Kleingewerbe was beachten?

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4 Antworten

Solche Angebote sind weder eine Ehre, noch sprechen sie für die Tragfähigkeit. Also Vorsicht ist geboten!

Dem Grunde nach ist es egal ob eine GmbH oder ein Einzelunternehmen auf den Weg gebracht werden.

Wenn Deine Angabe 1991 Dein Geburtsjahrgang ist, dann wird Dein Alter ein Vermarktungsproblem ergeben. Das ist m.E. eine Geschäftsidee für wenige Jahre. Anfang 40 bis Mitte.

Anmeldung als Kleinbetrieb gibt es nicht, dass hat wfwbinder wieder einmal schön auf den Punkt gebracht.

Du kannst bei der Erhebung des Betriebseröffnungsbogens die Inanspruchnahme der Kleinunternehmerregelung erklären. Würdest Du sie ablehnen, dann wäre dies für fünf Jahre bindend.

Darüber muss man aber genau nachdenken. Und einfach nur, weil jemand sagt, dass ein 'Kleinunternehmer-Status' reicht, dieses so zu tun, da hat man womöglich schon die ersten Fehler gemacht...

Zwar sind die insbesondere finanziellen Risiken überschaubar, doch darf man den für viele lähmenden Papierkram nicht unterschätzen. Und der ist sogar bei einer erfolglosen Gründung schon aufwendig genug.

Finanziell kostet es Dich vielleicht nur die Anmeldung und bei Erfolglosigkeit die Abmeldung. Also je nach Gemeinde zwischen 20 und 60 Euro. Werbung kann man ja aus anderen Einnahmen bestreiten.

Da keine größeren Anschaffungen zu erwarten sind, kann man vielleicht davon ausgehen, sich einen Steuerberater sparen zu können. Eine Aufstellung über die paar Betriebsausgaben bekommt man selber noch hin.

Aber klüger ist es natürlich schon, wenn man sich den Betriebseröffnungsbogen durch einen Steuerberater erledigen lässt und vielleicht sogar die Steuererklärungen machen lässt.

Das dürfte wenige hundert Euro kosten. Vermeidet einfach nur Fehler mit entsprechenden Folgewirkungen.

Ob die Idee gut ist, dass würde ich zwar nicht im Rahmen eines Businessplanes aber einer kleinen Aufstellung mal berechnen.

Wie viele Kunden sind im Laufe eines Jahres zu erwarten? Schon bei weniger als fünf lohnt sich meiner Meinung nach der Aufwand nicht. Schließlich will man doch das eine oder andere als UnternehmerIn auch anbieten bzw. leisten.

Dafür benötigt man aber in jedem Fall Zeit. Die sollte man versuchen zu schätzen. Wie soll so ein Coaching laufen? Potentieller Kunde meldet sich. Erklärt was er warum benötigt. Wie lange dauert das Telefonat?

Ein erstes Treffen. Vermutlich beim Kunden, um auch seinen bisherigen persönlichen Stil zu sehen und daraus eine Richtung ableiten zu können.

Dann Sichtung der vorhandenen Kleidung. Aufzeigen der Mängel. Entwurf einer Farbberatung für den Typ. Vermutlich 4x, für jede Jahreszeit extra.

Alle diese Tätigkeiten kann man zeitlich schätzen. Ebenso die Dauer einer Einkaufstour.

Dafür muss dann also ein Preis gefunden werden.

Wie will man diese mehr als fünf KundInnen im Jahr zu diesem Preis gewinnen? Wie will man es schaffen sie zu erreichen? Lesen die ein bestimmtes Stadtmagazin bzw. eine entsprechende Internetseite?

Die Anzeige muss anspruchsvoll gestaltet sein. So ist doch gerade Deiner Zielgruppe die optische Erscheinung wichtig. Vielleicht bekommt man das für wenige Dollar im Internet oder braucht einen Grafiker.

Jetzt geht die Schätzerei weiter. Was kostet es, bis man die entsprechende Anzahl Kunden hat? Dieses und die anderen genannten Kosten auf die Anzahl der Kunden verteilen und vom Preis abziehen.

Jetzt guckt man auf die geplante Zeit und schlägt da mal für Rechnung schreiben und andere allgemeine Tätigkeiten 20 -30% drauf. Den eben geschätzten Preis legt man dann man auf die Stunde um.

Wegen der Kürze habe ich bestimmt nicht nur die Erkundigung bei der Krankenkasse vergessen. Aber da solltest Du auch anfragen. Schließlich kann es passieren, dass ab einem bestimmten Umfang der Tätigkeit hier auch Beiträge fällig werden!

Bedenke bitte beim Thema Werbung: Es bringt gar nichts, wenn man eine Anzeige nur einmal schaltet. Im Ergebnis muss für eine positive Kaufentscheidung 6x ein positiver Kontakt vom Kunden zum Produkt hergestellt werden.

Wenn Du das so gemacht hast, dann dürfte es Dir auch nicht mehr schwer fallen zu entscheiden, ob Du das tatsächlich machen willst oder nicht. Leider kann es sein, dass man mit einer Werbung wegen eines falschen Wortes oder der Farbe keine Wirkung hat.

Deshalb wird man da klug probieren müssen. Kostet auch Geld. Ich habe ja bereits geschrieben: Das ist nur so eine Kurzanleitung.

Viel Erfolg.

P.S. Gern kann ich Deine Aufstellung auch mal prüfen. Kostet nix. Sollten sich Fragen ergeben, auch bei der Durchführung - Einfach melden.

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Hi! Du musst ja auch keine GmbH gründen. Geh zum örtlichen Gewerbeamt und sag, dass du ein Kleingewerbe anmelden möchtest. Du wirst nach der Branche des Gewerbes gefragt, wobei du etwas Passendes angibst.

Danach musst du ca. 20-30 Euro für den Schein bezahlen und du bist fertig. Eine Sache von 15min

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Kommentar von Geochelone
17.07.2016, 20:40

Man kann kein Kleingewerbe anmelden ! Und ob man die Kleinunternehmerregelung anwenden will, interessiert beim Gewerbeamt niemanden. Die wissen vielleicht noch nicht mal, was das ist.

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Es gibt kein Kleingewerbe. Nur Gewerbe, als Haupterwerb, oder Nebenerwerb. Bei Dir wird es wohl Nebenerwerb sein.

Wenn Du zum Gewerbeamt gehst und anmeldest, dann kommt automatisch der "Fragebogen zur steuerlichen Erfassung."

Immer dran denken, alle Ausgabenbelege sammeln, weil ja auf den Gewinn Steuern gezahlt werden müssen, also Gewinn klein halten.

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