Frage von Feliterus, 53

Klettern oder Bouldern?

Hallohallo! Ich wende mich mal an die Kletter- und Boulderfreaks unter euch. Und zwar würde ich gerne wissen, was euch warum mehr Spaß macht?

War früher als Kind klettern und mir hat das immer Spaß gemacht. Jetzt, wo der ganze Kletterhype losgegangen ist, hat es mich auch gepackt und ich würde es gerne nochmal ausprobieren. Deshalb meine Frage.

Also, was sagt ihr?

Antwort
von volker79, 30

Es hat beides seine Vorzüge.

Beim Klettern sind die Routen länger und es ist eher eine Ausdauersache.

Bouldern ist schneller vorbei, dafür packen Boulderschrauber aber mehr Technik-Probleme in die Route, um diese auf dem kleinen, kompakten Raum knackiger zu gestalten. Bouldern ist daher besser für die Technik.

Ein Boulderer kann daher beim Seilklettern Ausdauer trainieren, ein Kletterer beim Bouldern mehr Technik. Es ergänzt sich also super.

Beim Klettern brauchst du einen Seilpartner der dich sichert. Der ist nicht immer zur Verfügung. Mir macht zwar Seilklettern auch mehr Spaß, gerade auch am Felsen, aber ich bouldere auch sehr gerne. Vor Allem wenn kein Seilpartner zur Verfügung steht, ist Bouldern eine gute Ausweichmöglichkeit. Es ist das Gleiche nur ohne Seil, auf kürzeren Routen und man kann es alleine machen. Und es fördert auch die Technik beim Klettern. Extra-Ausrüstung braucht es nicht, Kletterschuhe und (falls du es brauchst) Chalkbag hast du ja schon, und Gurt und Sicherungsgeräte bleiben zuhause.

Allenfalls beim draußen bouldern wäre noch ein Crashpad ganz förderlich. Aber das sollte man unter Umständen auch nicht ohne Spotter (jemand, der aufpasst und einen Sturz mit den Händen zwar nicht fängt aber so lenkt, dass man nicht mit dem Rückgrat oder dem Kopf zuerst aufkommt) machen, also hier wäre wieder ein Partner mit von der Partie. In der Halle liegen ja eh Matten drunter.

Bei mir in Köln muss man allerdings dazu sagen, dass es zwar viele Kletter- und Boulderhallen gibt, aber keine Kletterhalle einen wirklich guten Boulderbereich hat. In Köln wurde das so gelöst, dass sich einige Hallen zusammengetan haben und Abokunden der jeweils anderen Hallen vergünstigten Eintritt bieten. So kann man, wenn man lieber klettert, in seiner Stamm-Kletterhalle ein Abo abschließen und wenn mal der Seilpartner fehlt in eine Boulderhalle ausweichen, immerhin etwas günstiger. Ob andere Städte das auch haben (oder überhaupt ein solch großes Angebot an Hallen, das scheinbar trotzdem noch so gerade kein Überangebot ist), weiß ich nicht.

Es schließt sich jedenfalls nicht aus. Was dir mehr Spaß macht, kannst du ja für dich rausfinden. Gurt und Co kann man ja auch erst mal in der Halle leihen. Falls es Klettern ist, schließt das gelegentliches Bouldern aber nicht aus, ganz im Gegenteil, aus Ausweichtraining und zur Verfeinerung der Technik ist es super.

Antwort
von cooleSocke100, 25

Hi, ich mach beides total gerne. Beim Bouldern sind halt die Bewegungen in den meisten Fällen irgendwie kreativer, beim Klettern geht es mehr um das hochkommen, was aber auch Mega Spaß machen kann. Außerdem finde ich das draußen Klettern vorallem im Mehrseillängen super spannend. Es hat beides sein für und wieder. Für was man sich anschließend entscheidet ist einem selbst überlassen oder ob man die Abwechslung so wie ich liebt.
Liebe Grüße

Antwort
von DinoMath, 38

Ich persönlich mag Klettern viel lieber, da ich dabei ein Ziel vor Augen habe wo ich hin will und danach runter ist dann die Erleichterung es geschafft zu haben.
Ich will hoch hinaus =)

Beim Bouldern kommt man zwar vorwärts, aber man kann immer aufhören und fast immer noch weiter machen, da fehlt mir ein bisschen das Erfolgserlebnis.

Vorteil von Bouldern ist natürlich, dass man niemanden zum sichern braucht.

Dafür finde ich wenn man wen zum sichern hat ist gerade das auch interessant, dass man das quasi in Zusammenarbeit mit jemand anderem macht.

btw: man kann auch Umfragen erstellen für sowas^^

Antwort
von maxZ96Z, 13

Im Bezug darauf dass du wieder einsteigen möchtest würde ich erstmal zum Bouldern raten. Das ist im Anfängerbereich spielerischer und leichter zugänglich. Andere haben auch schon geschrieben dass man öfters dazu kommt weil man nicht vom Terminkalender des Seilpartners abhängig ist.

Dazu kommt dass ich persönlich das Gefühl habe dass sich häufig beim Schrauben der Anfänger Kletter Routen weniger Mühe gegeben wird, bzw diese nicht besonders variieren. Beim Bouldern sind häufig auch die Leichten durchdacht, erfordern Kreativität und haben interessantere Probleme und Griffe, während häufig alle leichten kletterrouten aus simpel nach oben führenden Henkeln und Taschen bestehen. Aufleger, Leisten usw kommen dann erst in den höheren Graden wo aber gleichzeitig auch mehr Technik usw erforderlich ist.

Das ist wie gesagt nur eine Persönliche Beobachtung, in einer guten Halle wird das nicht der Fall sein.

Auf einem, höheren Niveau finde ich Klettern interessanter, bei längeren Routen hat man einfach mehr Möglichkeiten, und mehr variablen. Von Ruhepositionen, der richtigen Stelle zum Einhängen oder allgemein wie ökonomisch man sich seine Kraft bis zur Crux aufhebt. 

Antwort
von theantagonist18, 32

Ich bin Boulderer. Ich mag das viel lieber, weil ich nicht so der Ausdauer Typ bin. Beim Bouldern geht es meistens um kurze, aber sehr intensive Belastung. Beim Klettern geht es aufgrund der Länge der Routen auch viel um Ausdauer und Technik. Deine Füße spielen da eine extrem wichtige Rolle und beim Bouldern kannst du es dir auch mal gönnen die Füße einfach nicht zu stellen und einen Zug zu hangeln ;)

Weitere Vorteile von Bouldern:
- keine Abhängigkeit von Sicherungspartner 
- weniger Kosten (keinen Gurt, kein Seil, Eintritt in Boulderhallen wesentlich günstiger)

Kommentar von schlaumensch123 ,

eintritt in Felswand kostenlos ;)

Kommentar von volker79 ,

Nicht immer:

  • Nideggen (Kreis Düren): 5 Euro Eintritt, Tickets können an einer Tankstelle gekauft werden und werden sporadisch kontrolliert, bei Nichtbeachtung droht Ärger
  • Gerolstein: 5 Eintritt, ähnlich wie in Niedeggen
  • Landschaftspark Duisburg (gut, das ist keine Felswand sondern ein Industriedenkmal, das in Teilen mit einer Kletteranlage versehen wurde) Preise hängen von Mitgliedschaften in diversen DAV-Sektionen ab
  • Hohenzollernbrücke (Köln): Zwar kostenlos, aber DAV-Mitgliedschaft erforderlich (also zumindest Mitgliedsbeitrag), bei anderen Sektionen als Köln zudem Voranmeldung im Büro, wird sporadisch kontrolliert
  • Berdorf (Luxemburg): Zwar kostenlos, aber Mitgliedschaft in einer europäischen Kletterföderation (z.B. DAV) erforderlich, also Mitgliedsbeitrag. Wird scharf kontrolliert! Vor einiger Zeit musste sogar noch (kostenlos möglich) ein extra Permit angefragt werden, das man aber auch nur als Mitglied einer Kletterföderation bekam.

Nicht alle Felsen sind kostenlos, dafür werden sie zumindest von Zeit zu Zeit mal gewartet (Haken austauschen).

Antwort
von schlaumensch123, 16

Ich persönlich bin hauptsächlich Kletterer allerdings ist bouldern eine prima trainingsmöglichkeit dafür.
Das eine schließt das andere ja nicht aus.

Antwort
von Lapuu, 1

Ich mag das bouldern mehr weil man mehr mit der Technik macht finde ich. Ich mag an einer Route lange herumzuprobieren bis ich sie endlich schaffe deshalb bouldern. Ausserdem mag ich die Stürtze beim Vorstieg nicht. Hoffe ich konnte dir helfen L.G Lapuu

Antwort
von ObviousTr0ll, 16

Bin mehr der Kletterer.

Mir gefällt die Technik und auch das Vertrauen in den Kletterpartner.

Die Touren sind länger und dadurch für mich auch interessanter, als wie beim Bouldern.

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