Frage von Milb3, 58

Km/Jahr/Steuer?

Hallo,
Ich fahre ab November täglich berufsbedingt ca. 160km. Ist dieser Arbeitsweg von der Steuer absetzbar und wenn ja, wieviel bekommt man pro km zurück?

Antwort
von RudiRatlos67, 27

Absetzbar ist die einfache Fahrt (80 km?) und wird mit 0,30 Euro je km angerechnet =24 Euro /Tag.  Um diesen Betrag reduziert sich dein zu versteuerndes Einkommen sofern dadurch die pauschale von 1.000 Euro überschritten wird. Falls diese Fahrten nur im November Anliegen wird es allein kaum reichen um über den Pauschalbetrag hinaus zu kommen.  Es können aber weitere Kosten teilweise pauschal / teilweise mit Nachweis geltend gemacht werden, wenn du täglich 160 km fährst,  bist du mit großer Wahrscheinlichkeit tgl. länger als 8 Stunden von Zuhause weg? Sofern du während der Zeit keine Verpflegung durch Arbeitgeber oder während der Arbeit / Fortbildung erhältst,  kannst du die tagespauschale für verpflegungs Mehraufwand zusätzlich geltend machen, auch kontogebühren,  Versicherungen die du privat bezahlst,  die dich aber auch während der Arbeit schützen sind teilweise absetzbar,  nutzt du dein Handy teilweise für die Arbeit, kann auch davon ein Teil angesetzt werden,  ebenso für Reinigung und Pflege der Berufsbekleidung usw.... Usw Kleinvieh macht auch Mist....  Das zahlt sich besonders bei der Einkommensteuererklarung aus.

Wieviel Du tatsächlich davon zurück bekommst hängt von der bereits bezahlten ekst und dem tatsächlich zu zahlenden ekst Betrag ab...

Wenn man mit den vorliegenden Fakten einen genauen Betrag errechnen könnte,  bräuchte niemand einen Steuerberater

Kommentar von Hefti15 ,

Leider stimmt deine Antwort nicht. Die Sache mit dem Verpflegungsmehraufwand hast du komplett falsch dargestellt.

Diesen gibt es nur auf Dienstreisen u.ä.. Bei normaler Arbeit in der Firma gibt es keinen Verpflegungsmehraufwand. Es spielt auch keine Rolle, ob man vom AG verpflegt wird oder nicht.

Steht ja auch so im Gesetz "Wird der Arbeitnehmer außerhalb seiner Wohnung und ersten Tätigkeitsstätte beruflich tätig (auswärtige berufliche Tätigkeit), ist zur Abgeltung der ihm tatsächlich entstandenen, beruflich veranlassten Mehraufwendungen eine Verpflegungspauschale anzusetzen."

Weil ansonsten würde ja fast jeder Arbeitnehmer diese Pauschale bekommen. Man brächte ja nur einen 8 Stunden Tag zu haben... Oder weniger, dann noch die Fahrzeit dazu, die Pausen...

Würde auch den Sinn der Vorschrift widersprechen. Weil diese pauschale wird ja dafür gezahlt, dass man sich "auswärts" nicht so gut auskennt und im Zweifel im Restaurant essen muss bzw. nicht weiß, wo man billig einkaufen kann. Und diese "Mehrkosten" die man hat, weil man sich nicht auskennt, sollen ja damit ausgeglichen werden.

Kommentar von RudiRatlos67 ,

Stimmt das hatte ich nicht deutlich gemacht....  Da der Fragesteller angibt ab November die längere Anreise zu haben bin ich von einer Fortbildung ausgegangen

Kommentar von Hefti15 ,

Wenn du davon ausgegangen bist, dann würde dann aber im Gegenzug dein erster Satz nicht stimmen. Weil dann wäre es ja eine Dienstreise und man könnte nicht nur die einfache Fahrt geltend machen, sondern die tatsächlich gefahrenen Kilometer (also Hin- und Rückfahrt).

Kommentar von Milb3 ,

Vielen Dank für die Antworten. Nein, ich begebe mich nicht ab November auf Dienstreise, sondern beginne meine erste Arbeitsstelle. Diese liegt ca. 85km von meinem Wohnort entfernt, ein Umzug kommt nicht in frage. Für mich ergeben sich also immense Fahrtkosten + Versicherungskosten, weshalb ich die Frage gestellt habe. Bisher habe ich in meinem Leben noch keine Steuererklärung gemacht. Also darf ich annehmen, dass mir bei einer 42,5std Woche zumindest 230 Arbeitstage im Jahr mit 80km*30cent am Tag zugesprochen wird? Demnach bekomme ich eine Rückzahlung in 2018 von umgerechnet 5520€? Ist das soweit korrekt?

Kommentar von PatrickLassan ,

Demnach bekomme ich eine Rückzahlung in 2018 von umgerechnet 5520€? Ist das soweit korrekt?

Nein, das ist falsch. 5250 € sind in dem Fall die Werbungskosten, die zu einem niedrigeren zu versteuernden Einkommen führen. Wie hoch die Steuererstattung ausfällt, ist von deinem perönlichen Steuersatz abhängig.

Antwort
von spaceflug, 41

80 km * ,30 cent * 220 Tage wird dir als Werbungskosten anerkannt und um diesen Betrag wird dein versteuerndes Einkommen reduziert.

Kommentar von Milb3 ,

Ich kann also nur 80km am Tag anrechnen lassen, obwohl ich das doppelte fahren muss?

Kommentar von spaceflug ,

die 30 cent werden für die einfache Strecke angesetzt, du kannst auch sagen ,15 cent für die hin und rück...bleibt sich gleich

Kommentar von Hefti15 ,

"220 Tage wird dir als Werbungskosten anerkannt"...

230 Tage bei 5 Tage Woche bzw. 280 Tage bei einer 6 Tage Woche werden i.d.R. grundsätzlich ohne Nachweise anerkannt. Einen Rechtsanspruch hat man darauf nicht.

Selbstredend steht im Gesetz was anderes. Man muss die tatsächlichen Fahrten erklären. Und diese müssen dann berücksichtigt werden. Wenn als ein AN nachweist, dass er grundsätzlich eine 5 Tage Woche hat, aber tatsächlich an 240 Tagen bei der Arbeit war (z.B. durch Bestätigung durch den Arbeitgeber), dann wird dieser Wert "anerkannt".

Kommentar von spaceflug ,

ja, aber es gibt auch sowas wie Feiertage, Urlaub und Krankheit. Und wegen 10 Tage würde ich mir nicht die Arbeit machen mit dem Finanzamt zu steiten.

Kommentar von Hefti15 ,

Nochmals, du hast es ein wenig falsch dargestellt. Die 230 Tage sind die Tage, die grundsätzlich vom Finanzamt pauschal anerkannt werden.

Das hat nichts mit Streit o.ä. zu tun. Weil entweder prüft das Finanzamt die Tage oder es erkennt alles im Bereich von 230 Tage (und weniger) an.

Kommentar von spaceflug ,

Ich denke der Fragesteller wird es verstehen, das er in die Spalte Arbeitstage die Tage eintragen kann die er gearbeitet hat.

Und das Rechenbeispiel ist ein Beispiel, evt. fährt er auch einen kompletten Umweg, weil der Bäcker im Ort xy so gut ist und das Finanzamt erkennt nur 55 km einfachen Weg an.....

Kommentar von Hefti15 ,

Du musst jetzt nicht anfangen Satzteile dick darzustellen. Du hast eine Tatsachenbehauptung aufgestellt (wird dir als WK anerkannt). Das war eben kein Beispiel! Billige Ausrede, weil du da schon nicht die 80 km genommen hast.

Und wenn du schon die Tage anführst, die normal anerkannt werden, dann nehme auch die richtige Anzahl.

Wie gesagt, mach mich nicht an, wenn du es falsch darstellst!

Kommentar von spaceflug ,

Du kapierst es einfach nicht und ich bin hier zulange um mich mit Erbsenzähler abzugeben.

Das Steuerberatungsgesetz ist sehr streng und schreibt genau vor, wer bei der Erstellung einer Steuererklärung helfen darf.

Wenn du mal trocken hinter den Ohren bist, dann wirst du auch so antworten, das du dich nicht ansatzweise in Schwierigkeiten bringst...aber bis dahin scheint es noch lange zu sein...Ade und alles Gute

Kommentar von Hefti15 ,

Du brachst mich nicht anzugehen. Nochmals, du hast einen Fehler gemacht und willst mir jetzt vorhalte machen, weil ich darauf hingewiesen haben.

Also, werde du mal "trocken hinter den Ohren" und verhalte dich nicht wie ein kleines Kind.

Richtig absurd sind dann deine zwei letzten Absätze. Weil das Steuerberatungsgesetz so streng ist, hast du dich entschieden, hier eine falsche Tatsachenbehauptung aufzustellen. Da muss ich jetzt lachen.

Besonders wenn du dann schreibst, "so antworten, das du dich nicht ansatzweise in Schwierigkeiten bringst".

Liebes Kind, wenn du hier etwas machst, was laut Steuerberatergesetz verboten ist, dann wird es doch nicht dadurch erlaubt, weil du die rechtliche Lage falsch darstellst.

Ernsthaft, benehme dich mal wie ein erwachsender Mensch. Du hast etwas falsch gemacht, stehe dazu. Und du hättest dich gar nicht "zulange mit mir abgeben müssen". Du würdest dir z.B. viel Zeit sparen, wenn du deine Fehler nicht mit Unwahrheiten (war ja nur ein Beispiel - tatsächlich war es eine Tatsachenbehauptung) versuchen würdest zu verstecken.

PS: Liebes Kind, ich arbeite seit Jahrzehnten in diesem Bereich. Also, es ist auch dieser Vorwurf (trocken hinter den Ohren) eine riesige Blamage für dich.

Kommentar von wurzlsepp668 ,

lieber Hefti, wo ist ein Fehler in der Antwort?

es wurde mit 220 Tagen gerechnet.

wo ist der Fehler?

ich sehe KEINEN!

aber es ist normal, dass du Antworten von anderen zerlegst ...

P.S.

seit wievielen Jahren arbeitest du in diesem Bereich? nach der Lehrzeit? 2,3 oder 4?

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