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Können Daten aus der Nutzung von Rabattkarten missbraucht werden?

gefragt von ohneworte am 15.05.2007 um 23:01 Uhr

Ich habe bisher keine Kundenkarten, weil ich unsicher bin, was mit den Daten passiert, die bei der Nutzung über mich gespeichert werden. Sind die erhobenen Daten sowieso "wertlos" oder habt ihr auch Datenschutzbedenken?


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xyungeloest
beantwortet von xyungeloest am 15. Mai 2007 23:14
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ich bin überzeugt davon, dass die daten nicht nur von den herausgebern der kundenkarten genutzt werden. seit ich so ein punktekonto ( name will ich mal verschweigen ) habe, brauch ich meinen briefkasten nicht mehr auszuwischen, ich bin nämlich stark umworben :O))) will sagen, die verkaufen sich gegenseitig adressen u.s.w.


RolfHoegemann
beantwortet von RolfHoegemann am 15. Mai 2007 23:56
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Frage an alle, die hier so negativ gegen diese Kundenkarten sprechen/schreiben: Was ist eigentlich so schlimm daran, wenn das allgemeine Kaufverhalten analysiert wird? Was schadet es, wenn man irgendwie herausbekommt, wieviel Toastbrot ich esse, wann ich eine neue Waschmaschine kaufe oder einen bestimmten Film gekauft habe usw.? Die Werbebriefe kann man wegwerfen, die Telephonwerber kann man abwimmeln...

Ich finde, hier in Deutschland reagiert man ein wenig hysterisch auf solche Dinge. Dadurch kann leider auch so eine praktische Sache wie in Schweden -eine elektronische Karte dient als Perso, Bankkarte, Büchereiausweis, Tankkarte und für alles, für das man eine Karte benötigt- nicht eingeführt werden. Ich persönlich fände das sehr praktisch - man müsste nicht so viele Karten mit sich rumschleppen.

Kommentar von 7921be1fd120359da3cf9b528919b68dsmallMikatto am 16. Mai 2007 00:50

ja ja, hysterisch, ich hab mir schon mal sagen lassen, ich habe Paranoia, klar. Du solltest mal etwas weiter denken. Dazu könnte ich dir z.B. das Fernsehspiel, dass gestern gegen 0.00 Uhr im ZDF gezeigt wurde, empfehlen bzgl. RFID-Chips.
Es werden immer mehr Daten gesammelt, von Firmen, von Behörden. Daten kann man vernetzen, verkaufen und im schlechtesten Fall mißbrauchen.
Ich persönlich kann gerne darauf verzichten, dass von mir Bewegungs- und Kaufprofile von Behörde zu Behörde und Firma zu Firma gehen.
Da kauft man mal in einem Beate-Uhse-Shop ein lustiges Gimmick für einen Geburtstag und schnell hat man ein schmuddeliges Seximage weg, das dir dann beim nächsten Arbeitgeber die Absage einbringt. Oder - wie z.B. in den USA, du leihst dir ein regierungskritisches Buch in der Bücherei und schon stehst du auf einem Index. Massenhaft Beispiele im Internet zu finden.
Vom Mißbrauch ganz zu schweigen, in deinem Namen mit deinen Kontodaten Kinderpornoseiten im Net besucht und bezahlt - viel Spaß beim Versuch des Dementierens.
Und laß mal weitere Daten speichern, Mautdaten sind sowieso von allen Pkws vorhanden, Fingerabdrücke, Fotos usw.
Jeder Hacker freut sich. Was meinst du wie einfach es ist PCs fernzusteuern ohne dass du etwas mitbekommst?
Und wenn in den ganzen Karten RFID-Chips drinsind oder reinkommen, wie im Paß vorgesehen, dann bist du ortbar bei jedem Gang wohin auch immer.
Weitere Details erspar ich mir, könnte noch lange weiterschreiben. Ich sag dir eins, Orwell war Optimist!
Mit fortschreitender Technik wird noch ganz anderes möglich sein. Und irgendwann wird dir eine Versicherung absagen, weil sie die Daten auf deiner künftigen Krankenversicherungskarte nicht für gut befindet, du vielleicht höhere Beiträge wegen deines persönlichen Risikos zahlen mußt und jede Firma und jede Behörde ist ebenfalls bestens darüber informiert.
Wer das für gut hält lebt, sorry, neben der Realität, die es schon gibt.

Kommentar von E13351831a85b89ecf151faf443695fesmallRolfHoegemann am 16. Mai 2007 00:59

Bitte entschuldige - aber ich finde Du übertreibst das ein bischen - demnach sollte man ja wohl am besten in seinen 4 Wänden bleiben und sich am besten als nichtexistent melden. Was ist denn z.B. dabei, wenn man mich orten kann - ich habe doch nix zu verbergen. Du magst das ganze bestimmt versuchen sachlich zu sehen, aber Du sieht es m.E. zu schwarz. Ich habe nichts zu verbergen, Schmuddeliges Sex-Image - na und? Ist der Ruf erst ruiniert, lebt es sich ganz ungeniert.

Also, nichts für ungut, aber ich halte das für ziemliche Panikmache.

Kommentar von 7921be1fd120359da3cf9b528919b68dsmallMikatto am 16. Mai 2007 02:00

ok, lassen wir es dabei, wenn jemand die Gefahren nicht sehen will dann will er eben nicht.
Im dritten Reich gabs Listen über alle Deutschen, in der DDR praktisch das gleiche in der Stasibehörde, nun sag mal, welche demokratische Staaten das waren? Und je weiter der Daten- und Sicherheitswahn geht umso schlimmer wird es, du solltest wirklich mal etwas suchen im Net zu den ganzen Fällen, die es jetzt schon gibt. Ich hab nicht übertrieben, ich hab die Realität geschildert und die Vorhaben von Firmen und Behörden beschrieben.
Mit einem "Ruf" hat das gar nichts zu tun, mit vernetzten Daten kannst du Existenzen steuern wie es beliebt, egal, ob derjenige so will oder nicht, und mit mißbrauchten Daten lassen sich Existenzen vernichten. Aber du kannst gerne weiter an das Gute im Menschen glauben....

Kommentar von 7921be1fd120359da3cf9b528919b68dsmallMikatto am 16. Mai 2007 02:51

was ich gar nicht mehr hören kann ist die Sache vom braven Bürger "ich hab doch nichts zu verbergen". Nur weil man nichts zu verbergen hat muß doch nicht der Staat meine persönliche Post lesen, jede Kleinigkeit von mir wissen, private Firmen genauso wenig, jeder Mensch hat ein Recht auf Privatsphäre. Wenn dir die nicht wichtig ist kannst du gerne dein gesamtes Leben veröffentlichen, solltest aber anderen zugestehen, dass sie es nicht wollen.
Und zum Mißbrauch sagst du gar nichts, hab doch genügend Beispiele geschildert und die sind Realität, ich hab mir da nichts ausgedacht. Irgendein Konkurrent, der dir was anlasten will - s. meine PC-Beispiele - und ruckzuck bist du in Mühlen drin, aus denen man kaum mehr rauskommt. Es gibt wirklich viele Fälle schon jetzt. Also von wegen braver Bürger....

Kommentar von E13351831a85b89ecf151faf443695fesmallRolfHoegemann am 16. Mai 2007 13:48

Schon gut - aber dann dürftest Du z.B. hier auch nicht in diesem Forum schreiben - aus den Antworten und dem Profil kann man mit ein wenig Arbeit auch ein Persönlichkeitsprofil erstellen mit Kaufverhalten und Erfahrungsebenen.

Und mit fremder E-Mail andere Seiten besuchen geht ja so oder so - Wenn ich eine geschäftliche Homepage habe ist da auch eine Mail-Adresse angegeben - schon wäre doch dem Missbrauch Tür und Tor geöffnet... Als es unsere elektronischen Medien nicht gab, hatte man mit anderen Mitteln unliebsame Gegner denunziert - heut' geht das elegenter und schneller.

Das einzige "Datum", was wirklich nicht zu leichtfertigem Gebrauch reizen darf ist die Kontonummer, und wenn man im Internet unterwegs ist, muss man Virenprogramm und Firewall aktuell halten und benutzen.

Ausserdem habe ich den Eindruck, dass wir auch ohne Absicht schon soviele Daten von uns ausgegeben haben (Krankenkarte, Perso, KFZ Scheine, Bewerbungen etc.), dass, wenn es jemand darauf anlegt, diese Person sowieso schon genug über einen herausbekomem kann.

Kommentar von 7921be1fd120359da3cf9b528919b68dsmallMikatto am 16. Mai 2007 14:23

Ich plädiere nicht dafür sich zu Hause zu verstecken. Von mir findest du hier auf GF keine persönlichen Dinge, die ich nicht freiwillig preisgebe, das ist der Punkt. Wenn ich freiwillig etwas preisgebe dann ist das eine Sache, wenn aber z.B. Krankheitsdaten, die nur meinen Arzt etwas angehen, irgendwie mal beim Arbeitgeber, bei Versicherungen oder Behörden landen ist das ganz was anderes. Ehrlich gesagt verstehe ich nicht warum es so schwer ist, das nachzuvollziehen.
Aus deinem Satz "Virenprogramm und Firewall aktuell halten" lese ich aber heraus, dass du nicht wirklich Ahnung von Computern hast, das nützt dir nämlich im Fall der Fälle überhaupt nichts. Lassen wir es dabei, ich will niemand bekehren, jeder muß seine Lektion für sich selbst lernen.

Kommentar von E13351831a85b89ecf151faf443695fesmallRolfHoegemann am 16. Mai 2007 15:07

Ok - ich finds aber echt gut, dass Du mit mir hier alles ausargumentierst. :-)

Kommentar von 7921be1fd120359da3cf9b528919b68dsmallMikatto am 16. Mai 2007 15:55

Mach ich doch gern ;-)

Kommentar von 5f6812a7b0109fb9a1df11c834332c2csmalldemosthenes am 17. Mai 2007 11:14

@Rolf u. Högemann:

Du hast völlig recht mit Deiner Bemerkung über eine gewisse Hysterie bei diesem Thema.

Wenn Amazon mir mitteilt, dass es ein neues Buch meines Lieblingsautors gibt oder ein neues Buch, dass andere Menschen mit vergleichbaren Lesegewohnheiten wie ich auch sehr interessant fanden, dann sind das doch hilfreiche Hinweise, die ich gern annehme.

Kommentar von 7921be1fd120359da3cf9b528919b68dsmallMikatto am 17. Mai 2007 22:58

mal über diesen Horizont hinausblicken in die reale Welt könnte nicht schaden... Nur weil man selbst offensichtlich sich nicht informiert wirft man anderen lieber gern Hysterie vor....


collo
beantwortet von collo am 15. Mai 2007 23:16
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Ich kann nur abraten ! Die Daten sind für die Kartenfirmen sehr wertvoll. Sie lassen sich gut verkaufen. Nachher wundert man sich über gezielte Reklame im Briefkasten. Direkte rechtliche Bedenken habe als ehemaliger Datenschutzbeauftragter nicht. Der Geldvorteil aus solchen Karten ist i.d.R. so gering, dass man seine Daten dafür nicht hergeben sollte.


pooky
beantwortet von pooky am 15. Mai 2007 23:17
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Durch die Verwendung von Rabattkarten können die Anbieter durchaus das Konsumverhalten des Kunden auswerten. Offiziell heißt es, um das Angebot dahingehend, also der Nachfrage entsprechend, zu optimieren. Aber wer eins und eins zusammenzählen kann, weiß, dass man mit den persönlichen Daten des Kunden und Informationen über dessen Konsum auch andere Dinge machen kann: Werbeflut per Post, Mail und Telefon, Verkauf von Adressen an "befreundete Unternehmen", der viel Geld bringt, vor allem, wenn man vorsortierte Daten (Stichwort Konsumverhalten) liefert. Die beim Kauf erhobenen Daten sind also alles andere als wertlos, die Prämien und Punkte, die winken, sehe ich als eine Art "Schmerzensgeld", wobei dieses sehr dürftig ist.

Unabhängig von dieser Datensammelei wird der Kunde auch noch an das Unternehmen gebunden, schließlich gehen ihm ja "Vorteile" und Punkte verloren, wenn er woanders einkauft.

Kommentar von E267ae81bef1fdcaf4549075e2a00969smallpooky am 15. Mai 2007 23:21

ERGÄNZUNG: Angesichts der vielen "Vorzüge" der Kundenkarte wird man auch noch blind für das Kleingedruckte. Denn mit der Unterschrift stimmt man auch noch diesem Treiben zu.


pipiopa
beantwortet von pipiopa am 16. Mai 2007 01:19
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ganz einfach,nehme ich eine kundenkarte,und gebe meine daten bekannt,so kann der verkäufer meine daten verwenden! wozu auch immer. wenn dieser die daten an irgendwelche geschäftsparner (tochterfirmen,e.t.c.)weitergibt ,wer will das kontrollieren? (ich persönlich habe immer einen KLEINEN rechtschreibfehler in dem strassennamen. "statt MÜLLERALLLEE schreibe ich z.B MUELLERALLEE,kein maleur und es kommt rotzdem an,aber ich kann nachvollziehen wer was von wem hat"oder statt herr kann da auch frau stehen,nicht mi absicht............)man sollte schon vorsichtig sein. grußß pipiopa



neurodoc
beantwortet von neurodoc am 15. Mai 2007 23:14
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Niemand weiß wirklich, was damit passiert. Nutzlosere Daten als Name, Geburtsdatum, Kontonummer, gibts die?

Kommentar von Simple_avatar10smallxyungeloest am 15. Mai 2007 23:25

späßle? ich kenn eine oma die findet die daten nicht so nutzlos. unter ihrem namen und der bekannten kontonummer wurde mal im internet für afrika gespendet per bankeinzug. da schust aber blöd, vermutlich hat ein scherzkeks einen weggeworfenen kontoauszug aus dem papierkorb in der bank gefischt-laut polizei , wer´s glaubt...

Kommentar von 5a31655a018d627bf5afb818c551f4b1smallneurodoc am 15. Mai 2007 23:40

wollte darauf anspielen, daß nicht einmal Name und Adresse "wertlos" sind!


HirnClaudia
beantwortet von HirnClaudia am 15. Mai 2007 23:21
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Bei den Rabattkarten wird das Kaufverhalten analysiert.

Einfach nur ein weiterer Schritt zum gläsernen Menschen.


turbojoergi
beantwortet von turbojoergi am 16. Mai 2007 20:59
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Ich habe von einem Fall in den USA gelesen: Ein Mann, Inhaber einer Kundenkarte, rutscht im Supermarkt aus und verletzt sich. Verklagt, was ja in den USA üblich ist , den Markt auf hohen Schadenersatz. Der Supermarkt setzt sich zur Wehr mit der Begründung : Anhand der kundenkarte könne festgestellt werden, das der Kläger häufig hochprozentigen Alkohol gekauft hat,deshalb sei davon auszugehen,das er zum Zeitpunkt des Sturzes wohl alkoholisiert gewesen ist. Ich weiss nicht, was daraus geworden ist. Seitdem habe ich jedoch keine Kunden,Bonus oder Rabattkarten mehr.


Mikatto
beantwortet von Mikatto am 16. Mai 2007 00:35
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Natürlich können die Daten mißbraucht werden. Überall wo Daten gespeichert und ausgewertet werden besteht logischerweise die Möglichkeit des Mißbrauchs, das ist einfach Fakt.


demosthenes
beantwortet von demosthenes am 16. Mai 2007 14:34
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Ich habe nur Kundenkarten einzelner Firmen.

Ob die damit einen Handel betreiben, bezweifele ich, weil dann ja auch die Konkurrenz an meine Adresse käme.

Ich hatte davon auch schon Vorteile, als eine Maschine defekt wurde, ich aber die Quittung nicht mehr hatte - da meine Einkäufe über die Karte gespeichert waren, war es kein Problem, nach acht Monaten noch das genaue Kaufdatum festzustellen.

Kommentar von E13351831a85b89ecf151faf443695fesmallRolfHoegemann am 16. Mai 2007 23:41

Endlich einmal jemand, der auch mal Vorteile schildert. Danke, demosthenes! :-)


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