Frage von meldungsfenster, 73

Kleinunternehmer, Anmeldung zum Jahresende?

Hallo,

eine kurze Frage. Der Kleinunternehmer unterliegt ja den Umsatzgrenzen von 17500 im Vorjahr und 50000 im laufenden Jahr.

Das Gewerbe wurde am 01.09.2015 angemeldet und als Kleinunternehmer registriert. Ist es nun so, dass ich dieses Jahr, da im Vorjahr keins Bestand, die 17500 umsetzen kann und bereits 2016 bis zu 50'?

Oder muss ein vollständiges Geschäftsjahr unter der Grenze liegen?

Vielleicht hat mir da jemand gerade einen Tipp aus Selbsterfahrung.

Vielen Dank im voraus.

Antwort
von wfwbinder, 69

Wenn Du Dein Unternehmen am 01. 09. 2015 angemeldet hast und davon ausgehst, dass für die die Kleinunternehmerregelung gilt, dann hast Du angenommen dass Du 2015 in den Monaten 9-12 nicht mehr als 5.833,- Euro Umsatz machen wirst. Es wird auf die Monate umgerechnet.

Wenn Du also in 2015 mehr als diese 5.833,- einnimmst, bist Du ab 01. 01. 2016 kein Kleinunternehmer mehr.

Kommentar von meldungsfenster ,

Super Antwort, danke :)

Antwort
von Helmuthk, 68

Wenn Du Deine Tätigkeit 2015 angefangen hast, ist 2015 das Vorjahr für 2016.

Wenn Dein Umsatz 2015 über 17.500,00 liegt, gilt für 2016 die Kleinunternehmerregelung nicht mehr.

Und noch ein Hinweis zur Ermittlung des Gesamtumsatzes: Nach § 19 Absatz 3 Umsatzsteuergesetz Ist der tatsächliche Umsatz in einen Jahresumsatz umzurechnen, wenn die Tätigkeit erst im Laufe des Jahres aufgenommen wurde.

Da gilt für Deinen Fall: Wenn Du in den Monaten 9 - 12/2015 einen Umsatz von 7.000,00 € erzielt hast, ist Dein umgerechneter Jahresumsatz 7.000,00 € X 3 = 21.000,00 €.

Ab 2016 hast Du dann Deine Umsätze nach den allgemeinen Vorschriften zu versteuern.

Antwort
von Griesuh, 39

Müssen muss gar nichts. Du machst deinen Umsatz und fertig.

Liegt der Umsatz höher als diese 17.500€ Mehrwersteuerbefreiungsgrenze nach § 19 UstG, so sei froh, denn dein Laden läuft.

Und dir bleibt auch noch was zu Leben übrig

Von dieser § 19 Ustg Reglung bleiben ausser der Umsatz ( Mehrwertsteuer) alle anderen Steuerarten unberührt.

Ich habe noch nie begriffen welche Vorteile ihr euch davon erhoft.

Es gibt keine, ausser etwas weniger Bürokratie.

Es gibt nur Nachteile: du kannst deine verausgabte Mehrwertsteuer ( fallen beim Waren - und Materialkauf an) beim FA nicht geltend machen, somit wird für dich alles um den aktuellen Mehrwertsteuersatz teuerer., da du die MwST nicht gegenrechnen darfst.

Du darfst die MwST auf deinen Rechnungen nicht ausweisen. Das schreckt Kunden die MwST abzugsfähig sind davon ab bei dir zu kaufen oder dir Aufträge zu erteilen. Denn auf deinen Rechnungen steht keine MwST die diese dann beim FA geltend machen können.

Der Sinn der 3 19 UstG Reglung wird sich mir für immer entziehen.

(Alles andere wurde schon gesagt)

Antwort
von wurzlsepp668, 68

dein Geschäftsjahr entspricht dem Kalenderjahr, somit ist das 1.Geschäftsjahr ein Rumpfwirtschaftsjahr vom 01.09. bis 31.12.

Die Umsatzgrenze von 17.500 € ist bei unterjähriger Gründung umzurechnen!!

d.h. Der gültige Umsatz für die Regelung des 19 USTG beträgt 5.833,33 € (17.500 /12 x 4)

Kommentar von meldungsfenster ,

Danke :) Gilt dann 2016 die 50' Grenze? 

Kommentar von Helmuthk ,

Wenn die 17.500,00 € überschritten sind, spielt die 50.000,00E-Grenze keine Rolle mehr.

Antwort
von Libie, 73

Dein Geschäftsjahr läuft am 30.08.2016 ab, da dein Gewerbe am 01.09.2015 gegründet wurde, so mache ich das mit dem Umsatz, immer wenn MEIN Geschäftsjahr abläuft. Lass dich aber zusäzlich von einem Steuerberater beraten.


Kommentar von Helmuthk ,

ie Umsatzsteuer ist eine Jahressteuer unabhängig vom Geschäftsjahr.

Und ein Gewerbetreibender, der nicht im Handelsregister eingetragen ist, hat zwingend das Kalenderjahr als Geschäftsjahr.

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