unterstützt die Bibel und die Wissenschaft gleichermaßen und widerspricht damit den Hypothesen von Raubkatze45.

Kommentar von Meatwad ,


Die Bibel ist naturwissenschaftlich und stimmt mit den wissenschaftlichen Erkenntnissen exackt überein.

Wo genau? Ich finde die Stelle gerade nicht. Etwa die Stelle, an der der Mond als Lichttkörper bezeichnet wird? Oder vielleicht die, an der die Fledermaus zu den Vögeln gezählt wird?


Raubkatze45 [sic] zieht die Menschen, die an Gott glauben, gern ist Lächerliche.

Die Tatsache, daß du dies aus Raubkatzes Antwort herausliest, zeigt, daß in deinem Kopf mehr als ein paar Drähte falsch verbunden sind.


Dabei weiß doch jeder logische denkene Mensch, der sich auch für Naturwissenschaften interessiert, dass Leben durch Zufall nicht entstehen kann.

Träum weiter.


Mein Bericht im nächsten Kommentar unterstützt die Bibel und die
Wissenschaft gleichermaßen und widerspricht damit den Hypothesen von Raubkatze45.

Welcher Kommentar soll das sein? Auch hier musst du mal beim Suchen helfen.

Kommentar von ferdinand12354 ,

Dabei weiß doch jeder logische denkene Mensch, der sich auch für Naturwissenschaften interessiert, dass Leben durch Zufall nicht entstehen kann.

Träum weiter.


Bitte schau dich mal auf diesen Seiten um, da geht es um die Evolutionstheorie und den Urknall - naturwissenschaftlich erforscht und belegt:

http://www.0095.info/de/index\_thesende3.html

und:

https://www.was-darwin-nicht-wusste.de/

Kommentar von Meatwad ,

Bitte schau dich mal auf diesen Seiten um

Diese Seiten sind mir bereits hinlänglich bekannt.

Antwort
von comhb3mpqy, 14

Es gibt die Meinung, dass für den Urknall ein Eingreifen von Gott nötig ist. Du kannst Dich doch mal mit der Meinung der Kirche zur Wissenschaft beschäftigen.

Der Mensch, der als Begründer der Urknalltheorie gildet, war katholischer Priester.

Kommentar von Meatwad ,

Es gibt die Meinung, dass für den Urknall ein Eingreifen von Gott nötig ist.

Diese Meinung ist irrelevant. Sie ist ebensowenig brauchbar, wie die einst weit verbreitete Meinung, für ein Gewitter sei das Eingreifen eines Gottes von Nöten.

Der Mensch, der als Begründer der Urknalltheorie gildet, war katholischer Priester.

Bedeutungslos.

Kommentar von comhb3mpqy ,

Die Information, dass dieser Mensch katholischer Priester war ist nicht bedeutungslos, sondern eine Information, die Antwort auf die Frage gibt.

Kommentar von Meatwad ,

Solange du in deiner Ausdrucksform so schwammig bleibst ("der Wissenschaftler, der ... tat", "die Wissenschaftler die ... untersuchten", "die Sachen, die beim Urknall dabei waren") ist und bleibt alles was du von dir gibst bedeutungslos.

Kommentar von comhb3mpqy ,

sein Name ist Georges Edouard Lemaître

Kommentar von Meatwad ,

Ich weiß. Na geht doch!

Antwort
von Harald2000, 19

Selbst der Vatikan betreibt Weltraumforschung !

Antwort
von NewKemroy, 19

Nicht jeder Gläubige glaubt dem Text der Bibel dem Wortlaut nach. In sofern gibt es bestimmt Gläubige, die auch Urknallforschung machen. Meiner Meinung nach steht es eher zu vermuten, dass ihr Interesse nicht besonders groß ist, wenn sie für sich die Frage: "Wie alles begann?" schon beantwortet haben.

Antwort
von RKATHOLIK, 5

Hallo,

ich denke du sprichst von den sogenannten ,,Kreationisten''. Diese sehen im biblischen Schöpfungsbericht tatsächlich eine historische Beschreibung der Schöpfung. Sie bilden jedoch nur eine Minderheit im Christentum. Wie bereits von comhb3mpqy beschrieben, war der Begründer der Urknalltheorie selbst katholischer Priester, der diese These gegen die damalige Erwiderung einiger Wissenschaftler verteidigte, diese sei schlicht zu nah am biblischen Schöpfungsglauben orientiert und sie sei schlechterdings einfach aus seinem Glauben entsprungen. 

Zur Person des Priesters lohnt es sich, seinen Wikipedia-Artikel zu lesen. Er hieß Georges Lemaitre.

Viele Grüße

RKATHOLIK

Antwort
von chrisbyrd, 2

Sehr interessant dazu könnten die Informationen auf der Seite der "Studiengemeinschaft Wort und Wissen" sein: http://wort-und-wissen.de

Und auch folgende Seite: http://www.genesisnet.info

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