Frage von Pyrut, 71

Knn mir jemand weiter helfen komme nicht weiter?

Ich weiss nicht wie ich meine Gedanken in Worte fassen soll aber ich probiere es jetzt ein mal, kann es sein dass das Leben (zumindest hier auf unserem Planeten) im Wasser anfing als es zuerst einen Einzeller gab und mit der Zeit hat sich der Einzeller zum Vielzeller umgewandelt und wir sind jetzt das Ergebnis nach Millionen oder Milliarden von Jahren. Ich habe mich zwar bis jetzt noch nicht gross mit der Evolutionstheorie beschäftigt aber ich glaube die Theorie kommt aufs gleiche hinaus wie mein jetziger Gedanke. So jetzt kommt der Punkt den ich nicht mehr vorstellen kann. Wie entstand der Einzeller !?

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von uteausmuenchen, 23

Hallo Pyrut,

im Detail ist die Entstehung des Lebens nicht geklärt, weil es verschiedene Möglichkeiten gibt, wie es genau passiert sein könnte.

Bis zu den ersten Zellen ist aber definitiv schon jede Menge passiert.

Der Anfang des Lebens basiert auf biochemischen Vorgängen. Unter den richtigen äußeren Bedingungen bilden sich Aminosäuren, die wesentlichen Bausteine von Eiweiß.

Du liegst auch ganz richtig, dass die meisten Hypothesen auf die Entstehung des Lebens im Wasser setzen. Das deshalb, weil in einer Flüssigkeit diese Aminosäuren nun beweglich sind und somit auch mal zusammen kommen können. Es bilden sich dann - einfach über chemische Reaktionen - Kettenmoleküle, Peptide.

Man kann sich gut vorstellen, wie sich kompliziertere Eiweißketten bilden.

In Richtung Zelle geht es dann, wenn diese Moleküle eine Struktur haben, die dazu führt, dass sie auf beiden Seiten unterschiedlich affin zu Wasser sind - wenn eine Seite des Moleküls Wasser eher anzieht, die andere Wasser eher abstößt, dann wird sich das Molekül wölben.

Das Molekül könnte sich dann z.B. an einer Wand anlagern und nur seine wasseraffine Seite ins Wasser halten - die andere trocken halten. Und schon hast Du die erste Membran - einen definierten Unterschied zwischen innen und außen.

Bis zur ersten Zelle muss also ganz, ganz viel passieren. Es ist nicht genau klar , ob das in heißen Quellen zuerst passierte, oder in den Tiefen der Ozeane an den schwarzen Schloten - oder doch eher oberflächennah. Aber es gibt ganz viele Ansätze, die erahnen lassen, wie es gelaufen sein könnte.

Ich habe Dir 2 Videos dazu einkopiert, zum Weitergucken, ein kurzes...

... und ein etwas längeres:

Beide mit Josef Gaßner.

Da wird die Frage etwas ausführlicher beantwortet.

Grüße

Kommentar von Pyrut ,

Dankeschön :)

Expertenantwort
von DiegoderAeltere, Community-Experte für Evolution, 10

Das ist ein Themenkomplex, der ganze Bücher füllt und immer noch eifrig erforscht wird. Die bis jetzt geltenden Erkenntnisse können also jederzeit wieder veraltet sein. Gemäß dem jetzigen Stand kann man aber die Entstehung des Lebens ganz grob auf vier wichtige Schritte herunterbrechen.

1.) Die Entstehung organischer Moleküle: Dieser Schritt ist am einfachsten zu rekonstruieren und auch am besten erforscht. Solange nämlich in den Ausgangsstoffen die richtigen Elemente vorkommen, können fast unter allen Bedingungen (Milieu, Vorhandensein von Katalysatoren ...) unter Energiezufuhr die Grundstoffe des Lebens, also Aminosäuren, Zucker und andere wichtige Moleküle entstehen. Die Frage lautet hier vor allem, welche Bedingungen denn genau auf der jungen Erde herrschten.

2.) Bildung von Polymeren: Die wichtigsten Moleküle in Lebewesen (DNA, Proteine, Stärke etc.) sind Kettenmoleküle/Polymere, die in einem zweiten Reaktionsschritt aus den im ersten Schritt gebildeten Molekülen entstehen. Die Bedingungen, welche diese Reaktion begünstigen, sind: Energiezufuhr und Abwesenheit von Wasser (ganz ohne geht es aber nicht). Die Forschung beschäftigt vor allem die Frage, an welchen Orten diese Bedingungen gegeben waren. Die wahrscheinlichsten Möglichkeiten sind:

- Hydrothermale Quellen in der Tiefsee, viele hier vorkommende Mineralien können als Katalysatoren für Polymerisationen dienen, außerdem ist Energie in Form von Wärme reichlich vorhanden. Auch leben die einfachsten bekannten Lebewesen an solchen Quellen und geeignete Edukte für die Energiegewinnung sind ebenfalls vorhanden.

- Meereis, die darin vorkommenden Kristallstrukturen begünstigen ebenfalls Polymerisationen, außerdem stabilisieren niedrige Temperaturen Aminosäureketten. Im wissenschaftlichen Eisschrank konnten bisher die längsten künstlichen Aminosäureketten erzeugt werden.

- Gezeitentümpel, da die vollständige oder teilweise Austrocknung die Polymerisation fördern könnte. Allerdings ist dieses Modell weniger wahrscheinlich als die ersten beiden.

3.) Die Bildung von Zellmembranen: Als Grundstoffe für Membranen dienten den ersten Lebewesen wahrscheinlich Fettsäuren oder Proteine, die in den ersten beiden Schritten erzeugt wurden. Die Bildung von Membranen wird ebenfalls durch die Kristallstrukturen an hydrothermalen Quellen und im Meereis gefördert, die ich oben erwähnt habe. 

Interessant für die Forschung ist vor allem das Verhalten von Protozellen, also Zellmembranen ohne Inhalt, die künstlich erzeugt wurden. Diese "fressen", indem sie zusätzliches Zellmaterial aus ihrer Umgebung aufnehmen und wachsen dadurch, bis es zur Knospung und Teilung kommt - ein Vorgang, der der Zellteilung nicht unähnlich ist. Es wäre auch möglich, dass die Zellmembranen sich erst im vierten Schritt bildeten.

4.) Entstehung von Stoffwechsel und Replikationssystemen: Das ist mit Abstand der komplexeste Schritt, aber im wesentlichen sind die bisherigen Erkenntnisse die, dass das frühe Leben auf bestimmten RNA-Molekülen, den Ribozymen basierte. Ribozyme sind so eine Art Multitasking-Moleküle, die sowohl Erbinformation enthalten als auch als Enzyme (biologische Katalysatoren) fungieren können.

Im Klartext heißt das, dass Ribozyme sich selbst vervielfältigen können und auch die Bildung von Proteinen anregen können, die Funktionen in der Zelle übernehmen. Mit der Zeit erfolgte eine Spezialisierung der beiden Molekültypen. RNA diente ab sofort nur noch zur Erbgutspeicherung, und den Proteinen kam die Aufgabe zu, Stoffwechselvorgänge zu katalysieren, aus denen Energie für das Wachstum und die Vermehrung der Zelle gewonnen wurde. Proteine sind bei heutigen Lebewesen auch dafür verantwortlich, die Erbinformation abzulesen und zu vervielfältigen, das ist eine weitere Funktion, die sie von den Ribozymen übernommen haben. Die RNA wurde im Laufe der Stammesgeschichte dann durch die etwas vorteilhaftere DNA ersetzt (eine Reaktion, die auch durch ein Protein ausgelöst wird).

Alles weitere kannst du auf diesen beiden Seiten nachlesen, einmal einfach gehalten und einmal ein wenig komplizierter, dafür aktueller und genauer:

http://www.bernd-leitenberger.de/leben1.shtml

http://www.oekosystem-erde.de/html/leben-01.html

Antwort
von Richard30, 30

Naja es wird vermutet laut der ET, das es erst Bakterien gab, es gab mehere und irgendwann haben sich mehrere Bakterien zusammengetahen um es vereinfachter auszudrücken. Also eine große Bakterie "Schluckt" ne kleine, so sind die Mitrochondrien in die Zelle gekommen, genauso kahm auch der Zellkern in die Zelle e.c.t.

Das ganze klingt sehr unwarscheinlich, aber die ET versucht die Entstehung des Lebens ohne Einwirkung einer externen Macht zu erklären, da muss man sich eben allem bedienen, was einem bleibt.

Die ET behandelt so gesehen auch nicht die Entstehung des Lebens, wobei es doch irgendwie Teil davon ist, das fällt dann aber eher unter Chemiche Evolution. Beides gehört dennoch eng zusammen. Korrekterweise bezeichnet die ET nur die Entsehung der Arten, also wie ist aus einer Bakterie ein Mensch entstanden. Das alles ohne einwirkung einer externen Intelligenz, das ist die wichtigste Konstante der ET, alles andere könnte variieren, aber das bleibt bestehen.

Antwort
von PacMan1996, 30

Die eine Theorie dazu aus christlich-wissenschaftlicher Seite lautet: Göttliche Einmischung bzw. auch Urknall. 

Die andere rein wissenschaftliche Theorie dazu besagt, dass die ersten Einzeller und Bakterien durch einen Meteoriten von einer anderen Welt zu uns kam und aus eben diesem Meteoriten das Leben auf unserer Erde entstand. 

Hoffe das hilft dir erstmal weiter. 

Gruß Pac^^

Kommentar von Pyrut ,

Mann das verschiebt das Problem nur (aus wissenschaftlicher Sicht) wie entstanden dann die ersten Eizeller auf dem anderen Meteoriten !?

Kommentar von Richard30 ,

Ja du brinst es auf den Punkt, aber die Meteroitentheorie ist soweit ich weiss nicht die derzeit gültige. Sie ist aber ein eleganter Kunstgriff, da man so sagen kann, die Einzeller haben sich in anderen Orten gebildet, dessen Bedinung wir nicht kennen, die aber besser geeignet sind für die Entstehung des Lebens.

Man muss eben nehmen was man kriegt an Erklärungsversuchen.

Kommentar von uteausmuenchen ,
Die eine Theorie dazu aus christlich-wissenschaftlicher Seite lautet

Der Kreationismus ist religiöser Fundamentalismus und hat mit einer naturwissenschaftlichen Aussage nichts zu tun. Es handelt sich NICHT um eine wissenschaftliche Theorie.

Die wahrscheinlichsten Szenarien, nämlich dass das Leben bei uns im Wasser entstand, die lässt Du in Deiner Antwort dagegen aus...

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