Frage von Kiemie, 25

Können Beiträge vom Bruttoarbeitslohn über der Beitragsbemessungsgrenze berechnet werden?

Ein Arbeitnehmer beginnt zum 01.10.2016 ein neues Beschäftigungsverhältnis bei einem Arbeitgeber. Der Bruttoarbeitslohn im Monat Oktober und November 2016 beträgt jeweils 3.000€ und im Dezember 2016 6.000€. Die Beitragsbemessungsgrenze im Jahr 2016 für KV/PV beträgt 4.237,50 und für ALV/RV 6.200,00€. Wenn ich den Bruttoarbeitslohn für die Monate Oktober bis Dezember zusammenrechne erhalten ich 12.000,00€ , wenn ich die BBG für KV/PV anteilig für die drei Monate zusammenrechne erhalte ich 12.712,50€, sodass der Bruttoarbeitslohn anteilig unter der BBG wäre. Werden dann von den 6.000,00€ die Beiträge berechnet oder trotzdem von den 4.237,50?

Antwort
von kevin1905, 25

Es wird nichts zusammengerechnet, da SV-Abgaben monatlich fällig sind.

Wenn dir in einem Monat entsprechend Geld über BBG zufließt, wird darauf kein Beitrag erhoben.

Kommentar von Kiemie ,

Leider nicht die Antwort, die ich mir erhofft habe, aber trotzdem danke. :)

Kommentar von Kunterbunt23 ,

Leider auch nicht richtig. Wenn die Beitragsbemessungsgrenze (BBG)  eines Monats erreicht ist, wird das restliche Brutto dieses Monats weiter verbeitragt, wenn die BBG der Vormonate noch nicht erreicht ist. Erst wenn auch die BBG der Vormonate mit dem "überschüssigen" Brutto dieses einen Monats aufgefüllt wurden und dann noch  Brutto "übrig" ist, ist dieses übrigegebliebene Brutto beitragsfrei, da über BBG.

Kommentar von Spezialmann ,


Leider auch nicht richtig. Wenn die Beitragsbemessungsgrenze (BBG)  eines Monats erreicht ist, wird das restliche Brutto dieses Monats weiter verbeitragt, wenn die BBG der Vormonate noch nicht erreicht ist. Erst wenn auch die BBG der Vormonate mit dem "überschüssigen" Brutto dieses einen Monats aufgefüllt wurden und dann noch  Brutto "übrig" ist,ist dieses übrigegebliebene Brutto beitragsfrei, da über BBG.

Das stimmt aber nur in Bezug auf einmalig gezahltes Arbeitsentgelt.

Laufendes Arbeitsentgelt wird bis zur monatlichen Bemessungsgrenze verbeitragt, dann ist Schluss. Da ist es egal, ob die Bemessungsgrenze im Vormonat ausgeschöpft wurde oder nicht.

Antwort
von Nini1901, 9

Ich gehe davon aus, dass du im Dezember eine Einmalzahlung erhälst und deshalb dein Brutto vergleichsweise hoch ausfällt. Wenn dem so ist, muss dein komplettes Entgelt verbeitragt werden. Denn der die monatliche Beitragbemessungsgrenze übersteigende Betrag wird auf die in den Vormonaten noch nicht ausgeschöpfte Differenz zur BBG aufgeteilt. So ergibt sich für die drei Monate deiner Beschäftigung eine anteilige BBG (KV und PV) von 12.712,50 Euro. Den Entgelt beträgt 12.000 Euro. Insoweit ist es vollständig - sofern es sich im Dezember um eine Einmalzahlung in Höhe von 3.000 Euro handelt - voll zu verbeitragen.

Keine passende Antwort gefunden?

Fragen Sie die Community

Weitere Fragen mit Antworten