Kloßgefühl im Hals, Gefühl erwürgt zu werden was kann man dagegen machen?

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6 Antworten

Das Engegefühl im Schlund ist nicht
angenehm – und es macht Angst. Um eine maligne Erkrankung
auszuschließen, müssen vor allem zwei Bereiche untersucht werden:
Hals-Nasen-Ohren und der obere Magen-Darm-Trakt. Hier einige Tipps, wie
man der Ursache des Kloßgefühls auf die Spur kommen kann.

Globus
pharyngis kann sowohl Symptom als auch Diagnose sein – allerdings eine
Ausschlussdiagnose. Denn oft findet sich für dieses Engegefühl, auch
Globussyndrom genannt, keine körperliche Ursache. Offenbar können Stress
und Angst zu einer funktionellen Störung der Schlundmuskulatur führen –
daher wurde schon früh von einem Globus hystericus gesprochen. Wichtig
ist jedoch, gründlich nach einer Ursache für das lästige Symptom zu
suchen, nicht nur um eine Tumorerkrankung sicher auszuschließen, sondern
auch um dem Betroffenen gegebenenfalls kausal zu helfen.

Was macht man also, wenn ein Patient über ein Kloßgefühl im Hals
klagt? Für den Allgemeinarzt ist hier wie so oft die Anamnese das A und
O. Folgende Fragen sollten gestellt werden:

Wie lange besteht die Missempfindung schon? Wo genau sitzt der Kloß? Mittig oder seitlich?
Das Globusgefühl wird meist als zentral sitzende Empfindung oberhalb des Brustbeins beschrieben.

Ist dieses Gefühl ständig da oder kommen und gehen die Beschwerden? Haben sich die Beschwerden verschlimmert?
Ein persistierendes, progredientes Kloßgefühl gäbe Anlass zur Sorge.

Ist es schmerzhaft?
Bei einem Globus pharyngis sind eher keine Schmerzen zu erwarten.

Schmerzen beim Schlucken (Odynophagie)? Gibt es hierbei
Unterschiede zwischen leerem Schlucken, dem Schlucken von fester oder
flüssiger Nahrung?

Typischerweise verschlimmert sich das
Kloßgefühl bei einem Globus pharyngis beim trockenen Schlucken
(Speichel) und macht sich beim Essen und Trinken weniger bemerkbar.

Ziehen diese Schmerzen in die Ohren oder bestehen generell Ohrenschmerzen?
Die
Otalgie könnte Ausdruck von projizierten Schmerzen sein, denen
Erkrankungen der Mundhöhle (N. trigeminus), des Oropharynx, der
Tonsillen (N. glossopharyngeus) oder des Laryngopharynx (N. vagus)
zugrunde liegen.

Ist der Patient heiser oder hat sich die Stimme verändert?
Bestehen diese Veränderungen ständig, intermittierend oder sind sie
progredient?

Wenn ja, sollte ein maligner Prozess
beispielsweise am Kehlkopf ausgeschlossen werden, besonders wenn keine
stimmliche Überbeanspruchung damit in Zusammenhang zu bringen ist.

Besteht verstärkte Schleimbildung? Läuft die Nase oder ist sie verstopft?
Postnasale Sekretion kann den unteren Rachen reizen und so die Symptomatik verstärken.

Hatte der Patient schon einmal Operationen oder eine Radiotherapie im Kopf-Hals-Bereich? Womöglich wegen eines Krebsleidens?
Wenn ja, besteht ein höheres Risiko für ein weiteres Malignom, vor allem wenn Bestrahlungen stattgefunden haben.

Kommt beim bzw. nach dem Schlucken Speisebrei wieder in die Mundhöhle (Regurgitation)?
Dies
könnte auf ein Zenker-Divertikel hinweisen – eine Aussackung im Bereich
der Schluckmuskulatur an der Hinterwand des Pharynx oberhalb des
Ringknorpels.

Liegen Zeichen einer Dyspepsie vor (Sodbrennen, saures
Aufstoßen, Magenschmerzen)? Gastritis oder peptische Ulzera in der
Vorgeschichte? Wenn ja, besteht ein Zusammenhang mit scharfen Speisen
oder üppigen Mahlzeiten am Abend?

Dyspepsien können sich gelegentlich auch als Globusgefühl äußern.

Raucht der Patient? Trinkt er häufig Alkohol?
Beides steigert das Risiko für Kopf-Hals-Tumoren beträchtlich.

Liegen systemische Symptome vor? Fieber, Nachtschweiß, Gewichtsverlust, Appetitlosigkeit, Schlafstörungen?
Alles können unspezifische Hinweise für eine Krebserkrankung sein.

Bestehen verstärkte Stressfaktoren?
Stress und
Angst können unerwünschte Auswirkungen auf den Tonus der
Larynx-Muskulatur haben und so das Globusgefühl verstärken. Das
Kloßgefühl erzeugt Angst (vor Tumoren), die wiederum den Kloß im Hals
verstärkt – ein Teufelskreis entsteht.

Warnsymptome bei "Kloß im Hals"

Gewichtsverlust

Schmerzen

Einseitige oder lateralisierende Symptome

Otalgie

Veränderungen der Stimme

Systemische Symptome (Fieber)

Risikofaktoren für Malignome wie Rauchen

Auffällige Befunde bei der Halsuntersuchung wie Knoten oder Lymphadenopathie

Regurgitation oder Dysphagie

Fokus auf Kopf und Hals

Bei der körperlichen Untersuchung konzentriert man sich zunächst auf
den HNO-Bereich. Das umfasst die Inspektion und Palpation des gesamten
Halsbereiches inklusive der Schilddrüse. Lassen sich Lymphknoten tasten?
Zeigen sich Asymmetrien z. B. an den Tonsillen? Gibt es Leukoplakien in
der Mundhöhle? Falls der Patient es toleriert, kann die Mundhöhle auch
ausgetastet werden, um Verhärtungen festzustellen. Rhinoskopie: Besteht
ein postnasales Dripping? Solches könnte zu einer Rachenentzündung
beitragen.

Bei veränderter, heiserer Stimme sollte eine Laryngoskopie erfolgen,
die aber meist eher Sache des Facharztes ist. Bestehen Ohrenschmerzen
und lässt sich eine Entzündung im Bereich des äußeren oder Mittelohres
nicht sicher ausschließen, ist ebenfalls der HNO-Arzt gefragt.

Magenprobleme?

Der zweite Bereich der Untersuchung bezieht sich auf den Oberbauch,
besonders wenn die Patienten dyspeptische Beschwerden angeben. Denn
häufig lassen sich bei Patienten, für die sich in der HNO-Untersuchung
kein morphologisches Korrelat für das Kloßgefühl ergeben hat, bei der
Gastroskopie pathologische Befunde in der Speiseröhre oder im Magen
feststellen. Bei dyspeptischen Beschwerden lohnt auch die probatorische
Behandlung mit Protonenpumpenhemmern und zusätzlich mit einem Alginat
(z. B. Gaviscon®) – verbunden mit Hinweisen zur Lebensführung,
beispielsweise zur Gewichtsreduktion, weniger scharfen Speisen und
Alkohol, frühzeitigem Abendbrot etc. Stellt sich bei einer
Kontrollkonsultation nach vier bis sechs Wochen darunter keine Besserung
ein, sollte die Überweisung zum HNO-Arzt erfolgen.

Erst wenn sich keine Anhaltspunkte (auch beim HNO-Arzt) für einen
somatisch-pathologischen Prozess finden lassen, ist die Diagnose
Globussyndrom zulässig. Das heißt im Einzelnen, dass die Symptomatik
intermittierend auftritt, die Stimme nicht verändert klingt, der "Kloß"
in der Mittellinie sitzt, der Schluckakt problemlos und schmerzfrei ist
und sonst keine Warnhinweise auf ein Malignom bestehen (vgl. Kasten).
Bei diesem Befund können die Patienten beruhigt und ihnen die Angst
genommen werden, dass sie an einem Hals-Tumor leiden könnten.

Diese Beruhigung ist oft schon ein Teil der Therapie, besonders wenn
bei der Anamnese angegeben wurde, dass das Kloßgefühl im Zusammenhang
mit Ängsten oder psychischen Belastungen auftritt oder sich
verschlechtert. Ursache kann dann ein (angstbedingter) Spasmus des M.
cricopharyngeus, ein laryngopharyngealer Reflux, ein erhöhter Tonus im
oberen Ösophagussphinkter oder auch ein gastroösophagealer Reflux sein.
Bei diesen mehr psychosomatisch belasteten Patienten kann eventuell ein
Psychotherapeut weiterhelfen.

Sollten die Patienten allerdings wieder mit dem Kloßgefühl bei ihrem
Hausarzt vorstellig werden, muss der Verdacht auf einen malignen Prozess
erneut aufkeimen und zu entsprechender Diagnostik führen.

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Natürlich kannst du etwas dagegen machen, nämlich einen Hals-, Nase- und Ohrenarzt aufsuchen. Der kennt sich mit solchen Beschwerden aus.

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Das anhaltende Gefühl einen "Kloß im Hals" zu haben kann ein Hinweis auf Stress oder eine Depression sein, wenn organische Ursachen ausgeschlossen wurden. Deshalb solltest du bei anhaltenden Beschwerden in der Richtung, Rat bei einem klinischen Psychologen suchen.

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Ja genau, aber wenns nich besser wird zum Arzt

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Tee trinken an die frische luft gehen :)

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