Können die Leute die für ein Mindestlohn arbeiten überhaupt damit leben?

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10 Antworten

Sie müssen damit leben. Wenn es gar nicht reicht, können sie aufstocken (ALG II).

Und sie haben sicher keine so teure Wohnung. Darf ich fragen, wo Du wohnst (Gegend, nicht Stadt)? Ich zahl weniger als die Hälfte Deiner Miete (Sachsen) für 60 m²..

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Kommentar von Lars31
30.10.2016, 00:50

München Altstadt 

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Ich sehe das auch als ungerecht an. Bei mir in der Stadt liegt der Hartz IV Satz bei 800 € inkl. Warmmiete. Also höchstens 200 € mehr für jemanden der 40 Stunden arbeitet. Dazu fallen Fahrtkosten an.

Natürlich ist das ALG II zu gering um es noch zu kürzen. Den Mindestlohn kann man auch nicht endlos steigern, aber mehr wäre sicher drin. Der von den Lobby-"Experten" wie von Herrn Sinn vorausgesagte Verlust an Arbeitsplätzen ist in der Wirklichkeit ja nie erfolgt.

Auch sollten mehr Zulagen wie Wohngeld, Befreiungen ... an berufstätige Geringverdiener gezahlt werden. Es kommt ja auch auf den Familienstand an. Für eine Alleinerziehende reicht der Mindestlohn ja nicht.

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Unsere Mietet kostet schon 923 Euro und dann ?

Also seid ihr ja schon 2, also könntet ihr ja auch 2x 1000 Euro haben.

Meine monatlichen Ausgaben belaufen sich im Schnitt auf etwas über 800 Euro. Ich könnte also davon leben.

Müsste der Mindestlohn nicht mindestens 1500 Netto sein ?

Er wird für nächstes Jahr auf 8,84 € erhöht. Das ist immerhin ein erster Schritt.

DE ist ja nicht grad ein billiges Land

Doch, eigentlich sind wir ein billiges Land. Gerade, was die wichtigsten Sachen zum Leben anbelangt.

Arbeiten zum Mindestlohn ist sicher kein Zuckerschlecken. Aber die meisten Leute, die jetzt den Mindestlohn bekommen, haben vorher weniger bekommen. Der Mindestlohn soll die Arbeiter vor einem noch niedrigeren Lohn schützen und sollte wohl auch die Zahl der Aufstocker verkleinern. Letzteres hat nur bedingt geklappt.

Viele Branchen sind auf billige Arbeitskräfte angewiesen. Gibt es diese nicht, gibt es auch nicht die Arbeitsstellen.

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Ich war im Mai in der Schweiz mal kurz was mithelfen für 4 Tage und bekam 15,61€ die Stunde. Und nein, dafür nimmt auch die Schweiz nicht die Hände aus den Taschen, die bekommen alle mehr. :p 

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Kommentar von Vampire321
30.10.2016, 02:26

Dafür sind deren lebenshaltungskosten DEUTLICH teurer als unsere

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Damit kann man leben, aber nicht Deine Miete zahlen, es gibt auch noch kleinere und preiswertere Wohnungen. Hartz4 ist auch nicht höher, incl.Miete und Heizung und die Grundsicherung im Alter spuckt auch nicht mehr raus. Deutschland hat die niedrigsten Lebensmittelpreise in Europa.

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Kommentar von Lars31
30.10.2016, 01:09

Wenn du dir die ungesunden Sachen reinstopfst von Aldi vielleicht 

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Bei wem es nicht reicht, der muss eben aufstocken.

Es gibt in Deutschland viele regionale Unterschiede.

Hier kostet der m² Wohnraum kalt etwa 5,10 - 5,40 €. In München kriegst du dafür keine Besenkammer.

Ich weiß schon wo ich günstig wohne und wo ich sinnvoll anlege.

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Kommentar von Lars31
30.10.2016, 01:21

Erklär mal mit dem AUFSTOCKEN 

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Ich fände auch einen Mindestlohn von mind. 20 Euro/Stunde netto angemessen egal was man arbeitet. Außerdem sollte das Hartz 4 und Pensionen/Renten mindestens 1,5k Euro netto sein, wenn die Empfänger mit Rechnungen beweisen können, dass sie das erworbene Geld für Konsum einsetzen sei es für Essen, Gewand, ein Auto usw. . Sogesehen kommt das der Wirtschaft zu gute, weil die Kunden mehr ausgeben und die Firmen so mehr einnehmen und so mehr investiert werden kann was wiederrum mehr Arbeitsplätze und Investitionen schafft und der Staat nimmt durch die Steuern auch wieder das Geld ein und hat mind. die Hälfte von dem Geld der Empfänger wieder drinnen. Sogesehen Win Win für alle.

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Kommentar von kevin1905
30.10.2016, 01:26

Ich fände auch einen Mindestlohn von mind. 20 Euro/Stunde netto angemessen egal was man arbeitet.

Und was zahlen wir dann den Hochqualifizierten? Akademikern? Meistern? Wenn der Hilfsarbeiter 20,- € netto bekommt, nehm ich demnächst für die Stunde nicht mehr 200,- € sondern 400,- €.

Außerdem sollte das Hartz 4 und Pensionen/Renten mindestens 1,5k Euro netto sein, wenn die Empfänger mit Rechnungen beweisen können, dass sie das erworbene Geld für Konsum einsetzen sei es für Essen, Gewand, ein Auto usw.

Bürokratisch ohne Ende. Kontrolle und Überwachung. Kommunismus halt.

Jeder kann mit seinem Geld tun und lassen was er will. So lange er keine Straftaten begeht, geht das den Staat überhaupt nichts an.

Dach überm Kopf, Kühlschrank voll im Winter warm. Kommunikation zur Außenwelt. Das sind Grundbedürfnisse. Diese stehen jedem Menschen zu. Alles andere hängt von einem selbst ab.

Sogesehen kommt das der Wirtschaft zu gute, weil die Kunden mehr ausgeben und die Firmen so mehr einnehmen und so mehr investiert werden kann was wiederrum mehr Arbeitsplätze und Investitionen schafft und der Staat nimmt durch die Steuern auch wieder das Geld ein und hat mind. die Hälfte von dem Geld der Empfänger wieder drinnen.

Wenn du von heute auf morgen derartige Änderungen herbeiführst bleibt das ganze ein Wunschtraum. Viele Leute würden erstmal ihren Job verlieren, weil vor allem kleinere Unternehmen nicht mehr anständig wirtschaften könnten.

Gründer würden abgeschreckt auch nur einen einzigen Arbeitsplatz zu schaffen wenn er mit diesem exorbitanten Kosten verbunden ist. Die Gefahr sich hoffnungslos zu verschulden wäre gigantisch.

Die Entwicklung zu einem höheren Einkommen der unteren Schichten muss kontinuierlich gehen und nicht abrupt.

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Ja man kann mit so nem gehalt überleben, und der Staat hilft ja natürlich etwas mit.

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Kommentar von Lars31
30.10.2016, 00:39

wenn du ein job hast bekommst du nichts mehr vom staat !!!

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Kommentar von Grippsschwipps
30.10.2016, 00:42

Hä? Wieso hilft der Staat mit?

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Kommentar von fragensindwow
30.10.2016, 00:44

sorry hab was durcheinander gebracht:) der Staat hilft bei einer Ausbildung und danach nicht mehr :) sorry hab Ausbildung mit dem Job danach vertauscht

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Als Alleinverdiener mit Mindestlohn hättest du keine Wohnung, die 932€ Miete kostet... So einfach ist das!

Du hättest dann den dir zustehenden Wohnraum und könntest dafür dann noch Wohngeld beantragen.

Wenn deine Familie größer ist, gäbe es für die Kids noch Kindergeld und entsprechend der personenanzahl einen größeren zustehenden Wohnraum, der dann auch wohngeldtechnischberfasst werden würde

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Deutschland ist sehrwohl ein billiges Land, in den Ländern die du aufgelistet hast sind die Lebenserhaltungskosten dementsprechend höher. Schau dir den Vergleich an.
Wer 1000€ Netto verdient, sollte sich logischerweise auch keine 923€ suchen, ist doch klar, oder? Meine ist zB deutlich billiger, da ich als Student so gut wie kein Einkommen habe.

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