Unsere Tochter wird in Kürze 14 Monate alt und hat seit etwa 2 Wochen eine Phase, in der sie ständig zur Mama auf den Arm will. Bin ich nicht im Raum oder überhaupt nicht anwesend, bleibt sie bei jedem anderen. Bin ich aber im Raum oder komme ich wieder dazu, will sie sofort zu mir auf den Arm, bleibt nochnichtmal mehr beim Papa auf dem Arm. Manchmal schreit und strampelt sie auch, wenn ich sie vom Arm auf den Wickeltisch legen will (also wenn sie vom Arm muss). Die letzten 3 Nächte wachte sie nach problemlosem Einschlafen auf und wollte sich nur noch von mir beruhigen lassen. Kennt Ihr das? Ist das nur eine Phase? Soll ich ihr nachgeben? Sie wird nie alleine gelassen, ich weiß nicht, woher sie das plötzlich hat.
ja, das ist normal in dem Alter. Du musst doch bedenken, dass euer Kind so viel gelernt hat in kurzer zeit, bestimmt hat sie auch laufen gelernt und lernt gerade Laufen und somit auch die Möglichkeit sich von der Mutter zu entfernen. Auch das Gehirn entwickelt sich parallel zu den körperlichen Möglichkeiten rasant. Das alles macht dem kind Angst, es beginnt zu verstehen, dass es nicht ein Teil seiner Eltern ist, sondern eine eigenständige person. Zum ersten mal kommt ihm die Möglichkeit in den Sinn, dass die Eltern vielleicht nicht immer da sind. Ist es nicht verständlich, dass da Angst aufkommt? Sei deinem Kind so oft und so viel wie möglich nahe und versuxche keine Angst aufkommen zu lassen, das ist die beste basis für seine spätere Entwicklung ohne Angst und für die Entwicklung der Selbständigkeit. Was habnefrage schreibt ist absoluter Unsinn!!!
Ich würde sagen, ganz normal. Bei uns ging das von 1 bis 1 1/2 so. Meine ist jetzt 2 1/2 und nur noch so klettig, wenn sie müde oder krank ist. Nimm sie ruhig auf den arm, wenn du kannst. sie ist jetzt in dem alter, wo sie begreift, Mama kann weggehen. sie kann aber noch nicht abschätzten wie lange du gehst und das du wiederkommst. Sie braucht deine Nähe um zu vertrauen. Denn auch der nächste Raum ist für sie "mama ist weg" weil sie dich nicht sieht. kopf hoch, es ist alles nur ein Phase ;)

Es könnte möglich sein, dass sie durch irgendeinen Vorfall, wo du sie mal allein gelassen hast, Ängste entwickelt hat, dass du ohne sie weggehen könntest, das ist allerdings nur eine Vermutung. Es kann auch eine Phase sein, die bald wieder vorbei geht. Versuch erst mal den goldenen Mittelweg zu finden und nicht allem, was sie möchte nachzugeben. Sag ihr, dass Mama da ist und nicht weggeht, dass sie aber nicht immer getragen werden kann. Wenn sich das ganze verschlimmern sollte, solltest du mal mit einem Kinderpsychologen sprechen.
Es gab nie einen solchen Vorfall. Ich bin 24 Stunden um sie rum und wenn sie aufwacht und ruft, bin ich sofort bei ihr. Daher kann das nicht kommen. Warten wir also mal ab. Der Kinderarzt meinte - darauf angesprochen -: "Intelligente Kinder sind nie einfach!" lol
das sagt meine Oma auch.. aber leichter macht es das nicht gg
du machst das schon ganz richtig. Es ist eine normale entwicklungsbedingte Phase der Reifung, du hast nichts falsch gemacht.
Danke :-)
Lena101 am 5. Mai 2009 14:48 ich habe auch nicht gesagt, dass du etwas falsch gemacht hast, ich habe nur Erfahrungswerte in Erwägung gezogen. Vielleicht versuchst du in Zukunft deine Tochter langsam abzunabeln, d.h. dass du nicht immer SOFORT da bist, wenn sie ruft. Das ist der Anfang vom Selbstständigwerden.

man sollte kinder aber auch nicht stets und ständig auf den arm nehmen, denn sie gewöhnen sich sehr schnell daran und brauchen dann nur noch eine geste zu machen oder anfangen zu weinen und schon eilt jemand (in diesem fall die mutter) herbei und nimmt das kind wieder auf den arm. das ist das was das kind will. den kopf durchsetzen und das bekommen was es will.
Schreien lassen kann ich sie doch aber auch nicht ... Das ist ja das Schwierige ...
habnefrage644 am 5. Mai 2009 10:19 ein wenig schreien haut keinen um. mit der zeit wirst du lernen bzw. hören, ob dein kind schmerzen bzw. hunger hat oder ob es nur aus "trotz" schreit. wenn es aus trotz schreit schenke ihm nicht mehr ganz die volle aufmerksamkeit, beobachte es und mit der zeit wirst du sehen, dass sich das kind "beruhigt" weil man auf seine wünsche nicht jedesmal anspringt. auch noch so kleine kinder haben in manchen fällen ihre eltern "in der hand"
nein, natürlich solltest du sie auf keinen Fall schreien lassen. Das ist im Moment sehr anstrengend, aber wenn du ihr jetzt deine Nähe gibst und sie spüren lässt, dass du immer für sie da bist, wird sie diese Phase umso schneller abschließen.
Ich merke schon, wenn sie nur meinen Finger in ihrer Hand spürt, ist sie schon ruhig. Auch im Auto, wenn sie hinten und ich vorne sitzt, reicht ihr der Finger. Das klingt mir schon nach richtiger Angst ...
ja, aber diese Angst ist völlig normal in diesem Alter. Mit dem Wissen kommt die Angst, das ist das Schicksal aller Menschen.
Klingt wirklich logisch - danke nochmal.
habnefrage: aus deiner Antwort spricht deine eigene schlimme Kindheit. Du tust mir leid. Deine Antworten scheinen aus dem vorigen Jahrhundert zu kommen.
habnefrage644 am 5. Mai 2009 10:42 du hast absolut keine ahnung wie und wo ich aufgewachsen bin und von schlimmer kindheit kann keine rede sein. im gegenteil. ich denke ehr, du wärst neidisch auf so eine kindheit. glaub mir
du wirst deine Kindheit nicht als schlimm empfinden, weil du ja keine andere kennst. Außerdem spielen sich die wirklich wichtigen Dinge in einem zeitraum ab, an den man sich später nicht erinnert. Aber wer wirklich eine liebevolle kindheit erlebt hat, der wird anderen leuten bestimmt nicht den Rat geben, sein Kind schreien zu lassen.
habnefrage644 am 5. Mai 2009 11:08 darf ich fragen ob du kinder hast? ich habe keineswegs behauptet kinder schreien zu lassen. was ich lediglich meinte ist, dass man mit der zeit hört warum das kind schreit. ob es hunger hat oder schmerzen. das kind schreit nicht immer gleich. aber das müsstest du doch wissen wenn du kinder haben solltest.

ganz normal...............gibt sich wieder....Kopf hoch!!
Danke!

Das ist ganz normal,Kinder haben solche Phasen....in jedem Alter :o)
Das kam so urplötzlich ...
Brittchen am 5. Mai 2009 10:18 Da macht man sich schon Gedanken,aber wie gesagt,es ist ganz normal,mein Sohn (5 Jahre) hat das heute noch ab und an mal,da ist er total "Mama-Kind" und 2 Tage später total "Papa-Kind" :o) Keine Sorge....
Ok - danke!
seh ich auch so
Danke. Es kommt mir auch plausibel vor, was Du schreibst. Offenbar reagiere ich bisher aus dem Bauch raus richtig. Mein Mann (der natürlich von der Reaktion seiner Tochter sehr gekränkt ist) meint, ich soll sie nicht immer sofort "betüdeln" ... Der goldene Mittelweg wird wohl wieder das Richtige sein ...
Männer augenroll meiner war genauso..
Männer sind eifersüchtig, weil sich nicht mehr die ganze Welt um sie dreht....
Das mag grundsätzlich stimmen. Aber Emmas Papa ist ein wunderbarer Vater - er möchte halt auch alles richtig machen und glaubt, sie sei trotzig. Aber die Mamas haben halt NOCH feinere Antennen ... :-)
ja klar, ich glaube dir ja, dass er ein gute vater ist, aber wie du sagst, feinere Antennen und Mutterinstinkt. Lies doch mal das Buch: Auf der Suche nach dem verlorenen Glück von Jean Liedloff....ein Wahnsinnsbuch...
Übrigens Emma ist ein schöner Name...
@ enaira: Danke für den Tipp! Und danke auch für das Kompliment :-)
Glaub auch, dass kleine Kinder vor allem Liebe brauchen. Hätt auch gern so eine fürsorgliche Mutter gehabt... ich hab immer die Klappe von der Spülmaschine aufgemacht und bin draufgekrabbelt. Vermutlich weil ich auch soviel Aufmerksamkeit haben wollte die die Maschine... ---> folge Sozialphobie/Bindungsangst. Du scheinst ne gute Mutter zu sein. Hör auf deinen Bauch, dann pasßt das schon.
@ opnudo: Danke Dir. Ich sehe täglich, wie viele Mütter ihre Kinder in der Kleinkindbetreuung abgeben und die Kinder weinen lassen. Oftmals weinen die Kinder auch, nachdem die Mütter längst weg sind. Ich bringe meine Tochter zur Kleinkindbetreuung, bleibe aber dabei, so lange sie mich braucht. Ich gehe auch nur deshalb mit ihr dort hin, damit sie unter Kinder kommt und Anregungen bekommt. Die Betreuerinnen haben kein Problem damit, dass ich immer dabei bin. Aber eine Glucke bin ich trotzdem nicht. Ich lasse sie dort alleine machen, bin aber dabei, so dass ich da bin, wenn sie mich braucht. So lange, wie sie das eben braucht.
im Grunde brauchst du eigentlich keinen Rat, du weißt doch schon instinktiv wie es richtig ist. Du solltest auch weiterhin auf dein Bauchgefühl hören und dich nicht von anderen verunsichern lassen. Du machst das alles schon ganz toll und richtig.
:-)
oh je. Das erinnert mich an einen Vorfall bei mir zu Hause. Meine Mutter hat ein Abziehbild von dem Igel Mecki für mich unten an die Tür geklebt. Ich habe ihn abgekratzt, weil ich eifersüchtig auf ihn war, denn augenscheinlich liebte meine Mutter ihn ja....
Da kann man mal sehen, wie kompliziert und manchmal unergründlich die Gedanken und Ängste von Kindern sind. Da ist es doch nur adäquat, sie liebevoll zu (unter-) stützen ...
ja haecor, genau. Sehe ich ebenso.