Frage von monoKILL, 57

Kleinunternehmer Umsatzsteuerlösung Niederlande?

Hallo an Alle, Ich möchte mit meinem Partner, der in den NL lebt Waren, die wir aus Deutschland  beziehen via Internetshop in den Niederlanden verkaufen. Mir stellen sich da folgende Fragen, die ich in Googlereche nicht beantwortet bekommen habe. Vielleicht kann mir ja der eine oder andere helfen.

Unser Umsatz wird in den ersten Jahren nicht gigantisch sein, von daher wäre eine Inanspruchnahme der Kleinunternehmerregelung von Vorteil. Da es diese in den NL aber nicht gibt stehe ich vor der Frage, was für mich der günstigste Weg wäre. Folgende Überlegungen habe ich angestellt:

  1. Mein Favorit ich melde ein Gewerbe in DE an, welches unter die Kleinunternehmerregelung fallen würde und verkaufe eben einfach waren in die NL. Ginge das so oder gibt es da eine Hürde, die ich nicht sehe.

  2. Ich melde in NL ein Gewerbe an und würde dann ganz normal MwSt entrichten. Der Weg erscheint mir unnötig kompliziert, da ich dann in DE die Vorsteuer kassieren würde und in NL die MwSt entrichten müsste.

Ich wäre sehr dankbar über Anregungen bezüglich der beiden Varianten, bzw einen Vorschlag wie ich es am besten  angehen sollte.

Viele  Dank im voraus und freundliche Grüße.

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von wfwbinder, Community-Experte für Steuern, 42

Wenn Du in Deutschland tätig bist und Kleinunternehmer bist, verkaufst Du ganz normal in die Niederlande. Auch wenn Du kein Kleinunternehmer wärst, wäre eine Lieferung in die Niederlande eine innergemeinschaftliche Lieferung, bei der ein Verkauf an Privatpersonen zu behandeln wäre wie ein Verkauf im Inland.

Bei der Anmeldung in den NL entstehen Dir einfach nur hohe Kosten. Ausserdem kennen auch die NL eine Kleinunternehmerregelung.

Nur beim Handel ist ja die Frage, wie lange bleibt man unter dem Kleinunternehmerumsatz. Im Handel kann man als Kleinunternehmer nciht von den Gewinnen leben.

Anders wäre es, wenn Du überwiegend Geschäftskunden hast. Egal ob im In- oder Ausland.

Kommentar von monoKILL ,

Das hilft schon mal. Reicht es denn auch ein deutsches Gewerbe anzumelden, wenn die Kunden alle Niederländer sind und vorallem der Versand aus den NL realisiert wird ?

Kommentar von wfwbinder ,

Neuer Sachverhalt.

WAs heißt Versand aus den Niederlanden? Versendet ein Dienstleister/Logistiker, oder gibt es in den NL eine Niederlassung?

Das die Kunden Niederländer sind ist erstmal ohne Bedeutung, ausser sie wären Unternehmer, da könnte es Unterschiedliche Behandlungen geben.

Kommentar von monoKILL ,

Es versendet mein in den NL lebender Partner. Es ist also kein Logistiker sondern eher eine "Niederlassung" wobei es eben eine Privatwohnung ist, aus der einfach nur die Pakete verschickt werden. 

Kunden sind privat.

Sorry für das generve und vielen Dank für die Hilfe!!

Antwort
von Aki37, 30

Hallo,

ich möchte deine Fragen(n) wie folgt beantworten:

zu 1. Bei dieser Variante gibt es zu beachten, dass du als Kleinunternehmer keine MwSt einbehalten darfst, von daher müssen das Deine Lieferanten für Dich übernehmen (du zahlst die Waren inkl. MwSt) und Du hast einen entscheidenen Vorteil nicht. Das wäre über die Vorsteuer, die MwSt von Deinen Ausgaben geltend zu machen. 

zu 2. bei dieser Variante kaufst Du netto in Deutschland ein und musst die MwSt in den Niederlanden bezahlen. Da hast Du recht, der buchhalterische Aufwand ist hoch.

Aber wieso meldest Du in Deutschland kein normales Unternehmen an und hast alle Vorteile eines Gewerbetreibenden??? Ich verstehe nicht warum Kleinunternehmer?

Hoffe ich konnte Dir helfen...

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