Frage von mlostek, 79

Kleinunternehmer: Dieses Jahr unter 17500 und nächstes Jahr über 50000. Was passiert?

(Bitte genau lesen, anscheinend schreibe ich nicht sonderlich eindeutig, bisher hat die Frage noch niemand verstanden)

Hallo,

ich habe eine Frage. Ich habe mich 2016 selbstständig gemacht und werde in diesem / ersten Jahr unter 17.500€ bleiben. 2017 werde ich voraussichtlich unter 50.000€ bleiben, allerdings ist das nicht sicher, und genau um diese Situation geht es.

Was passiert wenn ich 2016 unter 17.500€ bleibe, daher 2017 noch in die Kleinunternehmerregelung falle, da ich vermute 2017 Jahr unter 50.000€ zu bleiben. Nun komme ich dann 2017 unerwartet doch über diese 50.000€?

Angenommen ich knacke unter diesen Umständen im November 2017 die 50.000€ er Marke, muss ich dann alle Rechnungen in 2017 rückwirkend neu ausstellen mit ausgewiesener MwSt? Oder gilt dann die Kleinunternehmerregelung einfach für 2018 nicht mehr und nichts weiter ist zu beachten?

Antwort
von wurzlsepp668, 51

wer den § 19 UStG genau liest, wird entdecken, dass dort vom voraussichtlichen Umsatz die Rede ist.

solange der Umsatz unter 17.500 € und im Folgejahr VORAUSSICHTLICH unter 50.000 € ist alles Ok.

sollte im ersten Jahr die Umsatzgrenze (bytheway: welche bei unterjährigen Beginn der Selbständigkeit gezwölftelt wird ..) nicht überschritten wird ist auch das zweite Jahr als Kleinunternehmer anzusehen.

da im zweiten Jahr dann der Betrag von 17.500 € überschritten wurde ist ab dem dritten Jahr die Regelbesteuerung verpflichtend

Kommentar von Petz1900 ,

So ist's.

Kommentar von mlostek ,

Okay, also bedeutet das, wenn ich am 1.1.2017 für das Jahr 2017 sage ich bleibe unter 50.000, also Kleinunternehmer, ich aber dann sagen wir im November 2017 die 50.000€ knacke, passiert nichts weiter, ausser das ich 2018 dann normal besteuert werde? Ich muss keine Rechnung rückwirkend für 2016 mit MwSt schreiben?

Kommentar von wfwbinder ,

Stimmt, hatte Dir Wurzlsepp doch schon geschrieben.

Der Mann ist vom Fach und meinst was er schreibt und er weis genau, was er schreibt.

Antwort
von Helmuthk, 26

Ich weiß nicht, ab wann Du Unternehmer bist.

Aber wenn Du im Laufe des Jahres 2016 unternehmerisch tätig geworden bist, dann solltest Du § 19 Abs. 3 UStG beachten.

Danach ist nämlich der erzielte Umsatz in eine Jahresumsatz umzurechnen, wenn die unternehmerische Tätigkeit nicht das ganze Jahr ausgeübt wurde.

Einfaches Beispiel: Tätigkeit am 1.7. begonnen, Umsatz 10.000,00 €.

Umrechnung in Jahresumsatz: 20.000,00 €.

Das solltest Du mit Deinen tatsächlichen Daten nachvollziehen.

Antwort
von PatrickLassan, 43

Sobald du in einem Jahr über 17500 € kommst, bist du im nächstens Jahr kein Kleinunternehmer mehr.

http://www.kleinunternehmer.de/ustg.htm

Kommentar von mlostek ,

und wenn ich noch Kleinunternehmer bin, und 2016 die 50.000 knacke. Muss ich 2016 dann rückwirkend alle Rechnungen neu ausstellen mit ausgewiesener MwSt?

Kommentar von kevin1905 ,

Nein.

Es geht ums folgende Wirtschaftsjahr (i.d.R. Kalenderjahr).

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